Coronavirus

Corona-Schutzimpfung: Landkreis plant Vor-Ort-Termine

+++ UPDATE, Samstag, 27. Februar 2021 +++

Corona-Schutzimpfung: Landkreis plant Vor-Ort-Termine

 

Über 400 Impfanmeldungen für Impftage auf dem Lechfeld

Um allen über-80-jährigen Bürgerinnen und Bürgern auch ortsnah ein Impfangebot machen zu können, hat der Fachbereich „Soziales Betreuungswesen und Seniorenfragen“ im Landratsamt Augsburg ein Konzept für Vor-Ort-Termine in den Landkreiskommunen durch mobile Impfteams erarbeitet. „Auf diese Weise wollen wir den Seniorinnen und Senioren lange Wege ersparen und gegebenenfalls auch die Impfbereitschaft in der Altersgruppe erhöhen“, erläutert Landrat Martin Sailer das Konzept. Der erste Impftag für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Kleinaitingen, Graben, Untermeitingen, Klosterlechfeld und Obermeitingen fand am heutigen Samstag, 27. Februar 2021, in der Mittelschule in Untermeitingen statt. Ein weiterer Termin wird bereits für 7. März in der Grundschule Graben geplant.

 

Die Organisation für die Impftage auf dem Lechfeld sowie der entsprechenden Folgetermine für die Zweitimpfung hat der Caritasverband Schwabmünchen e. V. in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und vielen engagierten Ehrenamtlichen der Projektgruppe „Wir daheim auf dem Lechfeld“ übernommen. „Die Über-80-Jährigen werden über die Einwohnermeldeämter angeschrieben, haben die notwendigen Impfunterlagen erhalten und können sich über die Abgabe des ausgefüllten Impfbogens in ihrem Rathaus zur Impfung anmelden“, erklärt Laura Eder, Koordinatorin der Projektgruppe. Ein Team aus Ehrenamtlichen bearbeitet im Nachgang die Unterlagen und vergibt die Termine, während sich ein weiteres Team um den reibungslosen Ablauf vor Ort kümmert. Eine Impfung ohne vorherige Terminvergabe ist leider nicht möglich. Für Personen unter 80 Jahren können derzeit keine Impftermine vereinbart werden. Das Interesse ist außerordentlich groß: „Es haben sich bislang über 400 Personen für die Impftage angemeldet“, bestätigt Eder. Auch die Rückmeldungen aus anderen Landkreiskommunen sind durchweg positiv. Neben den Gemeinden auf dem Lechfeld haben sich bei Regina Mayer, der Leiterin des zuständigen Fachbereichs im Landratsamt, schon 23 weitere Städte, Märkte und Gemeinden gemeldet, die entweder eigenständig oder gemeinsam mit anderen Kommunen Impftage organisieren möchten. „Insbesondere viele ältere Menschen haben den Weg in unser Impfzentrum nach Gablingen-Siedlung bislang als große Herausforderung empfunden. Mit unserem neuen Konzept haben wir eine gute Lösung gefunden, diese Hürde abzubauen“, so Mayer.

 

+++ UPDATE, Freitag, 26. Februar 2021 +++

Impftermin für gehörlose Menschen im Landkreis Augsburg

Wer sich gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, benötigt vor Ort zunächst eine ausführliche Aufklärung. Für gehörlose Menschen ist dies allerdings ohne Gebärdensprachdolmetscher nur sehr schwer möglich. „Um die Kommunikation mit Gehörlosen sicherstellen und eine umfassende Aufklärung gewährleisten zu können, möchten wir im Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst für Hörgeschädigte des Päritätischen und der Beratungsstelle für Hörgeschädigte von Regens Wagner einen gesammelten Impftermin für gehörlose Menschen organisieren“, erklärt Landrat Martin Sailer. Bei diesem Termin sollen Gebärdensprachdolmetscher vor Ort sein. Gehörlose Personen ab 80 Jahren und weitere Anspruchsberechtigte, die zur Gruppe mit der höchsten Priorität (§ 2 Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV)) gehören und dieses Angebot nutzen möchten, melden sich bitte für einen ersten Sammeltermin bis Sonntag, 21. März 2021 bei:

Landratsamt Augsburg
Team Inklusion
Prinzregentenplatz 4
86150 Augsburg

Tel.: 0821/3102-2861 oder -2464
Fax: 0821/3102-1464

E-Mail: [email protected]LRA-a.bayern.de

Mittlerweile ist davon auszugehen, dass auch bald mit der Impfung der nächsten Gruppe, der über 70-Jährigen, begonnen werden kann. Deshalb können sich diese und weitere Anspruchsberechtigte nach § 3 der Coronavirus-Impfverordnung auch schon für einen Sammeltermin registrieren. Sie werden zum entsprechenden Zeitpunkt für die Terminvereinbarung kontaktiert.

Auch den gehörlosen Menschen, für die eine Impfung zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist, soll dieses Angebot zur Verfügung stehen. Wann eine Anmeldung für die weiteren Impfgruppen möglich ist, wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 25. Februar 2021 +++

Impfterminvergabe in allen bayerischen Impfzentren auf landesweite Software BayIMCO umgestellt

Landkreis bittet impfwillige Personen um Online-Registrierung

Der Impfbetrieb im Landkreis Augsburg schreitet voran. Inzwischen sind insgesamt rund 16.500 Impfvorgänge erfolgt – gut 5.700 Personen haben bereits die zweite Impfdosis erhalten. Aktuell wird die dritte von insgesamt fünf Gruppen der über-80-jährigen Bevölkerung mit der Schutzimpfung versorgt. In dieser und der kommenden Woche erhalten rund 2.200 Bürgerinnen und Bürger aus dieser Gruppe das postalische Schreiben, mit dem Sie zur Terminregistrierung eingeladen werden.

Da die Terminplanung nun vollständig über die bayernweite Computersoftware BayIMCO des Freistaats abläuft, sollten sich Personen der höchsten Priorisierungsgruppe nun ebenfalls über www.impfzentren.bayern registrieren und auf diesem an ihren Impftermin gelangen. Wer das nicht eigenständig erledigen kann, erhält Hilfe auf telefonischem Wege. „Wir verlegen die telefonische Hotline zur Terminregistrierung von unserem Dienstleister in das Landratsamt, wo künftig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde das Einpflegen der Daten in BayIMCO für unsere Bevölkerung übernehmen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Wer künftig also die postalisch mitgeteilte Registrierungsnummer wählt, wird direkt mit dem Telefonteam des Landratsamts verbunden, in dem sich 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Haus abwechseln.

Das Impfzentrum in Gablingen-Siedlung erhält zudem die dauerhafte Unterstützung zweier Behördenmitarbeiter aus dem Landratsamt, die während des Impfbetriebs durchgehend vor Ort sind und sowohl das Personal als auch die Besucherinnen und Besucher begleiten. „Ganz egal ob jemand schlecht zu Fuß ist und Hilfe beim Verlassen seines Fahrzeugs braucht, Begleitung beim Impfvorgang benötigt oder die Gäste und das Personal anderweitig entlasten kann, unsere Kollegen stehen ab sofort für jede Hilfe zur Verfügung“, so der Landrat. Auch am künftigen Impfzentrum in Bobingen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts den Impfbetrieb begleiten.

Qualitätssicherung im Impfzentrum über Fragebögen

Das Landratsamt erhält täglich zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, was die Organisation und Abläufe des Impfbetriebs betrifft. Damit der Service weiterhin gut bleibt, richtet der Landkreis ein zusätzliches, unkompliziertes Mittel zur Qualitätssicherung in Form von Feedback-Fragebögen ein. „Nach der Impfung ist eine Wartezeit von 15 Minuten vorgesehen, falls eine Bürgerin oder ein Bürger eine unmittelbare körperliche Reaktion auf den Impfstoff aufweisen sollte. Während dieser Wartezeit bitten wir die soeben Geimpften mit einem kurzen Fragebogen um Ihre Erfahrungen bei der Terminvereinbarung, der Abwicklung des Impfvorgangs und mit dem Umgang des Personals“, sagt Landrat Sailer. Ziel sei es, dass auf diese Weise etwaige Mängel oder Schwachstellen schnell erkannt und behoben werden können und das Angebot weiterhin optimal bleibt. Die Fragebögen können vollständig anonym beim Verlassen des Impfzentrums in dafür vorgesehene Briefkästen eingeworfen werden.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 25. Februar 2021 +++

Antrag des Landkreises auf Lockerungen abgelehnt

Landrat Martin Sailer behält sich weitere Schritte vor

In Paragraph 26 der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist festgelegt, dass Kreisverwaltungsbehörden im Einvernehmen mit der für sie zuständigen Regierung Erleichterungen von den in der Verordnung vorgegebenen Maßnahmen erlassen können, wenn eine Inzidenz von 50 sieben Tage in Folge nicht überschritten wird und eine sinkende Tendenz vorliegt. Da sich die Sieben-Tage-Inzidenz bereits seit dem 9. Februar 2021 unter dem Grenzwert von 50 befindet, hat das Landratsamt Augsburg am 18. Februar bei der Regierung von Schwaben einen ersten Antrag auf Lockerungen gestellt. Nachdem dieser abgelehnt wurde, hat sich Landrat Martin Sailer am 22. Februar noch einmal direkt an den Regierungspräsidenten Dr. Erwin Lohner gewandt. Er schrieb: „Im Rahmen des Meinungsaustausches mit unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 19. Februar wurden auch mögliche Lockerungen diskutiert und im Gespräch ausdrücklich in Aussicht gestellt. Ich interpretiere die dort getroffenen Aussagen so, dass die Kreisverwaltungsbehörden Lockerungen bei einer Inzidenz von weit unter 100 bzw. 50 und erst recht unter 35, nach Abstimmung mit der zuständigen Regierung, anordnen können.“ Deswegen bat der Landrat den Regierungspräsidenten um dessen Zustimmung, dass der Landkreis Augsburg folgende Lockerungen schrittweise und regional abgestimmt umsetzen dürfe:

  • Aufhebung der Maskenpflicht und des Alkoholverbots im öffentlichen Raum
  • Zulassung bestimmter Sportaktivitäten in weitläufigen Anlagen (z. B. Reitanlagen, Tennisplätze, Hundesportplätze, Golfanlagen, Modellflugplätze)
  • Öffnung kleiner, inhabergeführter Einzelhandelsgeschäfte unter bestimmten Auflagen (z. B. Fiebermessen vor Betreten, Terminvereinbarungen, Schnelltests, maximal ein Kunde pro Geschäft)
  • Lockerung der Kontaktbeschränkung auf zwei Haushalte (innen und außen)

Auch dieser Antrag wurde von der Regierung von Schwaben in Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zum völligen Unverständnis des Landrats mit Verweis auf die Ausbreitung von Virusvarianten mit erhöhter Infektiosität vollständig abgelehnt. Zudem seien ja ab 1. März einige Erleichterungen vorgesehen, weshalb derzeit keinen darüberhinausgehenden Lockerungen zugestimmt werde. „Für mich ist es beim besten Willen nicht nachvollziehbar, warum ab der kommenden Woche große Bau- und Gartenmärkte öffnen dürfen, während unter anderem die kleinen Einzelhändler immer weiter um ihre Existenz fürchten müssen“, zeigt sich Sailer verärgert und ergänzt: „Die Bürgerinnen und Bürger müssen darauf vertrauen können, dass auch wirklich Lockerungen erfolgen, wenn durch ihr Mitmachen und Durchhalten bestimmte Zielmarken erreicht werden.“ Nun bleibe abzuwarten, wie die neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die ab der kommenden Woche in Kraft tritt, formuliert ist. Sollten die angekündigten Lockerungen dann immer noch nicht verhältnismäßig sein, behalte sich der Landrat vor, gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 24. Februar 2021 +++

Ausbreitung des Virus soll durch Hygiene, Impfungen und Schnelltests weiter eingedämmt werden

Landkreis informiert über aktuellen Stand

Nachdem die Schulen und Kitas seit Montag, 22. Februar 2021, zum Teil wieder in Präsenz öffnen konnten und in Kürze auch erste Lockerungen für Friseure folgen werden, ist es besonders wichtig, die Zahl der Neuinfektionen durch die Einhaltung der geltenden
Hygienemaßnahmen und ein ausgeweitetes Testangebot weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten. „Leider sind auch im Landkreis Augsburg inzwischen einige Fälle von Virusmutationen bekannt“, zeigt sich Landrat Martin Sailer besorgt. Seit Montag, 15. Februar 2021, sind alle Labore in Bayern dazu angehalten, positive Befunde von Corona-PCR-Tests zusätzlich auf vorhandene Mutationen zu überprüfen. Auf diese Weise wurden bislang insgesamt 46 Verdachtsfälle von Mutationen (29 B.1.1.7 (UK), 14 B.1.351 (Südafrika) oder B1.128 (Brasilien) sowie drei Fälle, bei denen noch nicht klar ist, um welche Mutation es sich handelt) bekannt. Die 29 Fälle der britischen Virusvariante wurden inzwischen bestätigt. Die Ergebnisse der Sequenzierung der weiteren Verdachtsfälle steht noch aus. Um die Bevölkerung weiter für die Thematik zu sensibilisieren, nimmt der Landkreis Augsburg die Fälle der Virusvarianten künftig in seine Graphik der täglich veröffentlichten Zahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus mit auf.

Zahl der Impfungen schreitet voran

Das wichtigste aller Mittel im Kampf gegen das Virus ist aktuell neben der Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen die Corona-Schutzimpfung. Aufgrund kontinuierlicherer Impfstofflieferungen durch den Freistaat verzeichnet der Landkreis inzwischen insgesamt 16.213 verabreichte Impfdosen, davon 10.504 Erstimpfungen und 5.709 Zweitimpfungen. „Natürlich werden dadurch noch immer nicht die Bedarfe gedeckt, die wir derzeit von unseren Bürgerinnen und Bürgern widergespiegelt bekommen“, betont Sailer, „aber es scheint zumindest langsam in die richtige Richtung zu gehen.“ Da die bayerische Impfsoftware BayIMCO nunmehr in der Lage ist, AstraZeneca den gesetzlichen Prioritäten entsprechend impfwilligen Personen zuzuordnen und Impftermine zu planen, wird in der kommenden Woche im Impfzentrum in Gablingen neben den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna nun auch dieser Impfstoff verimpft werden können. „Auch, wenn der Ruf von AstraZeneca in der Öffentlichkeit nicht der beste sein mag, so schützt der Impfstoff doch massiv gegen schwere Verläufe einer Infektion und senkt damit die Wahrscheinlichkeit an oder mit COVID-19 zu versterben enorm. Dementsprechend ist eine Impfung mit AstraZeneca sehr sinnvoll, um sich gegen das Virus zu schützen“, hält der Landrat fest und ergänzt: „Ich würde jedem dazu raten, ein entsprechendes Impfangebot wahrzunehmen.“

Impfwillige möchten sich unter impfzentren.bayern registrieren

Da die Impf-Terminvergabe – mit Ausnahme der Terminierung der Über-80-Jährigen, die im Landkreis postalisch angeschrieben werden – künftig ausschließlich über die bayernweite Software BayIMCO ablaufen soll, werden alle Impfwilligen gebeten, sich zeitnah unter impfzentren.bayern für die Corona-Schutzimpfung zu registrieren. Da es in den vergangenen Tagen im Impfzentrum aber immer wieder zu einer Vielzahl wartender Personen gekommen ist, weist der Landrat nochmals darauf hin, dass es absolut ausreichend ist, maximal 15 Minuten vor dem vereinbarten Impftermin vor Ort in Gablingen zu sein. „Sollte der Impftermin beim Eintreffen noch deutlich weiter in der Zukunft liegen, kann es sein, dass das Sicherheitspersonal vor Ort Sie bitten muss, etwas später wieder zu kommen, da sonst die notwendigen Abstände nicht eingehalten werden können“, erläutert Sailer.

Landrat appelliert, Schnelltestangebote zu nutzen

Um potenzielle Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen, rät Landrat Martin Sailer allen Personen, nach Möglichkeit vorhandene Schnelltestangebote zu nutzen. „Zudem möchte ich auch die im Landkreis ansässigen Unternehmen dringend bitten, zu überprüfen, ob auch sie Schnelltests für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbieten können“, so Sailer. Auf diese Weise könne man allen ein kleinwenig mehr Sicherheit bieten, insbesondere dann, wenn nicht vollumfänglich aus dem Homeoffice gearbeitet werden kann.

 

+++ UPDATE, Freitag, 19. Februar 2021 +++

Fragen von ALLEN an Landrat Martin Sailer, Teil 5: Sind Lockerungen der Maßnahmen zu erwarten?

Landrat Martin Sailer beantwortet Bürgerfragen im Video

In regelmäßigen Videobeiträgen beantwortet Landrat Martin Sailer häufige Fragen, die das Landratsamt vonseiten der Bevölkerung erreichen. In der fünften Folge der Reihe, die ab sofort unter www.landkreis-fuer-alle.de/fuer-alle/fragen-von-allen-an-landrat-martin-sailer und in den sozialen Medien abrufbar ist, geht Sailer unter anderem auf die Frage ein, ob der derzeit niedrige Inzidenzwert Lockerungen zur Folge haben wird. Fragen für zukünftige Ausgaben können unter [email protected]LRA-a.bayern.de eingereicht werden.

 

Gibt es regelmäßige Analysen zu Mutationsfällen des Coronavirus im Landkreis Augsburg?

Landrat Martin Sailer: „Alle positiven Tests werden seit dieser Woche pauschal auf Mutationen hin analysiert. Die Behörden erhoffen sich dadurch Erkenntnisse auf die Verbreitung bestimmter Mutationen oder zu den Krankheitsverläufen, die sie verursachen. Es wird also wissenschaftlich mit diesen Ergebnissen weitergearbeitet.“

 

Die 7-Tage-Inzidenz ist derzeit sehr niedrig. Stehen nun Lockerungen in Aussicht?

Sailer: „Erste Lockerungen werden ja bereits vollzogen, so ist zum Beispiel die Sperrstunde aufgehoben worden. Am kommenden Montag beginnt in abgespeckter Form wieder der Schulunterricht und die Kindergärten werden sukzessive wieder geöffnet. Also erste Erleichterungen finden statt und darüber sind wir sehr froh.“

 

Und muss davon ausgegangen werden, dass es bei einem erneuten Anstieg der Inzidenz wieder stärkere Gegenmaßnahmen geben wird?

Sailer: „Grundsätzlich gilt es natürlich, das Erreichte zu bewahren. Das heißt weiterhin, Abstände halten und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wir hoffen, dass die Inzidenz weiter sinkt und auf niedrigem Niveau bleibt. Ich denke, die große, kritische Marke wird wieder die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen sein. Wenn wir über diese Schwelle kämen, müsste der Schulunterricht wieder in Distanz stattfinden. Aber davon sind wir Gott sei Dank ein gutes Stück weit entfernt. Ich gehe davon aus, dass wenn weiter geimpft wird, wir die Inzidenz auf niedrigem Level halten können werden.“

 

Warum kann der Landkreis nicht mitteilen, wie viele Coronatests insgesamt schon vorgenommen wurden?

Sailer: „Das ist schwierig, weil sich die Menschen an ganz vielen Stellen testen lassen. Zum einen an unserem Testzentrum in Hirblingen, zum Zweiten beim Hausarzt. Es werden an vielen anderen Stellen inzwischen Schnelltests angeboten. Es lassen sich Bürger in der Stadt Augsburg und außerhalb des Landkreises testen. Wir können die Gesamtzahl der Tests dem Grunde nach nicht erfassen. Und zum Zweiten, auch darauf möchte ich hinweisen, lässt die Anzahl der Tests keine Rückschlüsse zu, beispielsweise was eine bestimmte Risikoeinschätzung betrifft. Die Gesamtzahl der Tests ist von daher also auch nicht mit einer belastbaren Aussagekraft verbunden. Aber ganz zentral ist: Wir können die Gesamtzahl der Tests schlicht nicht erfassen.“

 

Kürzlich war die Rede davon, dass der Landkreis neue Wege für zwischenmenschliche Kontakte erschließen will. Gibt es hier etwas Neues?

Sailer: „Ja, wir haben eine ganz tolle Aktion namens „Kleine Briefe, große Geste“ ins Leben gerufen. Wir bitten vor allem junge Menschen im Landkreis, aber auch jeden, der sich angesprochen fühlt, uns Briefe oder Postkarten zu schreiben, uns ein selbstgemaltes Bild oder eine Bastelei zukommen zu lassen. Wir würden diese Dinge über unsere Heimaufsicht an unsere Senioreneinrichtungen weiterleiten, die dafür sorgen, dass unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger diese Dinge dann auch erhalten. Ich glaube, dass das insbesondere für diese Menschen, die den ganzen Tag in einer Einrichtung sind und keine oder nur sehr reduzierte sozialen Kontakte haben, die sich ein Stück weit einsam fühlen, dass wir diesen Mitmenschen eine kleine Freude machen. Wer möchte, darf seine Adresse angeben und auf diese Weise vielleicht sogar eine Brieffreundschaft mit jemandem in einer Senioreneinrichtung beginnen. Solche Geschichten sind die netten, menschlichen Aspekte, die wir doch gerade in dieser Zeit ganz besonders dringend brauchen. Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen bei dieser Aktion mitmachen. Alle Einsendungen dürfen an die Heimaufsicht im Landratsamt Augsburg, Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg, adressiert werden.“

 

 

+++ UPDATE, Freitag, 19. Februar 2021 +++

Kleine Briefe, große Geste

Heimaufsicht organisiert Postaktion für Seniorenheime

Noch immer macht es die Corona-Pandemie nötig, dass wir einander nach Möglichkeit fernbleiben und zwischenmenschliche Kontakte bestmöglich vermeiden. Von diesen Grundregeln, die das private und öffentliche Leben nun bald seit einem Jahr prägen, sind neben den Kindern und Jugendlichen in erster Linie auch die Seniorinnen und Senioren betroffen, die es ganz besonders vor dem Virus zu schützen gilt. „Die Vereinsamung vieler Menschen ist eine der schlimmen Folgen der Pandemie, deren Auswirkungen zwar kaum zu beziffern, aber dadurch nicht minder besorgniserregend sind. Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie wir trotz der Kontaktreduzierungen Wege eröffnen, auf denen sozialer Austausch stattfinden kann“, sagt Landrat Martin Sailer.

Einen neuen Ansatzpunkt für zwischenmenschlichen Kontakt schafft nun die Heimaufsicht im Landratsamt mit einer Aktion, die die Menschen im Landkreis kontaktlos, aber dennoch sehr persönlich zusammenführen kann. „Wir laden unsere gesamte Landkreisbevölkerung dazu ein, unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den Senioreneinrichtungen mit einem kleinen Brief eine Freude zu machen“, erklärt der Landrat. Wie die Heimaufsicht berichtet, mache die anhaltende Isolation den Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeeinrichtungen schwer zu schaffen.  Das Inhaltliche sei dabei nachrangig: „Eine Geschichte aus dem persönlichen Alltag, ein paar nette Zeilen über die eigenen Hobbies, die Familie oder einfach ein paar hoffnungsvolle Worte für die Zukunft reichen völlig aus, um einem Mitmenschen in schwieriger Lage etwas aufzumuntern“, so Sailer. Eine ebenso schöne Geste sei ein selbstgemaltes Bild, eine Zeichnung oder eine Bastelei.

„Mit dieser Aktion geht es uns darum, unseren Seniorinnen und Senioren zu signalisieren, dass wir sie nicht alleine lassen“, erklärt der Landrat weiter. Im besten Falle entstünden daraus dauerhafte Brieffreundschaften.

Die Heimaufsicht nimmt Einsendungen entgegen und verteilt sie

Wer sich an der Postaktion beteiligen möchte, darf seine Einsendung ab sofort postalisch an die Heimaufsicht im Landratsamt Augsburg senden – auf Wunsch kann gerne vermerkt werden, wenn die Zusendung in einer bestimmten Einrichtung ankommen soll. Die Post wird anschließend in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis verteilt. „Mein verbindlicher Dank gilt allen, die sich einen Moment Zeit nehmen und diese Chance ergreifen, um einer Mitbürgerin oder einem Mitbürger ohne großen Aufwand eine echte Freude zu bereiten“, sagt Landrat Martin Sailer.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 18. Februar 2021 +++

Schnelltests für Schulen und Kitas


Nachdem am kommenden Montag, 22. Februar 2021, in den Schulen und Kitas zahlreiche Personen in Präsenz zurückkehren, bekommen diese vorerst bis 15. März 2021 die Möglichkeit, sich anhand von kostenfreien Schnelltests auf COVID-19 testen zu lassen, um so mögliche Infektionsketten gezielt zu unterbinden. Das Testangebot gilt nur für Personal an Schulen, Schülerinnen, Schüler, Personal an Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen. Schulisches Personal umfasst nicht nur Lehrkräfte, sondern auch nicht-unterrichtendes und Ganztags-Personal sowie das bereits in der Notbetreuung tätige Personal. Die berechtigten Personen können die Schnelltests ab morgen, Freitag, 19. Februar 2021, im COVID-19-Testzentrum des Landkreises Augsburg in der Gersthofer Straße 9, Gersthofen/Hirblingen durchführen lassen. Das Testzentrum hat montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung unter https://www.ecocare.center/lkr-augsburg/agb-bestatigung/ ist im Vorfeld zwingend notwendig und ab heute Abend möglich. Das Ergebnis des Schnelltests erhalten die getesteten Personen im Nachgang per SMS. Zusätzlich sind ab Samstag, 20. Februar 2021, in Zusmarshausen (Augsburger Straße 11) Schnelltests möglich, die vom BRK durchgeführt werden. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, 17 bis 20 Uhr sowie am Samstag von 13 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung ist ab Freitag, 19. Februar 2021, über die E-Mail-Adresse des BRK [email protected]kvaugsburg-land.brk.de möglich. Der Termin wird der anschreibenden Person im Nachgang entsprechend zugesendet. Bei positivem Testergebnis müssen sich die Betroffenen sofort in Selbstisolation begeben und umgehend einen Termin für einen PCR-Test vereinbaren. In der kommenden Zeit soll das Testangebot insbesondere im südlichen Landkreis noch ausgeweitet werden. Diese zu installieren, war in der Kurzfristigkeit dieser Woche leider nicht möglich.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 18. Februar 2021 +++

Erreichbarkeit der Corona-Hotline ändert sich

Ende Januar hatte das Landratsamt Augsburg die Erreichbarkeit seiner Corona-Hotline, welche allgemeine Fragen rund um die Corona-Pandemie beantwortet, auch auf das Wochenende und die Feiertage ausgeweitet. Da die Nachfrage in der Bevölkerung bislang sehr gering war – am gesamten vergangenen Wochenende gingen beispielsweise lediglich 14 Anrufe ein – hat man sich nun dazu entschlossen, die Erreichbarkeit der Hotline 0821 3102 2101 wieder auf die üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes (Montag bis Mittwoch, 7.30 bis 16 Uhr, Donnerstag, 7.30 bis 17.30 Uhr, Freitag, 7.30 bis 12.30 Uhr) abzuändern. „Da davon auszugehen ist, dass uns die Pandemie trotz der aktuell niedrigen Inzidenz noch etliche Monate beschäftigen wird und wir unseren Personaleinsatz effizient planen müssen, wollen wir die Personalressourcen auf diese Weise schonen“, erläutert Landrat Martin Sailer. Sollten an Wochenenden und an Feiertagen doch vereinzelt Fragen zur Corona-Pandemie aufkommen, ist die Coronavirus-Hotline Bayern (täglich von 8 bis 18 Uhr) unter der Telefonnummer 089 122 220 zu erreichen.

Zudem ist für Fragen zum Thema „Impfen“ unter der Telefonnummer 06102 20825591 (Erreichbarkeit: Montag bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr) eine Informations-Hotline für das Impfzentrum im Landkreis Augsburg eingerichtet. Es ist zu beachten, dass hier ausschließlich Fragen rund um die Corona-Impfung beantwortet werden können. Eine Impftermin-Vereinbarung ist nicht möglich.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 18. Februar 2021 +++

Doppelt isoliert aufgrund von Corona und Demenz

Pflegende Angehörige in ihrer Sonderrolle

Seit rund einem Jahr leben wir mit den Herausforderungen und Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen zählen zu den Risikogruppen. So trifft es Pflegebedürftige und pflegende Angehörige, die oft selbst zur Risikogruppe gehören, besonders hart. Die Pflege und Versorgung von Pflegebedürftigen stellen für die Angehörigen schon ohne eine weltweite Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Doch nun fallen auch noch wichtige Hilfsstrukturen und Ressourcen weg – pflegende Angehörige sind „doppelt isoliert“.

Der Seniorenberatung im Landkreis sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen die Betroffenen schwer unter der Doppelbelastung leiden. Darunter fallen beispielsweise Eheleute, die seit vielen Jahren ihre demenzkranken Partner pflegen und aufgrund der Erkrankung schon vor der Pandemie sozial weitgehend isoliert gelebt haben. Abhilfe für diese schwierige Lebenssituation konnten Angebote wie die Tagespflege, Gespräche in den Angehörigengruppen für Menschen mit Demenz oder bei Veranstaltungen der Alzheimer-Gesellschaft schaffen, die aufgrund der Pandemie jedoch schon seit längerem kategorisch und ersatzlos ausfallen müssen – ebenso, wie die wenigen Momente der Teilnahme am öffentlichen Leben, die durch eine Demenzerkrankung möglich sind. Die Lage verschärft sich zudem durch die immerwährende Sorge, dass man sich selbst oder der Partner mit dem Virus infizieren könnte. Für viele Menschen, die die Pandemie in einer solch schwierigen Konstellation bestreiten müssen, stellt der regelmäßige Besuch eines Pflegedienstes die einzige Entlastung dar.

„Die Corona-Krise verschärft die Nöte der pflegenden Angehörigen. Umso wichtiger ist es, die noch bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten zu nutzen und auch neue Ideen für Entlastungen zu suchen beziehungsweise auszuprobieren“, so Landrat Martin Sailer.

Die Fachstelle für pflegende Angehörige des Landratsamtes Augsburg steht Ihnen für weitere Informationen, Beratungen und Entlastungsgespräche zur Verfügung. Wir sind weiterhin für Sie da. Nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail gerne Kontakt mit uns auf und informieren Sie sich über Unterstützungsmöglichkeiten. Sie erreichen uns unter folgenden Telefonnummern: 0821 / 3102 - 2766, -2718, -2719, -2705, -2707 oder unter [email protected]LRA-a.bayern.de.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 18. Februar 2021 +++

Schulen und Kitas im Landkreis können zum Teil wieder öffnen

7-Tages-Inzidenz lässt weitere Lockerungen zu

Da im Landkreis Augsburg die 7-Tage-Inzidenz unter dem vorgegebenen Grenzwert von 100 liegt, ergeben sich für den Landkreis Augsburg nach den Paragraphen 3, 18, 19 und 20 der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung neben dem Entfallen der nächtlichen Ausgangsperre folgende Änderungen:

Schulen

Nach den Abschlussklassen wird nun ab Montag, 22. Februar 2021, für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Grundschulen und der Förderzentren einschließlich der schulvorbereitenden Einrichtungen sowie für weitere Jahrgangsstufen der Förderzentren mit den Förderschwerpunkten der emotionalen, sozialen, geistigen, körperlichen und motorischen Entwicklung, Sehen sowie Hören und weiterem Förderbedarf sowie an den Schulen für Kranke in Abstimmung mit den Kliniken Präsenzunterricht eingeführt, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern zuverlässig eingehalten werden kann. Sollte dieser nicht gewährleistet sein, ist Wechselunterricht zugelassen.

Für die übrigen Jahrgangsstufen und Schularten verbleibt es weiterhin bei Distanzunterricht. Die allgemeine Maskenpflicht bleibt bestehen. Für die Lehrkräfte gilt über diese hinaus die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen. Das Bayerische Gesundheitsministerium empfiehlt aber auch Schülerinnen und Schülern, im besten Fall eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.

Kindertageseinrichtungen

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Die jeweiligen Träger haben ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines ihnen von den Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales und für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellten Rahmenhygieneplans auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; dabei sind einrichtungsspezifische Anforderungen und die Umstände vor Ort zu berücksichtigen.
  2. Die Betreuung erfolgt in festen Gruppen.

