Berufliches Schulzentrum Neusäß
Neubau eines Berufsschulzentrums mit Gewächshaus und Außenanlagen
Bauherr:
Landkreis Augsburg
Projektleitung/-steuerung:
Hochbauverwaltung LRA Augsburg
Architekt:
ARGE Felix+Jonas Architekten Kessler+Rupp Ingenieure
HLS-Projektierung:
Frey-Donabauer-Wich
Elektro-Projektierung:
Obermayer Planen+Beraten
Tragwerksplanung:
Sailer Stephan Partner GmbH
Landschaftsplanung:
Kots Landschaftsarchitekten
Bauphysik:
IBOS TGA Ingenieur GmbH
| Bauzeit: | 2015 bis 2017 |
| Standort: | 86356 Neusäß, Landrat-Dr.-Frey-Straße 12 |
| Energetischer Standard: | Errichtet im Niedrigenergiestandard ENEV -12,5 %, PV-Anlage auf Bauteil A, Anschluss an Nahwärmenetz Gas/Holzhackschnitzel |
| Förderung: | Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG |
| Kosten (KGR 200-700): | rund 33,5 Mio Euro |
| Kennwerte: | BRI 70.602 m³, BGF 15.562 m², HNF 8.001 m² |
| Besonderheiten: | Errichtung eines 3-Zonen Gewächshaus und einer Landmaschinenwerkstätte für den Ausbildungsbereich Agrarwirtschaft und Umwelttechnologie |
Berufsschule für Wirtschaft, Verwaltung, Agrar, Berufsfachschule für Ernährung, Versorgung, Kinderpflege, Fachoberschule für Sozialwesen, Fachober-/Berufsoberschule für Wirtschaft, Verwaltung, Agrarwirtschaft, Umwelttechnologie.
Das Volumen des Berufsschulzentrums reagiert als dreigliedriger Baukörper auf die vorhandene Baustruktur und fügt sich hinsichtlich Proportion, Maßstäblichkeit und Höhenentwicklung in die nähere Umgebung ein.
Das Bauteil A markiert mit seiner dreigeschossigen Höhenentwicklung das Zentralgebäude, um das sich im Norden und Süden die jeweils zwei geschossige Bauteile B und C angliedern. Verbunden werden die Bauteile im Inneren durch die durchgängigen Erschließungsachsen in Nord-Süd Richtung im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss.
Durch die Gebäudestellung wird der Schulcampus in Einheit mit der Realschule, Turnhalle und Gymnasium nach Norden hin gefasst.
Der Haupteingang zum Gebäude befindet sich im zentralen Bauteil A. „Herzstück“ des Bauteils A ist die dreigeschossige Pausenhalle mit der im Norden liegenden „Himmelsleiter“, welche ebenso die Ebenen Erdgeschoss bis 2.Obergeschoss in offener Verbindung erschließt.
An die oben beschriebene Erschließungsachse sind drei Innenhöfe mit vertikalen Erschließungselementen angelagert. Die Erschließung der einzelnen Bauteile auf Stockwerksebene erfolgt als Ringerschließung um die Innenhöfe herum.
Auf dem Dach des zentralen dreigeschossigen Baukörpers wurde eine Photovoltaikanlage installiert.
Die drei Baukörper des Schulzentrums sind in Massivbauweise (Stahlbeton) konzipiert.
Im Bauteil A überspannt ein leichtes Tragwerk aus Brettschichtholzträgern stützenfrei die große Halle. Frei verteilte Oberlichter leiten reichlich Tageslicht in den Raum.
Die Fassade ist als hinterlüftete Konstruktion mit Mineralwolldämmung und einer Bekleidung aus Faserzementplatten ausgebildet. Die Fensterelemente sind in Pfosten-Riegel-Bauweise mit Zweifach-Verglasung errichtet, die durch farbige Paneele aufgelockert sind. Außenliegende Sonnenschutzanlagen an allen Fassaden schützen die Räume vor Überhitzung.
Der Neubau wurde im Energiestandard ENEV 2009 – 12,5% geplant. Nach Abschluss der Maßnahme und Überprüfung wurde sogar der Energiestandard ENEV 2013 – 34% erreicht.
Außenliegende und abhängig vom Sonnenstand automatisch gesteuerte Sonnenschutzanlagen an allen Fassaden schützen die Räume vor Überhitzung.
Alle Räume sind mit einer mechanischen Lüftung ausgestattet. Für jeden Schüler ist eine Frischluftrate von 30 m³/h vorgesehen. Dies entspricht im Regelklassenzimmer einem 4,7-fachen Luftwechsel in der Stunde.
Im Winter wird über die sehr effektive Wärmerückgewinnung möglichst viel Energie gespart.
Die LED Beleuchtung mit Präsenzmeldern und automatischer Abschaltung in allen Räumen und Fluren trägt ihren Teil zur Energieeinsparung bei.
Die Wärmeversorgung erfolgt über die bereits bestehende nahegelegene Energiezentrale, welche das gesamte Schulzentrum über das Nahwärmenetz versorgt. Neben einem Hackschnitzel- sind hier noch zwei Gasbrennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung installiert.
Die Maßnahme wurde vom Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG (Finanzausgleichsgesetz) gefördert.
Bruttorauminhalt: 70.602 m³
Bruttogeschossfläche: 15.562 m²
Hauptnutzfläche: 8.001 m²
Maßnahmengesamtkosten ca. 33,5 Mio €