zur Corona-Impfung im Landkreis Augsburg
Aktuelle Mitteilungen

+++ UPDATE, Dienstag, 9. Februar 2021 ++++
Landkreis Augsburg bereitet Vergabe von 1000 Impfstoffdosen des Herstellers AstraZeneca vor


Impfstoff wird für Erwachsene unter 65 Jahren empfohlen

Der Landkreis Augsburg empfängt in den kommenden Tagen eine Lieferung des Corona-Impfstoffs der Herstellerfirma AstraZeneca im Umfang von 1000 Impfdosen. Das Mittel, das seit Ende Januar in Europa zugelassen ist, kam im Impfbetrieb des Landkreises bislang nicht zur Verwendung. „Grundsätzlich freuen wir uns über jede Lieferung, mit der wir unsere Bevölkerung versorgen können“, sagt Landrat Martin Sailer. Die Lieferung des Impfstoffs von AstraZeneca mache im Vorfeld zusätzliche Planungsschritte notwendig. Denn: „Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Einsatz des Mittels von AstraZeneca nur für erwachsene Personen unter 65 Jahren“, erklärt der Landrat. In dieser Zielgruppe könne nach zweimaliger Verabreichung des Impfstoffs mit entsprechendem zeitlichem Abstand eine ausreichende Immunisierung erreicht werden. Für Menschen über der Altersgrenze sei keine ausreichende Wirksamkeit der Substanz belegt. Weil der Priorisierung folgend derzeit die Gruppe der Über-80-Jährigen geimpft werde, an die das Mittel nicht vergeben werden kann, wird aktuell eine anderweitige Verwendung des Impfstoffs vorbereitet. „In der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ist geregelt, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei Personen unter 65 Jahren geimpft werden soll. Höchste Priorität haben Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben oder arbeiten oder regelmäßig pflegebedürftige Menschen versorgen. Zudem alle Beschäftigten in Intensivstationen, Notaufnahmen, bei Rettungsdiensten, in der Palliativversorgung oder anderen medizinischen Einrichtungen, in denen für die Patientinnen und Patienten ein sehr hohes Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei einer Corona-Infektion bestünde“, so der Landrat. Zunächst müsse der neue Impfstoff möglichst zeitnah durch den Freistaat im einheitlichen Softwaresystem BayIMCO angelegt werden. Wann der Impfstoff im Landkreis Augsburg verimpft werden kann, ist deshalb derzeit noch nicht absehbar.

 

Mangels Impfstoff: Betrieb im Impfzentrum muss am kommenden Wochenende pausieren

Der Impfbetrieb im Zentrum in Gablingen muss am kommenden Wochenende, 13. und 14. Februar, zwangsläufig pausieren. „Die Vorräte des Impfstoffs, der für die planmäßige Versorgung der über-80-jährigen Bevölkerung verwendet wird, gehen am Ende dieser Woche zur Neige und wir erhalten bis dahin keine weiteren Dosen, die wir an unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger vergeben können“, sagt Landrat Sailer.


+++ UPDATE, Samstag, 6. Februar 2021 +++
10.000ste Impfung im Landkreis Augsburg

 

Bis gestern wurden im Landkreis Augsburg bereits 6.448 Erstimpfungen und 3.375 Zweitimpfungen nach den geltenden Vorgaben sowohl mobil in den Alten- und Pflegeeinrichtungen, bei immobilen Personen zu Hause, als auch im Impfzentrum in Gablingen verabreicht. Insgesamt konnte in allen Alten- und Pflegeeinrichtungen bis auf in einer, die aufgrund eines Ausbruchsgeschehens erst später angefahren werden konnte, bereits zweimal geimpft werden. Am heutigen Samstag, 6. Februar 2020, wurde gegen 11 Uhr vormittags nun zum 10.000sten Mal die Nadel für die Corona-Schutzimpfung gesetzt. Landrat Martin Sailer übergab Frau Kunigunde Haas aus Bobingen, die die besondere Impfdose erhielt, einen kleinen Blumenstrauß. „Natürlich wäre es mir lieber, bereits die 10.000ste vollständig geimpfte Person feiern zu können und nicht nur die gleiche Menge an Impfungen. Allerdings möchte ich diesen kleinen Meilenstein trotzdem als Zeichen der Hoffnung sehen, dass es bei uns im Landkreis Augsburg durch die Corona-Schutzimpfung im Kampf gegen die Pandemie in die richtige Richtung geht“, so Sailer.


+++ UPDATE, Freitag, 29. Januar 2021 +++
Bettlägerige Personen werden zu Hause geimpft

 

Landkreis Augsburg ist Vorreiter bei mobilen Impfungen

Die Corona-Schutzimpfungen im Landkreis Augsburg schreiten immer weiter voran. Bisher haben in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie im Impfzentrum in Gablingen insgesamt 4.918 Personen ihre Erstimpfung und 2.289 Personen ihre Zweitimpfung erhalten. Zudem hat ein Großteil der bisher 3.300 angeschriebenen Seniorinnen und Senioren bereits einen Termin in Gablingen vereinbart. Innerhalb der höchstpriorisierten Gruppe der Über-80-Jährigen gibt es aber natürlich auch Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Konstitution keine Möglichkeit haben, zum Impfzentrum zu kommen. „Um auch hier der betroffenen Personengruppe ihren berechtigten Zugang zur Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen, haben wir uns dazu entschlossen, ab dem kommenden Montag, 1. Februar 2021, bettlägerige Bürgerinnen und Bürgern zu Hause zu impfen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Der Landkreis Augsburg ist damit wie bereits bei der Einrichtung der Einzelfallkommission Vorreiter in Bayern und setzt für die Impfungen extra ein zusätzliches mobiles Impfteam seines Dienstleisters Ecolog ein. Bürgerinnen und Bürger, die einen entsprechenden Service benötigen, können dies während ihrer telefonischen Registrierung bei der Hotline des Impfzentrum angeben.