Fahrschulen

Für theoretischen Fahrschulunterricht, Nachschulungen, Eignungsseminare sowie theoretische Fahrprüfungen sieht die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nunmehr vor, dass diese ab dem 22. Februar 2021 unter den angegebenen Schutzauflagen wieder zugelassen sind. Für das Lehrpersonal gilt dabei eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen. Im Übrigen besteht eine FFP2-Maskenpflicht. Diese gilt auch für alle Fahrzeuginsassen hinsichtlich des praktischen Fahrschulunterrichts und praktischer Prüfungen, für das Lehrpersonal jedoch nur im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen
Bestimmungen.

Außerschulische Bildung muss noch warten

Grundsätzlich wären nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bei einer Inzidenz von unter 100 auch Lockerungen im Bereich der außerschulischen Bildung möglich. „Wir haben uns in diesem Punkt aber dazu entschlossen, zunächst die Entwicklung des Infektionsgeschehens nach der Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten abzuwarten, um eine sprunghafte Verschlechterung der Lage zu vermeiden“, erklärt Landrat Martin Sailer.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 17. Februar 2021 +++

Nachbarn helfen Nachbarn

Viele Unterstützungsangebote im Landkreis Augsburg

Bereits während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr bildeten sich im Landkreis zahlreiche Nachbarschaftshilfen. Die Angebote – von Einkaufen über Gassi gehen bis hin zu Fahrdiensten – sollen vor allem Angehörige der Risikogruppen, also ältere Menschen oder Menschen mit gewissen Vorerkrankungen, in ihrem Alltag unterstützen und auf diese Weise die Infektionsgefahr reduzieren. „Es ist wirklich bewundernswert, wie viele Menschen sich im Augsburger Land uneigennützig für ihre Mitmenschen einsetzen. Das zeugt von großer Solidarität und Nächstenliebe“, so Landrat Martin Sailer.

Nachbarschaftshilfen, die im Lauf des vergangenen Jahres stetig ausgebaut und gefestigt wurden, gibt es inzwischen in vielen Teilen der Region. Unter www.landkreis-fuer-alle.de/fuer-alle/fuer-nachbarn ist eine entsprechende Übersichtskarte mit Links zu den Gruppierungen zu finden. Diese wurde nun noch einmal aktualisiert und ergänzt. Außerdem sind auf der Seite entsprechende Handlungsempfehlungen für Nachbarschaftshilfen zu finden. Wer in seiner Kommune von weiteren Hilfsangeboten weiß, kann diese per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de melden.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 16. Februar 2021 +++

Landratsamt informiert: Einreise für systemrelevante Berufspendler in den Grenzregionen möglich

 

Stringente Vorgaben des Bundesinnenministeriums zu beachten

Trotz der Corona-Beschränkungen und der vorübergehenden Binnengrenzkontrollen bestehen für Berufspendler in den bayerischen Grenzregionen weiterhin Einreisemöglichkeiten. Dem Bundesinnenministerium zufolge ist eine der zwingenden Voraussetzungen für die Einreise, dass es sich bei den Personen um Beschäftigte aus systemrelevanten Bereichen handelt. Betroffen sind Berufspendler, die zwischen Bayern und der Tschechischen Republik oder dem österreichischen Bundesland Tirol unterwegs sind. Beide Regionen wurden unlängst als Virusvarianten-Gebiete eingestuft. Arbeitnehmer von im Landkreis ansässigen Betrieben müssen für die ungehinderte Einreise nach Bayern ihre Ausweispapiere, eine Arbeitgeberbescheinigung, einen negativen, maximal 48 Stunden zurückliegenden Coronatest sowie eine schriftliche Bestätigung der Kreisverwaltungsbehörde vorlegen, die die Tätigkeit in einem systemrelevanten Bereich bescheinigt. Die Ausstellung dieser Bescheinigung kann ab sofort über die eigens dafür eingerichtete Funktionsadresse [email protected]LRA-a.bayern.de beantragt werden. Die Behörde benötigt für die Bearbeitung die folgenden, arbeitnehmerbezogenen Informationen:

 

  • Benennung des Betriebes mit genauer Bezeichnung
  • Begründung, warum der Betrieb systemrelevant im Sinne der umseitig aufgeführten „Leitlinien zur Ausübung der Freizügigkeit der Arbeitskräfte währen des COVID19 Ausbruchs“ der EU-Kommission ist
  • Personenbezogene Daten des/der Beschäftigten: Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort und Kfz-Kennzeichen des Fahrzeugs, das für die Einreise verwendet wird und welche Tätigkeit der betroffene Mitarbeiter ausübt und gegebenenfalls Angabe des Einsatzortes
  • Verantwortlicher Ansprechpartner des Betriebes mit Kontaktdaten

 

Wichtig: Das Landratsamt Augsburg bittet ausdrücklich darum, dass die im Kreis ansässigen Unternehmen vor Antragsstellung kritisch prüfen, ob ihre Beschäftigten nach Einsicht der nachstehenden Auflistung als systemrelevant einzustufen sind und die Grenzübertritte zwingend erforderlich sind! Zudem wird darauf hingewiesen, dass Anträge nur bearbeitet werden können, wenn die vorgenannten Angaben vollständig enthalten sind.

 

Systemrelevante Bereiche durch EU-Kommission festgelegt

Diese Branchen sind nach Angaben der EU-Kommission in den „Leitlinien zur Ausübung der Freizügigkeit der Arbeitskräfte währen des COVID-19 Ausbruchs“ als systemrelevant zu bewerten:

 

  • Berufe im Gesundheitswesen, einschließlich paramedizinischer Fachkräfte;
  • Betreuungsberufe im Gesundheitswesen, einschließlich Betreuungspersonal für Kinder, Menschen mit Behinderung und ältere Menschen;
  • wissenschaftliche Experten im Gesundheitssektor;
  • Arbeitskräfte in der Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie;
  • Arbeitskräfte, die an der Lieferung von Waren beteiligt sind, insbesondere an der Lieferkette von Arzneimitteln, medizinischen Hilfsmitteln, Medizinprodukten und persönlichen Schutzausrüstungen, einschließlich ihrer Installation und Wartung;
  • akademische und vergleichbare Fachkräfte in der Informations- und Kommunikationstechnologie;
  • Informations- und Kommunikationstechniker sowie sonstige Techniker für die grundlegende Instandhaltung der Ausrüstung;
  • Berufe im Bereich des Ingenieurwesens, wie Ingenieure, Energie- und Elektrotechniker;
  • Personen, die an systemrelevanten oder anderweitig wesentlichen Infrastrukturen arbeiten;
  • ingenieurtechnische und vergleichbare Fachkräfte (einschließlich Wasserwerker);
  • Schutzkräfte und Sicherheitsbedienstete;
  • Berufsfeuerwehrleute/Polizisten/Gefängnisaufseher/Sicherheitswachpersonal/Katastrophenschutzkräfte;
  • Personen, die in der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln tätig sind, sowie verwandte Berufe und Wartungspersonal;
  • Bediener von Maschinen für Lebensmittel und verwandte Erzeugnisse (einschließlich Lebensmittelproduktionsmitarbeiter);
  • Arbeitskräfte im Verkehrssektor, insbesondere: Personenkraftwagen-, Kleintransporter- und Kraftradfahrer, Fahrer schwerer Lastkraftwagen und Busse (einschließlich Busfahrer und Straßenbahnführer) sowie Rettungswagenfahrer, einschließlich Fahrer, die für die Beförderung im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union eingesetzt werden, und Fahrer, die EU-Bürger im Zuge ihrer Rückkehr aus einem anderen Mitgliedstaat an ihren Herkunftsort befördern;
  • Linienflugzeugführer;
  • Schienenfahrzeugführer; Wagenmeister, Instandhaltungstechniker sowie Personal von Infrastrukturbetreibern, das mit der Verkehrssteuerung und Kapazitätszuweisung betraut ist;
  • Arbeitskräfte in der See- und Binnenschifffahrt;
  • Fischer;
  • mit systemrelevanten Funktionen betrautes Personal von öffentlichen Einrichtungen, einschließlich internationaler Organisationen.

 

+++ UPDATE, Montag, 15. Februar 2021 +++

Nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Augsburg wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben

7-Tages-Inzidenz lässt Lockerung zu

Ab dem heutigen Montag, 15. Februar, gilt im Landkreis Augsburg keine nächtliche Ausgangssperre mehr. Die rechtliche Grundlage für diese Lockerung stellt die seit heute gültige, geänderte 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) des Freistaats dar. Die Verordnung besagt, dass nach mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen, an denen eine 7-Tages-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen verbucht wurde, die Ausgangssperre aufgehoben werden könne. Die Inzidenz im Augsburger Land hatte sich seit dem 19. Januar 2021 ausnahmslos unterhalb des Schwellenwerts von 100 belaufen. Nach § 3 Satz 3 der geänderten 11. BayIfSMV ist es dem Landratsamt nun möglich, den Schritt amtlich bekannt zu machen.  „Ich bin sehr erleichtert, dass die entbehrungsreichen Wochen, die hinter unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern liegen, nun nachhaltige Wirkung zeigen und wir diese Lockerung nun zulassen können“, sagt Landrat Martin Sailer.

 

+++ UPDATE, Freitag, 12. Februar 2021 +++

Fragen von ALLEN an Landrat Martin Sailer, Teil 4: Viele Fragen rund um den Impfbetrieb

Landrat Martin Sailer beantwortet Bürgerfragen im Video

In regelmäßigen Videobeiträgen beantwortet Landrat Martin Sailer häufige Fragen, die das Landratsamt vonseiten der Bevölkerung erreichen. In der vierten Folge der Reihe, die ab sofort unter www.landkreis-fuer-alle.de/fuer-alle/fragen-von-allen-an-landrat-martin-sailer und in den sozialen Medien abrufbar ist, geht Sailer unter anderem auf die Frage ein, ob er oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts bereits geimpft sind. Fragen für zukünftige Ausgaben können unter [email protected]LRA-a.bayern.de eingereicht werden.

 

Sind Sie selbst oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts bereits gegen Corona geimpft worden?

Landrat Martin Sailer: „Es gibt eine klare Regelung, wer im Moment geimpft werden kann: Und zwar die Gruppe der Über-80-Jährigen. Zu der gehöre ich nicht und bin dementsprechend auch noch nicht geimpft worden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind noch nicht geimpft. Es gibt hier eine klare Anweisung, dass wir alle warten bis wir an der Reihe sind. Wenn alle anderen geimpft sind und die Kategorie dran ist, zu der wir gehören, dann lassen wir uns gerne impfen.“

 

Muss ich ein Impfangebot dann annehmen, wenn ich es erhalte? Lasse ich die Chance zur Impfung verstreichen, wenn ich sie einmal abgelehnt habe?

Sailer: „Nein, denn eine Impfpflicht gibt es nicht. Es gibt ein Impfangebot, das Sie annehmen können, oder auch nicht. Wenn Sie jetzt beispielsweise als über-80-jährige Mitbürgerin oder Mitbürger der höchsten Priorität angehören und für den Moment sagen, dass Sie nicht geimpft werden wollen, aber sich in drei Monaten umentscheiden, dann können Sie sich gerne melden und bekommen dann, da Sie immer noch der höchsten Priorität angehören, selbstverständlich einen Impftermin.“

 

Kann ich mir den Impfstoff für die Impfung aussuchen?

Sailer: „Das geht leider nicht – zumindest derzeit. Wir haben viel zu wenig Impfstoff und zur Zeit beinahe ausschließlich den Impfstoff der Firma BioNTech. Wenn wir von allen Impfstoffen, also beispielweise AstraZeneca oder Moderna, ausreichende Mengen vorrätig hätten, dann könnte man eventuell über das Aussuchen von Impfstoffen nachdenken. Aber da wir momentan nur den BioNTech-Impfstoff erhalten, geht das leider nicht. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen.“

 

Das Landratsamt erhält viele Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die mit der Abwicklung des Impfbetriebs in Gablingen sehr zufrieden sind. Wie stellt der Landkreis sicher, dass der Service so zuverlässig bleibt?

Sailer: „Das ist in der Tat so. Wir bekommen immer wieder Rückmeldungen aus dem Impfzentrum, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sehr zufrieden sind. Von der Terminvereinbarung über die Aufklärung und den Impfvorgang an sich, auch was die Freundlichkeit des Personals betrifft. Wir sind froh und dankbar, weil wir mit Ecolog einen guten Partner vor Ort haben. Und trotzdem verteilen wir ab jetzt regelmäßig Feedback-Fragebögen an die Geimpften, die dort ja nach der Impfung noch eine Weile warten müssen, falls es erste Reaktionen auf die Impfung gibt. Diese Menschen sollen uns ihre Rückmeldungen zukommen lassen: Wie ist es gelaufen, auch hinsichtlich der Terminvereinbarung? Wie nehmen sie die Situation vor Ort wahr? Wie hat sie das Personal behandelt? Oder haben sie weitere Anregungen an uns? Damit wollen wir die hohe Qualität in unserem Impfzentrum dauerhaft sicherstellen. Wir sind dankbar, wenn sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage beteiligen.“

 

+++ UPDATE, Freitag, 12. Februar 2021 +++

Landkreis versorgt Kita-Personal mit FFP2-Masken

Lieferung des Freistaats wird durch Spenden aufgestockt

Dort, wo sich Kontakte nicht vermeiden lassen, bieten FFP2-Masken den zuverlässigsten Schutz vor einer Übertragung des Coronavirus. Der Freistaat Bayern hat angekündigt, die Erzieherinnen und Erzieher in den Kinderbetreuungseinrichtungen mit je zwei FFP2-Masken auszustatten. Im Landkreis Augsburg sind insgesamt rund 2550 Personen in diesem Bereich tätig. „Durch eine Spende des Unternehmens Siegmund Care GmbH aus Oberottmarshausen und der großzügigen finanziellen Unterstützung der Kreissparkasse Augsburg können wir diese Lieferung von zwei Masken pro Person auf zehn Masken aufstocken“, erklärt Landrat Martin Sailer. Die rund 25.000 zusätzlichen Schutzmasken stammen vom großen Lieferanten Siegmund Care GmbH und werden von der Kreissparkasse zum Großteil mitfinanziert. „Als der Landrat auf uns mit seiner tollen Initiative zukam, haben wir sofort zugesagt. Wir sind ein regional verwurzeltes Familienunternehmen und freuen uns, das Kita-Personal, das für unsere Kleinsten trotz der schwierigen Situation da ist, unterstützen zu können“, erklärt Daniel Siegmund, Mitglied der Geschäftsleitung der Siegmund Holding. „Ich bedanke mich herzlich für diese großzügige Geste, dank der wir dem Personal unserer Kindertagesstätten und heilpädagogischen Einrichtungen ein Gefühl von Sicherheit bei der wichtigen Arbeit der Kinderbetreuung vermitteln können“, so der Landrat.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 9. Februar 2021 +++

Landkreis Augsburg bereitet Vergabe von 1000 Impfstoffdosen des Herstellers AstraZeneca vor

Impfstoff wird für Erwachsene unter 65 Jahren empfohlen

Der Landkreis Augsburg empfängt in den kommenden Tagen eine Lieferung des Corona-Impfstoffs der Herstellerfirma AstraZeneca im Umfang von 1000 Impfdosen. Das Mittel, das seit Ende Januar in Europa zugelassen ist, kam im Impfbetrieb des Landkreises bislang nicht zur Verwendung. „Grundsätzlich freuen wir uns über jede Lieferung, mit der wir unsere Bevölkerung versorgen können“, sagt Landrat Martin Sailer. Die Lieferung des Impfstoffs von AstraZeneca mache im Vorfeld zusätzliche Planungsschritte notwendig. Denn: „Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Einsatz des Mittels von AstraZeneca nur für erwachsene Personen unter 65 Jahren“, erklärt der Landrat. In dieser Zielgruppe könne nach zweimaliger Verabreichung des Impfstoffs mit entsprechendem zeitlichem Abstand eine ausreichende Immunisierung erreicht werden. Für Menschen über der Altersgrenze sei keine ausreichende Wirksamkeit der Substanz belegt. Weil der Priorisierung folgend derzeit die Gruppe der Über-80-Jährigen geimpft werde, an die das Mittel nicht vergeben werden kann, wird aktuell eine anderweitige Verwendung des Impfstoffs vorbereitet. „In der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ist geregelt, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei Personen unter 65 Jahren geimpft werden soll. Höchste Priorität haben Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben oder arbeiten oder regelmäßig pflegebedürftige Menschen versorgen. Zudem alle Beschäftigten in Intensivstationen, Notaufnahmen, bei Rettungsdiensten, in der Palliativversorgung oder anderen medizinischen Einrichtungen, in denen für die Patientinnen und Patienten ein sehr hohes Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei einer Corona-Infektion bestünde“, so der Landrat. Zunächst müsse der neue Impfstoff möglichst zeitnah durch den Freistaat im einheitlichen Softwaresystem BayIMCO angelegt werden. Wann der Impfstoff im Landkreis Augsburg verimpft werden kann, ist deshalb derzeit noch nicht absehbar.

 

Mangels Impfstoff: Betrieb im Impfzentrum muss am kommenden Wochenende pausieren

Der Impfbetrieb im Zentrum in Gablingen muss am kommenden Wochenende, 13. und 14. Februar, zwangsläufig pausieren. „Die Vorräte des Impfstoffs, der für die planmäßige Versorgung der über-80-jährigen Bevölkerung verwendet wird, gehen am Ende dieser Woche zur Neige und wir erhalten bis dahin keine weiteren Dosen, die wir an unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger vergeben können“, sagt Landrat Sailer.

 

+++ UPDATE, Montag, 8. Februar 2021 +++

Landkreis greift Bedürftigen unter die Arme

Fahrtkosten vom Wohnort zum Impfzentrum werden in besonderen Fällen erstattet

Aktuell erhalten im Landkreis Augsburg die Über-80-Jährigen nach und nach ihre Corona-Schutzimpfungen im Impfzentrum in Gablingen. In erster Linie ist das Impfzentrum mit dem privaten PKW zu erreichen. Zudem besteht auch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Allerdings sind unter den zu impfenden Personen auch Empfängerinnen und Empfänger von existenzsichernden Sozialhilfeleistungen (Hilfe zum Lebensunterhalt bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung), denen kein Auto zur Verfügung steht, für die eine Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs aufgrund ihrer körperlichen Konstitution unmöglich ist und die auch sonst keine Möglichkeit haben, das Impfzentrum beispielsweise durch Unterstützung ihrer Familien, Bekannten oder Freunde zu erreichen. „Uns ist bewusst, dass die finanziellen Möglichkeiten, insbesondere für außergewöhnliche Belastungen innerhalb dieser Personengruppe sehr begrenzt sind“, erläutert Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, die Impfbereitschaft der bedürftigen Personen dahingehend zu unterstützen, dass die unbedingt notwendigen Kosten unter bestimmten Voraussetzungen für die unmittelbaren Fahrten zwischen Wohnort und Impfzentrum durch ein am Ort zugelassenes Taxi-Unternehmen freiwillig vom Landkreis erstattet werden. Die Leistungsberechtigten müssen hierfür lediglich die entsprechenden Belege und eine Kopie ihres Impfnachweises gemeinsam mit dem ihnen in Kürze zugesandten Antrag auf Fahrkostenerstattung beim Fachbereich Soziale Leistungen des Landratsamtes Augsburg einreichen.

 

+++ UPDATE, Freitag, 5. Februar 2021 +++

Landrat Martin Sailer beantwortet Bürgerfragen im Video

In regelmäßigen Videobeiträgen beantwortet Landrat Martin Sailer häufige Fragen, die das Landratsamt vonseiten der Bevölkerung erreichen. In der dritten Folge der Reihe, die ab sofort unter www.landkreis-fuer-alle.de/fuer-alle/fragen-von-allen-an-landrat-martin-sailer und in den sozialen Medien abrufbar ist, geht Sailer unter anderem auf die Frage ein, ab wann im Landkreis mit Lockerungen zu rechnen sein könnte. Sämtliche Fragen für zukünftige Ausgaben können unter [email protected]LRA-a.bayern.de eingereicht werden.

 

Seit dieser Woche liegt die 7-Tages-Inzidenz für den Landkreis unter 50. Ist demnächst mit Lockerungen zu rechnen?

Landrat Martin Sailer: „Zunächst freuen wir uns, dass wir jetzt unter die Schwelle von 50 gekommen sind. Wir brauchen allerdings für die Dauer von sieben Tagen einen Wert von unter 50, ehe über Lockerungen nachgedacht werden kann. Diese Lockerungen müssten wir zudem vorab mit der Regierung von Schwaben abstimmen. Freie Hand haben wir hinsichtlich der Lockerungen nicht, aber es wird Möglichkeiten geben. Trotz der erfreulichen Entwicklung ist es jetzt wichtig, dass wir vor dem Hintergrund der vereinzelten Fälle von mutierten Coronaviren weiter die Hygieneregeln einhalten, dass wir weiterhin Abstand halten und schlicht all das befolgen, was den Inzidenzwert in den vergangenen Wochen gesenkt hat.“

 

Welche möglichen Lockerungen haben für Sie denn die oberste Priorität?

Sailer: „Für mich wäre es das Wichtigste, dass unsere Kinder und Jugendlichen wieder in die Kitas und Schulen dürfen. Aus meiner Sicht wäre das im Moment das Allerwichtigste. Gerade die Kinder und Jugendlichen haben in den vergangenen Wochen in dieser Phase des Lockdowns und der Pandemie sehr gelitten. Zweitens wäre es wichtig, dass Einzelhandelsgeschäfte schrittweise wieder öffnen können. Hier werden wir mit der Regierung von Schwaben diskutieren, ob diese Schritte an bestimmte Bedingungen zu knüpfen wären – beispielsweise, dass Kunden ein negatives Testergebnis vorlegen müssen, ähnlich wie es in Österreich bereits der Fall ist. Aber was das betrifft, sind die Dinge noch im Fluss und es wird darauf ankommen, worauf wir uns mit der Regierung verständigen können.“

 

Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich Sorgen um Angehörige, die aufgrund der Kontaktbeschränkungen vereinsamen oder überfordert sind. Welche Perspektiven können wir Menschen in besonderen Lebenslagen aufzeigen?

Sailer: „Auch diese Menschen haben wir auf dem Schirm. Wir haben inzwischen eine Kontaktmöglichkeit über unsere Website (www.landkreis-augsburg.de/anlaufstellen) geschaffen, die sich an Menschen in besonderen Lebenslagen richtet. Wir wissen, dass viele Menschen in dieser Pandemie aufgrund der fehlenden sozialen Kontakte vereinsamen und sich alleine gelassen fühlen. Diese Menschen brauchen Rat und Unterstützung, weshalb wir entsprechende Rufnummern eingerichtet haben. Außerdem überlegen wir, ob wir eine Art Plattform schaffen, über die Menschen sich bereiterklären können, solche Bürgerinnen und Bürger anzurufen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, auch wenn man sich nicht kennt. Damit könnte man signalisieren, dass man da ist, miteinander spricht, sich die Anliegen des Gesprächspartners anhört oder einfach mit ihnen über das Wetter plaudert. Ich glaube, dass das in dieser Phase ganz wichtig ist, dass eben diese sozialen Kontakte wieder stattfinden können – selbst wenn es nur über das Telefon ist.“

 

+++ UPDATE, Freitag, 5. Februar 2021 +++

Anlaufstellen für Menschen in besonderen Lebenslagen

Landkreis Augsburg erstellt Übersicht mit Hilfsangeboten

Die nun beinahe seit einem Jahr anhaltende Corona-Pandemie stellt die Menschen im Landkreis Augsburg vor zahlreiche ungeahnte Herausforderungen. Insbesondere der anhaltende Kontaktverzicht trifft beispielsweise Familien, Alleinstehende, Kranke oder Senioren überaus hart.

 

„Es macht mir große Sorgen, wie sehr die Corona-Pandemie viele Landkreisbürgerinnen und -bürger belastet. Da wir uns leider noch eine ganze Zeit lang in dieser Ausnahmesituation befinden werden, ist es umso wichtiger, den Menschen konkrete Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen“, so Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund wurde die Internetseite www.landkreis-augsburg.de/anlaufstellen eingerichtet, über die Personen, die sich in einer sozialen, psychischen oder sonstigen Ausnahmesituation befinden, schnell und übersichtlich zahlreiche Anlaufstellen und Hilfsangebote finden. Die Anlaufstellen sind thematisch gegliedert und werden regelmäßig aktualisiert und erweitert, sodass am Ende eine umfassende Sammlung an Angeboten im Landkreis entsteht, die auch nach der Corona-Pandemie eine Hilfestellung für Menschen in besonderen Lebenslagen bietet.

 

Darüber hinaus sollen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Konzepte entwickelt werden, um Angebote für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, die unter der Corona-Pandemie leiden. „Im vergangenen Jahr ist unsere Gesellschaft – trotz Abstandsgeboten – näher zusammengerückt. Gerade in der ersten Welle der Pandemie gab es viele Initiativen, die sich für andere stark gemacht haben. Daran wollen wir nun anknüpfen und für die Menschen im Landkreis da sein“, so Landrat Martin Sailer.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 4. Februar 2021 +++

Corona-Mutationen: So geht das Gesundheitsamt im Landkreis Augsburg mit Infektionsfällen um

Sieben Fälle mutierter Virusformen im Landkreis nachgewiesen

Während die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Augsburg kontinuierlich zurückgeht, werden vereinzelte Übertragungsfälle mit mutierten Formen des Erregers im Landkreisgebiet bekannt. Bislang wurden sieben Fälle behördlich registriert, bei denen sich die Betroffenen nachweislich mit einer Mutante des SARS-CoV-2-Virus infiziert haben. Bei diesen Befunden handelt es sich um Zufallsentdeckungen oder deren Kontaktpersonen, da die Labore die positiven Testergebnisse stichprobenartig auf Virusmutationen hin überprüfen. Um welche konkreten Varianten des Virus, die seit einigen Wochen immer wieder Thema der überregionalen Medienberichterstattung sind, es sich in den besagten Fällen im Augsburger Land handelt, ist noch unklar: Für die genaue Identifikation des Erregers ist eine Sequenzierung der Erbinformation in den jeweiligen Proben erforderlich, die bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen kann.

 

Negativtest nach Ablauf der Selbstisolation notwendig

Wer sich laut Laborbefund mit einer Corona-Mutante infiziert hat, wird nach bekanntem Schema vom Gesundheitsamt zur Kontaktpersonenermittlung angerufen und erhält eine Anordnung zur häuslichen Isolation über zehn Tage. In regelmäßigen Telefonaten vergewissert sich das Gesundheitsamt vom gesundheitlichen Befinden der Betroffenen sowie von der Einhaltung der Anordnung. Anders als bei Infektionen mit der bisher bekannten Form des Virus, müssen Personen, bei denen eine Infektion mit einer Mutation nachgewiesen wurde, zum Abschluss der Isolation einen Negativbefund ablegen. „Zur Vermeidung einer denkbaren Ausbreitung der Mutation wird dieser abschließende Test weder in einer Arztpraxis noch in einem Testzentrum vorgenommen, sondern vom mobilen Abstreichteam des Gesundheitsamts bei den Betroffenen zuhause“, erklärt Landrat Martin Sailer. Ein weiterer Unterschied betrifft die engen Kontaktpersonen eines nachgewiesenen Infektionsfalls mit einer mutierten Corona-Variante: Auch bei durchgehender Symptomfreiheit ist es in diesen Fällen nicht möglich, die Quarantäne nach zehn Tagen durch einen Negativbefund zu verkürzen.

 

Einhaltung der geltenden Regeln angesichts der Virusvarianten besonders wichtig

„Wir haben die Entwicklung hinsichtlich der Corona-Mutanten in unserem Landkreis fest im Blick und nehmen die Fälle ernst“, sagt Landrat Martin Sailer. Grundsätzlich müsse die Ausbreitung mutierter Viren aber in erster Linie mit den gleichen Methoden eingedämmt werden, die bisher im Falle des ursprünglichen Erregers angewandt wurden und noch immer angewendet werden: „Das Aufkommen von Virusmutanten, die ersten Forschungserkenntnissen zufolge teils ansteckender als das originäre Coronavirus sein könnten, sollte uns alle dringend motivieren, die Pandemie trotz insgesamt sinkender Fallzahlen im momentanen Stadium auf keinen Fall zu unterschätzen“, so der Landrat. Weiterhin sei es notwendig, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger konsequent an die Kontaktbeschränkungen, die Maskenpflicht und die Abstandsregeln halten.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 3.Februar 2021 +++

FFP2-Masken kommen mit der Post

Landratsamt Augsburg stellt Masken-Verteilung für Bedürftige und pflegende Angehörige um

Das Angebot für Bedürftige und pflegende Angehörige, kostenfreie FFP2- bzw. gleichwertige Masken über die Wohnortgemeinde zu erhalten, hat bislang nur einen sehr kleinen Teil der Zielgruppe erreicht. „Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, den bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landkreis, die ihnen zustehenden fünf FFP2-Masken nun in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Augsburg-Land und dem Bezirk Schwaben postalisch zukommen zu lassen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Pflegende Angehörige, die unter Vorlage des Schreibens der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrades der bzw. des Pflegebedürftigen einen Anspruch auf drei FFP2-Masken haben, können sich über die E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de direkt an das Landratsamt wenden und bekommen ihre Masken im Nachgang ebenfalls postalisch zugesandt. „Da FFP2-Masken sowohl ihrem Träger als auch den umgebenden Personen einen weit größeren Schutz bieten als viele andere Mund- und Nasenbedeckungen, ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die Masken möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreichen“, so Sailer weiter. Die bereits an die Stadt- und Gemeindeverwaltungen ausgegebenen und noch nicht abgeholten Masken werden hingegen in den kommenden Tagen wieder abgeholt.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 2.Februar 2021 +++

Gesundheitsminister Klaus Holetschek zu Besuch im Landratsamt Augsburg

Um sich ein Bild des Infektionsgeschehens im Landkreis Augsburg zu machen, war der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek vergangene Woche zu Gast im Landratsamt Augsburg. Gemeinsam mit Landrat Martin Sailer und der Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes, Dr. Susanne Rost, beriet und diskutierte er über die aktuelle Corona-Lage und die Pandemie-Bekämpfung im Augsburger Land. „Die derzeitige Situation verlangt uns allen viel ab, umso wichtiger sind die Kommunikation und der Austausch zwischen Landkreis- und Staatsebene“, dankte der Landrat dem Bayerischen Gesundheitsminister für seine Zeit und das konstruktive Gespräch.

 

+++ UPDATE, Freitag, 29. Januar 2021 +++

Fragen von ALLEN an Landrat Martin Sailer, Teil 2: Diese Woche dreht sich alles ums Thema Impfen

Landrat beantwortet Bürgerfragen im Video

In regelmäßigen Videobeiträgen beantwortet Landrat Martin Sailer häufige Fragen, die das Landratsamt vonseiten der Bevölkerung erreichen. In der zweiten Folge der Reihe, die ab sofort unter www.landkreis-fuer-alle.de/fuer-alle/fragen-von-allen-an-landrat-martin-sailer und den sozialen Medien abrufbar ist, geht Sailer auf verschiedene Fragen rund um das Thema Impfen und Impfzentren im Landkreis ein. Sämtliche Fragen für zukünftige Ausgaben können unter [email protected]LRA-a.bayern.de eingereicht werden.

 

Wie ist das Impfzentrum in Gablingen zu erreichen?

Landrat Martin Sailer: „Unsere Bürgerinnen und Bürger kommen in erster Linie mit ihren privaten Autos zum Impfzentrum. Es besteht auch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, den Zug. Vor Ort gibt es zwar ausreichend Parkplätze, aber zu Stoßzeiten kann es ein bisschen eng werden. Es reicht völlig aus, eine Viertelstunde vor dem Impftermin vor Ort zu sein. Einige Personen waren in den vergangenen Tagen teils sehr früh am Impfzentrum, um die Termine nicht zu verpassen, was verständlich ist. Aber es würde wirklich reichen, erst eine Viertelstunde vor dem Termin dort anzukommen.“

 

Besteht die Möglichkeit, die Impftermine für Über-80-Jährige nach deren jeweiligen Wohnorten zu bündeln?

