Justus-von-Liebig-Gymnasium Neusäß
Neubau eines 5-zügigen Gymnasiums mit Dreifachsporthalle und Außenanlagen
Bauherr:
Landkreis Augsburg
Projektleitung/-steuerung:
Hochbauverwaltung LRA Augsburg
Architekt:
ARGE müller.schurr.schlients Architekten
HLS-Projektierung:
Glasmann Ingenieure GmbH
Elektro-Projektierung:
Obermeyer Planen und Beraten GmbH
Tragwerksplanung:
bfp Ingenieure GmbH
Landschaftsplanung:
Baldauf Landschaftsarchitekten
Bauphysik:
BZS-Bauphysik GmbH
| Bauzeit: | 2022 bis 2026 |
| Standort: | 86356 Neusäß, Landrat-Dr.-Frey-Str. 4 |
| Energetik: | Schulgebäude errichtet als KfW-Effizienzgebäude 55, Sporthalle mit Mensa als KfW-Effizienzgebäude 40, PV-Anlage auf den nach Süden ausgerichteten Dachflächen |
| Förderung: | Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG, KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss |
| Kosten (KGR 200-700): | rund 65,7 Mio Euro |
| Kennwerte: | BRI 87.550 m³, BGF 20.850 m², HNF 6.745 m² |
| Besonderheiten: | Vorhangfassade aus Holzwerkstoffen und Pfosten-Riegelfassade, dezentrale/zentrale Lüftungsgeräte |
Die Generalsanierung mit Neubau von 3-fach Sporthalle und Mensa in Neusäß ist die derzeit größte laufende Schulbaumaßnahme des Landkreises Augsburg.
Das Schulgebäude wird generalsaniert während Mensa und eine Dreifachsporthalle neu gebaut werden, wodurch auch eine zusätzliche Halleneinheit entsteht.
Der neue Eingang liegt dem Schulzentrum zugewandt zwischen dem Bestandsgebäude und dem Neubau der Mensa mit daran anschließender halbeingegrabener Sporthalle.
Den Mittelpunkt bildet der Pausenhof, der dem Schulzentrum zugewandt ist und gleichzeitig die Wegeverbindung zu den Beruflichen Schulen bildet. Die Außenanlagen werden insgesamt überarbeitet und stellenweise vollständig erneuert.
Das Schulgebäude ist in einen Grüngürtel eingebettet, in dem die Feuerwehrzufahrt um das Gebäude führt.
Die Fahrradstellplätze an der südwestlichen Grundstücksecke werden neu erstellt. Insgesamt werden 288 überdachte Fahrradstellplätze und ein überdachter Unterstand für 25 Mofas / Kleinkrafträder geschaffen.
Im Zuge der Generalsanierung wird das Gebäude weitgehend bis auf das tragende Stahlbetonskelett mit Rippendecken zurückgebaut. Durch die Sanierung und den Erhalt der Stahlbeton-Tragkonstruktion wird viel graue Energie gegenüber einem Abriss mit Neuerrichtung gespart.
Die bislang der Witterung ausgesetzte, außenliegende und ungedämmte Tragkonstruktion wird mit einer vorgehängten Fassade energetisch saniert und gedämmt (vorelementierte Elemente – TES-Fassadensystem).
Beim Neubau Sporthalle und Mensa ist eine Mischung aus Stahlbetonbauweise mit Holzbautragwerk vorgesehen. Das UG, die Küche, Umkleiden mit Duschen und sonstige Nebenräume sollen in Massivbauweise errichtet werden. Das Tragwerk von Speisenraum und 3-Fach-Turnhalle mit Stützen und Trägern soll mit Holzleimbindern ausgeführt werden. Für das Dach ist eine Begrünung vorgesehen.
Die Wärmeversorgung erfolgt über die bestehende, nördlich gelegene Heizzentrale, die das gesamte Schulzentrum über ein Nahwärmenetz versorgt. Neben einer Holzhackschnitzelanlage decken zwei Gasbrennwertkessel die Spitzenlast ab.
Das Lüftungskonzept sieht vor, lediglich die Aula, die Mensa, Mehrzweckraum, innenliegende Sanitärbereiche und die Turnhalle mittels einer zentralen Lüftungsanlage zu versorgen, während die Klassenzimmer sowie der Verwaltungsbereich mit dezentralen, in die Fassade integrierten Einzellüftungsgeräten ausgestattet werden. Darüber hinaus kann jederzeit mittels Fensterlüftung die Frischluftzufuhr durch die Nutzer unterstützt werden.
Insgesamt kann mit diesem Wärmeversorgungskonzept und mit dem hohen Dämmstandard der Gebäudehülle bei der Gesamtenergiebilanz der gem. GEG geforderte Niedrigenergiestandard deutlich unterschritten werden. Das sanierte Schulgebäude erfüllt die Anforderungen des Energieeffizienzhaus 55, Sporthalle und Mensa sogar Energieeffizienzhaus 40.
Die Maßnahme wurde vom Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG (Finanzausgleichsgesetz) gefördert, zudem KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss.
Bruttorauminhalt: 87.550 m³
Bruttogeschossfläche: 20.850 m²
Hauptnutzfläche: 6.745 m²
Maßnahmengesamtkosten ca. 65,7 Mio Euro