+++ UPDATE, Dienstag, 26. Januar 2021 +++
Landkreis Augsburg richtet zweites Corona-Impfzentrum in Bobingen ein

 

Einrichtung kann bis zu 1000 Impfungen am Tag leisten

Seit Wochen laufen im Landratsamt Augsburg die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung eines zweiten stationären Impfzentrums im südlichen Landkreisgebiet. Dieses wird demnächst in Bobingen aufgeschlagen. „Bereits im Zuge der Eröffnung unseres ersten Zentrums in Gablingen hatten wir angekündigt, dass wir in absehbarer Zeit eine zweite Anlaufstelle im Landkreis schaffen werden“, sagt Landrat Martin Sailer. Ziel sei es, der Bevölkerung im südlichen Landkreis kurze Wege zur Impfung zu ermöglichen. Der zweite Standort werde zudem die gleichen Kapazitäten wie das Zentrum in Gablingen aufweisen: „Beide Anlagen sind räumlich und personell so konzipiert, dass dort je bis zu 1000 Impfvorgänge am Tag vorgenommen werden können“, so der Landrat. Nach Genehmigung durch das Gesundheitsministerium und Unterzeichnung des Mietvertrags könne das Zentrum mit einer Vorlaufzeit von rund zwei Wochen einsatzfähig sein. Bei der Terminvereinbarung könne dann künftig angegeben werden, an welchem Standort die Impfung verabreicht werden soll – sofern dann genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Den operativen Betrieb vor Ort übernimmt wie auch in Gablingen das Personal des vom Landkreis beauftragten Dienstleistungsunternehmens Ecolog.

 

Fortschritt des Impfbetriebs hängt von Impfstofflieferungen ab

Während die Eröffnung des ersten Zentrums im Landkreis seitens des Freistaats an einen Stichtag im vergangenen Dezember geknüpft war, handelt es sich bei der Einrichtung in Bobingen um einen Ausbau der bestehenden Infrastruktur, die bisher neben der Station in Gablingen die mobilen Teams und Impfbusse als mobile Zentren umfasst. „Mit der zweiten stationären Impfstelle richten wir uns nun darauf aus, den Impfbetrieb erheblich vorantreiben zu können“, so der Landrat. Zwingende Voraussetzung dafür sei jedoch, dass der Landkreis die dafür notwendigen Impfstoffmengen vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt bekomme. „Die Impfstofflieferungen erreichen uns noch immer in unregelmäßigen Abständen und in sehr begrenztem Umfang“, berichtet Sailer.


+++ UPDATE, Montag, 25. Januar 2021 +++
Corona-Impfung: Antrag auf Einzelfallentscheidung

 

Einreichungen auch postalisch und per Fax möglich

Als eine der ersten Kreisverwaltungsbehörden in ganz Bayern hat der Landkreis Augsburg vergangene Woche eine Einzelfallkommission eingerichtet, die sich in wöchentlichen Sitzungen in medizinischer und rechtlicher Sicht objektiv damit auseinandersetzt, ob in bestimmten Fällen eine priorisierte Impfung in Betracht kommt. Aufgrund zahlreicher Nachfragen weist das Landratsamt Augsburg darauf hin, dass die neueingerichtete Einzelfallkommission schriftliche Anträge nicht nur digital über die E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de, sondern auch postalisch (Adresse: Staatliches Gesundheitsamt – Einzelfallkommission, Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg) oder per Fax an 0821 3102 1101 entgegennimmt. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die sich auf diesem Wege an die Kommission richten wollen, werden bei der Einsendung um Angabe ihres Namens, der Anschrift, des Geburtsdatums und einer Telefonnummer gebeten. Zudem wird eine stichhaltige Beschreibung der individuellen Umstände erwartet, nach denen eine Einzelfalleinstufung in Frage kommen könnte. Das Landratsamt weist jedoch explizit darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse streng den Vorgaben der Ständigen Impfkommission unterliegen. Es ist davon auszugehen, dass nur wenige Fälle die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einzelfalleinstufung erfüllen, da sich die Kreisverwaltungsbehörde unabhängig von den Vorerkrankungen die Priorisierung des Bundes halten muss.