Sailer: „Das geht derzeit leider nicht, denn die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) schreibt die Personen nach dem Zufallsprinzip quer durch den Landkreis an. Darauf haben wir keinerlei Einfluss. So ist sichergestellt, dass alle die gleichen Chancen auf einen Termin haben. Nur besteht somit leider keine Möglichkeit, die Terminvergabe in irgendeiner Form örtlich zu steuern.“

 

Wie sieht es aus mit bettlägerigen Personen? Wie erhalten diese Menschen ihre Impfungen?

Sailer: „Auch diese Mitbürgerinnen und Mitbürger erhalten das Anschreiben zur Terminvereinbarung und können in der Reservierungshotline angeben, dass sie bettlägerig oder nicht mobil sind. Bisher haben sich rund 170 Personen gemeldet, auf die das zutrifft. Hier nimmt unser Landkreis eine Vorreiterrolle ein: Mit einem zusätzlich mobilen Team kommen wir bei denjenigen der Über-80-Jährigen, die bettlägerig oder nicht mobil sind, zuhause vorbei und nehmen die Impfungen dort vor.“

 

Warum wurden auch einige Personen angeschrieben, die wegen einer bereits überstandenen COVID-19-Erkrankung aktuell gar nicht geimpft werden können?

Sailer: „Die AKDB greift für die Anschreiben auf die Datensätze der Einwohnermeldeämter zu – nicht der Gesundheitsämter. Letzteres wäre aus datenschutzrechtlichen Gründen auch nicht möglich. Wir regeln es bisher so, dass wir bei der Terminvereinbarung abfragen, ob die Anruferinnen und Anrufer bereits an COVID-19 erkrankt waren. Sofern dies der Fall ist, kann kein Impftermin vereinbart werden. Eine Impfung wäre hier auch vorerst nicht notwendig, weil aus medizinischer Sicht davon ausgegangen wird, dass diese Menschen noch für mehrere Monate gegen das Virus immun sind.“

 

Kürzlich wurde angekündigt, dass in Bobingen ein zweites Impfzentrum entstehen würde. Ist es denn schon möglich, für diesen Standort Termine zu vereinbaren oder bereits gebuchte Termine nach Bobingen zu verlegen?

Sailer: „Das ist leider noch nicht möglich. Das Impfzentrum in Bobingen wird derzeit noch vorbereitet und hoffentlich zeitnah in Betrieb gehen. Bis dahin sind noch einige baulichen Maßnahmen erforderlich, während über unseren Partner Ecolog ein Impfteam rekrutiert wird. Ein bisschen zeitlicher Vorlauf ist also noch nötig. Die Termine, die für Gablingen vereinbart wurden und täglich vereinbart werden, müssen vorerst auch alle in Gablingen stattfinden. Eine Verlegung von Terminen ist momentan also nicht möglich. Das wird sich aber ändern, sobald das Zentrum in Bobingen den Betrieb aufnehmen kann und die Software des Freistaats BayIMCO steht, dann findet nämlich eine automatische Zuordnung zu den beiden Impfzentren im Landkreis auf Basis der Postleitzahlen statt. Damit ist dann sichergestellt, dass alle Landkreisbürgerinnen und -bürger kurze Wege zur Impfung haben werden.“

 

Mit der Einrichtung des ersten Impfzentrums in Gablingen fühlten sich einige Bürgerinnen und Bürger aus dem südlichen Landkreis benachteiligt. Was sagen Sie dazu?

Sailer: „Diese Kritik kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Aber wir müssen uns zurückerinnern, was im Dezember unsere Aufgabe war: Wir mussten als Landkreis bewerkstelligen, dass zum Stichtag 15. Dezember ein Impfzentrum zur Verfügung steht. Wir haben landkreisweit nach geeigneten Örtlichkeiten gesucht und nur am Standort in Gablingen konnten wir sichergehen, dass zum besagten Datum ein funktionsfähiges Zentrum errichtet werden konnte. Aus dieser Station heraus wurde in den vergangenen Wochen viel geleistet: Alle Senioreneinrichtungen im Landkreis und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden geimpft. Seit dieser Woche finden auch am Impfzentrum die ersten Impfungen statt. Das ist aus dem südlichen Landkreis natürlich ein ganzes Stück Weg. Aber auch zur Ehrlichkeit gehört, dass wir von Anfang an kommuniziert haben, auf absehbare Zeit ein zweites Zentrum im Landkreissüden zu errichten. In dieser Woche konnten wir eine geeignete Örtlichkeit in Bobingen ausfindig machen. Jetzt wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dieses Impfzentrum in Betrieb zu nehmen.“

 

+++ UPDATE, Freitag, 29. Januar 2021 +++

Bettlägerige Personen werden zu Hause geimpft

Landkreis Augsburg ist Vorreiter bei mobilen Impfungen

Die Corona-Schutzimpfungen im Landkreis Augsburg schreiten immer weiter voran. Bisher haben in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie im Impfzentrum in Gablingen insgesamt 4.918 Personen ihre Erstimpfung und 2.289 Personen ihre Zweitimpfung erhalten. Zudem hat ein Großteil der bisher 3.300 angeschriebenen Seniorinnen und Senioren bereits einen Termin in Gablingen vereinbart. Innerhalb der höchstpriorisierten Gruppe der Über-80-Jährigen gibt es aber natürlich auch Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Konstitution keine Möglichkeit haben, zum Impfzentrum zu kommen. „Um auch hier der betroffenen Personengruppe ihren berechtigten Zugang zur Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen, haben wir uns dazu entschlossen, ab dem kommenden Montag, 1. Februar 2021, bettlägerige Bürgerinnen und Bürgern zu Hause zu impfen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Der Landkreis Augsburg ist damit wie bereits bei der Einrichtung der Einzelfallkommission Vorreiter in Bayern und setzt für die Impfungen extra ein zusätzliches mobiles Impfteam seines Dienstleisters Ecolog ein. Bürgerinnen und Bürger, die einen entsprechenden Service benötigen, können dies während ihrer telefonischen Registrierung bei der Hotline des Impfzentrum angeben.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 26. Januar 2021 +++

Landkreis Augsburg richtet zweites Corona-Impfzentrum in Bobingen ein

Einrichtung kann bis zu 1000 Impfungen am Tag leisten

Seit Wochen laufen im Landratsamt Augsburg die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung eines zweiten stationären Impfzentrums im südlichen Landkreisgebiet. Dieses wird demnächst in Bobingen aufgeschlagen. „Bereits im Zuge der Eröffnung unseres ersten Zentrums in Gablingen hatten wir angekündigt, dass wir in absehbarer Zeit eine zweite Anlaufstelle im Landkreis schaffen werden“, sagt Landrat Martin Sailer. Ziel sei es, der Bevölkerung im südlichen Landkreis kurze Wege zur Impfung zu ermöglichen. Der zweite Standort werde zudem die gleichen Kapazitäten wie das Zentrum in Gablingen aufweisen: „Beide Anlagen sind räumlich und personell so konzipiert, dass dort je bis zu 1000 Impfvorgänge am Tag vorgenommen werden können“, so der Landrat. Nach Genehmigung durch das Gesundheitsministerium und Unterzeichnung des Mietvertrags könne das Zentrum mit einer Vorlaufzeit von rund zwei Wochen einsatzfähig sein. Bei der Terminvereinbarung könne dann künftig angegeben werden, an welchem Standort die Impfung verabreicht werden soll – sofern dann genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Den operativen Betrieb vor Ort übernimmt wie auch in Gablingen das Personal des vom Landkreis beauftragten Dienstleistungsunternehmens Ecolog.

 

Fortschritt des Impfbetriebs hängt von Impfstofflieferungen ab

Während die Eröffnung des ersten Zentrums im Landkreis seitens des Freistaats an einen Stichtag im vergangenen Dezember geknüpft war, handelt es sich bei der Einrichtung in Bobingen um einen Ausbau der bestehenden Infrastruktur, die bisher neben der Station in Gablingen die mobilen Teams und Impfbusse als mobile Zentren umfasst. „Mit der zweiten stationären Impfstelle richten wir uns nun darauf aus, den Impfbetrieb erheblich vorantreiben zu können“, so der Landrat. Zwingende Voraussetzung dafür sei jedoch, dass der Landkreis die dafür notwendigen Impfstoffmengen vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt bekomme. „Die Impfstofflieferungen erreichen uns noch immer in unregelmäßigen Abständen und in sehr begrenztem Umfang“, berichtet Sailer.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 26. Januar 2021 +++

600 Ü-80-Jährige an den ersten beiden Tagen geimpft

 

Impfbeginn im Impfzentrum Gablingen startet reibungslos

Am gestrigen Montag konnte der Betrieb im Impfzentrum in Gablingen endlich starten. Seit vergangenen Samstag haben sich bereits knapp 1.000 der zunächst 3.300 angeschriebenen impfberechtigten Personen über 80 Jahre für die Corona-Schutzimpfung registriert. „Seit gestern Morgen um 8.30 Uhr konnten wir vor Ort bereits 600 Bürgerinnen und Bürger impfen und an 200 weitere wurden Termine für die nächsten Tage vergeben“, zeigte sich Landrat Martin Sailer erleichtert über den reibungslosen Impfstart. Diese Summe sei in Hinblick auf die Gesamtzahl der zu Impfenden zwar alles andere als befriedigend, aber immerhin ein Anfang. Wie lange es dauern wird, bis die nächste Gruppe der insgesamt 15.500 Seniorinnen und Senioren bezüglich ihrer Terminvereinbarung angeschrieben werden kann, ist derzeit allerdings noch nicht absehbar: „Wir sind hier komplett von den Impfstofflieferungen des Freistaats abhängig, der uns leider noch keine Planungssicherheit gewährleisten kann.“

 

Zu Impfende werden gebeten pünktlich zu erscheinen

In den nächsten Tagen werden im Landkreis Augsburg sowohl mobil in den Alten- und Pflegeeinrichtungen als auch im Impfzentrum in Gablingen insgesamt 400 Impfungen täglich durchgeführt. Um die notwendigen Abstände im Wartebereich und auf dem Parkplatz des Impfzentrums bestmöglich sicherstellen zu können, werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, maximal 15 Minuten vor ihrem vereinbarten Termin ins Impfzentrum zu kommen. Ein längerer Aufenthalt auf dem Parkplatz vor dem Impfzentrum ist nicht möglich.

 

Mobile Teams impfen nicht-transportfähige Personen

Es gibt im Landkreis zahlreiche Personen, die bereits bezüglich ihrer Impfterminvereinbarung angeschrieben wurden, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht transportfähig sind. „Wir planen derzeit die betroffenen Bürgerinnen und Bürger schnellstmöglich von unseren mobilen Teams in ihren Wohnungen impfen zu lassen, um auch diesen Menschen eine Schutzimpfung zu ermöglichen“, erläutert der Landrat. Wer einen entsprechenden Service benötigt, kann dies bei seiner telefonischen Registrierung bei der Hotline des Impfzentrum angeben.

 

Impfbereitschaft im Landkreis steigt weiter an

Das Landratsamt Augsburg erreichen täglich zahlreiche Zuschriften von impfwilligen Bürgerinnen und Bürgern: „Es freut mich sehr, dass die Impfbereitschaft in der Bevölkerung so groß ist“, betont Sailer. Er führe das auch auf die positiven Rückmeldungen aus den Alten- und Pflegeeinrichtungen und die nur sehr geringe Anzahl an unwesentlichen Impfreaktionen zurück. „Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir dem hohen Bedarf in der nächsten Zeit auch schnellstmöglich nachkommen können“, betont Sailer. Bis gestern wurden im Landkreis Augsburg 3.092 Erstimpfungen und 1.313 Zweitimpfungen durchgeführt. Es wurden keine Impfdosen verworfen. Geimpft wurden neben den über 80-jähirgen Seniorinnen und Senioren bisher hauptsächlich Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten, sowie einzelne Personen, die aufgrund ihres hohen beruflichen Ansteckungsrisikos auf Hop-on-Listen aufgenommen waren.

 

Testzentrum in Hirblingen steht weiterhin für Corona-Tests zur Verfügung

Eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung nimmt nach wie vor das Corona-Testzentrum des Landkreises im Gersthofer Stadtteil Hirblingen ein, das Anfang September des vergangenen Jahres eingerichtet wurde. Dort lassen sich derzeit täglich im Schnitt rund 300 Personen auf das Coronavirus testen. „Uns erreichen viele Rückmeldungen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich sehr zufrieden über den Service unseres Dienstleisters Ecolog äußern“, freut sich Landrat Martin Sailer. Nach dem bayernweiten Startschuss der Teststrategie des Freistaats hätten sich die Arbeitsprozesse am Standort Hirblingen binnen kürzester Zeit stabilisiert und eingespielt. Seit dem späten Herbst beläuft sich die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen kostenfreien PCR-Test zwischen der Abnahme des Abstrichs und der Übermittlung des Befunds stabil auf rund anderthalb Tage, wie dem Landratsamt aufgrund regelmäßiger Befragungen vor Ort bekannt ist. „Mir bedeutet es viel, dass in zahlreichen Zuschriften neben dem zuverlässigen, fachkundigen Service auch die zuvorkommenden und freundlichen Umgangsformen des Personals gelobt werden“, sagt Landrat Martin Sailer. Das Testzentrum in Hirblingen wird als Teil der Teststrategie des Freistaats Bayern bis auf weiteres bestehen bleiben und der Bevölkerung für kostenfreie Coronatests zur Verfügung stehen.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 26. Januar 2021 +++

Datenbereinigung lässt Gesamtzahl der positiv getesteten Personen um ca. 100 sinken

 

Bereinigung beeinflusst nicht die aktuelle 7-Tage-Inzidenz

Im Zuge der Datenbereinigung hat das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) alle Corona-Meldesätze seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 abgeglichen. Hieraus ergeben sich für den Landkreis Augsburg circa 100 sogenannte „Streichmeldungen“ für das gesamte Jahr 2020. Corona-Meldungen aus dem Jahr 2021 sind hingegen nicht betroffen. Bei den Streichmeldungen handelt es sich primär um Bürgerinnen und Bürger anderer Landkreise, die sich zum Zeitpunkt der Labormeldung noch nicht umgemeldet hatten und deshalb dem Landkreis Augsburg als Corona-Positive zugeordnet wurden oder um Doppelmeldungen von Corona-Positiven aufgrund unterschiedlicher Geburtsdaten bzw. Namensschreibweisen in der Labormeldung. „Das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis ist von dieser Bereinigung ausdrücklich nicht betroffen“, betont Landrat Martin Sailer. Deshalb werde sich auch die 7-Tages-Inzidenz durch die Bereinigung nicht verändern. Lediglich die Gesamtzahl, der auf das SARS-CoV-2-Virus positiv getesteten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Augsburg, wird um etwa 100 reduziert.

 

+++ UPDATE, Montag, 25. Januar 2021 +++

Corona-Impfung: Antrag auf Einzelfallentscheidung

 

Einreichungen auch postalisch und per Fax möglich

Als eine der ersten Kreisverwaltungsbehörden in ganz Bayern hat der Landkreis Augsburg vergangene Woche eine Einzelfallkommission eingerichtet, die sich in wöchentlichen Sitzungen in medizinischer und rechtlicher Sicht objektiv damit auseinandersetzt, ob in bestimmten Fällen eine priorisierte Impfung in Betracht kommt. Aufgrund zahlreicher Nachfragen weist das Landratsamt Augsburg darauf hin, dass die neueingerichtete Einzelfallkommission schriftliche Anträge nicht nur digital über die E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de, sondern auch postalisch (Adresse: Staatliches Gesundheitsamt – Einzelfallkommission, Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg) oder per Fax an 0821 3102 1101 entgegennimmt. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die sich auf diesem Wege an die Kommission richten wollen, werden bei der Einsendung um Angabe ihres Namens, der Anschrift, des Geburtsdatums und einer Telefonnummer gebeten. Zudem wird eine stichhaltige Beschreibung der individuellen Umstände erwartet, nach denen eine Einzelfalleinstufung in Frage kommen könnte. Das Landratsamt weist jedoch explizit darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse streng den Vorgaben der Ständigen Impfkommission unterliegen. Es ist davon auszugehen, dass nur wenige Fälle die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einzelfalleinstufung erfüllen, da sich die Kreisverwaltungsbehörde unabhängig von den Vorerkrankungen die Priorisierung des Bundes halten muss.

 

+++ UPDATE, Freitag, 22. Januar 2021 +++

Corona-Impfung: Landkreis richtet Einzelfallkommission ein

 

Ständige Impfkommission schafft Rechtsgrundlage

Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen im Landkreis Augsburg ist hoch. „Es ist erfreulich und vorbildlich, dass uns viele Bürgerinnen und Bürger täglich ihre Bereitschaft zur Impfung signalisieren“, sagt Landrat Martin Sailer. Aufgrund stockender Impfstofflieferungen durch den Freistaat, von denen ganz Bayern betroffen ist, konnten im Landkreis jedoch bisher weit weniger Personen geimpft werden, als es dank der geschaffenen Infrastruktur möglich gewesen wäre. Diejenigen Impfdosen, die der Kreisverwaltungsbehörde in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen, werden den Vorgaben entsprechend und konsequent dem Impfplan folgend vergeben. Nun aber hat die Ständige Impfkommission in einer Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts die Rechtsgrundlage dafür geschaffen, dass die Kreisverwaltungsbehörden fortan Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, die nicht ausführlich in der Impfverordnung aufgeführt sind, per Einzelfallentscheidung selbstständig in die jeweiligen Priorisierungskategorien einordnen können. Das bedeutet, dass Menschen mit besonders schwerwiegenden, gesundheitsbedingten Umständen nach Zustimmung der Kommission in die Priorisierungskategorie hoch oder erhöht eingestuft werden und damit einen früheren Zugang zur Schutzimpfung erhalten können. „Wir nehmen diese Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst“, erklärt der Landrat. „Auf diesem rechtlichen Wege haben wir nun eine Möglichkeit, uns der vielen Einsendungen aus unserer Bevölkerung anzunehmen, in denen wir um Sondertermine für die Corona-Impfung gebeten werden“, so Sailer weiter. Im Landratsamt Augsburg ist daher umgehend eine solche Einzelfallkommission eingerichtet worden. Eine sogenannte Hop-on-Liste für medizinische Härtefälle werde es hingegen aus rechtlichen Gründen nicht geben.

 

Zulässige Anträge werden medizinisch und rechtlich geprüft

Die Kommission setzt sich unter dem Vorsitz des Landrats aus medizinisch und juristischen Sachverständigen des Landratsamtes zusammen. „Uns liegen schon jetzt zahlreiche Fallbeschreibungen von Arztpraxen hinsichtlich einzelner Patientinnen und Patienten vor, die auf die medizinische Dringlichkeit einer Impfung in den jeweiligen Fällen aufmerksam machen“, erklärt der Landrat. In den wöchentlichen Sitzungen der Kommission werde über diese Fälle diskutiert und entsprechend medizinisch und rechtlich objektiver Grundlagen entschieden, ob eine Priorisierung in Betracht kommt. „Wen die Kommission als Einzelfall einstuft, wird in den regulären Impfbetrieb integriert und baldmöglichst versorgt“, erklärt Landrat Sailer. In der ersten Sitzung der Kommission am heutigen Freitag wurden fünf Fälle besprochen, drei davon konnten anerkannt werden.

 

Anträge können ab sofort per E-Mail im Landratsamt eingereicht werden

Für die Einreichung von Anträgen zur Einzelfallprüfung durch die Kommission steht ab sofort ein eigenes E-Mail-Postfach unter der Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die sich auf diesem Wege an die Kommission richten wollen, werden bei der Einsendung um Angabe ihres Namens, der Anschrift, des Geburtsdatums und einer Telefonnummer gebeten. Zudem wird eine stichhaltige Beschreibung der individuellen Umstände erwartet, nach denen eine Einzelfalleinstufung in Frage kommen könnte. Das Landratsamt weist jedoch explizit darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse streng den Vorgaben der Ständigen Impfkommission unterliegen. Es ist davon auszugehen, dass nur wenige Fälle die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einzelfalleinstufung erfüllen, da sich die Kreisverwaltungsbehörde unabhängig von den Vorerkrankungen die Priorisierung des Bundes halten muss.

 

Fortschritt des Impfbetriebs weiter massiv von Impfstofflieferungen abhängig

Der Fortschritt des planmäßigen Impfbetriebs im Landkreis Augsburg hängt wie in allen anderen Regionen Bayerns entscheidend von den Impfstofflieferungen ab, die vonseiten des Freistaats zur Verfügung gestellt werden. Anfang der laufenden Woche mussten die Planungen des Landkreises wegen Lieferengpässen beim Herstellerunternehmen des Impfstoffs korrigiert werden, sodass erst später als ursprünglich vorgesehen mit der Terminvergabe für die im nächsten Schritt impfberechtigte Bevölkerungsgruppe der Über-80-Jährigen begonnen werden kann. „Diese Unwägbarkeiten liegen leider nicht in unserem Einfluss, weswegen wir derzeit keine verbindlichen zeitlichen Perspektiven für die Fortschritte in den kommenden Wochen aufzeigen können“, so der Landrat. Seitens der Staatsregierung sei jedoch eine baldige Verstetigung der Impfstofflieferungen angekündigt worden. Die Weiterentwicklung der Impfstrategie des Landkreises, beispielweise in Form eines zweiten stationären Zentrums, sei alleinig von einer stabilen Versorgung mit Impfstoffdosen abhängig.

 

+++ UPDATE, Freitag, 22. Januar 2021 +++

Landkreis startet mit Impfung der Ü-80-Jährigen

 

3.300 über 80-Jährige können sich im Impfzentrum registrieren

Der Lieferengpass des Impfstoffproduzenten BioNTech/Pfizer sorgt bekanntermaßen dafür, dass den Landkreis Augsburg vorerst nur sehr geringe und unregelmäßige Mengen an Impfstoff erreichen. Trotzdem möchte der Landrat Martin Sailer nun schnellstmöglich damit beginnen, die über 80-Jährigen Landkreisbürgerinnen und -bürger zu impfen. „Unsere älteren Mitmenschen befinden sich in der höchsten Priorität für die Impfstoffvergabe. Deshalb sehe ich es als unsere Pflicht, ihnen auch schnellstmöglich eine Impfung zu ermöglichen – seien die Impfstoffmengen, die uns über den Freistaat erreichen, auch noch so gering“, betont Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund hat das Landratsamt nun gemeinsam mit seinem beauftragten Dienstleister Ecolog ein eigenes System erarbeitet. Ab Samstag, 23. Januar, zwischen 10 und 18 Uhr, können sich die bereits angeschriebenen 3.300 über 80-Jährigen unter der in ihren Briefen angegebenen Telefonnummer für eine Impfung im Impfzentrum registrieren. Die telefonische Registrierung wird im Folgenden täglich von 8 bis 18 Uhr möglich sein. Sobald der Landkreis Impfstoff für Erstimpfungen erhält, werden die registrierten Personen nach Eingang ihrer Registrierung mit einem Vorlauf von mindestens 24 Stunden telefonisch über ihren möglichen Impftermin informiert. Die weiteren vier Gruppen der insgesamt 15.500 über 80-Jährigen werden postalisch über die Möglichkeit ihrer Registrierung informiert, sobald die Impfung der ersten Gruppe abgeschlossen ist. „Wir wissen, dass dieses Vorgehen von unseren ursprünglichen Überlegungen abweicht. Aber die Unregelmäßigkeit der Impfstofflieferungen ermöglicht uns derzeit keine Planungssicherheit, weshalb wir nun flexibel auf die gegebenen Umstände reagieren. Es ist wichtig für unsere Bevölkerung, dass wir jetzt endlich starten“, begründet Sailer das Vorgehen.

 

Aktueller Stand der Impfungen im Landkreis Augsburg

Bisher wurden im Landkreis Augsburg 2.897 Erstimpfungen und 607 Zweitimpfungen durchgeführt. Es wurden keine Impfdosen verworfen. Geimpft wurden Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten, sowie einzelne Personen, die aufgrund ihres hohen beruflichen Ansteckungsrisikos auf Hop-on-Listen aufgenommen waren.

 

Hotline für das Corona-Impfzentrum im Landkreis

Um die aufkommenden Fragen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu beantworten, hat das vom Landkreis Augsburg beauftragte Unternehmen Ecolog unter der Telefonnummer 06102 20825591 (Erreichbarkeit: Montag bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr) eine Informations-Hotline für das Impfzentrum im Landkreis Augsburg eingerichtet. Es ist zu beachten, dass hier ausschließlich Fragen rund um die Corona-Impfung beantwortet werden können. Eine Impftermin-Vereinbarung ist nicht möglich.

 

Landratsamt verstärkt Corona-Hotline für allgemeine Fragen

Um die allgemeinen Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Augsburg rund um die Corona-Pandemie zu beantworten, weitet das Landratsamt Augsburg die Erreichbarkeit seiner Corona-Hotline auch auf Wochenenden und Feiertage aus. Die Hotline ist unter der Telefonnummer 0821 3102 2101 zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

 

+++ UPDATE, Freitag, 22. Januar 2021 +++

FFP2-Maskenpflicht gilt auch auf dem Gelände der Wertstoffhöfe im Landkreis Augsburg

 

Staatsministerium stuft Wertstoffhöfe wie Märkte ein

An den Wertstoffhöfen im Landkreis Augsburg müssen Besucherinnen und Besucher ab sofort eine FFP2-Maske tragen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz setzt Wertstoffhöfe aufgrund der ähnlichen äußeren Gegebenheiten mit Märkten gleich, wo ebenfalls die speziellen Masken getragen werden müssen. Ähnlich wie auf Märkten sind Wertstoffhöfe unter freiem Himmel und es besteht Kontakt zwischen Personal und Besuchern.

Neben der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske ist weiterhin das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie anderen Anlieferern zu beachten.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 20. Januar 2021 +++

KN95-Masken benötigen kein CE-Siegel

 

Landratsamt reagiert auf Nachfragen aus den Gemeinden

Die Gemeinden im Landkreis Augsburg haben inzwischen die versprochene Maskenlieferung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zur Verteilung an die pflegenden Angehörigen und bedürftigen Personen vor Ort erhalten. Da in verschiedenen Gemeinden die Frage aufkam, warum die gelieferten Masken keine CE-Kennzeichnung tragen, weist das Landratsamt Augsburg darauf hin, dass es sich bei den gelieferten Masken überwiegend um Masken der Schutzklasse KN95 handelt. KN95-Masken kommen aus China und ähneln der FFP2-Maske sehr stark in ihrer Wirksamkeit, weshalb sie gleichwertig zu FFP2-Masken verwendet werden dürfen, sofern sie geprüft und nicht zurückgerufen wurden. Allerdings dürfen sie keine CE-Kennzeichnung tragen, weil diese ein europäisches Prüfmerkmal ist und sie deshalb gar nicht in Frage kommt für chinesische Masken.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 20. Januar 2021 +++

Bundeswehr unterstützt Seniorenzentrum in Zusmarshausen

 

Landrat Martin Sailer und Bürgermeister Bernhard Uhl danken Soldatinnen und Soldaten vor Ort für ihre Amtshilfe

Nach einem größeren Corona-Ausbruchsgeschehen im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen und den zahlreichen daraus folgenden quarantäne- und erkrankungsbedingten Ausfällen in der Belegschaft, kam es zu einem einschneidenden Personalmangel vor Ort. Damit die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner auch weiterhin sichergestellt werden kann, wurde nicht nur ein Aufruf an die gesamte Bevölkerung gestartet, um Personen zu finden, die in irgendeiner Form Erfahrung im Bereich der Pflege haben, sondern auch die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten.

 

Seit Freitag, 15. Januar 2021, unterstützen deshalb insgesamt fünf Bundeswehrsoldaten, darunter drei Pflegefachkräfte und zwei Notfallsanitäter, des Sanitätsregiment 3 „Alt-Donau“ in Dornstadt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung in Zusmarshausen. Landrat Martin Sailer stattete diesen einen Besuch ab, um sich selbst ein Bild der ernsten Lage vor Ort zu machen und überreichte den Bundeswehrangehörigen als kleines Dankeschön ein Präsent aus dem Landkreis Augsburg. „Nachdem einige Kameradinnen und Kameraden bereits das Staatliches Gesundheitsamt bei der Kontaktpersonenermittlung unterstützten, danke ich Ihnen sehr für Ihre erneute, schnelle und unkomplizierte Amtshilfe. Als Pflegefachkräfte leisten Sie einen überaus wertvollen Job, der meinen vollsten Respekt und meine Anerkennung verdient“, betonte der Landrat in seinem Dank an die hilfsbereiten Soldatinnen und Soldaten. Auch der Erste Bürgermeister und zugleich stellvertretende Vorsitzende der Hospitalstiftung Dinkelscherben-Zusmarshausen Bernhard Uhl schloss sich dem an: „Bereits bei unserem Neujahrsempfang 2018 wurde die Patenschaft zwischen dem 8. Sanitätsregiment 3 der Rommelkaserne in Dornstadt und dem Markt Zusmarshausen besiegelt. Umso mehr freut es mich, dass Sie nun das Seniorenzentrum St. Albert tatkräftig unterstützen und durch Ihren Einsatz die Patenschaft wiederbeleben.“

 

Die Bundeswehrangehörigen sollen die Pflegeeinrichtung St. Albert in Zusmarshausen so lange unterstützen, bis die Angestellten genesen sind bzw. aus der Quarantäne entlassen werden und ihrer beruflichen Tätigkeit erneut nachgehen können. Dabei übernehmen die Kameradinnen und Kameraden die vielfältigsten Aufgaben der Pflegefachkräfte, wie zum Beispiel die Übernahme der pflegerischen Versorgung, das Ausführen von ärztlichen Anordnungen, die fachliche Dokumentation ihrer Aufgaben oder den Nachtdienst in der Pflegeeinrichtung. „Im Großen und Ganzen stimmen ihre Tätigkeiten dabei mit denen in einem Krankenhaus überein. Die Versorgung, der personelle Fachaufwand sowie das erforderliche Equipment sind in unserer Pflegeeinrichtung ebenso vergleichbar mit der entsprechenden Station in einer Klinik. Der große Unterschied liegt allerdings darin, dass sich bei einem akuten Infektionsgeschehen deutlich mehr corona-infizierte Personen in einer Senioreneinrichtung befinden als auf einer Intensivstation oder der Normalstation eines Krankenhauses. Außerdem sind bei uns keine Ärzte vor Ort, die in Krisensituationen schnell eingreifen können. All diese Aufgaben müssen dann von unseren ausgebildeten Pflegefachkräften koordinierend übernommen werden“, erklärt Einrichtungsleiter Wolfgang Lichtblau und zeigte sich glücklich über die flexible und vor allem schnelle Unterstützung der Bundeswehr: „Alle Soldatinnen und Soldaten haben sich sehr schnell in das bestehende Team integriert. Sie sind äußerst hilfsbereit, motiviert und einsatzfreudig. Diese wertvolle Hilfe haben wir dem Landratsamt Augsburg, vor allem der Heimaufsicht und dem Katastrophenschutz des Landkreises Augsburg zu verdanken, die uns jederzeit tatkräftig und unbürokratisch unterstützen und sofort Kontakt zur Bundeswehr aufnahmen. Nur durch gute Zusammenarbeit wie diese überstehen wir gemeinsam die Pandemie!“

 

+++ UPDATE, Montag, 18. Januar 2021 +++

Kostenlose FFP2-Masken für pflegende Angehörige und Bedürftige

 

Verteilung der Masken wird über Gemeinden koordiniert

Seit dem heutigen Montag, 18. Januar 2021, gilt in ganz Bayern im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) eine FFP2-Maskenpflicht. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt pflegenden Angehörigen jeweils drei FFP2-Masken zur Verfügung. Die Verteilung der Masken wird über die Stadt-und Gemeindeverwaltungen im Landkreis koordiniert. Hauptpflegepersonen können die Masken unter Vorlage des Schreibens der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrades der bzw. des Pflegebedürftigen bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung der pflegebedürftigen Person abholen.

 

Zudem können bedürftige Landkreisbürgerinnen und -bürger ab 15 Jahren fünf FFP2-Masken erhalten. Als bedürftig gilt man, wenn man obdachlos ist oder einen der folgenden Nachweise erbringen kann:

 

  • Einen aktuellen Bescheid oder eine aktuelle Bescheinigung des Jobcenters über die Gewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
  • Einen aktuellen Bescheid oder eine aktuelle Bescheinigung des Sozialhilfeträgers über die Gewährung von Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Einen Berechtigtenausweis für die Tafel

 

Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten ihre Masken direkt über die Betreuerinnen und Betreuer der Unterkünfte.

