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Ordner Praevention LRA

13 Alkohol zu trinken hat für Jugendliche viel- fältige Folgen: • Rauschtrinken kann bei Jugendlichen schnell zu einer Alkoholvergiftung führen, die durchaus auch lebensbedrohlich sein kann. • Der jugendliche Organismus befindet sich noch in der Entwicklung, so dass exzes- siver Alkoholkonsum irreversible Schä- digungen im Gehirn und den Organen hervorrufen kann. • Bereits bei einer geringen Menge Alko- hol wird das Unfallrisiko deutlich erhöht; die Tendenz zu unkontrolliertem und aggressivem (oder depressivem) Verhal- ten nimmt zu. • Je früher Jugendliche große Mengen Al- kohol konsumieren, desto größer ist das Risiko, dass sie als Erwachsene Alkohol-, Sucht- und Gesundheitsprobleme haben. • Alkohol ist häufig eine Einstiegsdroge für andere Substanzen Jugendliche müssen einen selbstverantwortlichen, risikoarmen Umgang mit Alkohol lernen. Ein zu früher oder übermäßiger Alkoholkonsum behindert sie in ihrer Entwicklung und in ihrer Suche nach Identität. Da Heranwachsende risikobereiter und unerfahrener sind als Erwach- sene, brauchen wir Schutzbestimmungen, die junge Menschen vor einem zu frühen und/oder exzessiven Alkoholkonsum schützen. Jugendschutz setzt sinnvolle Grenzen, an denen sich junge Menschen reiben und entwickeln können. Zudem fördert er den Dialog zwischen Jugendlichen und Erwachsenen über Werte, Einstellungen und Moral. Was viele nicht wissen oder nicht wahrhaben wollen: Für Jugendliche ist Alkoholkonsum riskanter als für Erwachsene!3 Alkohol ist nicht nur Genussmittel, sondern auch ein abhängig machendes Rauschmittel. Kinder und Jugendliche reagieren empfindlicher auf Alkohol als Erwachsene. Infolge des gerin- geren Körpergewichts steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker an. Auch das für den Alkoholab- bau verantwortliche Enzym wird vom jugendlichen Körper noch nicht in genügender Menge produziert. 1.3. Jugend und Alkohol 3 - Quelle: „Jugendschutz veranstalten“, Jugendschutz Bern (CH), 2007