+++ UPDATE, Freitag, 22. Januar 2021 +++
Corona-Impfung: Landkreis richtet Einzelfallkommission ein

 

Ständige Impfkommission schafft Rechtsgrundlage

Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen im Landkreis Augsburg ist hoch. „Es ist erfreulich und vorbildlich, dass uns viele Bürgerinnen und Bürger täglich ihre Bereitschaft zur Impfung signalisieren“, sagt Landrat Martin Sailer. Aufgrund stockender Impfstofflieferungen durch den Freistaat, von denen ganz Bayern betroffen ist, konnten im Landkreis jedoch bisher weit weniger Personen geimpft werden, als es dank der geschaffenen Infrastruktur möglich gewesen wäre. Diejenigen Impfdosen, die der Kreisverwaltungsbehörde in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen, werden den Vorgaben entsprechend und konsequent dem Impfplan folgend vergeben. Nun aber hat die Ständige Impfkommission in einer Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts die Rechtsgrundlage dafür geschaffen, dass die Kreisverwaltungsbehörden fortan Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, die nicht ausführlich in der Impfverordnung aufgeführt sind, per Einzelfallentscheidung selbstständig in die jeweiligen Priorisierungskategorien einordnen können. Das bedeutet, dass Menschen mit besonders schwerwiegenden, gesundheitsbedingten Umständen nach Zustimmung der Kommission in die Priorisierungskategorie hoch oder erhöht eingestuft werden und damit einen früheren Zugang zur Schutzimpfung erhalten können. „Wir nehmen diese Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst“, erklärt der Landrat. „Auf diesem rechtlichen Wege haben wir nun eine Möglichkeit, uns der vielen Einsendungen aus unserer Bevölkerung anzunehmen, in denen wir um Sondertermine für die Corona-Impfung gebeten werden“, so Sailer weiter. Im Landratsamt Augsburg ist daher umgehend eine solche Einzelfallkommission eingerichtet worden. Eine sogenannte Hop-on-Liste für medizinische Härtefälle werde es hingegen aus rechtlichen Gründen nicht geben.

 

Zulässige Anträge werden medizinisch und rechtlich geprüft

Die Kommission setzt sich unter dem Vorsitz des Landrats aus medizinisch und juristischen Sachverständigen des Landratsamtes zusammen. „Uns liegen schon jetzt zahlreiche Fallbeschreibungen von Arztpraxen hinsichtlich einzelner Patientinnen und Patienten vor, die auf die medizinische Dringlichkeit einer Impfung in den jeweiligen Fällen aufmerksam machen“, erklärt der Landrat. In den wöchentlichen Sitzungen der Kommission werde über diese Fälle diskutiert und entsprechend medizinisch und rechtlich objektiver Grundlagen entschieden, ob eine Priorisierung in Betracht kommt. „Wen die Kommission als Einzelfall einstuft, wird in den regulären Impfbetrieb integriert und baldmöglichst versorgt“, erklärt Landrat Sailer. In der ersten Sitzung der Kommission am heutigen Freitag wurden fünf Fälle besprochen, drei davon konnten anerkannt werden.

 

Anträge können ab sofort per E-Mail im Landratsamt eingereicht werden

Für die Einreichung von Anträgen zur Einzelfallprüfung durch die Kommission steht ab sofort ein eigenes E-Mail-Postfach unter der Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die sich auf diesem Wege an die Kommission richten wollen, werden bei der Einsendung um Angabe ihres Namens, der Anschrift, des Geburtsdatums und einer Telefonnummer gebeten. Zudem wird eine stichhaltige Beschreibung der individuellen Umstände erwartet, nach denen eine Einzelfalleinstufung in Frage kommen könnte. Das Landratsamt weist jedoch explizit darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse streng den Vorgaben der Ständigen Impfkommission unterliegen. Es ist davon auszugehen, dass nur wenige Fälle die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einzelfalleinstufung erfüllen, da sich die Kreisverwaltungsbehörde unabhängig von den Vorerkrankungen die Priorisierung des Bundes halten muss.

 

Fortschritt des Impfbetriebs weiter massiv von Impfstofflieferungen abhängig

Der Fortschritt des planmäßigen Impfbetriebs im Landkreis Augsburg hängt wie in allen anderen Regionen Bayerns entscheidend von den Impfstofflieferungen ab, die vonseiten des Freistaats zur Verfügung gestellt werden. Anfang der laufenden Woche mussten die Planungen des Landkreises wegen Lieferengpässen beim Herstellerunternehmen des Impfstoffs korrigiert werden, sodass erst später als ursprünglich vorgesehen mit der Terminvergabe für die im nächsten Schritt impfberechtigte Bevölkerungsgruppe der Über-80-Jährigen begonnen werden kann. „Diese Unwägbarkeiten liegen leider nicht in unserem Einfluss, weswegen wir derzeit keine verbindlichen zeitlichen Perspektiven für die Fortschritte in den kommenden Wochen aufzeigen können“, so der Landrat. Seitens der Staatsregierung sei jedoch eine baldige Verstetigung der Impfstofflieferungen angekündigt worden. Die Weiterentwicklung der Impfstrategie des Landkreises, beispielweise in Form eines zweiten stationären Zentrums, sei alleinig von einer stabilen Versorgung mit Impfstoffdosen abhängig.


+++ UPDATE, Freitag, 22. Januar 2021 +++
LANDKREIS STARTET MIT IMPFUNG DER Ü-80-JÄHRIGEN

 