Genauere Informationen zum Ablauf der Maskenausgabe in den Kommunen im Landkreis Augsburg erhalten Interessierte direkt bei der entsprechenden Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung.

 

+++ UPDATE, Montag, 18. Januar 2021 +++

„Kreisverwaltungsbehörden brauchen mehr Einflussmöglichkeiten!“


Landrat setzt sich für verfassungskonforme Änderung der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ein
Unter anderem wegen der verzögerten Übermittlung von etwa 40 Positivbefunden durch einzelne Labore, stieg die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Augsburg am vergangenen Donnerstag für einen Tag auf 200,4 an und überschritt damit den von der Bayerischen Staatsregierung vorgegebenen Grenzwert von 200. Obwohl der Wert bereits am Tag darauf wieder deutlich absank und sich auch seitdem relativ konstant bei circa 150 hält, trat aus rechtlichen Gründen zunächst die 15-Kilometer-Regelung in Kraft. „Unseren Bürgerinnen und Bürgern ist es selbstverständlich schwer zu vermitteln, weshalb sie sich an Maßnahmen halten müssen, die nicht auf dem aktuellen Infektionsgeschehen, sondern rein auf übertragungstechnischen oder rechnerischen Ursachen gründen“, so Landrat Martin Sailer. Im Einvernehmen mit der Regierung von Schwaben wurde die Regelung zwar zwischenzeitlich wieder aufgehoben, allerdings müsse Sailers Meinung nach auch ein rechtlich vorgegebener Weg gefunden werden, um zukünftig solche Geschehnisse zu verhindern. „Ich bin diesbezüglich mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek in Verbindung getreten und habe ihn dringend darum gebeten, den § 25 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung unverzüglich so zu ändern, dass die Kreisverwaltungsbehörden – ungeachtet der vom RKI veröffentlichten 7-Tages-Inzidenz – eine Möglichkeit haben, hier korrigierend einzugreifen. Es darf nicht sein, dass aus Gründen, die sich nicht auf das tatsächliche Infektionsgeschehen beziehen, derart massiv in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingegriffen wird“, betont Sailer.

 

+++ UPDATE, Sonntag, 17. Januar 2021 +++

15-Kilometer-Regelung mit sofortiger Wirkung aufgehoben

 

Regierung von Schwaben gibt grünes Licht

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises Augsburg laut dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts am vergangenen Donnerstag den Grenzwert von 200 überschritten hatte, war es ein zwingender Automatismus, dass nach den Regelungen der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die 15-Kilometer-Regelung für den Landkreis verhängt wurde. „Da die Überschreitung des Grenzwerts aber nicht dem tatsächlichen Infektionsgeschehen, sondern dem Zusammenspiel verschiedener unglücklicher Faktoren geschuldet war, sind wir direkt mit der Regierung von Schwaben in Verbindung getreten und haben beantragt, die unumgehbaren rechtlichen Konsequenzen der Überschreitung auszusetzen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Seither stand er permanent in einem engen Dialog mit dem Regierungspräsidenten Erwin Lohner. „Da wir nie wirklich über der 200er-Grenze waren und die Inzidenz im Landkreis seither kontinuierlich gesunken ist, hat sich die Regierung von Schwaben am heutigen Sonntagmittag dazu entschlossen, unserem Antrag stattzugeben und die 15-Kilometer-Regelung mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Ich bin sehr dankbar, dass sich die Regierung unserem Anliegen so schnell und unkompliziert angenommen hat und auf diese Weise letztendlich eine Entscheidung getroffen werden konnte, die unsere Bürgerinnen und Bürger in dieser ohnehin schon so schwierigen Zeit keiner noch größeren Belastung aussetzt“, so Sailer.

 

Unabhängig davon sei die Infektionslage im Landkreis aber weiterhin deutlich zu hoch: „Die Neuinfektionen sind trotz der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen quer durch alle Landkreiskommunen und Altersgruppen verteilt. Deshalb möchte ich jeden Einzelnen noch einmal eindringlich darum bitten, sich zum Schutz aller bestmöglich an die entsprechenden Regelungen zu halten“, appelliert der Landrat.

 

Gesundheitsamt verändert interne Abläufe

Die höchste Priorität habe man im Staatlichen Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg in den vergangenen Wochen und Monaten auf die Fallbearbeitung, die Kontaktpersonennachverfolgung und die Beantwortung von schriftlichen Anfragen gelegt, um hier Rückstände aufzuarbeiten und wieder tagesaktuell agieren zu können. „Da uns das durch das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gut gelungen ist, haben wir jetzt wieder die Möglichkeit, am Wochenende und an den Feiertagen Personal für die Übermittlung der Landkreis-Daten an das Robert-Koch-Institut einzusetzen“, hält Sailer fest.

 

Corona-bezogene Öffentlichkeitsarbeit wird ausgeweitet

Zudem habe man sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit verschiedene Konzepte überlegt, um die Bevölkerung wieder mehr im Kampf gegen das Coronavirus mitzunehmen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Hindernisse, die uns die Pandemie in den Weg legt, nur gemeinsam meistern können. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, unseren Landkreis als Einheit zu stärken, die Bürgerinnen und Bürgern bestmöglich zu informieren und ihnen so ein gutes Sicherheitsgefühl zu vermitteln.“ Auch aus diesem Grund werde man dem Wunsch zahlreicher Personen nachkommen und künftig neben der rechtsverbindlichen Inzidenz des RKI auch die tagesaktuellen Zahlen des Staatlichen Gesundheitsamtes veröffentlichen. Zu den wöchentlichen COVID-19-Fallzahlen nach Gemeinden am Freitag soll außerdem ebenfalls einmal pro Woche ein Update zu den Corona-Impfungen gegeben werden und die Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit erhalten, aufkommende Fragen bezüglich der Corona-Pandemie direkt an den Landrat zu stellen. Hierfür könne man einfach eine E-Mail mit der entsprechende Nachfrage an [email protected]LRA-a.bayern.de schicken. „Die Antworten auf die wichtigsten und häufigsten Fragen werde ich dann regelmäßig per Video beantworten, um sie so auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Sailer.

 

+++ UPDATE, Samstag, 16. Januar 2021 +++

IMPFTERMINVERGABE KANN (NOCH) NICHT STARTEN

 

Lieferengpass der Firma BioNTech/Pfizer verzögert Planungen

Wegen Umbauarbeiten in einem belgischen Werk kann der Pharmakonzern Pfizer seine Lieferzusagen für den zusammen mit dem Unternehmen BioNTech entwickelten Corona-Impfstoff in ganz Europa nicht wie versprochen einhalten. „Die Bayerische Staatsregierung hat uns am Freitagabend darüber informiert, dass wir aufgrund dieses Lieferengpasses für den Landkreis Augsburg in der kommenden Woche lediglich Impfstoffdosen für die von uns benötigten Zweitimpfungen erhalten werden“, erklärt Landrat Martin Sailer. Dies sorge dafür, dass man mit der Impfterminvergabe für die erste Gruppe der angeschriebenen über 80-Jährigen doch nicht wie ursprünglich geplant starten könne. „Dass es dazu kommen würde, war für uns leider völlig unvorhersehbar“, so Sailer weiter. Er bitte die betroffenen Bürgerinnen und Bürger deshalb um Verständnis und noch etwas Geduld. Sobald eine Terminvergabe planbar möglich sei, werde das Landratsamt über die lokalen Medien und seine Internetseite www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung entsprechend informieren.

 

+++ UPDATE, Freitag, 15. Januar 2021 +++

Wie ist der aktuelle Stand bei den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg?

 

Landrat erläutert Planungen und warnt vor Trickbetrügern

Nachdem die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Augsburg nun zeitnah abgeschlossen werden können und die ersten ca. 3.300 über 80-jährigen Personen im Landkreis angeschrieben wurden, dass sie sich nun einen Termin für die Corona-Schutzimpfung sichern können, geht das Landratsamt nun dazu über, die konkreten Planungen für ein zweites Impfzentrum im südlichen Landkreis voranzutreiben. „Wir haben bereits potenzielle Standorte besichtigt“, so Landrat Martin Sailer. Sobald dem Landkreis vom Freistaat dauerhaft die entsprechenden Mengen an Impfstoff zur Verfügung gestellt werden, wolle man in der Lage sein, das zweite Zentrum innerhalb kürzester Zeit zu eröffnen, um dann in beiden Impfzentren im besten Fall 2.000 Bürgerinnen und Bürger pro Tag impfen zu können. „Bisher scheitern diese Pläne aber leider an den doch sehr geringen Impfstoffmengen, die uns hier im Landkreis erreichen“, bedauert Sailer. „Wir erhalten tagtäglich eine Vielzahl von Anrufen und Zuschriften von Personen, die uns darum bitten, sie beispielsweise aufgrund ihrer multiplen Vorerkrankungen oder anderer sehr einleuchtender Begründungen bei der Terminvergabe schneller zu berücksichtigen“, berichtet Sailer. Allerdings seien ihm aufgrund der sehr eindeutigen Priorisierung des Bundes, aber letztendlich auch wegen des aktuell nicht vorhandenen Impfstoffs die Hände gebunden: „Die Einzelschicksale sind zum Teil so tragisch, dass es mir persönlich sehr nahe geht, hier aufgrund der Impfstoffknappheit und der eindeutigen Rechtslage nicht helfen zu können“, erläutert der Landrat und macht deutlich: „Deshalb ist es mir aber auch umso wichtiger, dass die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Augsburg wissen, dass bei uns keine der Impfstoffdosen, die für viele von ihnen aktuell so wertvoll sind, verloren gehen wird!“ Außerdem wolle der Landrat bei aller Unsicherheit bezüglich der Impfstofflieferungen unbedingt sicherstellen, dass die Zweitimpfung aller bereits geimpften Personen problemlos stattfinden kann.

 

Bisher keinerlei negative Impfreaktionen

Sehr positiv sei es zu beurteilen, dass es bei den bisher rund 2.500 durchgeführten Erstimpfungen zu keinerlei wesentlichen Impfreaktionen gekommen sei. „Ich hoffe, dass es uns in den nächsten Wochen und Monaten gelingen wird, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung durch verstärkte Aufklärungsarbeit insbesondere in Bezug auf die Wirkung der verwendeten Impfstoffe noch zu steigern. Ich sehe in der Corona-Schutzimpfung für unsere Gesellschaft die einzige Möglichkeit, die verheerenden Auswirkungen der Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“, macht Sailer klar. Eine Impfpflicht halte er hingegen für absolut kontraproduktiv: „Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, sie klar und verständlich über die Impfungen informieren und ihnen ihre Ängste nehmen. Aus meiner Sicht ist das der einzige Weg, Bedenken bezüglich der Schutzimpfung Schritt für Schritt abzubauen.“

 

Hinweise zur Registrierung und Terminvergabe

Termine für die Corona-Schutzimpfungen können im Landkreis Augsburg in den kommenden Wochen nur die über 80-jährigen Personen vereinbaren, die postalisch entsprechend informiert wurden. Verheiratete Personen, die beide über 80 Jahre alt sind und in einem Hausstand leben, werden zeitgleich angeschrieben. Aufgrund des wenigen zur Verfügung stehenden Impfstoffs ist es nicht möglich, dass weitere Personen zu einem Impftermin mitgebracht werden können. Genauso ist es nicht möglich, ohne Termin eine Impfung vor Ort im Impfzentrum zu bekommen. Die Bürgerinnen und Bürger werden deshalb darum gebeten, von Fahrten zum Impfzentrum ohne Termin abzusehen, um die Abläufe vor Ort nicht zu verzögern. Zudem ist zu beachten, dass Personen, bei denen das Coronavirus bereits positiv nachgewiesen wurde, vorerst nicht geimpft werden können. „Nach derzeitigem Kenntnisstand haben positiv getestete Personen zumindest für eine gewisse Zeit einen Immunschutz gegen eine erneute Infektion mit dem Coronavirus“, erläutert Landrat Martin Sailer. Das den Kreisverwaltungsbehörden vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellte Programm sperre daher automatisch das Erfassungssystem, wenn eine impfwillige Person bereits positiv getestet war.

 

Für Impfwillige jeden Alters besteht die Möglichkeit, sich auf der Internetseite https://impfzentren.bayern für die Corona-Schutzimpfung zu registrieren. Wer sich registriert hat und impfberechtigt ist, wird per E-Mail oder telefonisch kontaktiert, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht und kann dann einen Termin buchen. Das Online-Registrierungssystem entscheidet dabei entsprechend nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), wer zu welchem Zeitpunkt einen Impftermin buchen kann. Wann Personen mit einer niedrigen Priorisierung einen Termin im Impfzentrum vereinbaren können, ist derzeit noch nicht absehbar.

 

Impfteams machen keine unangemeldeten Hausbesuche

Die aktuelle Situation machen sich offenbar Trickbetrüger zunutze. In den vergangenen Tagen ist es wohl bereits in ganz Bayern vorgekommen, dass sich Personen an Haustüren fälschlicherweise als Mitarbeiter mobiler Impfteams ausgegeben haben, um sich so Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen. „Die Mitarbeiter unserer mobilen Impfteams werden niemals unangekündigt vor Ihrer Türe stehen“, betont Landrat Martin Sailer. Zudem könnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des vom Landratsamt beauftragten Dienstleisters Ecolog entsprechend ausweisen. Der Landrat rät deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern lieber skeptisch zu sein: „Lassen Sie niemanden unangekündigt in Ihre Wohnung und rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei.“

 

+++ UPDATE, Freitag, 15. Januar 2021 +++

Infektionszahlen im Landkreis auf hohem Niveau

 

Immer mehr Pflegeeinrichtungen benötigen dringend Hilfe
Die Infektionszahlen im Landkreis Augsburg befinden sich trotz strenger Lockdown-Maßnahmen weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch in den Alten- und Pflegeeinrichtungen herrscht wegen der Vielzahl an positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pflegekräften weiterhin Ausnahmezustand. Nachdem bereits Anfang Dezember das Pflegeheim „Haus Raphael“ in Schwabmünchen und erst vergangene Woche das Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen nach größeren Corona-Ausbruchsgeschehen in schwierige Personalsituationen geraten waren und um Hilfe gebeten hatten, ist nun auch das Johannesheim in Meitingen in die gleiche Situation geraten. „Unsere Heimaufsicht befindet sich natürlich auch hier im engen Austausch mit der Einrichtungsleitung und es ist bereits ein Hilfeersuchen über den Pflegepool in die Wege geleitet worden“, erklärt Landrat Martin Sailer. Da sich die Hilferufe der Einrichtungen zunehmend häufen, bittet Sailer alle Personen, die in irgendeiner Form Erfahrung im Bereich der Pflege haben, wie beispielsweise Pflegefach- bzw. Pflegehilfskräfte, ehemalige Zivildienstleistende aus dem Pflegebereich oder Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres, und kurzfristig zur Verfügung stehen, das Pflegeheim in Meitingen oder auch andere hilfebedürftige Pflegeeinrichtungen im Landkreis zu unterstützen. Ansprechpartner für potenzielle Helferinnen und Helfer für das Johannesheim in Meitingen ist Einrichtungsleiter Stefan Pootemans, erreichbar per E-Mail an [email protected]johannesheim-meitingen.de oder unter der Rufnummer 08271/8006-0. Bezüglich der Unterstützung in anderen Einrichtungen steht die Leiterin des Fachbereichs Senioren, Regina Mayer, erreichbar unter der E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de und der Rufnummer (0821) 3102-2484 als Ansprechpartnerin zur Verfügung. 


Pflegekräfte können sich weiterhin priorisiert impfen lassen
Die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sind im Landkreis nun nahezu abgeschlossen und die Impfbereitschaft war insgesamt sehr hoch. Allerdings besteht für Pflegekräfte im Landkreis weiterhin die Möglichkeit, sich priorisiert impfen zu lassen. „Ich bin absolut gegen eine Impfpflicht“, betont Landrat Martin Sailer, „allerdings ist die Impfbereitschaft der Bevölkerung, insbesondere der Pflegerinnen und Pfleger, im Zusammenhang mit der verstärkten Gefahr des Coronavirus für unsere älteren Mitmenschen von besonderer Bedeutung. Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn sich in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Pflegekräfte dazu entschließen würden, sich gegen das Virus impfen zu lassen“, so Sailer. Um vorherrschende Ängste und Vorurteile gegenüber der Impfung abzubauen, wolle der Landkreis in den kommenden Wochen verstärkt Aufklärungsarbeit betreiben. Bei entsprechendem Interesse könnten sich die Pflegekräfte direkt an die Heimaufsicht wenden.


Pflegeeinrichtungen nicht alleinverantwortlich für hohe 7-Tage-Inzidenz
„Nachdem insbesondere in den Sozialen Medien zahlreiche Stimmen laut wurden, dass die Corona-Schutzmaßnahmen unverhältnismäßig wären, weil die 7-Tage-Inzidenz in unserem Landkreis ausschließlich auf die verstärkten Ausbrüche in den Alten- und Pflegeeinrichtungen zurückzuführen sei, möchte ich ganz deutlich machen, dass das ganz eindeutig nicht der Wahrheit entspricht“, betont Landrat Martin Sailer. Insbesondere an den gemeindebezogenen COVID-19-Fällen sei zu erkennen, dass die Infektionen breit über den Landkreis gestreut wären. Einzelne Ausbruchsgeschehen in den Pflegeheimen würden hier nicht besonders ins Gewicht fallen.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 14. Januar 2021 +++

Landkreis übersteigt 7-Tage-Inzidenz von 200

 

15-Kilometer-Regelung gilt für alle Landkreisgemeinden

Da die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Augsburg mit 200,4 den vorgegebenen Grenzwert von 200 knapp überschritten hat, gelten ab sofort die in der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgegebenen Maßnahmen. Laut diesen sind touristische Tagesreisen (z. B. Ausflüge nach Neuschwanstein) untersagt, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger hierfür weiter als 15 Kilometer von ihrer Wohnortgemeinde entfernen müssen. Für den 15-Kilometer-Radius wird ab Ortsgrenze der Wohnortgemeinde gerechnet, hier ist der tatsächliche Wohnort maßgeblich. Einkaufsgänge, Familien- oder Arztbesuche sind von der Regelung nicht betroffen. Auch Krankenbesuche sind weiterhin erlaubt. Zudem ist auch bei Vorliegen triftiger Gründe (vgl. § 2 Satz 2 Nr. 1 bis 9 und 11 bis 13 der 11. BayIfSMV) das Verlassen des 15-Kilometer-Radius um die eigene Wohnortgemeinde weiterhin möglich. Gerechtfertigt ist das Verlassen des Radius mithin insbesondere dann, wenn die eigene Arbeitsstätte oder Betreuungseinrichtung der Kinder außerhalb des Radius liegt. Das Vorliegen eines triftigen Grundes ist bei einer polizeilichen Kontrolle glaubhaft zu machen. Eine schriftliche Bescheinigung des Arbeitgebers ist zu diesem Zwecke nicht zwingend erforderlich, sicherlich jedoch hilfreich. Die Regelung zur nächtlichen Ausgangssperre in § 3 der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung besteht weiterhin. Diesbezüglich ändert sich die Rechtslage nicht. Touristische Tagesausflüge in den Landkreis Augsburg hinein werden von der Kreisverwaltungsbehörde (KVB) nicht untersagt. Die vorgegebenen Regelungen können erst wieder durch die KVB aufgehoben werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis für sieben Tage in Folge unter 200 bleibt. „Dass dieser Grenzwert nun in unserem Landkreis überschritten wurde, zeigt, wie angespannt die Infektionslage trotz allem nach wie vor ist“, so Landrat Martin Sailer. „Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin an die vorgegebenen Hygieneregeln und Infektionsschutzmaßnahmen zu halten. Nur gemeinsam können wir die Pandemie bekämpfen und als Einheit dafür sorgen, dass wir baldmöglichst wieder unseren gewohnten und so sehr vermissten Alltag leben können.“

 

+++ UPDATE, Freitag, 8. Januar 2021 +++

Seniorenzentrum St. Albert Zusmarshausen benötigt dringend personelle Unterstützung

 

Landrat Martin Sailer bittet Bevölkerung erneut um Hilfe

Nachdem bereits Anfang Dezember das Pflegeheim „Haus Raphael“ in Schwabmünchen nach einem größeren Corona-Ausbruchgeschehen in eine schwierige Personalsituation geraten war und Landrat Martin Sailer um Unterstützung in der Bevölkerung gebeten hatte, ist dies nun leider auch im Seniorenzentrum St. Albert Zusmarshausen notwendig. „Wir wollen auch in diesem Fall nichts unversucht lassen, um der betroffenen Pflegeeinrichtung bestmöglich zu helfen“, so Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund bitte er erneut alle Personen, die in irgendeiner Form Erfahrung im Bereich der Pflege haben und kurzfristig zur Verfügung stehen, das Pflegeheim in Zusmarshausen zu unterstützen. Explizit werden Pflegefach- bzw. Pflegehilfskräfte gesucht, gerne aber auch ehemalige Zivildienstleistende aus dem Pflegebereich oder Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres, die in der nächsten Zeit aushelfen können. Ansprechpartner für alle Helferinnen und Helfer ist Einrichtungsleiter Wolfgang Lichtblau, erreichbar per E-Mail an [email protected]hsdz.de oder unter der Rufnummer 0176 34794786.

 

Auch andere Pflegeeinrichtungen sind von Corona-Ausbrüchen betroffen

Gleichzeitig sehen sich neben dem Seniorenzentrum St. Albert auch andere Pflegeeinrichtungen im Landkreis weiterhin mit schwierigen pandemiebedingten Ausnahmezuständen konfrontiert. Die Heimaufsicht bittet daher alle hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger mit Pflegeerfahrung, die beispielsweise aus Gründen der Anreise nicht in Zusmarshausen aushelfen können, um Meldung. Ansprechpartnerin im Landratsamt ist die Leiterin des Fachbereichs Senioren, Regina Mayer, erreichbar unter der E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de und der Rufnummer (0821) 3102-2484.

 

+++ UPDATE, Freitag, 8. Januar 2021 +++

Corona-Impfungen für über 80-Jährige

 

Zielgruppe wird ab 15. Januar durch Briefe informiert

Nachdem die Corona-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis mit einer sehr hohen Impfbereitschaft inzwischen nahezu abgeschlossen sind und die ersten 2.050 Impfdosen verabreicht wurden, wird nun damit begonnen, die über 80-jährigen Landkreisbürgerinnen und -bürger als Personengruppe mit der höchsten Priorität postalisch über die weitere Vorgehensweise zu informieren. „Wir haben uns dazu entschlossen, die potenziell etwa 15.500 zu impfenden Personen in fünf durch einen Zufallsgenerator bestimmte Gruppen aufzuteilen, die im Abstand von zwei Wochen ein Anschreiben mit einer Telefonnummer zur Terminvereinbarung und ein Aufklärungsmerkblatt erhalten“, erklärt Landrat Martin Sailer. Jeder Angeschriebene habe dann die Möglichkeit, telefonisch einen Termin für die Corona-Schutzimpfung zu vereinbaren. Die Personalien würden entsprechend am Telefon abgeglichen. „Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass wir, so lange noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, für alle Impfberechtigten die Chancengleichheit wahren“, ergänzt Sailer und bittet für das Vorgehen um Verständnis. Die erste Gruppe würde ihre Anschreiben bereits ab dem 15. Januar erhalten und könne aufgrund der bis dahin vom Freistaat versprochenen erhöhten Impfstofflieferung voraussichtlich bereits ab dem 19. Januar Termine vereinbaren. Wann der reguläre Betrieb des Impfzentrums in Gablingen für weitere Personengruppen mit niedrigeren Priorisierungen starten kann, ist hingegen noch nicht absehbar.

 

Bundesweiter Lockdown verlängert

Da der bundesweite Lockdown, durch den seit 16. Dezember deutschlandweit das öffentliche Leben heruntergefahren wurde, leider nicht den erhofften Rückgang der Infektionszahlen ergeben hat, werden die bisher geltenden Maßnahmen vorerst bis 31. Januar 2021 verlängert und in manchen Bereichen noch verschärft. Im Fokus der Maßnahmen steht weiter der Schutz der Risikogruppen und eine konsequente Reduzierung aller Kontakte, um die Verbreitung des Erregers zu verlangsamen. „Leider haben wir die zweite Welle der Corona-Pandemie noch nicht überstanden“, bedauert auch Landrat Martin Sailer. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis sei zwar grundsätzlich rückläufig, aber weiter auf einem hohen Niveau. Deshalb sei die konsequente Einhaltung der geltenden Maßnahmen derzeit die einzige Möglichkeit, dem Virus die Stirn zu bieten und die Ausbreitung des Virus wirkungsvoll einzudämmen. Eine Auflistung der derzeit gültigen Maßnahmen, die Corona-Fallzahlen sowie Informationen zur Corona-Schutzimpfung und weiteren Themen sind auf der Homepage des Landkreises Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona und den jeweiligen Unterseiten nachzulesen.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 30. Dezember 2020 +++

Corona-Impfungen für über 80-Jährige

 

Landrat Martin Sailer hält Terminvereinbarungen im Landkreis Augsburg erst ab Anfang Februar realistisch

Seit vergangenen Sonntag werden im Landkreis Augsburg die ersten Corona-Impfungen von mobilen Teams an impfwillige Personen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen verabreicht. Laut Impfplan der Bundesregierung fallen die Bewohner und Mitarbeiter der entsprechenden Einrichtungen unter die Gruppe mit der „höchsten Impfpriorität“, da sie im Falle einer Infektion die höchsten Todesrisiken zu erwarten haben. Besonders in den Fokus gerückt ist aber in den vergangenen Tagen die Frage, wie insbesondere die über 80-Jährigen, die entweder zu Hause oder aber in privaten Seniorenwohnanlagen leben und auch unter die zuerst zu impfende Personengruppe fallen, ihren Impftermin vereinbaren können. Denn die Angaben hierzu waren von den unterschiedlen Stellen oft sehr widersprüchlich.

 

Landrat Martin Sailer bittet die Betroffenen im Landkreis in dieser Frage noch um etwas Geduld: „Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald genügend zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – von uns über die Möglichkeit der Terminierung der Impfung informiert. Wir haben bisher bewusst darauf verzichtet, ein konkretes Datum für den Start der Terminvereinbarungen zu nennen, da es uns zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht möglich ist, abzusehen, ab wann wir verbindliche Impftermine vereinbaren können.“ Sailer begründet dies unter anderem mit der Verfügbarkeit des Impfstoffes. Diese hänge nämlich von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise der Zahl der impfwilligen Personen in den bisher priorisierten Einrichtungen oder aber der Anzahl der Impfstoffdosen, die an den Landkreis durch Bund und Freistaat geliefert würden. Zudem gäbe es unglücklicherweise noch immer Schwierigkeiten mit der vom Freistaat entwickelten Software zur Verwaltung von Patientendaten und Terminen. „Dies alles sorgt leider dafür, dass Terminvereinbarungen in unserem Impfzentrum in Gablingen nach heutigem Stand erst ab Anfang Februar realistisch sind“, so Sailer.

 

Angst, den Starttermin für die Terminvereinbarungen zu verpassen, brauche aber niemand haben, ergänzt der Landrat: „Ich bin mir der großen Verantwortung, die wir als Landkreis mit den Corona-Schutzimpfungen gegenüber allen unseren Bürgerinnen und Bürgern haben, durchaus bewusst. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, alle Unsicherheiten und Fragen, die es in diesem Zusammenhang gibt, durch eine offene und proaktive Kommunikation so gut es geht zu beseitigen.“ Sobald man gesicherte Impftermine vereinbaren könne, würden die entsprechenden Personengruppen per Brief informiert. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass wir unseren Kommunen die Briefvorlagen des Freistaats gegen Mitte Januar zur Verfügung stellen können. Diese haben dann durch die Einwohnermelderegister die Möglichkeit, die Briefe an die über 80-jährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verschicken“, erklärt er.

 

Auch an nicht-mobile Personen und Einwohner privat betreuter Wohnanlagen werde bereits gedacht: „Neben unserem Impfzentrum in Gablingen stehen mobile Impfteams sowie ein Impfbus bereit, um auch in diesen Bereichen alle Bedarfe bestmöglich abzudecken. Außerdem behalten wir uns vor, im Laufe der Zeit noch weitere Impfzentren im Landkreisgebiet zu eröffnen und auch die niedergelassenen Hausärzte sollen auf lange Sicht die Möglichkeit bekommen, in ihren Praxen zu impfen.“ Man werde in den nächsten Wochen entsprechende Pläne erarbeiten und die Bevölkerung fortlaufend über die Impfplanung im Landkreis, sowohl über die lokalen Zeitungen und Radiosender als auch über die Internetseite des Landkreises (www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung), informieren. Zudem hat das vom Landkreis Augsburg beauftragte Unternehmen Ecolog unter der Telefonnummer 06102 20825591 (Erreichbarkeit: Montag bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr) eine Informations-Hotline für das Impfzentrum im Landkreis Augsburg eingerichtet.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 29. Dezember 2020 +++

REGELUNGEN ZU SILVESTER UND NEUJAHR

Das Landratsamt Augsburg weist darauf hin, dass die allgemeinen Regelungen zur Kontaktbeschränkung auch an Silvester und Neujahr gelten. Das heißt, es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (dazugehörige Kinder unter 14 Jahren werden in diese Rechnung nicht miteinbezogen). Darüber hinaus sind Versammlungen, Ansammlungen oder auch Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen untersagt. Die allgemeine Ausgangsbeschränkung sowie die nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr gelten auch an Silvester und Neujahr unverändert. Zudem ist das Abbrennen von Feuerwerken in der Silvesternacht nur auf dem zur eigenen Wohnung gehörenden Grundstück, nicht aber im öffentlichen Raum erlaubt, da es keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung darstellt. Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung ist in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr, ohne das Vorliegen eines triftigen Grundes nach § 3 der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro bedroht.

 

+++ UPDATE, Montag, 28. Dezember 2020 +++

CORONA-IMPFSTART IM LANDKREIS AUGSBURG AM ENDE DOCH ERFOLGREICH

 

Landrat Martin Sailer räumt Sicherheit oberste Priorität ein

Nachdem der Start der Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg aufgrund der zunächst nicht nachvollziehbaren Kühlkette der Impfdosen verschoben werden musste, hat der Impfstoffhersteller BioNTech den Verantwortlichen im Verlauf des gestrigen Nachmittages doch noch grünes Licht gegeben – der Impfstoff hatte während des gesamten Transports die benötigte Temperatur. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir gestern letztendlich doch noch den geplanten Impfstart nachholen konnten“, freut sich Landrat Martin Sailer, betont aber, dass er sich auch künftig für die genaue Kontrolle des von der Bayerischen Staatsregierung gelieferten Impfstoffes einsetzen werde: „Wir übernehmen mit unserem Impfzentrum eine sehr große Verantwortung und möchten dieser auch gerecht werden. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger muss dabei zu jedem Zeitpunkt unsere höchste Priorität haben. Deshalb ist es mir persönlich deutlich wichtiger, alle Gegebenheiten genauestens auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen als die Impfdosen mit einem Restrisiko schnellstmöglich zu verabreichen.“

 

Die gelieferten Impfdosen werden bis auf Weiteres von mobilen Teams an impfwillige Personen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Augsburger Land verimpft. Der Landkreis folgt damit dem Impfplan der Bundesregierung, um die Personengruppen zu schützen, die im Falle einer Infektion die höchsten Todesrisiken zu erwarten haben. Doch auch wenn der Impfstart nun zunächst ein Licht am Ende des Pandemie-Tunnels andeutet, bittet Landrat Martin Sailer die Bevölkerung darum, in den kommenden Wochen und Monaten realistische Erwartungen zu haben: „Die Verfügbarkeit eines Impfstoffs bedeutet leider nicht automatisch das zeitnahe Ende der Pandemie. Denn es wird dauern, bis die Quote an geimpften Personen groß genug ist.“ Deshalb sei das Einhalten der bestehenden Kontakt- und Hygieneregeln weiterhin das wichtigste Mittel im Kampf gegen das Virus.

