Das Staudenschloss in Mickhausen wird saniert

Fördersumme in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro bewilligt

Das Mickhausener Staudenschloss wird in den kommenden Jahren grundlegend wiederhergestellt. Einen entsprechenden Förderantrag hatte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bereits im August dieses Jahres bewilligt. Insgesamt werden die Instandsetzungsmaßnahmen in der frühneuzeitlichen Schlossanlage mit 2,46 Millionen Euro bezuschusst.

Landrat Martin Sailer freute sich bei der Übergabe des Förderbescheids durch Staatsminister Bernd Sibler über den positiven Verlauf der Initiative: „Dieses Schloss ist ein wunderschönes Baudenkmal im Herzen der Stauden, das wir mithilfe der Förderung umfassend aufwerten und für einen öffentlichen Zweck nutzbar machen können. Es soll ein Ort der Begegnung sein, an dem wieder Leben stattfindet.“ Sailer dankte insbesondere Staatssekretärin Carolin Trautner für ihren großen Einsatz für das Staudenschloss.

Ebenso Staatsminister Sibler, der sich beeindruckt zeigte, wie sehr die Menschen in der Region hinter diesem Schloss stehen, was auch die große Anzahl der Gäste bei der Förderbescheidübergabe zeigte.

Darüber freute sich auch Dr. Dr. Wolfgang Knabe, der Vorstandsvorsitzende der Hermann Messerschmidt Kulturerbe-Stiftung, die das Schloss im Jahr 2016 erwarb und es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gebäude zu sanieren und den umliegenden Bereich als Renaissancegarten wieder aufleben zu lassen: „Das Schloss soll das Ziel von sonntäglichen Spaziergängen werden und auch durch Schlossfeste, Hochzeiten, Tagungen und vielen weiteren Veranstaltungen wieder zum Leben erweckt werden.“

 

Sanierungsmaßnahmen werden mehrere Jahre dauern

Mit den Vorarbeiten der Sanierung wird unmittelbar begonnen. Zu den ersten Schritten zählen die Auswahl der Fachplaner, die Durchführung archäologischer Untersuchungen sowie die Schaffung eines Rettungswegs entlang der Schmutter. Laut Dr. Dr. Wolfgang Knabe ist die Fertigstellung der Arbeiten nach derzeitigem Planungsstand für Oktober 2022 angedacht.

 

 

Das Staudenschloss in Mickhausen
Bereits im frühen 15. Jahrhundert befand sich an der Stelle des heutigen Schlosses ein befestigtes Anwesen der Edlen von Reck. Im Jahr 1498 kaufte Kaiser Maximilian das Gebäude und ließ es zum Jagdschloss umbauen. Um 1530 kam es in den Besitz von Jakob Fugger, dessen Ziehsohn Raymund Fugger das Schloss grundlegend umgestalten ließ. Seine heutige Gestalt erhielt es nach zahlreichen Umbauten im Jahr 1842. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss als Krankenhaus, anschließend bis 1967 als Altenheim genutzt. Im Jahr 2016 wurde es an die Hermann Messerschmidt Kulturerbe-Stiftung verkauft.