Zweimal konkret – Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg

Die Schwäbische Galerie präsentiert Installationen, Objekte, Bilder und Zeichnungen von Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg aus den letzten fünf Jahren. Die meisten Arbeiten entstanden im Hinblick auf die Ausstellung. Ausgehend von Linie, Fläche und Raum schufen die beiden Künstlerinnen geometrisch erscheinende Bildwelten, die miteinander in Dialog treten.

Im Werk von Beatrix Eitel spielt die Zeichnung eine zentrale Rolle. Auf Hunderten von Blättern entwickelte sie ihre konkrete Formensprache: Stark reduzierte Elemente ordnet sie in serieller Reihung an und vermittelt damit den Eindruck von unendlicher Fortsetzbarkeit. Bisweilen kommt es zu kleinen Abweichungen, die wiederum neue Strukturen generieren. In ihren gefalteten, mehrschichtig gelagerten und teils perforierten Papierarbeiten spielt sie mit der Gegenüberstellung von Kreisen und Kreuzen, die dann durch Überlagerungen miteinander verschmelzen. Eine Art Relief entsteht.

Mit Arbeiten aus bedruckten Materialien aus ihrem alltäglichen Umfeld erschließt Beatrix Eitel den Raum auf vielfältige Weise: Vom Relief über fragile, filigrane Gebilde bis hin zu einer voluminös angelegten Deckenarbeit.

Auch Ursula Geggerle-Lingg arbeitet teilweise mit vorgefundenen Materialien. Bei ihr steht ebenfalls die serielle Aneinanderreihung im Mittelpunkt: Kreuzungspunkte zwischen senkrechten und waagerechten Linien verweisen ins Unendliche.

Mit ihren Bildern reizt Ursula Geggerle-Lingg auch im zweidimensionalen Bereich verschiedene Möglichkeiten aus, die in einfachen geometrischen Elementen stecken. Die Reduktion auf zwei bis drei Farben lässt das jeweilige Motiv besonders prägnant erscheinen. Kreuzungspunkte können dabei in dichter Anordnung den Eindruck eines Gewebes vermitteln oder durch eine lockere Struktur Transparenz und Tiefe suggerieren. Doch immer erscheinen die Malereien der Künstlerin wie Ausschnitte aus einem großen Kontext.

Beatrix Eitel wurde 1964 in Kronstadt/Rumänien geboren. Sie studierte Kommunikationsdesign an der FH München und ist seit 1992 freischaffend tätig. Regelmäßige Teilnahme an der Ausstellungsreihe „SIE – Weibliche Positionen in der Kunst”, Alte Schranne, Nördlingen (im Rahmen der Rieser Kulturtage Nördlingen); 2014 Teilnahme an der Ausstellung „Berlin – Dresden – München. ‚SEHNSUCHT‘ Malerei und Installation”, Otto-Galerie, München; 2014 „Strich und Faden“, Rathausfoyer der Stadt Stadtbergen; 2016 Kunstpfad Donau-Ries; 2017 Kulturweg Pfaffenhofen an der Ilm. Öffentliche Ankäufe: Stadt Ingolstadt, Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Vermessungsamt Pfaffenhofen. Beatrix Eitel lebt seit 2007 in Büttelbronn, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen.

Ursula Geggerle-Lingg wurde 1957 in Neu-Ulm geboren und studierte Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg; seit 1984 ist sie freischaffend tätig. Zahlreiche Installationen im öffentlichen Raum; Mitarbeit im Kunstkreis der Stadt Wertingen; 2006 Kunstpreis der Stadtsparkasse Neu-Ulm; „Raum und Spur“, Galerie im Kornhaus, Leutkirch im Allgäu; 2016 „endlos begrenzt“ Kunstverein Aichach;

2018 „Malerei und Keramik“, Rathaus-Foyer der Stadt Stadtbergen, mit Ulrich Lingg; „Crossed Spheres“, Galerie im Kornhauskeller der Ulmer Kunststiftung Pro Arte. Öffentliche Ankäufe: Bayerische Staatsgemäldesammlungen München; Museum für bildende Kunst im Landkreis Neu-Ulm, Nersingen-Oberfahlheim; Städtische Sammlungen Neu-Ulm, Städtische Galerie Wertingen. Ursula Geggerle-Lingg lebt seit 1978 in Wertingen.

Über das Begleitprogramm zur Ausstellung und aktuelle Einschränkungen durch Hygienevorschriften informieren Sie sich bitte auf unserer Homepage: mos.bezirk-schwaben.de

Zweimal konkret – Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg

Startdatum: 27.09.2020 00:00
Enddatum: 22.11.2020 23:59

Schwäbisches Volkskundemuseum OberschönenfeldOberschönenfeld 4
86459Gessertshausen