Gymnasium Königsbrunn
Generalsanierung/Erweiterung eines 5-zügigen Gymnasiums mit Zweifachsporthalle und Schwimmbad, Neubau Dreifachsporthalle mit Außenanlagen
Bauherr:
Landkreis Augsburg
Projektleitung/-steuerung:
Hochbauverwaltung LRA Augsburg
Architekt:
Felix Jonas Architekten, Bauleitung Kessler+Rupp Ingenieure
HLS-Projektierung:
Wimmer Ingenieure GmbH
Elektro-Projektierung:
Ingenieurbüro Steininger
Tragwerksplanung:
Ingenieurgesellschaft IngPunkt
Landschaftsplanung:
mahl gebhard konzepte
Bauphysik:
IBOS-TGA Ing. Gesellschaft mbH
| Bauzeit: | Schultrakt 2009 bis 2012, Sporttrakt 2012 bis 2018, Dreifachsporthalle 2011 bis 2013 |
| Standort: | 86343 Königsbrunn, Alter Postweg 3 |
| Energetik: | Errichtet im Passivhausstandard, Grundwasserwärmepumpe, PV-Anlage auf den nach Süden ausgerichteten Dachflächen |
| Förderung: | Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG, Zinsgünstiger KfW-Kredit |
| Kosten (KGR 200-700): | rund 38 Mio Euro |
| Kennwerte: | BRI 102.000 m³, BGF 23.000 m², HNF 10.150 m² |
| Besonderheiten: | Dena-Projekt Modellbauvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen“ |
Das staatliche Gymnasium Königsbrunn wurde vergrößert, um die gestiegene Schülerzahl und das damit verbundene größere Raumprogramm unterbringen zu können. Die zusätzlichen Räume der Erweiterung befinden sich in Anbauten, die den Bestand ergänzen und arrondieren. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde auch die bestehende Schule umstrukturiert. Die Funktionen werden neu geordnet und räumlich sinnvoll zusammengefasst. Wesentliche Bestandteile des Um- und Neubaukonzeptes sind: beste Luftqualität in allen Bereichen der Schule durch Einbau einer Lüftungsanlage, ausgezeichnete Lichtverhältnisse durch große Fenster, Sonnenschutzanlagen an allen Fassaden, optimierte Raumakustik in den Klassenräumen und Fluren und gute Orientierbarkeit. Das Lehren und Lernen soll durch hervorragende Verhältnisse erleichtert werden.
Der Haupteingang der Schule wurde an den Alten Postweg im Westen verlegt, wo er städtebaulich wirksamer ist und einen angemessenen Vorbereich erhält. Die Eingangshalle ist die Drehscheibe der Schule und weist in alle Richtungen. Alt- und Neubau sind zu einem schlüssigen und wirtschaftlichen Gesamtkomplex zusammengefügt worden, der ein durchgängiges und einheitliches Erscheinungsbild zeigt.
Im Zuge der Generalsanierung des Bestandes wurde neben der Anlagentechnik auch die Gebäudehülle energetisch ertüchtigt. Im ersten Sanierungskonzept wurde das Gebäude auf die Anforderungen des "Zukunftsstandards: EnEV 2007 Neubau - 50 %" für das Schulgebäude und "Effizienzstandard: EnEV 2007 - 30 %" für den Sporttrakt optimiert.
Das Gymnasium Königsbrunn wurde dann im Passivhausstandard errichtet.
Im weiteren Planungsverlauf zeigte sich die Erfordernis den gesamten Sporttrakt einschl. Schwimmhalle in den Sanierungsumfang einzubeziehen. Hierbei wurde neben dem Einbau eines neuen Edelstahlschwimmbeckens auch der Sanitärbereich mit Duschen und Umkleiden vollständig erneuert. Die komplette Schwimmbadtechnik samt Lüftungsanlage wurde erneuert.
Die Anforderung "Passivhaus" erforderte ein hohes Maß an Feinabstimmung aller Gewerke und Komponenten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Planungsteams gewann damit bei diesem Projekt besondere Bedeutung. Laufende Qualitätsprüfungen im Zuge der Ausführung und eine fachlich kompetente Bauleitung geben allen Planungsbeteiligten, von der ausführenden Firma bis zum Bauherrn die Zuversicht, das hochgesteckte Ziel zu erreichen.
Die Maßnahme wurde vom Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG (Finanzausgleichsgesetz) gefördert, zudem wurde ein zinsgünstiger KfW-Kredit gewährt.
Bruttorauminhalt: 102.000 m³
Bruttogeschossfläche: 23.000 m²
Hauptnutzfläche: 10.150 m²
Maßnahmengesamtkosten ca. 38 Mio Euro