Nachtsichttechnik

Trotz des Engagements und der intensiven Bemühungen der Jägerschaft stiegen die Schwarzwildbestände in den letzten Jahrzehnten immer weiter an. Dies hat eine Zunahme der Wildschäden durch Schwarzwild in der Landwirtschaft zur Folge. Daneben wird die Gefahr einer Übertragung des Erregers der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der Verbreitung der Seuche innerhalb einer Population umso höher eingeschätzt, je höher die Schwarzwilddichte ist.

Im Rahmen eines Maßnahmenpaketes zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild hat das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) bereits im Jahr 2015 die Verwendung von Nachtsichttechnik vorgesehen. Daneben wird der Einsatz der Nachtsichttechnik auf Grund der immer größer werdenden Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs der ASP auch in Bayern vermehrt zugelassen.

 

Hierfür ist die Erteilung einer jagdrechtlichen Ausnahmegenehmigung und eine waffenrechtliche Beauftragung durch das Landratsamt notwendig.

Diese ist:

  • antragsgebunden.

Das Antragsformular finden Sie rechts im Bereich „Downloads“.

  • ausschließlich auf sog. „Dual-Use“-Geräte bezogen.

Das sind Nachtsichtvorsatzgeräte, die auch ohne eine Genehmigung legal erworben werden können, da sie bestimmungsgemäß auch zur Verwendung mit Kameras oder Ferngläsern eingesetzt werden können.

  • strikt revierbezogen.

Das Nachtsichtvorsatzgerät darf erst im Revier auf die Zieloptik gesteckt und muss vor dem Verlassen des Reviers wieder von ihr getrennt werden.

  • personenbezogen.

Ob Revierpächter, Jagderlaubnisnehmer, Revierverantwortliche Person oder Eigenjagdbesitzer; jeder, der ein Nachtsichtvorsatzgerät verwenden möchte, benötigt eine auf seine Person lautende Genehmigung und Beauftragung. Der Antrag muss je nach Revierart vom Jagdvorsteher, Eigenjagdbesitzer oder Leiter des Forstbetriebs befürwortet und unterschrieben werden. Bei Jagderlaubnisnehmern ist zusätzlich die Unterschrift des Jagdpächters erforderlich.

  • ausschließlich auf die Bejagung von Schwarzwild beschränkt.
  • auf maximal drei Jahre befristet.

Nach Ablauf der Befristung ist eine erneute Antragstellung notwendig. Es besteht kein Rechtsanspruch auf erneute Genehmigung.

  • vom Jäger bei Verwendung jederzeit mitzuführen.
  • verbunden mit einer „Besonderen Schulung“.

Diese wird zusammen mit dem Genehmigungsbescheid und der Beauftragung in Schriftform ausgehändigt (Siehe auch unter der Rubrik „Downloads“).

  • kostenpflichtig.

Für eine Genehmigung inkl. Beauftragung für ein Jagdrevier werden Kosten in Höhe von 60 Euro fällig. Für jedes weitere Revier erhöhen sich die Kosten um 15 Euro.

 

 

Ansprechpartner

Vorname Name Telefon Fax Raum Mail
Margit
Ippy
(0821) 3102-2256 (0821) 3102-1256 BC 315

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