 

Weiteres Impfzentrum und Einsatz von Impfbussen geplant

Wann die breite Bevölkerung geimpft werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Hierfür muss zunächst eine ausreichende Menge an Impfstoff zur Verfügung stehen. Wann das der Fall sein wird, ist auch abhängig von den Zulassungsverfahren weiterer Impfstoffe, die derzeit noch laufen. „Unser Impfzentrum in Gablingen wird in nächster Zeit den mobilen Impfteams zunächst als Basis dienen. Sobald wir genügend Impfstoff erhalten, können hier aber bis zu 400 Impfungen am Tag vorgenommen werden“, erklärt Sailer. Die mobilen Teams seien hierbei noch nicht eingerechnet. Diese könnten zusätzlich bis zu 40 Impfungen stündlich vornehmen. Man wolle die Entwicklungen der kommenden Wochen genau beobachten und dann bedarfsgerecht reagieren: „Wir behalten uns vor, künftig gegebenenfalls ein weiteres Impfzentrum im Landkreis zu installieren und Impfbusse einzusetzen, um der Nachfrage unserer Bürgerinnen und Bürger zu entsprechen. Aber natürlich hängen auch diese Planungen von den Impfstoff-Kapazitäten ab.“ Es sei aber auch langfristig angedacht, dass die niedergelassenen Hausärzte die Impfungen der breiten Bevölkerung in ihren Praxen übernehmen können.

 

Informationen zur Corona-Impfung im Landkreis im Internet

Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung informiert. Es wird deshalb darum gebeten, vorerst von E-Mails oder Anrufen bezüglich Terminvereinbarungen abzusehen. Informationen zu den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg werden zudem fortlaufend im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung aktualisiert.

 

+++UPDATE, Montag, 28. Dezember 2020 +++

Änderungen im behördlichen Parteiverkehr der Kfz-Zulassungsstelle in Gersthofen ab Januar


Maßnahme dient der Kontaktreduzierung in der Außenstelle

Das Landratsamt Augsburg weist auf organisatorische Änderungen hin, die ab Montag, 4. Januar 2021, in der Kfz-Zulassungsstelle in Gersthofen gelten werden. „Die Kolleginnen und Kollegen in der Außenstelle reduzieren vorübergehend den Parteiverkehr in der Zulassungsstelle so weit wie möglich, um in der Corona-Pandemie die Ansteckungsgefahr zu minimieren und langfristig handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Landrat Martin Sailer. Auf die täglichen Erreichbarkeitszeiten der Behörde hat die Umstellung keine Auswirkungen; die Kfz-Zulassungsstelle bietet weiterhin ab 8.30 Uhr Termine an, montags und dienstags bis 15.20 Uhr, mittwochs bis 12.50 Uhr, donnerstags bis 16.50 Uhr und freitags bis 12 Uhr. „Unser Ziel ist es, alle Situationen des Parteiverkehrs auf das absolute Minimum zu reduzieren“, so Sailer. „Die Maßnahme, mit der wir die persönlichen Kontakte in der Behörde massiv reduzieren, dient angesichts der aktuellen Infektionslage nicht nur dem Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch dem unserer Besucher“, erklärt der Landrat.

 

Anträge können vor Ort eingereicht und abgeholt werden

In der Praxis wird der neue Modus des Parteiverkehrs folgendermaßen aussehen: Alle Anträge können bei der Zulassungsstelle vor Ort beim Eingangskontrollpersonal zu einem vorher vereinbarten Termin abgegeben oder gegebenenfalls per Post eingereicht werden – zusammen mit einer Telefonnummer und/oder einer Emailadresse für Rückfragen. Diese Abgabetermine können weiterhin über die Internetseite (www.landkreis-augsburg.de) gebucht werden.

Die notwendigen Unterlagen sind auf der gleichen Seite zu finden, wo diese heruntergeladen und bequem zu Hause ausgefüllt werden können. Alternativ stehen diese natürlich auch am Eingang ausgedruckt zur Verfügung. Im Falle etwaiger vorher abzuklärenden Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12.30 Uhr unter der Nummer 0821/3102-3333 oder per E-Mail unter [email protected]LRA-a.bayern.de zur Verfügung. Sobald die Unterlagen bearbeitet sind, werden die Antragsteller informiert. Die Ausgabe erfolgt über den Hinterausgang des Gebäudes, wo in unmittelbarer Nähe auch weiterhin die Bestellung und Abholung von Nummernschildern möglich sein wird. In Fällen, in denen die Abholung nicht möglich ist, wird die Behörde die Unterlagen auf ausdrücklichen Antrag postalisch zustellen.

Das Landratsamt bittet zudem alle Antragsteller, zu prüfen, ob für die gewünschte Dienstleistung ein Zulassungsdienst beauftragt werden kann, um den Parteiverkehr weiter zu reduzieren. „Wir bauen fest auf das Verständnis unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, dass wir in der momentanen Phase der Corona-Pandemie jede Möglichkeit zur Kontaktreduzierung konsequent umsetzen müssen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Mit der organisatorischen Änderung orientiere man sich am Beispiel des Nachbarlandkreises Aichach-Friedberg, wo mit einem sehr ähnlichen System gute Erfahrungen gemacht wurden.

Die Außenstelle in Schwabmünchen wird aufgrund der baulichen Gegebenheiten sowie des geringeren Kundenaufkommens zunächst bei ihrem bisherigen System bleiben.

 

+++ UPDATE, Sonntag, 27. DEZEMBER 2020 +++

CORONA-IMPFDOSEN KÖNNEN DOCH VERWENDET WERDEN
 

Erste Impfungen können noch heute stattfinden

Aufgrund der zunächst nicht nachvollziehbaren Kühlkette der Corona-Impfstoffdosen, haben wir uns heute Morgen dazu entschlossen, auf Nummer sicher zu gehen und den Impfstart im Landkreis Augsburg bis zur Klärung der Umstände mit dem Hersteller BioNTech zu verschieben. Inzwischen haben wir aber glücklicherweise grünes Licht von BioNTech erhalten und können so noch heute den geplanten Impfstart zeitversetzt nachholen.

 

+++ UPDATE, Sonntag, 27. Dezember 2020 +++

Corona-Impfstart im Landkreis muss aus Sicherheitsgründen verschoben werden

 

Nicht nachvollziehbare Kühlkette macht Impfstoff eventuell unbrauchbar

Eigentlich hätten die mobilen Impfteams der Firma Ecolog am Sonntag, 27. Dezember 2020, mit den ersten Dosen des langersehnten Corona-Impfstoffs den Impfstart in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Augsburg einläuten sollen. Doch die 100 Impfdosen mit dem BioNTech Impfstoff COMIRNATY, die am späten Samstagnachmittag zum Impfzentrum nach Gablingen geliefert wurden, sind aufgrund einer Unsicherheit im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Kühlkette während des Transports leider vorerst nicht einsetzbar. „Aus dem integrierten Kühlprotokoll geht hervor, dass die erfasste Temperatur während des Transportes zunächst drei Grad Celsius und später minus ein Grad Celsius betragen hat“, erläutert Landrat Martin Sailer. Der Grund hierfür sei derzeit noch nicht nachvollziehbar. Möglich ist eine Fehlfunktion der Kühlbox, aber auch eine Absenkung der erfassten Temperatur in der Box durch den ursprünglich noch tiefgekühlten Impfstoff. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte man uns aus medizinischer Sicht nicht bestätigen, dass die Impfdosen bedenkenlos verwendet werden können. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die gelieferten Impfdosen vorerst nicht zu verwenden und den Impfstart im Landkreis Augsburg zunächst zu verschieben, um die Gesundheit der impfwilligen Bürgerinnen und Bürger nicht zu gefährden“, so Sailer. Man werde in den nächsten Stunden versuchen, herauszufinden, warum die Temperaturschwankungen während des Transports so dokumentiert wurden. Sollte man zu dem rechtssicheren und belastbaren Ergebnis kommen, dass der Impfstoff bei seiner Übergabe noch tiefgefroren war, könne man den für heute geplanten Impfstart morgen nachholen. „Allerdings werden wir auch hier auf Nummer sicher gehen und die gelieferten Impfstoffdosen nur verwenden, wenn auch der letzte Restzweifel ausgeräumt ist“, macht Sailer deutlich. Sollte das nicht der Fall sein, werde man mit den ersten Impfungen erst nach Erhalt der nächsten Impfstoffdosen beginnen. „Es ist überaus wichtig, dass derartige Probleme schnellstmöglich behoben werden, damit die geringen Impfstoffmengen, die uns derzeit zur Verfügung stehen, auch zielführend verwendet werden können“, betont der Landrat. Vorrangig sei aber zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit des Impfstoffes und damit auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 23. Dezember 2020 +++

CORONA-UPDATE DES LANDKREISES AUGSBURG

 

Hotline für das Corona-Impfzentrum im Landkreis eingerichtet

Um die aufkommenden Fragen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu beantworten, hat das vom Landkreis Augsburg beauftragte Unternehmen Ecolog unter der Telefonnummer 06102 20825591 (Erreichbarkeit: Montag bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr) eine Informations-Hotline für das Impfzentrum im Landkreis Augsburg eingerichtet. Es ist zu beachten, dass hier ausschließlich Fragen rund um die Corona-Impfung beantwortet werden können. Eine Impftermin-Vereinbarung ist nicht möglich.

Für genauere Informationen zu den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg wurde auf der Internetseite des Landkreises die Seite www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung eingerichtet. Die hier zusammengefassten Inhalte werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

 

Verpflichtender Testnachweis von Einreisenden aus Risikogebieten

Seit 23. Dezember 2020 gilt zusätzlich zu den Regelungen der Einreisequarantäneverordnung eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, nach der alle Einreisenden aus Risikogebieten dazu verpflichtet werden, innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Einreise bei dem für sie zuständigen Gesundheitsamt ein negatives Testergebnis (PCR- oder Antigen-Schnelltest) vorzulegen. Der Test sollte bereits nach Möglichkeit im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Bayern. Reiserückkehrer in den Landkreis Augsburg werden gebeten, diesen Testnachweis digital per E-Mail an die Adresse [email protected] zu schicken. Es ist zu beachten, dass für den Testnachweis von Einreisenden zwar sowohl das Ergebnis eines PCR- als auch eines Antigen-Schnelltests vorgelegt werden kann, eine Verkürzung der Einreisequarantäne ist jedoch weiterhin nur anhand eines PCR-Tests (molekularbiologisch) möglich. Alle Informationen hierzu sind auf der Homepage des Landkreises Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona-reise nachzulesen.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 22. Dezember 2020 +++

Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg

 

Mobile Impfteams machen den Anfang

Nachdem nun voraussichtlich ab Sonntag, 27. Dezember 2020, ein zugelassener Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen wird, macht sich der Landkreis Augsburg derzeit in Zusammenarbeit mit seinem Dienstleister Ecolog dafür bereit, in mobilen Teams die Personengruppen impfen zu können, die von der Bundesregierung die höchste Priorität zugesprochen bekommen haben. Zu diesen Personengruppen gehören insbesondere über 80-Jährige, Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen, Pflegekräfte in ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie Beschäftigte in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten. „Das Impfzentrum in Gablingen wird zunächst unseren mobilen Impf-Einheiten als Basis dienen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Dementsprechend werde aktuell alles vor Ort so vorbereitet, dass diese bestmöglich arbeiten können. Wie viele Impfdosen letzten Endes täglich im Landkreis Augsburg ankommen werden und ob die Impfchargen gegebenenfalls mit anderen Gebietskörperschaften geteilt werden müssen, ist bisher nicht bekannt. Man sei aber mit der derzeitigen Infrastruktur dazu in der Lage, bis zu 300 Impfungen pro Tag durchzuführen. Hierfür wird die anfangs zur Verfügung gestellte Impfstoffmenge aber vermutlich nicht ausreichen. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist je nach Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes möglich.

 

Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der seitens des Bundes vorgenommenen Einstufung zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe verfügbar sind – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung informiert. Das Landratsamt Augsburg bittet deshalb darum, vorerst von E-Mails oder Anrufen bezüglich Terminvereinbarungen abzusehen.

 

Für genauere Informationen zu den Corona-Impfungen im Landkreis Augsburg wurde auf der Internetseite des Landkreises die Seite www.landkreis-augsburg.de/corona-impfung eingerichtet. Hier steht Interessierten unter anderem eine Auflistung mit den Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit den Corona-Impfungen zum Download zur Verfügung.

 

+++ UPDATE, Freitag, 18. Dezember 2020 +++

Corona: Was Landkreisbürger wissen sollten

 

Abweichende Öffnungszeiten im Testzentrum Hirblingen

Die Weihnachtsfeiertage stehen kurz bevor und es ist davon auszugehen, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor und nach ihrem Weihnachtsbesuch bei der Familie auf das Coronavirus testen lassen möchten, um sicherzugehen, Verwandte nicht unbeabsichtigt anzustecken. Aus diesem Grund bittet das Landratsamt Augsburg, die geänderten Öffnungszeiten des Corona-Testzentrums in Hirblingen über die Feiertage zu beachten:

 

  • Donnerstag, 24. Dezember 2020: 8 bis 14 Uhr
  • Freitag, 25. Dezember 2020: geschlossen
  • Samstag, 26. Dezember 2020: geschlossen
  • Sonntag, 27. Dezember 2020: geschlossen
  • Montag, 28. Dezember bis Mittwoch, 30. Dezember: reguläre Öffnungszeiten (9 bis 17 Uhr)
  • Donnerstag, 31. Dezember 2020 (Silvester): 8 bis 14 Uhr
  • Freitag, 1. Januar 2021: geschlossen
  • Ab Samstag, 2. Januar 2021, gelten wieder die regulären Öffnungszeiten (Montag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr; samstags, sonntags und feiertags geschlossen)

 

Eine Terminvereinbarung ist im Internet unter https://www.ecocare.center/lkr-augsburg/ möglich. Alternativ zum Online-Anmeldeverfahren können Termine auch telefonisch unter der Rufnummer + 49 211 387 895 73 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr) vereinbart werden. Da die mündliche Übermittlung von persönlichen Daten am Telefon wesentlich fehleranfälliger ist als die schriftliche Anmeldung über das Formular, wird darum gebeten, auf die Möglichkeit zur telefonischen Terminvereinbarung nur in zwingenden Einzelfällen zurückzugreifen. Die möglichen Terminfenster werden immer sieben Tage im Voraus freigeschaltet.

 

Antigen-Schnelltests für Selbstzahler

Wem das Warten auf das Ergebnis des PCR-Tests zu lange dauert, hat die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen im Landkreis Augsburg einen Antigen-Schnelltest auf eigene Kosten durchführen zu lassen:

 

Ecolog-Testzentrum Hirblingen

  • Ort: Gersthofer Straße 9, 86368 Gersthofen Hirblingen
  • Preis: 38,50 Euro (bis 31.12.2020); 39,50 Euro (ab 01.01.2020)
  • Geöffnet ab: Montag, 21. Dezember 2020
  • Öffnungszeiten entsprechen denen des Testzentrums
  • Informationen, Registrierung und Terminvergabe (ab Montag) unter https://www.ecocare.center/lkr-augsburg/

 

Schnelltestzentrum „Schnelltest4U“

  • Ort: Benzstraße 2, 86343 Königsbrunn
  • Preis: 39 Euro (für Personen über 67 Jahren oder mit Rentennachweis 25 Euro)
  • Geöffnet ab Montag, 21. Dezember 2020
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 15.30 bis 20 Uhr
  • Informationen, Registrierung und Terminvergabe unter https://schnelltest4u.de/

 

Schnelltestzentrum PM Untermeitingen

 

Gegebenenfalls bieten auch diverse Hausärzte im Landkreis Antigen-Schnelltests für Selbstzahler an. Dies ist direkt bei den Hausarztpraxen zu erfragen.

 

Sollte der Schnelltest positiv ausfallen, muss sich die getestete Person sofort in Quarantäne begeben und eine PCR-Labortestung durchführen. Sollte diese negativ ausfallen, ist die Quarantäne beendet. Wenn nicht, muss die positiv getestete Person in jedem Fall mindestens zehn Tage strengste häusliche Isolation einhalten und darf die Isolation zudem erst verlassen, nachdem sie mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Weitere Informationen für Corona-Positive und (potenzielle) Kontaktpersonen sind unter www.landkreis-augsburg.de/corona-orientierungshilfe nachzulesen.

 

Notbetreuung in Schulen und Kitas

Der Bund-Länder-Beschluss sieht vor, dass Kinder und Jugendliche wann immer möglich zu Hause betreut werden sollen. Aus diesem Grund werden sowohl in Schulen als auch in Kitas Notbetreuungen angeboten. Die Organisation übernehmen die Schulen und Kitas selbst.

 

Die Notbetreuung an Schulen bis zu den regulären Weihnachtsferien (also bis einschließlich 22. Dezember 2020) gilt für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Schüler der Förderschulen und Kinder mit Behinderungen.

 

In Kitas sollen folgende Kinder eine Notbetreuung in Anspruch nehmen können:

 

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen,
  • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben,
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind.


Anders als im Frühjahr wurde darauf verzichtet, spezielle Berufsgruppen festzulegen, die zur Inanspruchnahme einer Notbetreuung berechtigt sind. Vielmehr wird auf den Bedarf der Eltern abgestellt.


Kinder mit reduziertem Allgemeinzustand oder Kinder, die in Quarantäne sind oder die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Personen hatten, dürfen die Notbetreuung nicht besuchen.

An Tagen, an denen bereits Schließtage geplant waren, muss selbstverständlich keine Notbetreuung angeboten werden. Auch die Regelungen für „vorgezogene Weihnachtsferien“ bleiben unverändert gültig. Hier galt schon bislang, dass für die Eltern, die dringend eine Betreuung benötigt haben, diese angeboten werden musste. Damit steht also auch dem geplanten und wohlverdienten Weihnachtsurlaub der Beschäftigten in den Kitas auch weiterhin nichts im Wege.

 

Eingeschränkte Erreichbarkeit des Landratsamtes Augsburg

Um auch während der sich aktuell stetig verschärfenden Lage aufgrund der Corona-Pandemie weiter handlungsfähig zu bleiben und um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, ist das Landratsamt Augsburg bis auf Weiteres nur eingeschränkt erreichbar. „Leider lassen uns die aktuellen Entwicklungen keine andere Möglichkeit. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich für die nächste Zeit aus dem Homeoffice arbeiten zu lassen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Alle Personen, die in der nächsten Zeit einen Termin im Landratsamt Augsburg oder einer Außenstelle benötigen, werden gebeten, die Dringlichkeit ihres Anliegens zu überprüfen und ihre Vorsprache gegebenenfalls auf die zweite Januarhälfte oder einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

 

Sollte ein Termin unumgänglich sein, wird zur Vorbesprechung und Vereinbarung eines Termins explizit um Kontaktaufnahme mit der zuständigen Sachbearbeiterin bzw. dem zuständigen Sachbearbeiter, wenn möglich per E-Mail, gebeten. Im Amt für Ausländerwesen und Integration, in der Zulassungsstelle, im Bauamt und in der Fahrerlaubnisbehörde stehen für die Terminvereinbarung zudem spezielle Telefonnummern zur Verfügung. Diese sind unter www.landkreis-augsburg.de/termin nachzulesen.

 

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg ist in der Zeit von Donnerstag, 24. Dezember 2020, bis einschließlich Sonntag, 27. Dezember 2020, sowie von Donnerstag, 31. Dezember 2020, bis einschließlich Sonntag, 3. Januar 2021, telefonisch nicht erreichbar. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich in medizinischen Notfällen oder bei Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ärztliche Hilfe über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (KVB: 116117) oder im akut bedrohlichen Gesundheitszustand über die Rettungsleitstelle (112) anzufordern. Die aktuellen Corona-Zahlen sind auch über die Feiertage auf dem Covid-19-Dashboard des Robert-Koch-Instituts unter http://corona.rki.de einzusehen.

 

Veröffentlichung der gemeindebezogenen Fallzahlen wird vorgezogen

Die positiv getesteten COVID-19-Fälle nach Gemeinden, die das Landratsamt Augsburg normalerweise freitags veröffentlicht, werden aufgrund der Feiertage vorgezogen am Mittwoch, 23. Dezember 2020 sowie am Mittwoch, 30. Dezember 2020, veröffentlicht.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 17. Dezember 2020 +++

CORONA-IMPFUNGEN: LANDKREIS STELLT INFRASTRUKTUR VOR


Impfzentrum in Gablingen ist betriebsbereit

Die Vorbereitungen des Landkreises Augsburg für die Verteilung eines Corona-Impfstoffs sind abgeschlossen. „Unser Auftrag als Kreisverwaltungsbehörde war es, die Infrastruktur zu stellen und im Vorfeld alles für die Impfung vorzubereiten“, sagte Landrat Martin Sailer im Rahmen eines Pressetermins am 16. Dezember 2020 am Standort des neuen Impfzentrums in Gablingen. Diesem Wunsch der Bayerischen Staatsregierung ist der Landkreis fristgerecht nachgekommen. „Unser Impfzentrum ist betriebsbereit und auch die mobilen Teams sind kurzfristig einsatzfähig“, erklärte Sailer. Besonderen Dank richtete der Landrat an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens Ecolog, mit dem der Landkreis Augsburg schon seit Anfang September am Testzentrum in Hirblingen zusammenarbeitet: „Das Personal unseres Partners hat trotz der zeitlich knappen Planungsphase eine tragfähige Lösung für unseren Landkreis innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens umgesetzt“, so Sailer.

 

Auslieferungsdatum der ersten Impfdosen weiter offen

Für die Aufnahme des Impfbetriebs ist der Landkreis Augsburg nun vorbereitet. Vorerst offen ist, wann die erste Lieferung eines Impfstoffs eintreffen wird. „Unabhängig davon, ob wir noch in diesem oder erst zu Beginn des kommenden Jahres mit einem zugelassenen Impfstoff versorgt werden, können wir mit kurzer Vorlaufzeit mit dem Impfen beginnen“, sagte Landrat Martin Sailer. Ausschlaggebend für die Reihenfolge, in der die Bevölkerung die Möglichkeit der Impfung in Anspruch nehmen kann, wird der Impfplan der Bayerischen Staatsregierung sein. Es ist zu erwarten, dass Risikogruppen insbesondere in der Alten- und Behindertenpflege vorrangig versorgt werden.

 

„Mit der Impfung gegen das Coronavirus wird uns eine weitere Möglichkeit zur Verfügung stehen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und auf eine Rückkehr zur Normalität im Jahr 2021 hoffen zu dürfen“, sagte der Landrat. Dennoch läute die Verfügbarkeit eines Impfstoffs nicht automatisch das Ende der Pandemie ein. „Die konsequente Einhaltung der Kontakt- und Hygieneregeln bleiben noch immer unser wichtigstes Mittel im Kampf gegen Corona“, so Sailer.

 

+++ UPDATE Mittwoch, 16. Dezember 2020 +++

Bundesweiter Lockdown: Änderungen und weitere Informationen für den Landkreis Augsburg

Neue Maßnahmen ab 16.12. zum Schutz der Risikogruppen

In ganz Deutschland wird das öffentliche Leben ab Mittwoch, 16. Dezember, wieder heruntergefahren. Der neue Lockdown bringt zusätzliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die vorerst bis zum 10. Januar im gesamten Bundesgebiet gelten. Im Fokus der Maßnahmen steht der Schutz der Risikogruppen und eine konsequente Reduzierung aller Kontakte, um die Verbreitung des Erregers zu verlangsamen. „Die neuen Maßnahmen, die ab Mittwoch gelten, haben wir uns alle nicht gewünscht, aber die aktuelle Situation lässt uns keine andere Wahl“, erklärt Landrat Martin Sailer. Auch im Landkreis Augsburg sei es mit den bisherigen Beschränkungen nicht gelungen, die Ausbreitung des Virus wirkungsvoll einzudämmen.

 

Grundsätzlich sind ab Mittwoch nur noch Treffen mit Personen eines weiteren Hausstands und zwischen maximal fünf Personen gestattet. Kinder bis 14 Jahren müssen hinsichtlich der Gesamtpersonenzahl nicht berücksichtigt werden. In ganz Bayern gilt Alkoholverbot auf allen öffentlichen Plätzen sowie eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens des Folgetags. Zudem hat das Landratsamt stark frequentierte Plätze in einigen Kreisgemeinden definiert, an denen Maskenpflicht herrscht. Eine entsprechende Bekanntmachung, um welche Orte es sich handelt, ist im Internet auf www.landkreis-augsburg.de/corona-zahlen zu finden. Zwischen dem 24. und 26. Dezember tritt hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen eine Ausnahmeregelung in Kraft: Während der Feiertage darf ein Haushalt mit vier weiteren Personen zusammenkommen, die dem engsten Familienkreis angehören. Kinder unter 14 Jahren sind nicht mit eingerechnet. Der Einzelhandel wird mit Ausnahme von Geschäften, die den täglichen Bedarf decken, geschlossen. Eine detaillierte Übersicht über alle Regelungen des Lockdowns sind auf www.stmgp.bayern.de zu finden.

 

Corona-Hotline im Gesundheitsamt über die Feiertage nicht besetzt

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg wird die Bearbeitung neuer Corona-Fälle über die Feiertage zwar fortsetzen, ist für die Beantwortung von telefonischen Anfragen über die Feiertage jedoch nicht erreichbar. „Die Behörde erhält täglich Meldungen von neuen Positivbefunden. Um zu verhindern, dass sich über Weihnachten hinweg ein Rückstand bildet, arbeitet der Fachbereich auch während der Feiertage weiter“, sagt Landrat Martin Sailer. Die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentrieren sich während dieser Tage jedoch auf die Abarbeitung neuer Indexfälle. Antworten auf zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und den geltenden Maßnahmen sind auf www.landkreis-augsburg.de/corona zu finden.

 

Kunststoffmasken ab sofort nicht mehr zulässig

Das Landratsamt macht zudem darauf aufmerksam, dass die Bayerische Staatsregierung die Anforderungen an Mund-Nase-Bedeckungen neu formuliert hat: Ab sofort sind in Bayern überall dort, wo Maskenpflicht vorgeschrieben ist, nur noch textile Masken zulässig. Sogenannte Gesichtsvisiere oder Klarsichtmasken aus Kunststoff stellen dem Gesundheitsministerium zufolge dementsprechend keine zulässige Alternative mehr zu anliegenden Bedeckungen aus Stoff dar. Den effektivsten Schutz gegen die Verbreitung des Virus bieten FFP2-Masken. Diese werden insbesondere dort benötigt, wo Übertragungen verheerende Folgen haben können. Das Landratsamt Augsburg hat das Personal der Pflegeeinrichtungen im Landkreis inzwischen flächendeckend mit FFP2-Masken ausgestattet und deren Verwendung im beruflichen Alltag am 15. Dezember per Allgemeinverfügung angeordnet. Darin heißt es, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten für die gesamte Dauer ihres Aufenthalts bei Patientinnen und Patienten zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet sind. Die Allgemeinverfügung ist im Volltext auf der Website des Landkreises Augsburg zu finden.

 

Schulen und Kitas im Landkreis bieten Notbetreuung an

Der Bund-Länder-Beschluss sieht vor, dass Kinder und Jugendliche wann immer möglich zu Hause betreut werden sollen. Aus diesem Grund wechseln alle bayerischen Schulen ab Mittwoch in den Distanzunterricht. Sowohl in Kitas als auch an Schulen werden Notbetreuungen angeboten, die Organisation übernehmen die Schulen bzw. Einrichtungen selbst. Der Schulbusverkehr wird mit Beginn des Lockdowns ab Mittwoch, 16. Dezember, ausgesetzt. Informationen darüber, wer einen Anspruch auf Notbetreuung hat, werden vom Gesundheitsministerium und dem Kultusministerium bekannt gegeben. Ergänzend werden dazu zeitnah Informationen auf der Website des Landkreises veröffentlicht.

 

Corona-Testzentrum mit geänderten Öffnungszeiten während der Weihnachtsferien

Das Corona-Testzentrum des Landkreises im Gersthofener Ortsteil Hirblingen steht auch während der Weihnachtsferien allen Bürgerinnen und Bürgern für kostenlose PCR-Tests zur Verfügung. Das Testzentrum hat am 24. Dezember und am 31. Dezember je von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Vom 28. bis zum 30. Dezember findet jeweils zwischen 8 und 17 Uhr regulärer Betrieb statt. Ab dem 2. Januar nimmt das Testzentrum wieder den Regelbetrieb auf und ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Vom 25. bis 27. Dezember hat das Testzentrum geschlossen, ebenso am Neujahrstag und am 6. Januar. Die Terminreservierung kann auf www.ecocare.center/lkr-augsburg vorgenommen werden. Die Telefonhotline unter 0211/387 895 73 ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr besetzt. Es wird gebeten, von unangemeldeten Fahrten zum Testzentrum mit Blick auf die reibungslose und zügige Abwicklung des Betriebs abzusehen.

 

Wertstoffhöfe ab den Feiertagen bis ins neue Jahr geschlossen

Der Abfallwirtschaftsbetrieb informiert, dass alle Wertstoffhöfe im Landkreis ab dem 24. Dezember bis einschließlich 3. Januar geschlossen bleiben. Notfallanlieferungen können telefonisch unter der Nummer 0821/3102 3211angemeldet und an der Deponie Hegnenbach vorgenommen werden.

 

 

+++ UPDATE Donnerstag, 10. Dezember 2020 +++

 

Über Weihnachten zur Verwandtschaft ins Risikogebiet?

Was Reisende aktuell beachten dringend müssen

Das Weihnachtsfest ist das Fest der Familie. Aus diesem Grund reisen auch häufig viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Augsburg über die Weihnachtsfeiertage ins Ausland, um die dort lebende Verwandtschaft zu besuchen. In Zeiten von Corona sollten allerdings insbesondere berufstätige Personen folgende Punkte beachten:

Personen, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen, sind nach der aktuell geltenden Einreisequarantäneverordnung dazu verpflichtet, sich unverzüglich und auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben, die eine Absonderung ermöglicht. Sie müssen sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen absondern und dürfen keinen Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Außerdem sind sie dazu verpflichtet, unverzüglich die für sie zuständige Kreisverwaltungsbehörde zu kontaktieren. (Genau Informationen finden Reiserückkehrer im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona-reise.)

Die Einstufung als Risikogebiet wird fortlaufend geprüft und auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht. Diese Einstufung kann sich je nach Infektionsgeschehen vor Ort schnell ändern und natürlich auch EU-Staaten betreffen. Es muss also insbesondere damit gerechnet werden, dass aus einem „sicheren Staat″ bzw. einer „sicheren Region″ noch während des Urlaubs ein Risikogebiet wird. Ob Arbeitnehmer bei ihrer Rückkehr nach Deutschland einer Absonderungspflicht unterliegen, entscheidet sich danach, ob das Reiseland am Tag der Rückreise als Risikogebiet eingestuft ist.

 

Arbeitnehmer müssen ihre Kosten selbst übernehmen

Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten gelten als „Ansteckungsverdächtige“. Im Prinzip könnten sie deshalb für den erlittenen Verdienstausfall durch die vorgeschriebene Quarantäne gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 Einreisequarantäneverordnung in den Genuss einer Entschädigung nach § 56 Abs. 1 Satz 2 IfSG kommen. Allerdings erhält aufgrund mitwirkenden Verschuldens keine Entschädigung, wer in ein Risikogebiet reist und bei der Abreise weiß oder grob fahrlässig nicht weiß, dass er sich bei der Wiedereinreise in Quarantäne begeben muss. Somit ist die Reise in ein Risikogebiet mit dem sehr hohen Risiko behaftet, letztlich ohne Entschädigungsanspruch zu bleiben, sollte bei der Wiedereinreise eine Quarantänepflicht bestehen.

 

 

+++ UPDATE Mittwoch, 9. Dezember 2020 +++

 

Corona: Was gilt ab sofort im Landkreis Augsburg?