3.300 über 80-Jährige können sich im Impfzentrum registrieren

Der Lieferengpass des Impfstoffproduzenten BioNTech/Pfizer sorgt bekanntermaßen dafür, dass den Landkreis Augsburg vorerst nur sehr geringe und unregelmäßige Mengen an Impfstoff erreichen. Trotzdem möchte der Landrat Martin Sailer nun schnellstmöglich damit beginnen, die über 80-Jährigen Landkreisbürgerinnen und -bürger zu impfen. „Unsere älteren Mitmenschen befinden sich in der höchsten Priorität für die Impfstoffvergabe. Deshalb sehe ich es als unsere Pflicht, ihnen auch schnellstmöglich eine Impfung zu ermöglichen – seien die Impfstoffmengen, die uns über den Freistaat erreichen, auch noch so gering“, betont Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund hat das Landratsamt nun gemeinsam mit seinem beauftragten Dienstleister Ecolog ein eigenes System erarbeitet. Ab Samstag, 23. Januar, zwischen 10 und 18 Uhr, können sich die bereits angeschriebenen 3.300 über 80-Jährigen unter der in ihren Briefen angegebenen Telefonnummer für eine Impfung im Impfzentrum registrieren. Die telefonische Registrierung wird im Folgenden täglich von 8 bis 18 Uhr möglich sein. Sobald der Landkreis Impfstoff für Erstimpfungen erhält, werden die registrierten Personen nach Eingang ihrer Registrierung mit einem Vorlauf von mindestens 24 Stunden telefonisch über ihren möglichen Impftermin informiert. Die weiteren vier Gruppen der insgesamt 15.500 über 80-Jährigen werden postalisch über die Möglichkeit ihrer Registrierung informiert, sobald die Impfung der ersten Gruppe abgeschlossen ist. „Wir wissen, dass dieses Vorgehen von unseren ursprünglichen Überlegungen abweicht. Aber die Unregelmäßigkeit der Impfstofflieferungen ermöglicht uns derzeit keine Planungssicherheit, weshalb wir nun flexibel auf die gegebenen Umstände reagieren. Es ist wichtig für unsere Bevölkerung, dass wir jetzt endlich starten“, begründet Sailer das Vorgehen.

 

Aktueller Stand der Impfungen im Landkreis Augsburg

Bisher wurden im Landkreis Augsburg 2.897 Erstimpfungen und 607 Zweitimpfungen durchgeführt. Es wurden keine Impfdosen verworfen. Geimpft wurden Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten, sowie einzelne Personen, die aufgrund ihres hohen beruflichen Ansteckungsrisikos auf Hop-on-Listen aufgenommen waren.


+++ UPDATE, Samstag, 16. Januar 2021 +++
Impfterminvergabe kann (noch) nicht starten

 

Lieferengpass der Firma BioNTech/Pfizer verzögert Planungen

Wegen Umbauarbeiten in einem belgischen Werk kann der Pharmakonzern Pfizer seine Lieferzusagen für den zusammen mit dem Unternehmen BioNTech entwickelten Corona-Impfstoff in ganz Europa nicht wie versprochen einhalten. „Die Bayerische Staatsregierung hat uns am Freitagabend darüber informiert, dass wir aufgrund dieses Lieferengpasses für den Landkreis Augsburg in der kommenden Woche lediglich Impfstoffdosen für die von uns benötigten Zweitimpfungen erhalten werden“, erklärt Landrat Martin Sailer. Dies sorge dafür, dass man mit der Impfterminvergabe für die erste Gruppe der angeschriebenen über 80-Jährigen doch nicht wie ursprünglich geplant starten könne. „Dass es dazu kommen würde, war für uns leider völlig unvorhersehbar“, so Sailer weiter. Er bitte die betroffenen Bürgerinnen und Bürger deshalb um Verständnis und noch etwas Geduld. Sobald eine Terminvergabe planbar möglich sei, werde das Landratsamt über die lokalen Medien und seine Internetseite www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung entsprechend informieren.


+++ UPDATE, Freitag, 15. Januar 2021 +++
Wie ist der aktuelle Stand bei den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg?

 

Landrat erläutert Planungen und warnt vor Trickbetrügern

Nachdem die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Augsburg nun zeitnah abgeschlossen werden können und die ersten ca. 3.300 über 80-jährigen Personen im Landkreis angeschrieben wurden, dass sie sich nun einen Termin für die Corona-Schutzimpfung sichern können, geht das Landratsamt nun dazu über, die konkreten Planungen für ein zweites Impfzentrum im südlichen Landkreis voranzutreiben. „Wir haben bereits potenzielle Standorte besichtigt“, so Landrat Martin Sailer. Sobald dem Landkreis vom Freistaat dauerhaft die entsprechenden Mengen an Impfstoff zur Verfügung gestellt werden, wolle man in der Lage sein, das zweite Zentrum innerhalb kürzester Zeit zu eröffnen, um dann in beiden Impfzentren im besten Fall 2.000 Bürgerinnen und Bürger pro Tag impfen zu können. „Bisher scheitern diese Pläne aber leider an den doch sehr geringen Impfstoffmengen, die uns hier im Landkreis erreichen“, bedauert Sailer. „Wir erhalten tagtäglich eine Vielzahl von Anrufen und Zuschriften von Personen, die uns darum bitten, sie beispielsweise aufgrund ihrer multiplen Vorerkrankungen oder anderer sehr einleuchtender Begründungen bei der Terminvergabe schneller zu berücksichtigen“, berichtet Sailer. Allerdings seien ihm aufgrund der sehr eindeutigen Priorisierung des Bundes, aber letztendlich auch wegen des aktuell nicht vorhandenen Impfstoffs die Hände gebunden: „Die Einzelschicksale sind zum Teil so tragisch, dass es mir persönlich sehr nahe geht, hier aufgrund der Impfstoffknappheit und der eindeutigen Rechtslage nicht helfen zu können“, erläutert der Landrat und macht deutlich: „Deshalb ist es mir aber auch umso wichtiger, dass die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Augsburg wissen, dass bei uns keine der Impfstoffdosen, die für viele von ihnen aktuell so wertvoll sind, verloren gehen wird!“ Außerdem wolle der Landrat bei aller Unsicherheit bezüglich der Impfstofflieferungen unbedingt sicherstellen, dass die Zweitimpfung aller bereits geimpften Personen problemlos stattfinden kann.

