Amtshilfe für das Staatliche Gesundheitsamt

Bundeswehrsoldaten unterstützen bei der Kontaktpersonenermittlung

 

Nachdem die 7-Tage-Indzidenz im Landkreis Augsburg am 19. Oktober erstmals den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hatte, musste schnell gehandelt werden, um den kontinuierlichen Anstieg möglichst zeitnah einzudämmen und abzuschwächen. „Je höher die Fallzahlen liegen – aktuell kommen im Landkreis täglich rund 100 neue Fälle hinzu –, desto schwieriger gestaltet sich die Kontaktpersonenermittlung. Auf jeden Indexfall kommen rund fünf bis zehn enge Bezugspersonen, für die das Gesundheitsamt ebenfalls Quarantäne anordnen muss. Mit den uns zur Verfügung stehenden Kräften war diese enorm wichtige Aufgabe zunehmend schwerer zu bewältigen“, so Landrat Martin Sailer.

Seit 26. Oktober sind deshalb 17 Bundeswehrsoldaten der Offizierschule der Luftwaffe Fürstenfeldbruck in Räumlichkeiten des Schulzentrums Neusäß als Containment Scouts für den Landkreis Augsburg im Einsatz. Landrat Martin Sailer stattete diesen nun einen Besuch ab und überreichte jedem Kameraden ein kleines Dankeschön aus dem Landkreis. „Die Kontaktverfolgung ist und bleibt eine der wichtigsten Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie. Ich freue mich sehr über die schnelle und unkomplizierte Amtshilfe. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz helfen Sie, Infektionsketten zu durchbrechen und diese große Herausforderung zu stemmen“, bedankte sich der Landrat. Es sei schön zu sehen, wie in der aktuellen Ausnahmesituation die Kräfte gebündelt würden und alle gemeinsam zum Wohl der Bevölkerung an einem Strang zögen. Für Oberleutnant Niels-Hendrik Matthes ist diese Unterstützung selbstverständlich: „Wir helfen gerne dort, wo wir gebraucht werden. Diese Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur durch Zusammenhalt und den Einsatz jedes Einzelnen zu bewältigen ist.“

Noch bis mindestens 15. Januar 2021 unterstützen die Soldaten bei der Nachverfolgung der Kontakte, sprechen Quarantäneanordnungen aus und informieren die Betroffenen darüber, welche Maßnahmen eingehalten werden müssen. „An dieser Stelle möchte ich mich auch für den Einsatz der Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes bedanken, die sich sehr viel Mühe bei der Schulung, Einarbeitung und Betreuung der Soldaten geben“, so Landrat Martin Sailer. Derzeit sind im Staatlichen Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg 26 Mitarbeiter*innen mit der Kontaktpersonennachverfolgung beschäftigt. Hinzu kommen aktuell noch die 17 Bundeswehrsoldaten, 19 Unterstützungskräfte anderer Behörden sowie zehn Polizist*innen.