Nachdem die 10. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am 9. Dezember 2020 in Kraft getreten ist, gilt ab sofort eine landesweite Ausgangsbeschränkung. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist daher nur noch aus triftigen Gründen möglich. Zu den triftigen Gründen gehören laut der Verordnung insbesondere:

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten
  • die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, der Besuch bei Angehörigen therapeutischer Berufe sowie Blutspenden
  • Versorgungsgänge, der Einkauf in geöffneten Geschäften und der Besuch der geöffneten Dienstleistungsbetriebe (inklusive Weihnachtsbesorgungen)
  • der Besuch eines anderen Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht)
  • der Besuch bei Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen in engem Kreis
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, alleine, mit dem eigenen Hausstand und mit einem anderen Hausstand, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schule, Hochschule und sonstiger Ausbildungsstätte
  • Ämtergänge
  • die Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften und
  • die Teilnahme an zulässigen Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz

 

Erweiterte Ausgangssperre in Hotspots

Da der Landkreis Augsburg aktuell mit einer 7-Tage-Inzidenz von 226,1 über dem Schwellenwert von 200 liegt, gilt darüber hinaus zwischen 21 und 5 Uhr eine erweiterte Ausgangssperre. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus folgenden Gründen zulässig:

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten
  • medizinische und veterinärmedizinische Notfälle
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • die Begleitung Sterbender
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

An den Weihnachtstagen von 24. bis 26. Dezember 2020 gilt als Ausnahmegrund auch die Teilnahme an einem Gottesdienst (insbesondere Christmette).

 

Was gilt in Schulen und Kitas?

Von der 1. bis zur 7. Jahrgangsstufe wird an allen Schulen generell der Präsenzunterricht beibehalten. Distanzunterricht gilt an allen beruflichen Schulen. An der FOS wird in der Vorklasse und in der Jahrgangsstufe 11 durch die 7-Tage Inzidenz von über 200 ebenfalls Distanzunterricht erteilt. Dieser gilt auch in allen Schularten ab der Jahrgangsstufe 8. Ausnahmen sind hier nach Maßgabe des Kultusministeriums die Förderschulen sowie die jeweils letzten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schulart. Für die Mittelschulen sind dies die Jahrgangsstufen 9 und 10 (inklusive der Vorbereitungsklassen) sowie die Deutschklassen. Für die Beruflichen Oberschulen sind dies die Jahrgangsstufen 12 und 13.

Kitas sind von den neuen Regelungen nicht betroffen.

 

Erziehungsberatungsstellen, Familienstationen und Familienbüros

Beratungstermine in Erziehungsberatungsstellen, Familienstationen und Familienbüros gelten als triftiger Grund und können weiter in Anspruch genommen werden. Die Einrichtungen im Landkreis sind weiterhin geöffnet. Allerdings muss vorab ein Termin vereinbart werden.

 

Altpapiersammlungen entfallen, Wertstoffhöfe bleiben geöffnet

Da nur noch die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, nicht aber die Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten zulässig ist, können die zumeist von Vereinen organisierten Altpapiersammlungen vorerst nicht mehr stattfinden. Die Wertstoffhöfe im Landkreis Augsburg bleiben hingegen grundsätzlich geöffnet. Sie bleiben nur am Samstag, 2. Januar 2021, geschlossen.

Alle weiteren Maßnahmen, eine Auflistung der häufigsten Fragen und Antworten sowie weitere landkreisbezogene Informationen finden Interessierte im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona und den jeweiligen Unterseiten.

 

 

+++ UPDATE, Freitag, 4. Dezember 2020 +++

 

Impfstrategie des Freistaats: So sehen die Planungen im Landkreis Augsburg aus

Erstes Impfzentrum wird in Gablingen angelegt

Der Landkreis Augsburg hat die Infrastruktur für die Impfung der Landkreisbevölkerung geschaffen. „Ziel unserer Überlegungen war eine flächendeckende Lösung, die jeder Bürgerin und jedem Bürger einen geeigneten und unkomplizierten Weg zur Impfung ermöglicht“, sagt Landrat Martin Sailer. „Im Augsburger Land setzen wir daher nicht nur auf ein stationäres Zentrum und mobile Teams, sondern mittelfristig auch auf ‚Impfbusse‘, mit deren Hilfe Impftermine vor Ort realisiert werden können.“ Das erste Impfzentrum des Landkreises Augsburg wird in Gablingen angelegt. Entsprechend der derzeitigen Anforderung des Freistaates wird das Zentrum zum 15. Dezember hin eingerichtet, die Aufnahme des operativen Betriebs wird zeitnah möglich sein. Die mobilen Impfteams sind dem Impfzentrum angegliedert und können beispielsweise die Versorgung von Risikogruppen in Alten- und Pflegeheimen, als auch im Einzelfall die Impfung bettlägeriger Patientinnen und Patienten zuhause vornehmen. Zudem wird im kommenden Jahr zu entscheiden sein, ob im südlichen Landkreis ein weiteres stationäres Impfzentrum zur bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung eingerichtet wird.

 

Landkreis setzt Firma Ecolog als Dienstleister ein

Mit dem operativen Betrieb des Impfzentrums ist auf Grundlage eines Vergabeverfahrens das private Dienstleistungsunternehmen Ecolog beauftragt, mit dem der Landkreis seit Anfang September bereits am Testzentrum im Gersthofer Ortsteil Hirblingen gut zusammenarbeitet. Diese Drittbeauftragung an externe Dienstleister hat der Freistaat Bayern auch im Falle der Impfzentren ausdrücklich vorgesehen, um das Personal der kommunalen Gesundheitsbehörden in anderen Bereichen der Pandemiebekämpfung einsetzen zu können. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit Firma Ecolog ausbauen, weil wir die konstruktive und kollegiale Arbeitsweise des Unternehmens zu schätzen wissen“, sagt Landrat Martin Sailer. Offene Fragen hinsichtlich der Art und Menge des zu liefernden Impfstoffes und den Modalitäten seiner Verteilung sowie andere Fragen rund um die Impfstrategie werden entsprechend der noch zu erwartenden Weisungen übergeordneter staatlichen Stellen geklärt und im Anschluss rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Änderung bei der Veröffentlichung der Indexfälle und der 7-Tage-Inzidenz

Hinsichtlich der täglichen Bekanntgabe der Zahlen rund um die Pandemie ergibt sich eine Änderung. Ab sofort verweist das Landratsamt für die Anzahl der täglichen Indexfälle und der sich daraus ergebenden 7-Tage-Inzidenz auf eine Übersichtskarte des Robert-Koch-Instituts, die unter der Adresse http://corona.rki.de aufrufbar ist. Diese Änderung ergibt sich aus der bundesgesetzlichen Festlegung im Infektionsschutzgesetz (§28a Abs. 3 Satz 12 IfSG), der zufolge die Veröffentlichungen des RKI für die Feststellung des Inzidenzwerts maßgeblich sind. Den Kreisverwaltungsbehörden fällt die Aufgabe zu, diese Angaben zu überprüfen. Das Landratsamt Augsburg verweist auf der Corona-Unterseite des Internetauftritts unter www.landkreis-augsburg.de/corona entsprechend auf die Angaben des Robert-Koch-Instituts.

 

 

Corona: Schwabmünchner Pflegeheim „Haus Raphael“ steuert auf Personalnotstand zu

Landrat Martin Sailer bittet Bevölkerung um Hilfe

Nach einem größeren Corona-Ausbruchgeschehen im Schwabmünchner Pflegeheim „Haus Raphael“ sieht sich die Einrichtung einer schwierigen Personalsituation gegenüber. Aufgrund zahlreicher quarantäne- und erkrankungsbedingter Ausfälle in der Belegschaft ist die Unterversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner zu befürchten. „Unsere Heimaufsicht befindet sich im engen Austausch mit der Einrichtungsleitung. Es ist bereits ein Hilfeersuchen über die Pflegekassen in die Wege geleitet worden, gleichzeitig haben wir uns mit Bitte um Unterstützung an das zuständige Staatsministerium gewandt“, erklärt Landrat Martin Sailer. Zudem werde versucht, die negativ getesteten Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Raphael vorübergehend anderweitig unterzubringen. Man wolle nichts unversucht lassen, um der massiv unter Belastung geratenen Einrichtung zu helfen. Daher wendet sich das Landratsamt auch an die Bevölkerung: „Alle Personen, die in irgendeiner Form über Erfahrung im Bereich der Pflege verfügen und kurzfristig zur Verfügung stehen, werden gebeten, dem Haus Raphael in dieser schwierigen Phase zu helfen“, appelliert der Landrat. Explizit gesucht werden Pflegefach- bzw. Pflegehilfskräfte, gerne auch ehemalige Zivildienstleistende aus dem Pflegebereich oder Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres, die bis Weihnachten – im Zweifel auch nur stundenweise – aushelfen können. Ansprechpartner für alle Helferinnen und Helfer ist Einrichtungsleiter Andreas Claus, erreichbar per E-Mail unter [email protected]caritas-schwabmuenchen.de oder der Rufnummer 0163/33 96 400.

 

Auch andere Pflegeeinrichtungen sind von Corona-Ausbrüchen betroffen

Gleichzeitig sehen sich neben dem Haus Raphael auch andere Pflegeeinrichtungen im Landkreis mit schwierigen pandemiebedingten Ausnahmezuständen konfrontiert. Die Heimaufsicht bittet daher alle hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger mit Pflegeerfahrung, die beispielsweise aus Gründen der Anreise nicht in Schwabmünchen aushelfen können, um Meldung. Ansprechpartnerin im Landratsamt ist die Leiterin des Fachbereichs Senioren, Regina Mayer, erreichbar unter der E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de und der Rufnummer (0821) 3102-2484.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 3. Dezember 2020 +++

 

Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis steigt über 200

Welche Maßnahmen jetzt automatisch in Kraft treten

Laut den Informationen, die das Robert-Koch-Institut auf seinem Covid-19-Dashboard veröffentlicht hat, steigt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Augsburg durch 128 neue Indexfälle im Vergleich zum Vortag auf den Wert 210,7. Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg weist darauf hin, dass laut dem §25 der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung deshalb bereits ab morgen, 4. Dezember 2020, für alle 46 Landkreiskommunen automatisch Folgendes gilt:

  • Märkte zum Warenverkauf sind mit Ausnahme des Verkaufs von Lebensmitteln im Rahmen regelmäßig stattfindender Wochenmärkte untersagt.
  • Der Unterricht an Musikschulen ist untersagt.
  • Sowohl der theoretische als auch der praktische Unterricht von Fahrschulen ist untersagt.

 

An allen Schulen – mit Ausnahme der Schulen zur sonderpädagogischen Förderung sowie der Abschlussklassen – ist ab Montag, 7. Dezember 2020, ab der Jahrgangsstufe acht ein durchgehender Mindestabstand von 1,5 Metern verpflichtend. Dieser kann beispielsweise durch eine veränderte Sitzordnung oder aber durch Wechselunterricht sichergestellt werden. Die Schulleitungen werden die Eltern über die entsprechende Vorgehensweise ihrer Schule informieren.

 

Bezüglich des in § 25 Satz 1 Nr.4 angesprochenen möglichen ganztägigen Alkoholkonsumverbots an öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, hat die Kreisverwaltungsbehörde bisher noch keine zentralen Begegnungsflächen festgelegt. Dies kann gegebenenfalls noch zu einem späteren Zeitpunkt der Fall sein und wird entsprechend bekannt gegeben.

 

„Mir ist bewusst, dass die gegenwärtige Situation uns allen außerordentlich viel abverlangt – sowohl privat als auch beruflich. Für manche Berufsgruppen sind die derzeit notwendigen Schutzmaßnahmen sogar existenzgefährdend. Deswegen kann ich die Verzweiflung, die viele Menschen umtreibt, selbstverständlich sehr gut nachvollziehen“, erklärt Landrat Martin Sailer. „Allerdings ist die Corona-Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die wir gemeinsam bewältigen müssen und derzeit gibt es hierfür leider keine geeignetere Herangehensweise als die der Bayerischen Staatsregierung.“ Ein Außerkrafttreten der verschärften Regelungen sei laut der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erst wieder möglich, wenn die Inzidenz sieben Tage in Folge unter dem Wert von 200 bleibt.

 

+++ UPDATE, Freitag, 13. November 2020 +++
 

GESUNDHEITSAMT INFORMIERT: KEINE KONTROLLTESTS NACH ABLAUF DER QUARANTÄNE ERFORDERLICH

Arbeitsschutzvorgaben der Arbeitgeber sind zu beachten

Da bei Arbeitgebern im Augsburger Land mehrfach Unsicherheiten auftraten, teilt das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg mit, dass von behördlicher Seite kein negativer Coronatest zur Aufhebung einer Quarantäneanordnung bei positiv auf das Coronavirus getesteten Personen vorgesehen ist. In der Regel müssen Betroffene mit einer häuslichen Isolation von zehn Tagen rechnen. Bei wem nach Ablauf dieser Frist in den letzten 48 Stunden keine Symptome mehr aufgetreten sind, bei dem ist von keiner weiteren Ansteckungsgefahr auszugehen. Zeigen sich hingegen in den letzten 48 Stunden weiterhin Symptome, wird die Quarantäne um weitere fünf Tage verlängert. Wer während seiner Quarantäne Symptome entwickelt, muss sich wegen einer Krankschreibung telefonisch an seinen Hausarzt bzw. seine Hauärztin wenden. Ein abschließender Nachweis der Genesung durch einen Test nach der Quarantäne wird vom Gesundheitsamt weder eingefordert, noch durchgeführt. Eine Ausnahme gilt hier für medizinisches Personal, das auch am Ende der Quarantäne getestet werden soll.

 

Das Gesundheitsamt bittet zu beachten, dass für eine Rückkehr genesener Personen an ihre Arbeitsplätze die individuellen, arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben der Arbeitgeber zu beachten sind. Vom Arbeitgeber angeordnete und gesetzlich nicht vorgeschriebene Tests haben bislang keine eindeutige Rechtsgrundlage. Informationen zu finanziellen Hilfen und Verdienstausfallentschädigungen bietet die Internetseite der Regierung von Schwaben unter https://www.regierung.schwaben.bayern.de/Coronavirus.php.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 5. November 2020 +++

Landkreis setzt weiter auf Präsenzunterricht

Auch Kindertagesstätten sollen weiter geöffnet bleiben

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen steigt im Landkreis Augsburg wie in den meisten Regionen in Deutschland in den vergangenen Wochen immer weiter an. Auch deshalb stellen sich zum Ende der Herbstferien viele Eltern die Frage, wie der Alltag in den Schulen und Kindertagesstätten ab der kommenden Woche aussehen wird. Um in der Thematik zielführende Lösungen zu finden, hat sich der regelmäßig tagende Corona-Krisenstab im Landratsamt Augsburg mit den Ministerialbeauftragen für weiterführende Schulen zusammengesetzt. „Nach ausführlicher Diskussion sind wir einvernehmlich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verkleinerung der Klassen verbunden mit Wechselunterricht angesichts des konkreten Infektionsgeschehens im Landkreis noch nicht erforderlich ist“, so Landrat Martin Sailer. Das heißt, der Unterricht findet in den Schulen im Landkreis bis auf Weiteres statt wie vor den Ferien.

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der darauf basierende Rahmenhygieneplan für Schulen stellen keinen Automatismus dar, der eintritt, sobald ein bestimmter Inzidenzwert überschritten ist. Dies wurde beim gestrigen Schulgipfel mit Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo nochmals ausdrücklich bestätigt. „Wir müssen uns vielmehr die konkrete Situation vor Ort anschauen“, ergänzt Sailer. Momentan sei das Infektionsgeschehen an den Landkreisschulen noch nicht besonders auffällig. „Gemessen an der Gesamtzahl der Schulen und Schüler, sind die dort auftretenden positiven Fälle und damit verbundenen Quarantänemaßnahmen noch sehr gut überschaubar.“ Solange dies der Fall sei, müsse die möglichst lange Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes weiter das erklärte Ziel sein. Der Präsenzunterricht komme sowohl den Schülern selbst als auch ihren berufstätigen Eltern zugute. Man werde die Lage aber selbstverständlich ständig im Auge behalten und erforderlichenfalls auf Wechselunterricht umstellen. „Anders als in der Stadt Augsburg, in der das Geschehen eher geballt verläuft, könnten auch unterschiedliche Regelungen für einzelne Gemeinden innerhalb unseres Landkreises getroffen werden, wenn sich Schwerpunkte bei Neuinfektionen ergeben. Am Ende hängt dies aber immer vom konkreten Infektionsverlauf ab und den können wir leider überhaupt nicht vorhersehen“, so Sailer.

 

Kitas bleiben geöffnet

Auch die Kindertageseinrichtungen im Landkreis bleiben bis auf Weiteres ohne Einschränkungen geöffnet. „Wir möchten alle Eltern dringend bitten, ihr Kind bei Krankheitssymptomen nicht in die Einrichtungen zu bringen – auch zum Schutz der Erzieherinnen und Erzieher“, appelliert Sailer. Selbstverständlich könne die Schließung einzelner Gruppen immer wieder nötig werden, jedoch sei es das Ziel, auch den Kita-Betrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, um insbesondere die berufstätigen Eltern zu unterstützen.

 

Aus Sicht des Gesundheitsamts kein negativer Corona-Test bei Erkältungen notwendig

In anderen Landkreisen hat ein weiteres Thema mehrfach für Aufregung gesorgt: Aus diesem Grund möchte das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg darauf hinweisen, dass es keine offizielle Verpflichtung gibt, dass Kinder für den Wiederbesuch einer Schule oder Kindertageseinrichtung ein negatives Corona-Testergebnis benötigen, wenn sie eine Erkältung zu Hause auskuriert haben. Es sei aber natürlich wichtig, darauf zu achten, Kinder ausschließlich gesund in Schulen und Kitas zu schicken. Bei starken Erkältungssymptomen werde selbstverständlich zu einem Corona-Test geraten.

Weitere Informationen zur aktuellen Vorgehensweise an Schulen und Kindertagesstätten finden Interessierte unter www.landkreis-augsburg.de/corona-eltern.

 

+++ UPDATE, Freitag, 30. Oktober 2020 +++

Landratsamt stellt Betriebsabläufe um

Ab 4. November Parteiverkehr ausschließlich mit MNS und nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich

Um auch während der sich aktuell stetig verschärfenden Lage aufgrund der Corona-Pandemie weiter handlungsfähig zu bleiben und um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, strukturiert das Landratsamt Augsburg seinen Parteiverkehr bis auf Weiteres um. „Leider lassen uns die aktuellen Entwicklungen keine andere Möglichkeit“, erklärt Landrat Martin Sailer und bittet alle Betroffenen um Verständnis.

Ab Mittwoch, 4. November 2020, soll das Hauptgebäude am Prinzregentenplatz sowie die Außenstellen der Behörde nur noch betreten, wer im Vorfeld einen Termin vereinbart hat. Zur Vorbesprechung und Vereinbarung eines Termins wird explizit um Kontaktaufnahme mit der zuständigen Sachbearbeiterin bzw. dem Sachbearbeiter per E-Mail gebeten, in Ausnahmefällen stehen spezielle Telefonnummern zur Verfügung. Diese sind auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-augsburg.de/termin zu finden. Zugang zum Hauptgebäude und den Außenstellen sollen zudem nur Personen erhalten, die einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen. Wer aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen kann, wird gebeten, sein Anliegen telefonisch zu klären.

 

Dienstag, 27. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 118,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.342
  • Aktuell positiv getestet: 340 
  • Genesene: 989
  • Todesfälle: 13

 

Montag, 26. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 114,4
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.290
  • Aktuell positiv getestet: 319 
  • Genesene: 958
  • Todesfälle: 13

 

+++ UPDATE, Samstag, 24. Oktober 2020 +++

 

Aktuell 1197 bestätigte Fälle (ohne Todesfälle) des Coronavirus im Landkreis Augsburg. Davon sind 932 Personen wieder genesen. Derzeit sind 265 Personen erkrankt. 13 Personen sind verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 105,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Augsburg seit heute, 24. Oktober, mit einem Wert von 105,4 über dem neuen Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Mit der Verordnung zur Änderung der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (siehe Downloads in der rechten Spalte), die am Donnerstag, 22. Oktober veröffentlicht wurde, müssen die bereits bestehenden Schutzmaßnahmen ab morgen Sonntag, 25. Oktober 2020, 0 Uhr, noch einmal folgendermaßen verschärft werden:

 

  • Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist in der Zeit von 21 bis 6 Uhr untersagt (Sperrstunde); ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder nicht-alkoholischen Getränken.
  • Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen sowie durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 21 bis 6 Uhr untersagt.
  • Der Teilnehmerkreis von Veranstaltungen sowie die Zahl der Besucher von Veranstaltungen ist auf maximal 50 beschränkt. Dies gilt z. B. für Vereinssitzungen, Parteisitzungen, Sportveranstaltungen (Zuschauer), Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen, die beruflich oder dienstlich veranlasst sind, kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben und andere Vorbereitungsarbeiten, Kinos etc.
  • Ausnahmen: Öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften; Öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen

 

Die Ampelphase „Dunkelrot“ mit den dazugehörigen Maßnahmen gilt so lange, wie die 7-Tage-Inzidenz über 100 ist. Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz für sechs Tage in Folge unter 100 liegt, können die Maßnahmen wieder gelockert werden. In diesem Fall wird darüber auf der Homepage des Landkreises Augsburg sowie in den Sozialen Medien informiert.

 

Sollten im Landkreis Augsburg zusätzliche Maßnahmen (z. B. für Schulen und Kindertagesstätten) beschlossen werden,  werden die Bürger*innen darüber rechtzeitig in Kenntnis gesetzt.

 

+++ UPDATE, Freitag, 23. Oktober 2020 +++

Maskenpflicht an Grundschulen: Keine rechtliche Handhabe für Ausnahmeregelung in der Region

Bayernweite Verordnung sieht einheitliche Regelungen vor

Die jüngsten Corona-Maßnahmen des Freistaates sehen vor, dass in kreisfreien Städten und Landkreisen, die eine 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschreiten, eine Maskenpflicht für alle Schularten und Jahrgangsstufen gelten soll. Kurz nach dem Inkrafttreten der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde die Maskenpflicht an Grundschulen in vereinzelten Städten und Landkreisen Bayerns wieder aufgehoben. Auch in der Region wird vermehrt der Wunsch nach einer entsprechenden Ausnahmeregelung laut.

Abstimmungsgespräch zwischen Landrat Martin Sailer, Landrat Dr. Klaus Metzger und Oberbürgermeisterin Eva Weber

In einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch kamen die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber, der Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Dr. Klaus Metzger, sowie der Augsburger Landrat Martin Sailer übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es nach derzeitigem Stand keine rechtliche Handhabe gebe, die Verpflichtung zur Mund-Nase-Bedeckung an Grundschulen aufzuheben: „Die Grundsatzentscheidung, eine Maskenpflicht ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Grundschulen im Landkreis einzuführen, hat der Freistaat in seiner Verordnung verbindlich getroffen“, erklärt Landrat Martin Sailer. „Eine Ausnahme ist gemäß der Verordnung nur möglich, wenn ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vorliegt“. Dies sei weder im Landkreis Augsburg, noch im Landkreis Aichach-Friedberg oder im Stadtgebiet Augsburg aktuell der Fall, weswegen eine pauschale Maskenpflichtbefreiung an Schulen explizit ausgeschlossen ist. „Die Erfahrung aus dem Frühjahr hat deutlich aufgezeigt, dass wir versuchen müssen, den Normalbetrieb an Schulen solange wie möglich aufrecht zu erhalten. Die Maskenpflicht an den Schulen trägt dazu einen großen Teil bei,“ sagt Oberbürgermeisterin Eva Weber. Landrat Dr. Metzger pflichtet bei: „Wichtig ist, dass wir in der Region gemeinsam versuchen, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Neben der individuellen Verantwortung sind klare, einheitliche Regeln unverzichtbar.“

 

Freitag, 23. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 81,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.131
  • Aktuell positiv getestet: 212
  • Genesene: 906
  • Todesfälle: 13

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 22. Oktober 2020 +++

Landrat Martin Sailer steht hinter Maskenpflicht an allen Schulen

 

Ausnahmeregelung unter aktuellen Bedingungen nicht möglich

Seit dem Inkrafttreten der jüngsten Corona-Maßnahmen des Freistaates im Sinne der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird vielerorts der Wunsch nach einer Aufhebung der Maskenpflicht an Grundschulen laut. Landrat Martin Sailer kann diesen Wunsch vieler Eltern nachvollziehen, setzt aber weiterhin auf die Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen. „Wir werden keine Ausnahmeregelung für Grundschulen im Landkreis Augsburg aussprechen“, macht der Landrat klar. Das aktuelle Infektionsgeschehen lasse dies rechtlich nicht zu. Sailer erklärt weiter: „Eines unserer wichtigsten Ziele muss es sein, den Schul- und auch den Kita-Regelbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Gewiss ist das Maskentragen für Kinder nicht angenehm, aber nach meiner Erfahrung sind Kinder stärker als wir Erwachsenen manchmal annehmen und durchaus bereit, sich auf Ausnahmesituationen einzustellen und diese mitzutragen. Wichtig ist, dass wir Eltern mit gutem Vorbild vorangehen und erklären, warum dies aktuell nötig und sinnvoll ist. Sobald Kinder das „Warum“ verstehen, sind sie meist sehr aktiv darum bemüht, die Vorgabe gewissenhaft einzuhalten. Und sollten Kinder tatsächlich gesundheitliche Einschränkungen haben, kann ein Arzt ein entsprechendes Attest ausstellen und das Kind von der Maskenpflicht befreien.“

 

Donnerstag, 22. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 70,4
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.089
  • Aktuell positiv getestet: 197
  • Genesene: 879
  • Todesfälle: 13

 

Mittwoch, 21. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 64
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.043
  • Aktuell positiv getestet: 189
  • Genesene: 841
  • Todesfälle: 13

 

Dienstag, 20. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 54,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.020
  • Aktuell positiv getestet: 167
  • Genesene: 841
  • Todesfälle: 12

 

+++ UPDATE, Montag, 19. Oktober 2020 +++

7-Tage-Inzidenz über 50: Neuinfektionen im Landkreis Augsburg überschreiten den Schwellenwert

 

Einschränkungen betreffen u. a. Privatkontakte und Gastronomie

Wie in weiten Teilen des Bundesgebiets und des Freistaats Bayern steigen auch im Landkreis Augsburg die Fallzahlen an Corona-Neuinfektionen weiter signifikant an. Seit dem heutigen Montag befindet sich der Landkreis mit einem Wert von 52,5 über dem für ganz Bayern definierten Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Verlauf der vergangenen sieben Tage. Die Liste der Landkreise und kreisfreien Städte, die aktuell einen der kritischen Werte überschreiten, wird täglich auf der Seite des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter www.stmgp.bayern.de zentral veröffentlicht.

 

Der Anordnung der Bayerischen Staatsregierung folgend, gelten für das Landkreisgebiet infolge der Schwellenwertüberschreitung ab morgen, 20. Oktober, zusätzliche Regeln: Private Feiern und Treffen werden auf maximal fünf Personen oder zwei Hausstände begrenzt. Zudem greift eine allgemeine Sperrstunde in Gastronomiebetrieben sowie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen ab 22 Uhr. Weiterhin gelten die in der Corona-Strategie des Freistaats formulierten Maßnahmen, die bereits bei niedrigeren 7-Tage-Inzidenzen in Kraft traten: Öffentliche Veranstaltungen dürfen Teilnehmerzahlen von 100 Personen in geschlossen Räumen und 200 Personen unter freiem Himmel nicht überschreiten. In öffentlichen Gebäuden und bei Veranstaltungen gilt die Maskenpflicht, zudem an allen Schulen während des Unterrichts für alle Jahrgangsstufen.

 

Landratsamt appelliert an Eigenverantwortung der Bevölkerung

Der tägliche Zulauf an neuen Indexfällen sorgt weiterhin für ein enormes Arbeitsaufkommen bei den Gesundheitsbehörden. „Die Kontaktpersonenermittlung im Zuge neuer Fälle ist eine zeitintensive Aufgabe, der sich derzeit viele zusätzliche Kräfte im Landratsamt widmen. Dennoch ist es wegen der hohen Zahl täglich neuer Fälle nicht auszuschließen, dass positiv getestete Bürgerinnen und Bürger nicht unmittelbar nach Bekanntwerden der Infektion durch das Gesundheitsamt kontaktiert werden können“, erklärt Landrat Martin Sailer. Das Landratsamt appelliert daher an alle Personen, die einen positiven Corona-Befund erhalten, sich eigenständig und bereits vor der Anordnung des Gesundheitsamts in häusliche Quarantäne zu begeben. Freunde, Bekannte und Kollegen, zu denen in den Vortagen des Befunds längerer, direkter Kontakt bestand, sollten zeitnah über das Testergebnis informiert werden und auf die Notwendigkeit sofortiger Selbstisolation hingewiesen werden. „Das Gesundheitsamt wird jede Kontaktpersonenermittlung so schnell wie möglich einleiten und alle Betroffenen telefonisch informieren. Um die Ausbreitung so frühzeitig wie möglich einzudämmen, sollte jeder Betroffene Verantwortung für sich und andere übernehmen und bei der Bekämpfung der Pandemie helfen“, so der Landrat.

 

Für kostenlose Coronatests steht nach wie vor das Testzentrum des Landkreises im Gersthofer Ortsteil Hirblingen zur Verfügung. Die durchschnittliche Rückmeldefrist der Testergebnisse beläuft sich aktuell auf rund zwei Tage. Auch in vielen Arztpraxen besteht weiterhin die Möglichkeit, einen Test per Rachenabstrich vornehmen zu lassen. Insbesondere Personen, die aufgrund bestehender Symptome getestet werden möchten, wird dringend geraten, den Abstrich in einer Arztpraxis statt im Testzentrum machen zu lassen.

 

Montag, 19. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 52,5
  • Bestätigte Fälle gesamt: 1.003
  • Aktuell positiv getestet: 182
  • Genesene: 809
  • Todesfälle: 12

 

Information zur aktuellen Corona-Lage im Landkreis Augsburg, Stand 16. Oktober, 14.15 Uhr:

Aufgrund der am 15.10.2020 bekanntgegebenen Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung, die in Kürze flächendeckend für ganz Bayern gelten sollen, bislang aber noch nicht von der Staatsregierung an die Kreisverwaltungsbehörden weitergereicht wurden, müssen die Maßnahmen für den Landkreis Augsburg erst noch an die Vorgaben des Freistaats angepasst werden. Sobald die Aktualisierung der 7. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der Bayerischen Staatsregierung vorliegt, wird die Kreisverwaltungsbehörde diese Maßnahmen per Allgemeinverfügung für den Landkreis anordnen. „Wir geben aktuell keine zwischenzeitliche Allgemeinverfügung mit Vorgaben heraus, die zeitlich nur extrem kurz Bestand hätten, um die Bevölkerung nicht unnötig wegen sich ändernder Maßnahmen zu irritieren. Bis auf Weiteres gelten im Augsburger Land daher vorerst die Regularien, die in den vergangenen Wochen bereits Gültigkeit besaßen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Und weiter: „Die geplanten Maßnahmen, die in der Pressemitteilung vom 14. Oktober angekündigt worden waren, treten damit zunächst nicht in Kraft.“ Über die Gültigkeit der bayernweiten Vorgaben wird das Landratsamt die Bevölkerung unmittelbar nach Erarbeitung und Herausgabe der Allgemeinverfügung informieren.

 

Freitag, 16. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 42,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 925
  • Aktuell positiv getestet: 119
  • Genesene: 795
  • Todesfälle: 11

 

Donnerstag, 15. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 41,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 912
  • Aktuell positiv getestet: 114
  • Genesene: 787
  • Todesfälle: 11

 

Mittwoch, 14. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 36,6
  • Bestätigte Fälle gesamt: 882
  • Aktuell positiv getestet: 103
  • Genesene: 769
  • Todesfälle: 10

Corona-Neuansteckungen im Landkreis überschreiten Frühwarnwert

7-Tage-Inzidenz beläuft sich aktuell auf einen Wert von 36,6

Der erneute, explosionsartige Anstieg der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in Bayern zeichnet sich nun auch im Landkreis Augsburg ab: Erstmals seit Beginn der Pandemie verbucht das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen und überschreitet mit einer 7-Tage-Inzidenz von 36,6 den von der Bayerischen Staatsregierung definierten Frühwarnwert. „Wir befinden uns an einem sehr kritischen Punkt der Pandemie, der in seiner Dringlichkeit der Situation im Frühjahr dieses Jahres in nichts nachsteht“, sagt Landrat Martin Sailer angesichts der sprunghaften Entwicklung. Insgesamt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 92 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises mit dem Coronavirus infiziert, 103 Personen gelten aktuell als erkrankt. 680 Personen stehen momentan unter häuslicher Quarantäne. „Wir beobachten, dass die Kontaktpersonenermittlung im Vergleich zu den früheren Phasen der Pandemie im Schnitt wesentlich aufwändiger geworden ist“, erklärt der Landrat. „Eine Ursache dafür ist, dass wegen des weitgehenden Regelbetriebs in Firmen, Schulen und Kitas bei Bekanntwerden neuer Fälle schnell ein großer Kontaktpersonenkreis betroffen ist“, so Sailer. Zu den jüngsten Ausbruchsgeschehen zählen Fälle an einer Grundschule in Gersthofen, den Mittelschulen in Gersthofen und Zusmarshausen sowie an der Realschule in Bobingen und dem Leonhard-Wagner-Gymnasium in Schwabmünchen. Zudem stehen mehrere Betreuungsgruppen einer Kita in Adelsried unter Quarantäne.