 

Bisher keinerlei negative Impfreaktionen

Sehr positiv sei es zu beurteilen, dass es bei den bisher rund 2.500 durchgeführten Erstimpfungen zu keinerlei wesentlichen Impfreaktionen gekommen sei. „Ich hoffe, dass es uns in den nächsten Wochen und Monaten gelingen wird, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung durch verstärkte Aufklärungsarbeit insbesondere in Bezug auf die Wirkung der verwendeten Impfstoffe noch zu steigern. Ich sehe in der Corona-Schutzimpfung für unsere Gesellschaft die einzige Möglichkeit, die verheerenden Auswirkungen der Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“, macht Sailer klar. Eine Impfpflicht halte er hingegen für absolut kontraproduktiv: „Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, sie klar und verständlich über die Impfungen informieren und ihnen ihre Ängste nehmen. Aus meiner Sicht ist das der einzige Weg, Bedenken bezüglich der Schutzimpfung Schritt für Schritt abzubauen.“

 

Hinweise zur Registrierung und Terminvergabe

Termine für die Corona-Schutzimpfungen können im Landkreis Augsburg in den kommenden Wochen nur die über 80-jährigen Personen vereinbaren, die postalisch entsprechend informiert wurden. Verheiratete Personen, die beide über 80 Jahre alt sind und in einem Hausstand leben, werden zeitgleich angeschrieben. Aufgrund des wenigen zur Verfügung stehenden Impfstoffs ist es nicht möglich, dass weitere Personen zu einem Impftermin mitgebracht werden können. Genauso ist es nicht möglich, ohne Termin eine Impfung vor Ort im Impfzentrum zu bekommen. Die Bürgerinnen und Bürger werden deshalb darum gebeten, von Fahrten zum Impfzentrum ohne Termin abzusehen, um die Abläufe vor Ort nicht zu verzögern. Zudem ist zu beachten, dass Personen, bei denen das Coronavirus bereits positiv nachgewiesen wurde, vorerst nicht geimpft werden können. „Nach derzeitigem Kenntnisstand haben positiv getestete Personen zumindest für eine gewisse Zeit einen Immunschutz gegen eine erneute Infektion mit dem Coronavirus“, erläutert Landrat Martin Sailer. Das den Kreisverwaltungsbehörden vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellte Programm sperre daher automatisch das Erfassungssystem, wenn eine impfwillige Person bereits positiv getestet war.

 

Für Impfwillige jeden Alters besteht die Möglichkeit, sich auf der Internetseite https://impfzentren.bayern für die Corona-Schutzimpfung zu registrieren. Wer sich registriert hat und impfberechtigt ist, wird per E-Mail oder telefonisch kontaktiert, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht und kann dann einen Termin buchen. Das Online-Registrierungssystem entscheidet dabei entsprechend nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), wer zu welchem Zeitpunkt einen Impftermin buchen kann. Wann Personen mit einer niedrigen Priorisierung einen Termin im Impfzentrum vereinbaren können, ist derzeit noch nicht absehbar.

 

Impfteams machen keine unangemeldeten Hausbesuche

Die aktuelle Situation machen sich offenbar Trickbetrüger zunutze. In den vergangenen Tagen ist es wohl bereits in ganz Bayern vorgekommen, dass sich Personen an Haustüren fälschlicherweise als Mitarbeiter mobiler Impfteams ausgegeben haben, um sich so Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen. „Die Mitarbeiter unserer mobilen Impfteams werden niemals unangekündigt vor Ihrer Türe stehen“, betont Landrat Martin Sailer. Zudem könnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des vom Landratsamt beauftragten Dienstleisters Ecolog entsprechend ausweisen. Der Landrat rät deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern lieber skeptisch zu sein: „Lassen Sie niemanden unangekündigt in Ihre Wohnung und rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei.“


+++ UPDATE, Freitag, 8. Januar 2021 +++
Corona-Impfungen für über 80-Jährige

 

Zielgruppe wird ab 15. Januar durch Briefe informiert

Nachdem die Corona-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis mit einer sehr hohen Impfbereitschaft inzwischen nahezu abgeschlossen sind und die ersten 2.050 Impfdosen verabreicht wurden, wird nun damit begonnen, die über 80-jährigen Landkreisbürgerinnen und -bürger als Personengruppe mit der höchsten Priorität postalisch über die weitere Vorgehensweise zu informieren. „Wir haben uns dazu entschlossen, die potenziell etwa 15.500 zu impfenden Personen in fünf durch einen Zufallsgenerator bestimmte Gruppen aufzuteilen, die im Abstand von zwei Wochen ein Anschreiben mit einer Telefonnummer zur Terminvereinbarung und ein Aufklärungsmerkblatt erhalten“, erklärt Landrat Martin Sailer. Jeder Angeschriebene habe dann die Möglichkeit, telefonisch einen Termin für die Corona-Schutzimpfung zu vereinbaren. Die Personalien würden entsprechend am Telefon abgeglichen. „Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass wir, so lange noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, für alle Impfberechtigten die Chancengleichheit wahren“, ergänzt Sailer und bittet für das Vorgehen um Verständnis. Die erste Gruppe würde ihre Anschreiben bereits ab dem 15. Januar erhalten und könne aufgrund der bis dahin vom Freistaat versprochenen erhöhten Impfstofflieferung voraussichtlich bereits ab dem 19. Januar Termine vereinbaren. Wann der reguläre Betrieb des Impfzentrums in Gablingen für weitere Personengruppen mit niedrigeren Priorisierungen starten kann, ist hingegen noch nicht absehbar.


