Wie sich Bayern in den 70er-Jahren zum zweiten Mal erfand: Die Gebietsreform am Beispiel der Erfolgsgeschichte des Augsburger Lands

Referent:
Dr. Karl Vogele, Altlandrat

Altlandrat Dr. Karl Vogele wurde 1968 Kreisvorsitzender der CSU im Altlandkreis Schwabmünchen. Mit damals 28 Jahren erlebte er in verantwortlicher Position die Gebietsreform mit ihren heftigen Auseinandersetzungen auf allen politischen Ebenen und in der Bürgerschaft.

Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel hatte die Neuvermessung der kommunalen Landschaft eingefordert. Innenminister Dr. Bruno Merk erhielt den Auftrag, die Landkreis- und Gemeindegebietsreform sowie die implizite Verwaltungsreform zu konkretisieren. Die Regierung von Schwaben, die Landräte der ehemaligen Landkreise Augsburg, Schwabmünchen, Wertingen, Friedberg und Aichach legten verschiedene Denkmodelle mit Planungsvarianten um die schwäbische Metropole Augsburg vor, die in der Bürgerschaft auf vielfältigen und breiten Widerstand stießen.

Schließlich unterzeichnete MP Dr. Goppel am 27. Dezember 1971 die Verordnung zur Neugliederung der Landkreise. Der Großlandkreis Augsburg war eines der überraschenden Ergebnisse. Er wurde am 1. Juli 1972 Wirklichkeit. Es musste langsam zusammen wachsen, was nunmehr aus fünf Gebietskörperschaften neu gebildet wurde. Dabei versank unser Landkreis nicht, wie von vielen Kommunalpolitikern in den Wirren der Gebietsreform behauptet, in Armut – denn die reichen Gemeinden Göggingen und Haunstetten wurden Augsburg einverleibt –, sondern blühte erneut auf, wuchs und gedieh weiterhin prächtig.

Der Eintritt ist frei!

Wie sich Bayern in den 70er-Jahren zum zweiten Mal erfand: Die Gebietsreform am Beispiel der Erfolgsgeschichte des Augsburger Lands

Startdatum: 21.02.2019 19:30
Enddatum:

Organisator/Ansprechpartner : Kreisvolkshochschule und Heimatverein für den Landkreis Augsburg
Bürgersaal MeitingenSchloßstraße 4