 

Ausnahmegenehmigungen für größere Veranstaltungen aus infektionsschutzrechtlichen Gründen nicht mehr möglich

Den Empfehlungen des Freistaats folgend gelten im Augsburger Land ab sofort die folgenden Regularien, die das Landratsamt als zuständige Kreisverwaltungsbehörde per Allgemeinverfügung anordnet: Die zulässige Teilnehmerzahl an privaten Feierlichkeiten (Hochzeiten, Geburtstage, Taufen u. ä.) in öffentlichen oder angemieteten Räumen wird auf 50 Personen begrenzt. Es gilt die dringende Empfehlung, in privaten Räumen keine Feiern mehr mit mehr als 25 Teilnehmern zu veranstalten. „Wir machen zudem darauf aufmerksam, dass das Gesundheitsamt grundsätzlich keine Ausnahmegenehmigungen nach der jeweils geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mehr erteilt. Diese sind nur zulässig, wenn sie aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar sind. Dies sehen wir aktuell aber nicht als gegeben an“, betont Landrat Sailer. Und weiter: „Um die Ausbreitung des Virus wieder zu verlangsamen, ist es jetzt unverzichtbar, dass die Vorgaben konsequent und ausnahmslos für alle gelten. Mit unseren Maßnahmen orientieren wir uns eng an den Empfehlungen des Freistaates und halten diese aus Gründen der Übersichtlichkeit so lange aufrecht, bis von übergeordneter Stelle eine neue, überregionale Weisung ergehen sollte.“

 

Maskenpflicht für Besucher in Kitas und heilpädagogischen Tagesstätten

Als weitere Maßnahme ordnet das Gesundheitsamt ab Freitag, 16. Oktober, die Einhaltung des Rahmen-Hygieneplans für die Kindertagesbetreuungen und heilpädagogischen Tagesstätten an. Im Detail sieht dieser Plan vor, dass Besucher und Lieferanten die Einrichtungen nur mit Mund-Nase-Bedeckung betreten dürfen und Eltern die Maskenpflicht einhalten müssen, wenn sie ihr Kind abliefern oder abholen. Begleiten sie ihre Kinder in der Eingewöhnungsphase, müssen die Eltern künftig ebenfalls eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Eine weitere Maßnahme betrifft die dezentralen Unterbringungen für geflüchtete Personen im Landkreis: Auf den Grundstücken gilt vorerst ein Betretungsverbot für alle Personen, die nicht in den Unterbringungen leben. Mit dieser Einschränkung soll der Kontaktpersonenkreis im Falle der Infektion eines Bewohners klein gehalten werden.

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die neuen Regularien angesichts der Überschreitung des Warnwerts sind im Laufe der Woche online unter www.landkreis-augsburg.de/corona abrufbar. Dort wird ebenfalls beantwortet, welche Einschränkungen mit einer Überschreitung des Schwellenwerts bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche einhergehen würden. 

 

Hinweis: Aufgrund der am 15.10.2020 bekanntgegebenen Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung, die flächendeckend für ganz Bayern gelten sollen, werden die Maßnahmen für den Landkreis Augsburg derzeit an die Vorgaben des Freistaats angepasst. Sobald die Aktualisierung der 7. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht ist, gelten diese Regelungen auch für den Landkreis Augsburg.

 

Dienstag, 13. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 33,4
  • Bestätigte Fälle gesamt: 871
  • Aktuell positiv getestet: 118
  • Genesene: 743
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 12. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 21,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 827
  • Aktuell positiv getestet: 74
  • Genesene: 743
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 9. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 20,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 817
  • Aktuell positiv getestet: 70
  • Genesene: 737
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 8. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 19,1
  • Bestätigte Fälle gesamt: 808
  • Aktuell positiv getestet: 69
  • Genesene: 729
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 13,1
  • Bestätigte Fälle gesamt: 790
  • Aktuell positiv getestet: 65
  • Genesene: 715
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 6. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 14,31
  • Bestätigte Fälle gesamt: 787
  • Aktuell positiv getestet: 77
  • Genesene: 700
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 5. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 14,7
  • Bestätigte Fälle gesamt: 772
  • Aktuell positiv getestet: 62
  • Genesene: 700
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 2. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 15,1
  • Bestätigte Fälle gesamt: 766
  • Aktuell positiv getestet: 67
  • Genesene: 689
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 16,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 760
  • Aktuell positiv getestet: 76
  • Genesene: 674
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 30. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 20,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 757
  • Aktuell positiv getestet: 79
  • Genesene: 668
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 29. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 19,5
  • Bestätigte Fälle gesamt: 751
  • Aktuell positiv getestet: 73
  • Genesene: 668
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 28. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 18,7
  • Bestätigte Fälle gesamt: 735
  • Aktuell positiv getestet: 69
  • Genesene: 656
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 25. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 19,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 728
  • Aktuell positiv getestet: 72
  • Genesene: 645
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 24. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 20,7
  • Bestätigte Fälle gesamt: 719
  • Aktuell positiv getestet: 68
  • Genesene: 641
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 23. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 19,5
  • Bestätigte Fälle gesamt: 706
  • Aktuell positiv getestet: 58
  • Genesene: 638
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 22. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 21,1
  • Bestätigte Fälle gesamt: 702
  • Aktuell positiv getestet: 60
  • Genesene: 632
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 21. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 21,1
  • Bestätigte Fälle gesamt: 688
  • Aktuell positiv getestet: 58
  • Genesene: 620
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 18. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 17,9
  • Bestätigte Fälle gesamt: 678
  • Aktuell positiv getestet: 57
  • Genesene: 611
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 17. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 16,7
  • Bestätigte Fälle gesamt: 667
  • Aktuell positiv getestet: 46
  • Genesene: 611
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 16. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 14,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 657
  • Aktuell positiv getestet: 46
  • Genesene: 601
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 15. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 649
  • Aktuell positiv getestet: 41
  • Genesene: 598
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 14. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 635
  • Aktuell positiv getestet: 31
  • Genesene: 594
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 11. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 13,5
  • Bestätigte Fälle gesamt: 633
  • Aktuell positiv getestet: 33
  • Genesene: 590
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 10. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 625
  • Aktuell positiv getestet: 30
  • Genesene: 585
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 9. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 621
  • Aktuell positiv getestet: 37
  • Genesene: 574
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 8. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 618
  • Aktuell positiv getestet: 35
  • Genesene: 573
  • Todesfälle: 10

 

Montag, 7. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 7,55
  • Bestätigte Fälle gesamt: 604
  • Aktuell positiv getestet: 31
  • Genesene: 563
  • Todesfälle: 10

 

Freitag, 4. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 8,35
  • Bestätigte Fälle gesamt: 594
  • Aktuell positiv getestet: 32
  • Genesene: 552
  • Todesfälle: 10

 

Donnerstag, 3. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 8,35
  • Bestätigte Fälle gesamt: 599
  • Aktuell positiv getestet: 30
  • Genesene: 559
  • Todesfälle: 10

 

Mittwoch, 2. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 12,7
  • Bestätigte Fälle gesamt: 590
  • Aktuell positiv getestet: 74
  • Genesene: 506
  • Todesfälle: 10

 

Dienstag, 1. September 2020

  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner): 14,3
  • Bestätigte Fälle gesamt: 587
  • Aktuell positiv getestet: 90
  • Genesene: 487
  • Todesfälle: 10

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 5. August 2020 +++

Corona-Lage: Landkreis bleibt weiterhin wachsam

Infektionsgeschehen nimmt wieder Fahrt auf

In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Augsburg 20 Covid-19-Neuinfektionen. Aufgrund der gestiegenen Anzahl von Reiserückkehrern, teilweise aus Risikogebieten, sowie des vermehrten Zusammentreffens von größeren Menschengruppen bei Familienfeiern oder im Vereinsleben wird sich der Trend steigender Zahlen voraussichtlich weiter fortsetzen, da oftmals Hygiene- und Abstandsregeln vernachlässigt werden.

„Der Landkreis Augsburg hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen stets im Blick. Wir nehmen die Lage weiterhin sehr ernst und beraten von Woche zu Woche, ob und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Zahlen möglichst stabil auf einem niedrigen Niveau zu halten. Aktuell ist das Infektionsgeschehen im Landkreis für das Gesundheitsamt gut überschaubar – wir müssen jedoch wachsam bleiben und gegebenenfalls auch sehr kurzfristig die Regelungen entsprechend anpassen“, so Landrat Martin Sailer. Damit die Eindämmung des Infektionsgeschehens gelingen kann, müsse jeder Einzelne seinen Beitrag leisten. Das verantwortungsvolle Verhalten aller, beispielsweise von Reiserückkehrern oder im September zum Schulstart, sei dafür sehr entscheidend.

Masken mit Ausatemventil bieten keinen Schutz

Maßgeblich dafür sei auch die konsequente Einhaltung der Maskenpflicht, beispielsweise im ÖPNV. „Nicht alle Maskenarten sind geeignet; beispielsweise Face Shields oder Masken mit einem Ausatemventil bieten keinen hinreichenden Schutz für das Gegenüber“, erklärt Dr. Susanne Rost, Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg. Aus diesem Grund dürfen Face Shields oder Masken mit Ausatemventil von Bürger*innen, die das Landratsamt Augsburg besuchen, nicht verwendet werden.

Keine Corona-Tests im Gesundheitsamt

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg weist außerdem darauf hin, dass sich Personen, die sich freiwillig auf das Coronavirus testen lassen möchten, an die niedergelassenen Hausärzte wenden müssen. Im Gesundheitsamt selbst werden keine freiwilligen Corona-Tests durchgeführt.

 

Wegen Corona: Rund die Hälfte aller Schulanfänger wird ohne Schuleingangsuntersuchung eingeschult

Gesundheitsamt bittet Einschulungsteams um Mithilfe

Aufgrund der Corona-Pandemie können vor dem Start des kommenden Schuljahrs im September nicht mehr alle werdenden Erstklässler im Landkreis Augsburg der medizinischen Schuleingangsuntersuchung (SEU) unterzogen werden. Im noch laufenden Untersuchungszeitraum wurden bisher 1356 von 2685 schulpflichtigen Kindern untersucht. Aus Zeitgründen wird es nicht möglich sein, die noch ausstehenden Untersuchungen vor dem Beginn des kommenden Schuljahrs vorzunehmen. Die SEU umfasst neben einem Seh- und Hörtest auch ein sogenanntes Sprach- und Motorikscreening und die Überprüfung des vollständigen Impfschutzes.

Die Fachkräfte der Sozialmedizin – ehemals unter der Bezeichnung Sozialmedizinische Assistentinnen bekannt – mussten ab Mitte März die SEU aussetzen, da die Corona-Pandemie ihre Mitarbeit forderte. Seit dem Rückgang der Neuinfektionen können sich inzwischen wieder einige Fachkräfte ihren Aufgaben aus dem schulärztlichen Dienst widmen. Über den zeitlichen Verzug hinsichtlich der SEU hat das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg nun die Schulen per Schreiben informiert.

Um dem Masernschutzgesetz zu genügen, wird der vollständige Impfschutz gegen Masern von den Schulen überprüft. Eltern wird zudem empfohlen, sich bei Kinderärzten und den Krankenkassen über zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen (U10 mit 7-8 Jahren und U11 mit 9-10 Jahren) für ihr Kind zu informieren. Die sonst verpflichtende Schuleingangsuntersuchung findet in diesem Jahr aufgrund der besonderen Umstände auf freiwilliger Basis statt.

SEU für wenige Kinder noch im Landratsamt möglich

Für einen kleinen Teil der bisher noch nicht untersuchten Kinder bietet das Gesundheitsamt die SEU in diesem Jahr im Landratsamt an. Wegen der begrenzten Kapazitäten ist das jedoch nicht für alle noch ausstehenden Kinder, sondern nur in begründeten Einzelfällen – beispielsweise im Falle vorbekannter medizinischer Probleme – möglich. Eine Terminvereinbarung hierzu wird ab dem 17. August direkt beim schulärztlichen Dienst des Gesundheitsamts unter der Telefonnummer 0821/3102-2123 zu den üblichen Dienstzeiten möglich sein. Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass die diese nur dann erfolgen kann, wenn sich die Lage der Corona-Pandemie nicht kurzfristig wieder erheblich verschärfen sollte.

 

+++ UPDATE, Freitag, 19. Juni 2020 +++

Betrieb der stationären Abstreichstelle im Landkreis Augsburg wird eingestellt

 

Zentrale Abstreichstelle in Hirblingen wird geschlossen

Mit Ablauf des 16. Juni 2020 hat das Bayerische Innenministerium das Ende des Katastrophenfalls aufgrund der Corona-Pandemie im Freistaat Bayern festgestellt. Infolge dessen treten auch die rechtlichen Grundlagen für Schwerpunktpraxen und Abstreichstellen außer Kraft. „Die zentrale Abstreichstelle in Hirblingen wurde Ende April als vorübergehende Maßnahme zur Katastrophenbewältigung in Betrieb genommen. Da zuletzt die rückläufigen Zahlen abzustreichender Personen bereits mehrfach den Anlass gegeben haben, die Abstreichstelle nicht in Betrieb zu nehmen und Patienten stattdessen auf die drei für den Landkreis zuständigen Schwerpunktpraxen zu verweisen, haben wir uns dazu entschlossen, den Betrieb der Abstreichstelle ab sofort vollständig einzustellen“, erklärt Landrat Martin Sailer.

 

Schwerpunktpraxen gehen wieder zum „normalen“ Betrieb über

Auch die drei Corona-Schwerpunktpraxen für den Landkreis Augsburg in Inningen, Langweid-Stettenhofen und Schwabmünchen bleiben nicht in der bisherigen Form bestehen, sondern gehen wieder zum „normalen“ Regelbetrieb als Arztpraxen über. Da inzwischen zahlreiche Arztpraxen Corona-Abstriche durchführen, können sich Personen, die sich aufgrund von Symptomen oder aus anderen Gründen auf das Coronavirus testen lassen möchten, vor einem Besuch telefonisch bei ihrem Hausarzt darüber erkundigen, wie sie am besten weiter vorgehen.

 

Corona-Hotline aufgrund rückläufiger Nachfrage eingestellt

Aufgrund rückläufiger Nachfrage wird auch die im Landratsamt eingerichtete Corona-Hotline ab sofort eingestellt. Selbstverständlich können sich die Bürgerinnen und Bürger aber auch künftig telefonisch mit ihren Fragen an die Kreisverwaltungsbehörde wenden. Bei Fragen, die den Landkreis oder das Landratsamt Augsburg betreffen, können sich Anrufer zu den üblichen Geschäftszeiten direkt an die zuständigen Fachbereiche oder den Bürgerservice des Landratsamtes Augsburg wenden. Die entsprechenden Telefonnummern sind auf der Homepage des Landkreises Augsburg www.landkreis-augsburg.de zu finden. Für Fragen zum Coronavirus ist die Coronavirus-Hotline Bayern täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 089 122 220 erreichbar. Die Telefonnummer des Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns lautet 116 117.

 

+++ UPDATE, Freitag, 5. Juni 2020 +++

Landratsamt Augsburg geht ab dem 15. Juni wieder weitestgehend in den Regelbetrieb über

Die Maskenpflicht sowie Einschränkungen in Bereichen mit hohem Parteiverkehr bleiben vorerst bestehen

Das Landratsamt Augsburg wird ab Montag, 15. Juni, wieder regulär für Behördengänge geöffnet sein. Die vorherige Terminvereinbarung, die während der akuten Phase der Corona-Pandemie für Besuche in allen Dienstgebäuden erforderlich war, wird in vielen Fachbereichen des Hauses aufgehoben. Die Maskenpflicht bleibt auch nach Lockerung der aktuell gültigen Einlassbeschränkungen vorerst bestehen. Auch die Öffnungszeiten werden wieder auf die üblichen Zeitfenster (montags bis freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr) ausgeweitet.

Für Zulassungsstelle, Ausländer- und Fahrerlaubnisbehörde weiterhin Terminvereinbarung notwendig

Für die Dauer der bundesweiten Abstands- und Hygieneregeln werden die aktuell im Landratsamt geltenden Vorgaben für den Parteiverkehr in Teilen der Kreisbehörde mit hohem Besucheraufkommen bestehen bleiben. Das betrifft neben dem Amt für Ausländerwesen und Integration im Haupthaus am Prinzregentenplatz sowie in der Außenstelle in Schwabmünchen auch die Fahrerlaubnisbehörde in Gersthofen sowie die Zulassungsstelle in Gersthofen und Schwabmünchen. „In diesen meist hochfrequentierten Bereichen halten wir bis auf Weiteres noch an der jetzigen Handhabung fest, um längere Wartezeiten oder größere Menschenansammlungen auf den Gängen zu vermeiden“, erklärt Landrat Martin Sailer. Vorerst müssen Bürgerinnen und Bürger, die in der Zulassungsstelle, Ausländer- oder Fahrerlaubnisbehörde vorstellig werden möchten, weiterhin telefonisch oder im Internet einen Termin vereinbaren. (Genauere Informationen sind unter www.landkreis-augsburg.de/termin nachzulesen.) Die Termine werden durch die zuständigen Sachbearbeiter vergeben. Persönliche Vorsprachen ohne vorheriger Terminvergabe sind nicht möglich. Vom Amt für Ausländerwesen und Integration werden grundsätzlich wieder für alle ausländerrechtlichen Angelegenheiten Vorsprachetermine vergeben. Allerdings müssen Bürgerinnen und Bürger beachten, dass bei Terminvergaben die Dringlichkeit des Anliegens berücksichtigt werden muss. Deshalb wird empfohlen, gleichzeitig weiterhin die Möglichkeiten zur telefonischen und schriftlichen Kontaktaufnahme bevorzugt zu nutzen. „Wir bitten um Verständnis, dass wir den Parteiverkehr nur auf diese Weise regulieren und für den Gesundheitsschutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienevorgaben in unserem Haus sorgen können“, so der Landrat.

Staatliches Gesundheitsamt bald wieder im Normalbetrieb

Ab dem 15. Juni findet auch im Staatlichen Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg wieder regulärer Betrieb statt, nachdem der Bearbeitung der Corona-Pandemie für einige Wochen oberste Priorität eingeräumt werden musste. Im Zuge der Wiederaufnahme des Parteiverkehrs im Landratsamt führt das Gesundheitsamt künftig auch wieder anonyme HIV-Tests durch. Aus Gründen des Infektionsschutzes, um im Bedarfsfall Kontaktpersonen ermitteln zu können, müssen sich auch im Gesundheitsamt alle Besucher in eine Liste eintragen. Hierbei wird explizit Sorge getragen, dass die Anonymität der Tests trotz der Aufzeichnung des Parteiverkehrs gewährleistet bleibt.

 

+++ UPDATE, Freitag, 29. Mai 2020 +++

Landratsamt informiert über Ausnahmen zur Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Bewusstsein für Menschen mit Behinderung schaffen

Die derzeitige Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum gilt mit ausdrücklichen Ausnahmen. Wer unter einer Krankheit leidet oder eine Behinderung hat, die das Tragen einer Maske unzumutbar erschwert oder unmöglich macht, muss keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Bayerische Innenministerium empfiehlt allen betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, in der Öffentlichkeit eine entsprechende ärztliche Bestätigung mitzuführen, um die für sie geltende Ausnahme im Bedarfsfall glaubhaft machen zu können. Der Bayerischen Staatsregierung zufolge erleben Menschen, die gesundheitsbedingt keine Maske tragen müssen, immer wieder Einschränkungen im öffentlichen Leben, die auf mangelndes Bewusstsein anderer Personen für die Ausnahmeregelung zurückzuführen sind. „Damit Menschen mit Behinderung weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben können und keine Benachteiligung erfahren, ist es wichtig, dass wir uns alle über die Ausnahmen zur Maskenpflicht informieren und einander mit Rücksicht begegnen“, erklärt Landrat Martin Sailer. „Wer jedoch unter einer Vorerkrankung leidet, die das Atmen mit Gesichtsmaske zusätzlich erschwert, sollte erwägen, seine Teilnahme am öffentlichen Leben im eigenen Interesse momentan auf ein nötiges Minimum zu begrenzen“, rät der Landrat.

 

Auch im Landratsamt gilt vorerst weiterhin die Maskenpflicht

Neben Arztbesuchen und Einkäufen können auch Behördengänge vorerst nur unter Einhaltung der Maskenpflicht erfolgen. „Wir bitten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger darum, auch weiterhin bei Besuchen im Landratsamt und seinen Außenstellen auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten“, sagt Landrat Martin Sailer. Explizit davon ausgenommen sind wie beschrieben alle Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung oder einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 27. Mai 2020 +++

Corona-Telefonhotline des Landkreises künftig zu geänderten Zeiten für Anrufer erreichbar

Erreichbarkeit wird wegen geringer Nachfrage eingeschränkt

Die im März eingerichtete Corona-Hotline des Landkreises ist ab der kommenden Woche (KW 23) zu geänderten Zeiten erreichbar. Künftig steht die telefonische Anlaufstelle den Landkreisbürgerinnen und -bürgern werktags zwischen 8 und 16 Uhr unter der Rufnummer 0821 / 3102 – 3999 zur Verfügung, falls ein Infektionsverdachtsfall zu melden ist oder dringende Fragen zur Corona-Pandemie aufkommen sollten. An den Wochenenden sowie an Feier- und Brückentagen wird die Hotline künftig nicht mehr besetzt. Den Landkreis betreffende Fragen rund um das Thema Corona können außerhalb der angegebenen Zeiten über [email protected]LRA-a.bayern.de eingereicht werden. „Wir fahren die Erreichbarkeit unserer Telefon-Hotline zurück, da die Nachfrage nach telefonischen Auskünften inzwischen stark nachgelassen hat“, erklärt Landrat Martin Sailer. Sollte es die Lage erforderlich machen, werde man die Kapazitäten jedoch unmittelbar wieder aufstocken.

Bürgeranfragen, die sich präzise einer Fachstelle des Landratsamts zuweisen lassen, sollen möglichst nicht länger über die Hotline, sondern direkt bei den jeweils zuständigen Behörden eingereicht werden. Entsprechende Anrufe nimmt der Bürgerservice im Landratsamt unter 0821 / 3102 – 0 entgegen und leitet die Anrufer an die zuständigen Fachbereiche im Haus weiter.

 

Diese Telefon-Hotlines stehen weiterhin zur Verfügung

Für dringende Anliegen rund um die laufende Corona-Pandemie außerhalb der Geschäftszeiten des Landratsamts ist die einheitliche Anlaufstelle der Bayerischen Staatsregierung unter 089 / 122 220, täglich von 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Infektions- oder Erkrankungsverdachtsfälle können zudem auch weiterhin über die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns unter 116 117 gemeldet werden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betreibt unter der Telefonnummer 09131 / 6808 - 5101 eine weitere Coronavirus-Hotline. Im akuten medizinischen Notfall ist deutschlandweit die Nummer 112 zu wählen.

 

Aktuell 376 bestätigte Fälle des Coronavirus im Landkreis Augsburg. Davon sind 363 Personen wieder genesen. Neun Personen sind verstorben.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 13. Mai 2020 +++

Landkreis startet Kampagne zur Unterstützung regionaler Unternehmen, Künstler und Vereine

 

Kampagne „für ALLE – für dich. für mich. für uns.“ fördert Zusammenhalt 

Durch den Ausbruch des Coronavirus musste das öffentliche Leben innerhalb kürzester Zeit auf ein Minimum reduziert werden. Die Pandemie beschäftigt den Landkreis Augsburg, seine Verwaltung und auch seine Bewohner in hohem Maße. Einige Mitbürgerinnen und Mitbürger sind zudem finanziell und wirtschaftlich von der Pandemie und ihren Auswirkungen betroffen. Unter dem Slogan „für ALLE – für dich. für mich. für uns.“ startet der Landkreis Augsburg deshalb eine Kampagne mit Unterstützungsangeboten in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft und Klimaschutz. „Bis mindestens Ende August werden keine größeren Veranstaltungen im Landkreis Augsburg stattfinden können, darunter fallen beispielsweise die „Tage der offenen Ateliertür“ oder der jährliche Landkreislauf. Unser Ziel ist es deshalb, Alternativangebote zu schaffen und vor allem die Menschen im Landkreis zu unterstützen, deren Haupteinnahmequellen vorübergehend weggebrochen sind“, erklärt Landrat Martin Sailer. Alle Inhalte der neuen Kampagne, für deren Erarbeitung ein interdisziplinäres Team im Landratsamt gebildet wurde, sind auf einer eigenen Online-Plattform unter www.landkreis-fuer-alle.de zusammengefasst. Dort finden sich auch zahlreiche Infos und Tipps für Kinder, Jugendliche und Familien. Das Angebot wird in den kommenden Wochen laufend erweitert und aktualisiert.

 

Angebote aus der regionalen Wirtschaft auf einen Blick

Für die Betriebe im Landkreis hat der Stillstand des öffentlichen Lebens gravierende Auswirkungen. Hier soll die Kampagne ansetzen: „Auf einer interaktiven Karte des Landkreises sind die Angebote oder Sonderaktionen von Einzelhändlern und Dienstleistern im Augsburger Land übersichtlich zusammengefasst. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich hierüber informieren, wie sie die regionale Wirtschaft durch lokale Einkäufe unterstützen können“, erklärt der Landrat. Über die E-Mail-Adresse [email protected]LRA-a.bayern.de können sich Unternehmen an das Landratsamt wenden, die noch nicht in der Übersicht gelistet sind und mithilfe der Kampagne über ihr Angebot informieren möchten.

 

Auch für die ausfallenden Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Klimaschutz werden in den kommenden Wochen verschiedene Freizeit- und Ersatzangebote entwickelt und auf der Website der Kampagne präsentiert.

 

Regionale Künstler live im Internet

„Da bis Ende August alle Großveranstaltungen – und somit auch Konzerte – abgesagt werden müssen, fehlen vielen Musikern im Landkreis wichtige Einnahmen“, sagt Landrat Sailer. Um diesen dennoch eine Plattform zu bieten, plant der Landkreis Livestream-Konzerte, für die ab sofort Bewerbungen entgegengenommen werden. Bewerben können sich alle Musiker, die ihren Wohnsitz im Landkreis Augsburg haben oder den Großteil ihres Lebens im Landkreis Augsburg gelebt haben. Bei Gruppen sollte dies auf mindestens die Hälfte der Mitglieder zutreffen. Jede Bewerbung sollte einen Lebenslauf, einen konkreten Vorschlag für einen 15-minütigen Auftritt, Angaben zu benötigtem Equipment sowie eine kurze Hörprobe enthalten.
 

Das Honorar für den Auftritt beträgt 500 Euro pro Künstler. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler wird von einem Kulturkomitee, bestehend aus dem Landrat, der Pressesprecherin und der Kulturbeauftragten, getroffen. Die Termine der einzelnen Konzerte werden in Absprache mit den ausgewählten Künstlern festgelegt. Bewerbungen können bis spätestens 24. Mai 2020 per E-Mail an die Kulturbeauftragte des Landkreises, Liv Reinacher ([email protected]LRA-a.bayern.de), gesendet werden. Als Ersatz für die „Tage der offenen Ateliertür“ sind derzeit die „Virtuellen Tage der offenen Ateliertür“ in Planung.

 

Ersatzveranstaltungen im Bereich Sport
Von den Veranstaltungsabsagen ist auch die Sportszene in großem Umfang betroffen.  Als Anreize für körperliche Bewegung wird sich der Landkreis in diesem Jahr ab Mitte Juni am Stadtradeln beteiligen, wo fleißige Radfahrer Kilometer für ihre Heimat sammeln können. Zudem läuft im Juni die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ an, die das Landratsamt auch in diesem Jahr unterstützt. Zudem ist aktuell eine virtuelle Variante des Landkreislaufs geplant sowie einige praktische Tipps für körperliche Betätigung.

 

Hilfreiche Tipps für effektiveren Klimaschutz
Auch der Bereich Mobilität und Klimaschutz beteiligt sich an der Kampagne. Denn aus ökologischer Sicht kann die Corona-Krise als möglicher Auftakt einer Trendwende verstanden werden. Um die positiven Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf das Klima zu fördern, wird es auf der Website der Kampagne viele nützliche Tipps geben, wie sich die persönliche Ökobilanz jedes Einzelnen verbessern lässt.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 30. April 2020 +++

Zulassungsstelle Schwabmünchen

Online-Anmeldung für Kfz-Zulassung wieder möglich

Die Kfz-Zulassungsstelle Schwabmünchen ermöglicht ab dem kommenden Montag, 4. Mai, wieder die Terminanmeldung über das Online-Formular, das über die Website des Landkreises zu finden ist. Telefonisch ist die Zulassungsstelle weiterhin zwischen 8 und 12.30 Uhr unter den Rufnummern 0821/3102-2821 oder -2822 zu erreichen. Termine können zudem per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de vereinbart werden. In der Zulassungsstelle Gersthofen können bereits seit dem 27. April wieder Termine telefonisch unter 0821/3102-2708, -2709, -2710 und -2731 oder per E-Mail ([email protected]LRA-a.bayern.de) vereinbart werden.

Kunden werden gebeten, beide Zulassungsstellen ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung aufzusuchen. Außerdem wird auf die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in den Räumlichkeiten der Zulassungsstellen hingewiesen.

 

+++ UPDATE, Freitag, 24. April 2020 +++

Änderung der Allgemeinverfügung: Urnenbestattungen unter Auflagen künftig wieder möglich

 

Auflagen für Urnen- und Erdbestattungen werden vereinheitlicht

Die aktuellen Vorgaben für die Durchführung von Bestattungen im Landkreis Augsburg werden geändert: Zwar sollen insbesondere Urnenbestattungen, nach wie vor, wenn möglich verschoben werden, sie sind aber nicht mehr verboten. Ab Montag, 27. April, können Urnenbestattungen unter bestimmten Voraussetzungen wieder abgehalten werden. Die Auflagen zur Infektionsvorbeugung werden für Urnen- und Erdbestattungen vereinheitlicht und müssen zum Gesundheitsschutz aller Teilnehmenden zwingend eingehalten werden.

 

Aus infektionsschutzrechtlichen Gründen ist bei der Durchführung von Beerdigungen im engsten Familienkreis nunmehr Folgendes zu beachten:

 

 

Teilnehmerkreis

  • Die Trauergesellschaft darf nur den engsten Familienkreis umfassen. Eine Teilnahme von Dritten, insbesondere von Freunden, Bekannten und Kollegen ist nicht gestattet.
  • Die Teilnehmerzahl soll exklusive der Bestattungsmitarbeiter und ggf. des Geistlichen oder eines Vertreters der Glaubensgemeinschaft möglichst höchstens zehn Personen, maximal jedoch 15 Personen betragen.
  • Eine Bekanntmachung des Bestattungstermins in der Presse oder in sonstiger Weise hat zu unterbleiben und die Teilnahme von Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion ist nicht zulässig.

 

 

Weitere Vorgaben zur Vermeidung von Infektionen

  • Die teilnehmenden Personen haben einen Abstand von 1,5 Metern zueinander anzustreben.
  • Trauerfeiern in geschlossenen Räumen sind nur zulässig, wenn die Türen geöffnet sind und sichergestellt ist, dass der Abstand zwischen den Gästen mindestens 1,5 Meter beträgt.
  • Es wird dringlich empfohlen, einen Mund-und-Nasen-Schutz zu tragen, da die Ansteckungsgefahr bei Bestattungen relativ hoch ist und bei Beerdigungen zudem häufig ältere Personen anwesend sind, die der Risikogruppe angehören.
  • Mikrofone sind lediglich von einer Person zu benutzen und anschließend zu desinfizieren.
  • Erdwurf und Weihwassergaben am offenen Grab sowie am aufgebahrten Sarg sind zulässig, sofern vor Nutzung der berührten Gegenstände durch eine weitere Person eine Desinfektion (Wischdesinfektion) durchgeführt wird.
  • Soweit die Möglichkeit besteht, ist ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.