+++ UPDATE, Mittwoch, 30. Dezember 2020 +++
Corona-Impfungen für über 80-Jährige

 

Landrat Martin Sailer hält Terminvereinbarungen im Landkreis Augsburg erst ab Anfang Februar realistisch

Seit vergangenen Sonntag werden im Landkreis Augsburg die ersten Corona-Impfungen von mobilen Teams an impfwillige Personen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen verabreicht. Laut Impfplan der Bundesregierung fallen die Bewohner und Mitarbeiter der entsprechenden Einrichtungen unter die Gruppe mit der „höchsten Impfpriorität“, da sie im Falle einer Infektion die höchsten Todesrisiken zu erwarten haben. Besonders in den Fokus gerückt ist aber in den vergangenen Tagen die Frage, wie insbesondere die über 80-Jährigen, die entweder zu Hause oder aber in privaten Seniorenwohnanlagen leben und auch unter die zuerst zu impfende Personengruppe fallen, ihren Impftermin vereinbaren können. Denn die Angaben hierzu waren von den unterschiedlen Stellen oft sehr widersprüchlich.

 

Landrat Martin Sailer bittet die Betroffenen im Landkreis in dieser Frage noch um etwas Geduld: „Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald genügend zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – von uns über die Möglichkeit der Terminierung der Impfung informiert. Wir haben bisher bewusst darauf verzichtet, ein konkretes Datum für den Start der Terminvereinbarungen zu nennen, da es uns zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht möglich ist, abzusehen, ab wann wir verbindliche Impftermine vereinbaren können.“ Sailer begründet dies unter anderem mit der Verfügbarkeit des Impfstoffes. Diese hänge nämlich von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise der Zahl der impfwilligen Personen in den bisher priorisierten Einrichtungen oder aber der Anzahl der Impfstoffdosen, die an den Landkreis durch Bund und Freistaat geliefert würden. Zudem gäbe es unglücklicherweise noch immer Schwierigkeiten mit der vom Freistaat entwickelten Software zur Verwaltung von Patientendaten und Terminen. „Dies alles sorgt leider dafür, dass Terminvereinbarungen in unserem Impfzentrum in Gablingen nach heutigem Stand erst ab Anfang Februar realistisch sind“, so Sailer.

 

Angst, den Starttermin für die Terminvereinbarungen zu verpassen, brauche aber niemand haben, ergänzt der Landrat: „Ich bin mir der großen Verantwortung, die wir als Landkreis mit den Corona-Schutzimpfungen gegenüber allen unseren Bürgerinnen und Bürgern haben, durchaus bewusst. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, alle Unsicherheiten und Fragen, die es in diesem Zusammenhang gibt, durch eine offene und proaktive Kommunikation so gut es geht zu beseitigen.“ Sobald man gesicherte Impftermine vereinbaren könne, würden die entsprechenden Personengruppen per Brief informiert. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass wir unseren Kommunen die Briefvorlagen des Freistaats gegen Mitte Januar zur Verfügung stellen können. Diese haben dann durch die Einwohnermelderegister die Möglichkeit, die Briefe an die über 80-jährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verschicken“, erklärt er.

 

Auch an nicht-mobile Personen und Einwohner privat betreuter Wohnanlagen werde bereits gedacht: „Neben unserem Impfzentrum in Gablingen stehen mobile Impfteams sowie ein Impfbus bereit, um auch in diesen Bereichen alle Bedarfe bestmöglich abzudecken. Außerdem behalten wir uns vor, im Laufe der Zeit noch weitere Impfzentren im Landkreisgebiet zu eröffnen und auch die niedergelassenen Hausärzte sollen auf lange Sicht die Möglichkeit bekommen, in ihren Praxen zu impfen.“ Man werde in den nächsten Wochen entsprechende Pläne erarbeiten und die Bevölkerung fortlaufend über die Impfplanung im Landkreis, sowohl über die lokalen Zeitungen und Radiosender als auch über die Internetseite des Landkreises (www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung), informieren. Zudem hat das vom Landkreis Augsburg beauftragte Unternehmen Ecolog unter der Telefonnummer 06102 20825591 (Erreichbarkeit: Montag bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr) eine Informations-Hotline für das Impfzentrum im Landkreis Augsburg eingerichtet.


