Die Gemeindegebietsreform am Beispiel von Zusmarshausen: 1972 – 1976 – 1978 – 1983

Gemeinden mit mehreren Ortsteilen sind heute selbstverständlich, gehen aber meist auf die Gebietsreform zurück. Die Bildung neuer Landkreise 1972 war zugleich Startschuss für die Reform auf Gemeindeebene. Die Eingemeindungen erfolgten freiwillig bis 1976, durch Beschluss im Mai 1978. Die Gemeinden wurden gehört, hatten aber kein Recht auf Mitbestimmung. Dennoch waren viele Fragen abzustimmen (wer zu wem?), Rechtliches musste geklärt werden, Sorgen um gewachsene Gemeinschaften (Fortbestehen der Ortsnamen, Unterstützung der Vereine) galt es zu beruhigen. In den Markt Zusmarshausen wurden damals acht Ortsteile eingemeindet, drei 1976, alle anderen 1978. Mit dabei war auch die Gemeinde Horgau, die ihre erneute Selbstständigkeit schließlich 1983 gerichtlich erkämpfen konnte. Das Ringen um Lösungen, der Fortbestand dörflicher Identität, die neue Zusammengehörigkeit im Markt Zusmarshausen stellten wichtige Aufgaben dar, die auch unsere Gegenwart prägen.

Kooperationsveranstaltung des Landkreises Augsburg mit dem Markt Zusmarshausen und ZusKultur (mit musikalischer Umrahmung).

Die Gemeindegebietsreform am Beispiel von Zusmarshausen: 1972 – 1976 – 1978 – 1983

11.11.2022 19:00 - 21:00