Bildung/Kultur
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Wappen des Landkreises
Das Wappen des Landkreises
Unter von Rot und Silber gespaltenem Schildhaupt,
gespalten von Silber und Blau,
vorne ein rotes Ulrichskreuz,
hinten eine goldene Lilie.
Das 1972 geschaffene Landkreiswappen nahm bewusst Symbole aus dem Wappen der vorher bestehenden Landkreise auf. Das Wappen des Altlandkreises Augsburg bezog sich mit dem rot-silbernen Schildhaupt auf das Hochstift Augsburg, während das Wappen des Landkreises Wertingen im Schildfuß daran erinnerte. Das Augsburger Wappen führte zudem vorne in Gold eine blaue Fuggerlilie, während das Wappen des Landkreises Schwabmünchen vorne auf Silber ein rotes Ulrichskreuz zeigte. Hinten prangte auf Blau eine goldene Fuggerlilie. Die Fuggerlilie führen mehrere Gemeinden. Besonders häufig wurde aber das Rot - Silber des Hochstifts gewählt. So finden sich viele Gemeinden nicht nur in ihrer Geschichte, sondern auch mit ihrem Wappen im Wappen des Landkreises wieder.
Rot/Silber: Das Hochstift Augsburg
Das Hochstift Augsburg, der weltliche Herrschaftsbereich des Bischofs, erstreckte sich vom Norden (Pflegamt Westendorf) über den Westen (Pflegamt Zusmarshausen) in den Süden (Pflegämter Bobingen und Schwabmünchen). Ähnliches gilt für die Besitzungen des Domkapitels, die von den Ämtern Achsheim, Gersthofen, Stadtbergen, Anhausen, Dinkelscherben, Breitenbronn, Großaitingen und Langerringen verwaltet wurden.
Silber/Blau: Bayern
Weit vom Norden (Raum Thierhaupten) in den Süden (Herrschaft Schwabegg) klammert Bayern mit seinen alten Gebieten. Nach Säkularisation und Mediatisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts kam die ganze Region an das Kurfürstentum Bayern. Die Wappen von Wertingen und Schwabmünchen führten die bayerischen Rauten.
Das Ulrichskreuz
Mit Bischof Ulrich verbinden wir die große europäische Entscheidungsschlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 und die Dokumente der frühesten Herrschaftsgeschichte. Ulrichskreuze brachte man jahrhundertelang von der Wallfahrt mit, hängte sie sich an die Rosenkränze oder vergrub sie im Acker. Nach einer viel dargestellten Legende soll während der Lechfeldschlacht ein Engel dem Heiligen das siegverheißende Kreuz überreicht haben.
Die Fuggerlilie
Die aus Graben nach Augsburg zugewanderten Fugger erwarben im 16. Jahrhundert beachtlichen Besitz. Er konzentrierte sich in den Herrschaften Biberbach, Nordendorf, Gablingen, Welden, Wellenburg und Mickhausen. An die Fugger erinnern noch einige der bedeutendsten Kunstwerke wie der Altar in der Frauenkapelle in Schwabmünchen oder die Ausstattung der Kirche in Mickhausen, die Schlosskapelle in Markt und die Theklakirche in Welden.