+++ UPDATE, Montag, 28. Dezember 2020 +++
Corona-Impfstart im Landkreis Augsburg am Ende doch erfolgreich

 

Landrat Martin Sailer räumt Sicherheit oberste Priorität ein

Nachdem der Start der Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg aufgrund der zunächst nicht nachvollziehbaren Kühlkette der Impfdosen verschoben werden musste, hat der Impfstoffhersteller BioNTech den Verantwortlichen im Verlauf des gestrigen Nachmittages doch noch grünes Licht gegeben – der Impfstoff hatte während des gesamten Transports die benötigte Temperatur. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir gestern letztendlich doch noch den geplanten Impfstart nachholen konnten“, freut sich Landrat Martin Sailer, betont aber, dass er sich auch künftig für die genaue Kontrolle des von der Bayerischen Staatsregierung gelieferten Impfstoffes einsetzen werde: „Wir übernehmen mit unserem Impfzentrum eine sehr große Verantwortung und möchten dieser auch gerecht werden. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger muss dabei zu jedem Zeitpunkt unsere höchste Priorität haben. Deshalb ist es mir persönlich deutlich wichtiger, alle Gegebenheiten genauestens auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen als die Impfdosen mit einem Restrisiko schnellstmöglich zu verabreichen.“

 

Die gelieferten Impfdosen werden bis auf Weiteres von mobilen Teams an impfwillige Personen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Augsburger Land verimpft. Der Landkreis folgt damit dem Impfplan der Bundesregierung, um die Personengruppen zu schützen, die im Falle einer Infektion die höchsten Todesrisiken zu erwarten haben. Doch auch wenn der Impfstart nun zunächst ein Licht am Ende des Pandemie-Tunnels andeutet, bittet Landrat Martin Sailer die Bevölkerung darum, in den kommenden Wochen und Monaten realistische Erwartungen zu haben: „Die Verfügbarkeit eines Impfstoffs bedeutet leider nicht automatisch das zeitnahe Ende der Pandemie. Denn es wird dauern, bis die Quote an geimpften Personen groß genug ist.“ Deshalb sei das Einhalten der bestehenden Kontakt- und Hygieneregeln weiterhin das wichtigste Mittel im Kampf gegen das Virus.

 

Weiteres Impfzentrum und Einsatz von Impfbussen geplant

Wann die breite Bevölkerung geimpft werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Hierfür muss zunächst eine ausreichende Menge an Impfstoff zur Verfügung stehen. Wann das der Fall sein wird, ist auch abhängig von den Zulassungsverfahren weiterer Impfstoffe, die derzeit noch laufen.Unser Impfzentrum in Gablingen wird in nächster Zeit den mobilen Impfteams zunächst als Basis dienen. Sobald wir genügend Impfstoff erhalten, können hier aber bis zu 400 Impfungen am Tag vorgenommen werden“, erklärt Sailer. Die mobilen Teams seien hierbei noch nicht eingerechnet. Diese könnten zusätzlich bis zu 40 Impfungen stündlich vornehmen. Man wolle die Entwicklungen der kommenden Wochen genau beobachten und dann bedarfsgerecht reagieren: „Wir behalten uns vor, künftig gegebenenfalls ein weiteres Impfzentrum im Landkreis zu installieren und Impfbusse einzusetzen, um der Nachfrage unserer Bürgerinnen und Bürger zu entsprechen. Aber natürlich hängen auch diese Planungen von den Impfstoff-Kapazitäten ab.“ Es sei aber auch langfristig angedacht, dass die niedergelassenen Hausärzte die Impfungen der breiten Bevölkerung in ihren Praxen übernehmen können.

 

Informationen zur Corona-Impfung im Landkreis im Internet

Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung informiert. Es wird deshalb darum gebeten, vorerst von E-Mails oder Anrufen bezüglich Terminvereinbarungen abzusehen. Informationen zu den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg werden zudem fortlaufend im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung aktualisiert.


+++ UPDATE, Sonntag, 27. Dezember 2020 +++
Corona-Impfdosen können doch verwendet werden

 

Erste Impfungen können noch heute stattfinden

Aufgrund der zunächst nicht nachvollziehbaren Kühlkette der Corona-Impfstoffdosen, haben wir uns heute Morgen dazu entschlossen, auf Nummer sicher zu gehen und den Impfstart im Landkreis Augsburg bis zur Klärung der Umstände mit dem Hersteller BioNTech zu verschieben. Inzwischen haben wir aber glücklicherweise grünes Licht von BioNTech erhalten und können so noch heute den geplanten Impfstart zeitversetzt nachholen.


+++ UPDATE, Sonntag, 27. Dezember 2020 +++
Corona-Impfstart im Landkreis muss aus Sicherheitsgründen verschoben werden

 

