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Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen

Neubau eines 5-zügigen Gymnasiums mit Dreifachsporthalle und Außenanlagen

 

Bauherr:
Landkreis Augsburg
Projektleitung/-steuerung:
Hochbauverwaltung LRA Augsburg
Architekt:
BKS & Partner, Bauer Reichert Seitz Architekten, Bauleitung Kessler+Rupp Ingenieure
HLS-Projektierung:
Glasmann Ingenieure GmbH
Elektro-Projektierung:
VE-Plan GmbH
Tragwerksplanung:
Sailer Stephan Partner GmbH mit Pirmin Jung GmbH
Landschaftsplanung:
Planstatt Senner
Bauphysik:
Keller & Kratzmeier Ingenieure

Bauzeit:2021 bis 2024
Standort:86368 Gersthofen, Schubertstraße 68
Energetik: Errichtet als KfW-Effizienzgebäude 55, Grundwasserwärmepumpe, PV-Anlage auf den nach Süden ausgerichteten Dachflächen
Förderung:Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG, KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss
Kosten (KGR 200-700):rund 74,5 Mio Euro
Kennwerte:BRI 103.767 m³, BGF 17.110 m², HNF 8.813 m²
Besonderheiten:Holz/Beton Hybridbauweise, Tiefgarage für 99 PKW, in Fassade integrierte dezentrale Lüftungsgeräte

Der Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen war bislang die größte Schulbaumaßnahme des Landkreises Augsburg. Es handelt sich um ein 5-zügiges Gymnasium mit insgesamt 47 Klassenzimmern, Flächen für Lernlandschaften, eine 3-Fach-Sporthalle und eine Tiefgarage.
Weiter gibt es Flächen für offene und gebundene Ganztagsklassen sowie eine Mensa.

Der Grundstückstausch mit der Stadt Gersthofen hat es dem Landkreis Augsburg ermöglicht, auf dem Festplatz an der Schubertstraße einen Neubau zu errichten, anstelle einer Generalsanierung und Erweiterung des in die Jahre gekommenen Bestandsgebäudes. Mit einem Neubau wird nun der seit Jahren vorherrschenden Raumnot begegnet. Bereits seit vielen Jahren sind ein Großteil der Klassen in einer Containeranlage am jetzigen Standort nördlich der Schubertstraße untergebracht. 

Grundlage für das Raumkonzept des dreigliedrigen und dreigeschossigen Schulgebäudes ist eine Fünfzügigkeit, die Rückkehr zum G 9 und Lernlandschaften zur Gestaltung des Unterrichts auch außerhalb der Klassenzimmer mit einer Hauptnutzfläche von 8.815 m².

Es ist ein in drei Baukörper gegliederte Anlage mit umlaufenden Fluchtbalkonen, drei Lichthöfen und einer halb abgesenkten Sporthalle im Westen entstanden.
Den Mittelpunkt jedes Gebäudeteils bilden atriumartige Höfe zur Belichtung der angrenzenden Lernlandschaften, um die sich die Klassenzimmer einer Jahrgangsstufe, die Fachräume oder die Verwaltung gruppiere.

Das Untergeschoss, aussteifende Wände, die Decke über der Aula sowie Sanitärblöcke und Aufzugsschächte sind in Stahlbeton ausgeführt. Alle anderen Bauteile wurden in Holzbauweise errichtet. Das Dach über der Turnhalle ist als Gründach ausgebildet. Auf den südlichen Dachflächen des Schulgebäudes ist eine für den Eigenverbrauch optimierte Photovoltaikanlage mit 98,56 kWp errichtet.

Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe mit der Abdeckung der Spitzenlast über einen Gaskessel.

Lediglich die Aula und innenliegende Sanitärbereiche werden mittels einer zentralen Lüftungsanlage versorgt, während die Klassenzimmer sowie der Verwaltungsbereich mit dezentralen, in die Fassade integrierten Einzellüftungsgeräten, ausgestattet sind. Darüber hinaus kann insbesondere in den Übergangszeiten mit konventioneller Fensteröffnung die Lüftung unterstützt werden.

Insgesamt kann mit diesem Wärmeversorgungskonzept und mit dem hohen Dämmstandard der Gebäudehülle und der Photovoltaikanlage bei der Gesamtenergiebilanz der gem. GEG geforderte Neubau-Niedrigenergie-Standard um ca. 26 Prozent unterschritten werden, was in etwa einem KfW-Effizienzgebäude 55 entspricht. 

Die Maßnahme wurde vom Freistaat Bayern nach Art. 10 FAG (Finanzausgleichsgesetz) gefördert, zudem KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss

Bruttorauminhalt: 103.767 m³ 
Bruttogeschossfläche: 17.110 m² 
Hauptnutzfläche: 8.813 m² 

Maßnahmengesamtkosten ca. 74,5 Mio Euro