Nicht nachvollziehbare Kühlkette macht Impfstoff eventuell unbrauchbar

Eigentlich hätten die mobilen Impfteams der Firma Ecolog am Sonntag, 27. Dezember 2020, mit den ersten Dosen des langersehnten Corona-Impfstoffs den Impfstart in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Augsburg einläuten sollen. Doch die 100 Impfdosen mit dem BioNTech Impfstoff COMIRNATY, die am späten Samstagnachmittag zum Impfzentrum nach Gablingen geliefert wurden, sind aufgrund einer Unsicherheit im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Kühlkette während des Transports leider vorerst nicht einsetzbar. „Aus dem integrierten Kühlprotokoll geht hervor, dass die erfasste Temperatur während des Transportes zunächst drei Grad Celsius und später minus ein Grad Celsius betragen hat“, erläutert Landrat Martin Sailer. Der Grund hierfür sei derzeit noch nicht nachvollziehbar. Möglich ist eine Fehlfunktion der Kühlbox, aber auch eine Absenkung der erfassten Temperatur in der Box durch den ursprünglich noch tiefgekühlten Impfstoff. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte man uns aus medizinischer Sicht nicht bestätigen, dass die Impfdosen bedenkenlos verwendet werden können. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die gelieferten Impfdosen vorerst nicht zu verwenden und den Impfstart im Landkreis Augsburg zunächst zu verschieben, um die Gesundheit der impfwilligen Bürgerinnen und Bürger nicht zu gefährden“, so Sailer. Man werde in den nächsten Stunden versuchen, herauszufinden, warum die Temperaturschwankungen während des Transports so dokumentiert wurden. Sollte man zu dem rechtssicheren und belastbaren Ergebnis kommen, dass der Impfstoff bei seiner Übergabe noch tiefgefroren war, könne man den für heute geplanten Impfstart morgen nachholen. „Allerdings werden wir auch hier auf Nummer sicher gehen und die gelieferten Impfstoffdosen nur verwenden, wenn auch der letzte Restzweifel ausgeräumt ist“, macht Sailer deutlich. Sollte das nicht der Fall sein, werde man mit den ersten Impfungen erst nach Erhalt der nächsten Impfstoffdosen beginnen. „Es ist überaus wichtig, dass derartige Probleme schnellstmöglich behoben werden, damit die geringen Impfstoffmengen, die uns derzeit zur Verfügung stehen, auch zielführend verwendet werden können“, betont der Landrat. Vorrangig sei aber zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit des Impfstoffes und damit auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.


+++ UPDATE, Dienstag, 22. Dezember 2020 +++
Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg

 

Mobile Impfteams machen den Anfang

Nachdem nun voraussichtlich ab Sonntag, 27. Dezember 2020, ein zugelassener Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen wird, macht sich der Landkreis Augsburg derzeit in Zusammenarbeit mit seinem Dienstleister Ecolog dafür bereit, in mobilen Teams die Personengruppen impfen zu können, die von der Bundesregierung die höchste Priorität zugesprochen bekommen haben. Zu diesen Personengruppen gehören insbesondere über 80-Jährige, Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen, Pflegekräfte in ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie Beschäftigte in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten. „Das Impfzentrum in Gablingen wird zunächst unseren mobilen Impf-Einheiten als Basis dienen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Dementsprechend werde aktuell alles vor Ort so vorbereitet, dass diese bestmöglich arbeiten können. Wie viele Impfdosen letzten Endes täglich im Landkreis Augsburg ankommen werden und ob die Impfchargen gegebenenfalls mit anderen Gebietskörperschaften geteilt werden müssen, ist bisher nicht bekannt. Man sei aber mit der derzeitigen Infrastruktur dazu in der Lage, bis zu 300 Impfungen pro Tag durchzuführen. Hierfür wird die anfangs zur Verfügung gestellte Impfstoffmenge aber vermutlich nicht ausreichen. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist je nach Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes möglich.

 

Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung informiert. Das Landratsamt Augsburg bittet deshalb darum, vorerst von E-Mails oder Anrufen bezüglich Terminvereinbarungen abzusehen.


+++ UPDATE, Donnerstag, 17. Dezember 2020 +++
CORONA-IMPFUNGEN: LANDKREIS STELLT INFRASTRUKTUR VOR


Die Vorbereitungen des Landkreises Augsburg für die Verteilung eines Corona-Impfstoffs sind abgeschlossen. „Unser Auftrag als Kreisverwaltungsbehörde war es, die Infrastruktur zu stellen und im Vorfeld alles für die Impfung vorzubereiten“, sagte Landrat Martin Sailer im Rahmen eines Pressetermins am 16. Dezember 2020 am Standort des neuen Impfzentrums in Gablingen. Diesem Wunsch der Bayerischen Staatsregierung ist der Landkreis fristgerecht nachgekommen. „Unser Impfzentrum ist betriebsbereit und auch die mobilen Teams sind kurzfristig einsatzfähig“, erklärte Sailer. Besonderen Dank richtete der Landrat an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens Ecolog, mit dem der Landkreis Augsburg schon seit Anfang September am Testzentrum in Hirblingen zusammenarbeitet: „Das Personal unseres Partners hat trotz der zeitlich knappen Planungsphase eine tragfähige Lösung für unseren Landkreis innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens umgesetzt“, so Sailer.

 

Für die Aufnahme des Impfbetriebs ist der Landkreis Augsburg nun vorbereitet. Vorerst offen ist, wann die erste Lieferung eines Impfstoffs eintreffen wird. „Unabhängig davon, ob wir noch in diesem oder erst zu Beginn des kommenden Jahres mit einem zugelassenen Impfstoff versorgt werden, können wir mit kurzer Vorlaufzeit mit dem Impfen beginnen“, sagte Landrat Martin Sailer. Ausschlaggebend für die Reihenfolge, in der die Bevölkerung die Möglichkeit der Impfung in Anspruch nehmen kann, wird der Impfplan der Bayerischen Staatsregierung sein. Es ist zu erwarten, dass Risikogruppen insbesondere in der Alten- und Behindertenpflege vorrangig versorgt werden. „Mit der Impfung gegen das Coronavirus wird uns eine weitere Möglichkeit zur Verfügung stehen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und auf eine Rückkehr zur Normalität im Jahr 2021 hoffen zu dürfen“, sagte der Landrat. Dennoch läute die Verfügbarkeit eines Impfstoffs nicht automatisch das Ende der Pandemie ein. „Die konsequente Einhaltung der Kontakt- und Hygieneregeln bleiben noch immer unser wichtigstes Mittel im Kampf gegen Corona“, so Sailer.