 

Im Übrigen wird empfohlen, Bestattungen – soweit sinnvoll möglich – zu verschieben. Für Bestattungen von Urnen sollte dies in der Regel möglich sein und durch die Beteiligten angestrebt werden. Bei einer eventuellen Verschiebung von Erdbestattungen ist bei entsprechenden Kühlmöglichkeiten eine Genehmigung der Gemeinde nach § 19 Abs. 2 Satz 1 der Bestattungsverordnung einzuholen, wenn die Bestattung nicht innerhalb von 96 Stunden nach Feststellung des Todes durchgeführt wird.

 

Alle Informationen stehen unter www.landkreis-augsburg.de/corona zum Download zur Verfügung.

 

+++ UPDATE, Freitag, 24. April 2020 +++

Stationäre Abstreichstelle im Landkreis wird von Neusäß nach Hirblingen verlegt

 

Zentrale Abstreichstelle im Landkreis wechselt den Standort

Wegen der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs am Schulzentrum in Neusäß wird die stationäre Abstreichstelle der KVB im Augsburger Land in den Gersthofer Ortsteil Hirblingen, Gersthofer Straße 9, verlegt. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises können sich dort ab Montag, 27. April, nach dem bewährten Verfahren testen lassen. Die Abstreichstelle ist in der kommenden Woche (KW 18) am Montag, 27. April, und Donnerstag, 30. April, jeweils von 14 bis 17 Uhr erreichbar. Ab der darauffolgenden Woche (KW 19) erstrecken sich die Betriebszeiten auf Montag, Mittwoch und Freitag, ebenso jeweils ab 14 Uhr bis 17 Uhr unter Berücksichtigung der vorab vereinbarten Termine. Zudem bleiben die mobilen Abstreichteams des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg weiter im Einsatz.

 

Im Zuge der ab Montag, 27. April, bayernweit geltenden Maskenpflicht in Geschäften sowie dem Öffentlichen Nahverkehr, bittet der Landkreis alle Bürgerinnen und Bürger, nach Möglichkeit eigene, wiederverwendbare Masken mitzuführen, um die Bestände an Einwegmasken zu schonen. Dies gilt ausnahmslos auch bei der Wahrnehmung von Terminen im Landratsamt und seinen Außenstellen.

 

Neue Schwerpunktpraxis in Schwabmünchen

Neben den beiden Schwerpunktpraxen in Inningen und Langweid-Stettenhofen wird nun eine dritte Anlaufstelle ausgewiesen. Es handelt sich um die Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Sebastian Lochbrunner in 86830 Schwabmünchen, Mindelheimer Straße 6a. Personen mit Symptomen, die möglicherweise auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten und nicht von ihrem Hausarzt behandelt werden können, haben die Möglichkeit, sich dort nach vorheriger Anmeldung und Überweisung durch den Hausarzt untersuchen zu lassen. Die Termine werden den Patienten über ihren Hausarzt telefonisch bekannt gegeben.

 

Um die Mediziner im Augsburger Land bestmöglich auf dem neuesten Stand zu halten, wurde unter www.landkreis-augsburg.de/corona-mediziner eine Informationsseite eingerichtet, die regelmäßig aktualisiert wird.

 

Online-Anmeldung für Kfz-Zulassung wieder möglich

Die Kfz-Zulassungsstelle ermöglicht ab dem kommenden Montag, 27. April, wieder die Terminanmeldung über das Online-Formular, das auf der Website des Landkreises zu finden ist. Telefonisch ist die Zulassungsstelle weiterhin zwischen 8 und 12.30 Uhr unter den Rufnummern 0821/3102-2708, -2709, -2710 und -2731 zu erreichen. Die Außenstelle in Schwabmünchen ist nach wie vor bis auf Weiteres geschlossen.

 

Erreichbarkeit der Telefon-Hotline wird an Nachfrage angepasst

Die Corona-Hotline des Landkreises ist wegen der momentan geringen Nachfrage ab diesem Samstag, 25. April, täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Im Bedarfsfall würde die Erreichbarkeit umgehend wieder aufgestockt werden und auf öffentlichem Wege darüber informiert werden.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 21. April 2020 +++

Corona-Krise: Landratsamt hält den direkten Kontakt zu Künstlern, Vereinen und Jugendeinrichtungen

 

Mehrere hundert Ansprechpartner telefonisch kontaktiert

Mit dem öffentlichen Leben liegt in der laufenden Pandemie-Krise der Betrieb in Vereinen und Jugendeinrichtungen sowie die Arbeit vieler Kunst- und Kulturschaffenden im Landkreis auf Eis. Die geltenden Kontaktbeschränkungen und der damit verbundene Ausfall der meisten Veranstaltungen haben vielerorts für kurzfristige, notgedrungene Änderungen in der Jahresplanung geführt.

 

In einer systematischen Telefonaktion hat das Landratsamt Augsburg nun mit über 400 Ansprechpartnern aus den verschiedenen Bereichen Kontakt aufgenommen, um sich nach den individuellen Umständen der Betroffenen in der Corona-Krise zu erkundigen. Bei den Gesprächen ging es vor allem darum, zu besprechen, ob die gegenwärtige Situation zu individuellen Problemen jeglicher Art geführt habe und inwieweit die Behörde zu deren Lösung beitragen kann. „Uns ist es wichtig, dass unsere Hilfe in diesen Zeiten nicht als abstraktes Versprechen, sondern als unmittelbare, solidarische Unterstützung verstanden wird“, erklärt Landrat Martin Sailer zu den Hintergründen der Maßnahme. Als brauchbare Hilfestellung gaben viele der Ansprechpartner die Internetseite des Landkreises an, auf der sämtliche Informationen zeitnah aktualisiert und durch externe Verweise übersichtlich ergänzt werden.

 

Die Menschen haben sich mit der Situation arrangiert

Die momentane Ausnahmesituation stellt die Verantwortlichen bei den Vereinen und Jugendeinrichtungen sowie die Künstlerinnen und Künstler im Landkreis vor planerische, personelle und finanzielle Herausforderungen. Besonders schwierig gestaltet sich die Situation für darstellende Künstler, die mit öffentlichen Auftritten ihren Lebensunterhalt finanzieren. „Von unmittelbaren Notlagen wurde uns aber in keinem der Telefonate berichtet“, bilanziert der Landrat. „Unsere Fachbereiche bleiben mit allen Betroffenen im Austausch, sodass im Bedarfsfall rechtzeitig und gemeinsam an konstruktiven Lösungen gearbeitet werden kann“, sagt Sailer. 

 

Internetauftritt bietet auch Informationen für Unternehmer

Viele Antworten auf Fragen, die sich durch die Corona-Krise für Unternehmen ergeben, sind auf der Internetseite des Landkreis Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona-unternehmen zusammengefasst. Neben Antragsformularen für Ausnahmegenehmigungen wird dort beispielsweise auf die Voraussetzungen für Soforthilfen und Verdienstausfallentschädigungen, die Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums und andere externe Quellen verwiesen.

 

+++ UPDATE, Montag, 20. April 2020 +++

Problemmüllsammlungen finden wieder statt

 

Die wegen der Corona-Pandemie vorsorglich eingestellten mobilen Problemmüllsammlungen finden ab Samstag, 25. April 2020, wieder statt. Die Sammeltermine sind auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes www.awb-landkreis-augsburg.de abrufbar. Ersatztermine für die ausgefallenen Sammlungen sind leider nicht möglich. Auf das Abstandsgebot von 1,50 Metern und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird auch bei den mobilen Problemmüllsammlungen eindringlich hingewiesen.

 

+++ UPDATE, Freitag, 17. April 2020 +++

CORONA-PANDEMIE: DR. JAKOB BERGER IST VERSORGUNGSARZT FÜR DEN LANDKREIS AUGSBURG


Um die ärztliche Versorgung der Bevölkerung im Zuge der Corona-Pandemie aufrecht zu halten, muss nach Weisung des Gesundheitsministeriums bei den Führungsgruppen Katastrophenschutz jedes Landkreises ein Versorgungsarzt eingesetzt werden. Mit dieser Aufgabe betraut der Landkreis Augsburg den Allgemeinmediziner Dr. Jakob Berger aus Herbertshofen. Er ist Vorstandsbeauftragter für die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in Schwaben sowie schwäbischer Bezirksvorsitzender des bayerischen Hausärzteverbands.

 

Als Versorgungsarzt hat Berger unter anderem die Aufgabe, die Verfügbarkeit der ärztlichen Leistungen sowie die Ausstattung mit entsprechender Schutzausrüstung zu planen und zu koordinieren sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz beim Landkreis Augsburg bei der Ausstattung der Ärzte mit der entsprechenden Schutzausrüstung zu unterstützen, soweit dies zur Bewältigung der Krisensituation erforderlich ist. Des Weiteren fällt es in seine Verantwortung, die Einrichtung oder Benennung von Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von potenziell mit Covid-19 infizierten Patienten vorzunehmen. Diese sollen unter anderem dabei helfen, die Anzahl möglicher Kontaktpersonen zu reduzieren, effektive Infektionsschutzvorkehrungen etablieren und für einen ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln sorgen.

 

Schwerpunktpraxen in Inningen und Langweid

Die ersten beiden Schwerpunktpraxen für den Landkreis Augsburg sind derzeit in der Praxis von Dr. Andreas Schittko, Bobinger Straße 54, 86199 Inningen und in der Praxis von Herrn Dr. Sören Dülsner, Ulrichstraße 8, 86462 Langweid-Stettenhofen vorgesehen. Personen mit Symptomen, die möglicherweise auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten und nicht von ihrem Hausarzt behandelt werden können, haben die Möglichkeit, sich dort nach vorheriger Anmeldung und Überweisung durch den Hausarzt untersuchen lassen. Die Termine werden den Patienten über ihren Hausarzt telefonisch bekannt gegeben. Dies gilt auch für bereits positiv auf das Coronavirus getestete Personen, die eine Untersuchung wünschen. Die Schwerpunktpraxen sollen ab Montag, 20. April 2020, ihren Betrieb aufnehmen.

 

Um auch die Mediziner im Augsburger Land bestmöglich auf dem neuesten Stand zu halten, wurde unter www.landkreis-augsburg.de/corona-mediziner eine Informationsseite eingerichtet, die regelmäßig aktualisiert wird.

 

Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis

Aktuell gibt es 339 bestätigte Fälle des Coronavirus im Landkreis Augsburg. Davon sind 207 Personen bereits wieder genesen. 291 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne, 1609 Personen wurden bereits wieder aus dieser entlassen und fünf Personen sind verstorben (Stand: 17. April 2020). „Außenstehende sind aktuell häufig verwundert darüber, weshalb die Zahl der Infizierten im Landkreis Augsburg im Vergleich zu anderen Regionen relativ langsam ansteigt. Sie können aber sicher sein, dass diese Zahl nicht durch unzureichende Tests von Seiten unseres Gesundheitsamts begründet ist“, erklärt Landrat Martin Sailer. Eine häufig gewünschte flächendeckende Testung aller Landkreisbürger auf das Coronavirus sei jedoch nicht zielführend, da diese nur eine punktuelle Auskunft über den Gesundheitszustand geben würde und man sich bereits am Folgetag angesteckt haben könne. Ändern würde sich das erst, wenn es belastbare Antikörpertests auf Covid-19 gebe.

 

+++ UPDATE, Freitag, 17. April 2020 +++

Abfallwirtschaftsbetrieb und Gemeinden versuchen Normalität wiederherzustellen
 

Einige Wertstoffhöfe öffnen mit Sicherheitsvorkehrungen
Nachdem die Wertstoffhöfe im Landkreis Augsburg in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Pandemie vorsorglich geschlossen waren, werden nun einige ab Montag, 20. April 2020, wieder geöffnet. „Um den erwarteten Andrang unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien gut bewältigen zu können und möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Abgabe ihrer Wertstoffe zu ermöglichen, werden in der ersten Woche die Öffnungszeiten einiger Sammelstellen ausgeweitet“, so Landrat Martin Sailer. Die genauen Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes unter www.awb-landkreis-augsburg.de abrufbar. Individuelle Informationen zum Vorgehen vor Ort, wie zum Beispiel gesonderte Tage zur Abgabe von Grüngut, sind zudem auf den Internetseiten der jeweiligen Gemeinden zu finden. Die Anlieferung wird vorerst auf Papier und Kartonagen, Schrott, Sperrmüll, Möbelaltholz und Elektro-Großgeräte beschränkt. Großanlieferungen werden vom Personal zurückgewiesen und Anlieferungen von landwirtschaftlichen Folien sind grundsätzlich erst wieder ab Freitag, 15. Mai 2020, möglich.
 

Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie des Personals sind zudem folgende Regeln zwingend einzuhalten:

  • Es dürfen sich maximal vier Fahrzeuge zeitgleich auf dem Wertstoffhof befinden. Der Einlass wird vor Ort geregelt. 
  • Wartezeiten sind einzuplanen.
  • Zum Personal und anderen Bürgern ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Auf das Maskengebot zum Schutz aller Beteiligten wird hingewiesen.
  • Wertstoffe müssen selbst entladen werden. Das Personal hilft nicht bei der Entladung der Wertstoffe und Befüllung der Container.
  • Kinder dürfen das Fahrzeug nicht verlassen.
  • Nach der Anlieferung ist das Gelände unverzüglich wieder zu verlassen. 
     

Im Verschenkmarkt wird zusätzlicher „Hilfe“-Bereich eingerichtet

Um die Bürgerinnen und Bürgern in den Kommunen bestmöglich zu unterstützen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg in seinem Online-Verschenkmarkt die zusätzlichen Kategorien „Suche Hilfe“ und „Biete Hilfe“ eingerichtet. Wer im Zuge der Corona-Krise Hilfe sucht oder anbieten möchte, kann unter augsburg-lk.verschenkmarkt.info ab sofort kostenfrei sein Inserat einstellen.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 16. April 2020 +++

Mit einem Stufenplan zurück zur Normalität
 

Zulassungsstelle Gersthofen erweitert schrittweise den Betrieb

Ab Montag, 20. April 2020, erweitert die Zulassungsstelle in Gerst-hofen wieder schrittweise ihren Betrieb. Die Zulassungsstelle in Schwabmünchen bleibt dagegen vorläufig weiterhin geschlossen. Um den gesundheitlichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie des Personals zu gewährleisten, ist eine Terminvergabe weiterhin ausschließlich telefonisch möglich und die Zugangskontrollen bleiben bestehen. Personen, die im Vorfeld keinen Termin ausgemacht haben, können leider nicht bedient werden. Zudem gelten strenge Hygienevorschriften, erläutert Landrat Martin Sailer: „Es ist zwingend auf den empfohlenen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu achten, zudem dürfen sich nur wenige Personen gleichzeitig im Warteraum aufhalten und wir möchten auf die Maskenpflicht in den Räumen unserer Zulassungsstelle hinweisen.“ Den Bürgerinnen und Bürgern werde auch empfohlen – soweit vorhanden – einen eigenen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Auch private Zulassungen sind ab sofort grundsätzlich wieder möglich. Um unnötige Kontakte zu reduzieren, empfiehlt der Landkreis allerdings, auch private Zulassungen über entsprechende Zulassungsdienste vornehmen zu lassen. Überdies ist bei „eigenhändiger“ Zulassung mit späteren Terminen zu rechnen, da Zulassungsdienste bevorzugt terminiert werden.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 16. April 2020 +++

Aktuell 332 bestätigte Fälle des Coronavirus im Landkreis Augsburg. Davon wieder genesene Personen: 199
294 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne, 1564 Personen wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen und fünf Personen sind verstorben.

 

+++ UPDATE, Freitag, 10. April 2020 +++

Corona-Update: Landkreis verzeichnet zwei weitere Todesfälle
 

Im Landkreis Augsburg sind leider zwei weitere Menschen an Covid-19 verstorben. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 75 und 83 Jahren. „Den Angehörigen möchte ich meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen“, so Landrat Martin Sailer. Damit hat der Landkreis Augsburg drei Todesfälle zu verzeichnen. 

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 9. April 2020 +++

Jugendarbeit während der Corona-Krise

Aufgrund der Beschränkungen während der Corona-Krise sind aktuell natürlich auch Einrichtungen der Jugendarbeit wie zum Beispiel Jugendzentren geschlossen. Was viele nicht wissen – hinter den Kulissen stehen die Ansprechpartner der Einrichtungen den Jugendlichen aber auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Angebote reichen von der Beratung am Telefon über gemeinsame digitale Aktivitäten wie z. B. interaktives Gaming bis hin zu Angeboten der Nachbarschaftshilfe. Eine telefonische und digitale Erreichbarkeit für die Jugendlichen ist an fast allen Standorten gewährleistet. Informationen gibt es beim örtlichen Jugendzentrum oder der gemeindlichen Jugendpflege – eine Liste mit Kontaktdaten steht unter www.landkreis-augsburg.de/corona-jugend zum Download bereit.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 8. April 2020 +++

Landrat: Vorausdenken ist unsere oberste Pflicht
 

„Wir müssen alle Lebensbereiche im Blick haben!“

Die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen haben massiven Einfluss auf den Alltag der Menschen und auch für Unternehmen, Vereine, Kirchen, Soziale Einrichtungen und viele weitere Institutionen ist die aktuelle Situation eine enorme Belastung. „Diese Tatsache ist uns sehr bewusst, deshalb arbeiten wir im Landratsamt in engem Schulterschluss mit unseren Gemeinden mit Hochdruck daran, für möglichst viele Problemstellungen Lösungswege oder zumindest Perspektiven zu finden“, betont Landrat Martin Sailer.
 

Beschaffung von Masken

Einer der wichtigsten Punkte dabei sei die Beschaffung von adäquaten Masken zum Schutz der Belegschaft und Bewohner in sozialen Einrichtungen. Erst heute (8. April 2020) lieferte das Landratsamt insgesamt 33.000 medizinische Mund-Nasenschutz-Masken an Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen im Landkreis Augsburg. Weitere sollen folgen. Große Hoffnungen hatte der Landkreis dabei in die Lieferung der angekündigten Stoffrollen von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gesetzt. Bislang sei davon eine Rolle im Landratsamt Augsburg eingetroffen – von der Qualität habe man sich jedoch mehr erhofft, so der Landrat. Der Grund:  die Stoffe eigenen sich lediglich zum Vernähen von Einmal-Masken und nicht, wie erhofft, für Mehrweg-Masken, die bei 90 Grad Celsius gewaschen und dann wiederverwendet werden können. „Wir müssen nun umdenken und Wege finden, anderweitig an Material zu kommen, das den Kriterien für eine Mehrfachnutzung entspricht“, erläutert der Landrat. Mit der Beschaffung dieser Stoffe hätten die Mitarbeiter der Behörde selbstverständlich bereits begonnen, jedoch habe man die Stoffe aus München gedanklich hinzugezählt.

Von der Einsatzbereitschaft der Menschen im Landkreis zeigt sich Landrat Martin Sailer tief beeindruckt: „Es ist toll zu sehen, wie die Menschen füreinander einstehen, wie schnell sich Helfer- und Nähkreise finden und welche Kraft aus diesem gemeinschaftlichen Engagement entsteht. Die Corona-Krise ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jeder Einzelne kann durch seine Solidarität, Hilfsbereitschaft, durch Spenden oder seinen Arbeitseinsatz unglaublich viel bewirken.“

Gemeinsam mit den Kommunen des Landkreises möchte Landrat Martin Sailer dafür sorgen, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit Mehrfach-Schutzmasken ausgestattet werden. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, in das auch freiwilligen NäherInnen eingebunden werden können, die Interesse daran haben, ihre Masken der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

 

Förderung kleinerer Einzelhandelsunternehmen

Ein weiterer wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Bewältigung der Corona-Krise im Augsburger Land ist das wirtschaftliche Überleben der vielen Einzelhändler, die derzeit unter den Auswirkungen der Krise leiden. „Die Maßnahmen der Allgemeinverfügung des Freistaats sind absolut richtig und es ist für uns alle das Beste, diese Regeln konsequent einzuhalten“, macht Landrat Martin Sailer klar. Jedoch müsse man damit einhergehende Missstände so schnell wie möglich beheben. Damit nimmt der Landrat Bezug auf die Bemühungen der Einzelhändler, die auf Online-Bestellungen und Lieferservice umgestellt haben, um zu überleben, deren Bemühungen aber ins Leere laufen, weil die größeren Supermärkte ihr Sortiment um genau deren Produkte ergänzt haben. „Wenn wir nun in jedem Supermarkt Schmuck, Kleidung oder Blumen kaufen können, sind die kleinen Geschäfte und Einzelhändler trotz ihres Einfallsreichtums schnell ruiniert“, so der Landrat. Deshalb hat sich Sailer in einem Schreiben an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gewandt, in dem er um sofortige Prüfung bittet, ob kleinere Läden bereits in naher Zukunft unter bestimmten Bedingungen und Sicherheitsvorgaben wieder öffnen dürfen. Das Tragen eines entsprechenden Mund-Nasen-Schutzes, die Desinfektion und eine strenge Begrenzung der Kundenzahl seien dabei selbstverständlich vorauszusetzen. „Ich bin überzeugt, dass wir nur mit einer derartigen Maßnahme den kleinen Einzelhandel vor Ort retten können und bitte Sie um eine rasche und nachhaltige Prüfung und zeitnahe Entscheidung,“ schrieb Sailer an den Minister.

Der Landkreis selbst hat auf seiner Internetseite unter www.landkreis-augsburg.de/regionale-angebote eine Liste von Landkreis-Händlern, -Dienstleistern und -Gastronomen erstellt, die währende der Corona-Krise besondere Angebote auflegen. Auf dieser Seite ist ebenfalls ein Formular zu finden, mit dem sich weitere interessierte Unternehmen in diese Liste aufnehmen lassen können.

 

Gottesdienste online

Das Osterwochenende steht vor der Tür und viele Gläubige sind sehr traurig darüber, dass sie das höchste Fest im Kirchenjahr nicht in ihrer Kirche beim Gottesdienst feiern können. „Das ist überaus bedauerlich, aber leider notwendig“, so Landrat Martin Sailer. Das Bistum Augsburg mit seinem ernannten Bischof Dr. Bertram Meier trüge diese Entscheidung ausdrücklich mit. Online-Gottesdienste seien im Augenblick eine gute Alternative, so der Landrat. Zur Durchführung dieser habe das Bistum klare Weisungen an Pfarrämter und Ordensgemeinschaften herausgegeben, die für die Kirchen in der Diözese und somit auch im Landkreis gültig seien. „Trotz aller menschlicher und wirtschaftlicher Not wünsche ich den Menschen im Augsburger Land ein gesegnetes Osterfest“, so Sailer.

Aktuell 292 bestätigte Fälle des Coronavirus im Landkreis Augsburg. Davon wieder genesene Personen: 107
360 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne, 1032 Personen wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 7. April 2020 +++

Finanzielle Entlastung für von Schließung bedrohte Gastronomie- und Hotelbetriebe in ganz Bayern
 

Wirtschaftsministerium präsentiert „tragfähige Lösung“

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat zusammen mit den Branchenverbänden und Versicherungsunternehmen eine Lösung für Gaststätten- und Hotelbetreiber in Bayern präsentiert, die zwar über eine Betriebsschließungsversicherung verfügen, deren Anwendbarkeit im Rahmen der Corona-Pandemie jedoch strittig ist. Im Detail sieht die gemeinsame Empfehlung vor, dass die Versicherer zwischen zehn und 15 Prozent der bei Betriebsschließungen vereinbarten Tagessätze übernehmen und an die betroffenen Gastronomie- und Hotelbetriebe ausbezahlen. Die Empfehlung wurde bereits von mehreren Organisationen und Versicherungsunternehmen unterzeichnet, weitere haben ihre Unterstützung zugesagt. Laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger handelt es sich bei der Regelung um eine „tragfähige Lösung für beide Branchen“.

So können Unternehmen weiterhin Soforthilfe beantragen

Das Antragsverfahren für wirtschaftliche Soforthilfen wurde geändert. Die Antragsstellung erfolgt nun ausschließlich digital über einen Online-Antrag, der unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona abgerufen werden kann. So soll eine schnellere Bearbeitung garantiert werden. Wer bereits einen Antrag für die Bayerische Soforthilfe gestellt hatte, kann nun auch noch weitere Liquidität im Rahmen des neuen, abgestimmten Soforthilfeprogramms von Bund und Freistaat beantragen. Dies gilt es im digitalen Antrag zu vermerken. Eine existenzbedrohende Lage liegt nach neuer Definition dann vor, wenn die Einnahmen nicht mehr ausreichen, um die laufenden Betriebskosten zu decken.

Zudem wurden die Höchstsummen für die staatlichen Zuschüsse angepasst. Es gilt nun folgende Staffelung: Unternehmen mit bis zu fünf Angestellten erhalten maximal 9.000 Euro, Betriebe mit bis zu zehn Erwerbstätigen werden mit maximal 15.000 Euro bezuschusst. Maximal 30.000 Euro stehen für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern zur Verfügung, für Firmen mit bis zu 250 Arbeitnehmern sind maximal 50.000 Euro angesetzt.

Weitere wichtige Informationen für Unternehmen im Internet

Zahlreiche Informationen zu Fragen, die sich im Zuge der Corona-Krise für Unternehmen ergeben, sind auf der Themenseite des Landkreis Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona in der Rubrik „Wichtige Informationen für Unternehmen zum Coronavirus“ zusammengefasst. Neben Antragsformularen für Ausnahmegenehmigungen wird dort beispielsweise auf die Voraussetzungen für Verdienstausfallentschädigungen, die Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums und viele andere externe Quellen verwiesen.

 

+++ UPDATE, Samstag, 4. April 2020 +++

Erster Patient aus dem Landkreis an Corona verstorben

Aktuell 250 bestätigte Fälle

„Wir haben im Landkreis Augsburg leider einen Menschen durch das Coronavirus verloren“, teilt Landrat Martin Sailer am Samstagabend mit. Ein fast 65-jähriger Mann (Jahrgang 1955) sei an der Lungenkrankheit verstorben. „Unser Beileid gilt den Angehörigen und allen, denen der Verstorbene lieb und teuer war“, so Sailer. Die Zahl der Infizierten beläuft sich aktuell auf 250 Personen. 86 Menschen sind nach der Erkrankung wieder genesen, 315 befinden sich derzeit in Quarantäne und 879 haben die Quarantäne bereits hinter sich.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 1. April 2020

Schließung der Wertstoffhöfe bis 19. April 2020

Im Zuge der offiziellen Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen durch die Bayerische Staatsregierung bis zum 19. April bleiben auch die Wertstoffhöfe im Landkreis Augsburg weiter geschlossen.

Diese Maßnahme dient dem Schutz des Personals, aber auch der Bürgerinnen und Bürger: Insbesondere im Falle kleinerer Anlagen kann der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden. Zudem wäre das Risiko gegeben, dass es während der Öffnungszeiten zu zahlreichen Anlieferungen kommen würde und Menschenansammlungen in der Folge nicht auszuschließen wären.

Die Abholung der Restmüll-, Bio- und Papiertonnen läuft derzeit planmäßig weiter. Haussperrmüllabholungen finden ebenfalls statt. Alle Informationen sind im Internet auf der Seite des Abfallwirtschaftsbetriebs unter www.awb-landkreis-augsburg.de erhältlich.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 31. März 2020 +++

Unterstützung für Corona-Team der KVB in Neusäß

 

Landkreis führt zusätzlich bewährte mobile Abstreichteams fort

Auf Bitte des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat der Landkreis Augsburg zur Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) eine stationäre Abstreichstelle am Schulzentrum in Neusäß eingerichtet, um auch deren Patienten entsprechend wirkungsvoll zu versorgen: „Obwohl uns von Seiten der KVB noch einige Antworten auf wesentliche Fragen des Betriebs einer solchen Einrichtung fehlen, starten wir ab sofort mit den Tests, um hier schnellstmöglich Abhilfe zu leisten“, erklärt Landrat Martin Sailer. Die bewährten mobilen Abstreichteams der Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg bleiben laut Sailer zeitgleich weiter im Einsatz: „Im Gegensatz zu den meisten anderen Landkreisen in Bayern, hat der Landkreis Augsburg seit nunmehr vier Wochen mobile Abstreichteams geschaffen, die mit zwei Krankenwagen in der Lage sind, bis zu 75 Patienten am Tag zu Hause aufzusuchen und entsprechende Abstriche vorzunehmen. Durch sie können wir bis heute alle Anforderungen des Staatlichen Gesundheitsamtes abarbeiten und die Patienten fühlen sich bestens versorgt.“ Ein weiteres Plus: Der Landkreis könne auf diese Weise sicherstellen, dass die Ergebnisse der entsprechenden Tests sehr zeitnah an die Patienten übermittelt werden. Deshalb bestehe zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund, die bewährte Methode zu verändern.

 

+++ INFO, Montag, 30. März 2020 +++

An alle Unternehmen im Landkreis Augsburg: Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat eine neue Liste mit „Häufig gestellten Fragen zu Betriebsuntersagungen“ herausgegeben. Diese finden Sie hier.

Bitte informieren Sie sich mithilfe dieser Liste eigenständig darüber, ob Sie Ihr Gewerbe weiterbetreiben dürfen oder nicht.

Bei Unklarheiten können Sie sich an die Kollegen der Wirtschaftsförderung unter [email protected]LRA-a.bayern.de wenden.

Zusätzlich haben wir für Sie unter www.landkreis-augsburg.de/corona-unternehmen viele wichtige Informationen (u. a. zu finanziellen Hilfen) zusammengestellt. Außerdem können Sie unter www.landkreis-augsburg.de/regionale-angebote die Spezial-Angebote Ihres Unternehmens während der Corona-Krise bewerben.

 

+++ UPDATE, Sonntag, 29. März 2020 +++

Gute Nachrichten am Sonntag:

  • 36 Corona-Infizierte im Landkreis wieder genesen
  • Schulen bieten auch in den Osterferien Betreuung an

Insgesamt haben sich im Landkreis Augsburg bis heute 171 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Nun gibt es auch erste erfreuliche Zahlen von Personen, die die Krankheit unbeschadet überstanden haben: insgesamt 36 Menschen sind nach ihrer Infektion wieder gesund. „Jeder genesene Bürger und jede genesene Bürgerin ist ein Zeichen der Hoffnung, die wir in diesen Tagen so dringend brauchen“, sagt Landrat Martin Sailer und wünscht allen Erkrankten eine schnelle Besserung und alles Gute. „Die Ausgangsbeschränkung und sämtliche Begleiterscheinungen machen uns allen derzeit zu schaffen. Dennoch sind sie dringend nötig, um unserem Gesundheitssystem die Chance zu geben, möglichst allen Erkrankten – unabhängig ob coronainfiziert, oder an einer anderen Erkrankung leidend – die notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen“, betont Sailer weiter. Die Lage werde sich weiter zuspitzen, deshalb müssten sich alle Menschen weiterhin diszipliniert an die aktuellen Regeln halten.
 

Betreuung auch in Osterferien gesichert

Wie das Bayerische Kultusministerium berichtet, wird es für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen auch in den Osterferien eine Betreuung geben. In einem Schreiben sowie auf der Homepage des Ministeriums heißt es: „Die Notfallbetreuung wird im Bedarfsfall von der Schule in der ersten Ferienwoche von Montag bis Donnerstag und in der zweiten Ferienwoche von Dienstag bis Freitag aufrechterhalten. Sie erstreckt sich bedarfsgerecht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr. Ganztags- und Mittagsbetreuungsangebote stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung, die Verpflegung der Kinder ist durch die Erziehungsberechtigten sicherzustellen. Angekündigte Ferienangebote sind augenblicklich aufgrund der Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie nicht durchführbar. Schülerinnen und Schüler, die an Unterrichtstagen eine Kindertageseinrichtung besuchen, werden auch in den Osterferien in der Notfallbetreuung dieser Kindertageseinrichtung betreut.“

Link zur Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

 

+++ UPDATE, Freitag, 27. März 2020, 17.30 Uhr +++

Beratung für Familien läuft weiter

 

Familienbüros und Beratungsstellen telefonisch und online zu erreichen
Die Ausgangsbeschränkung während der Corona-Krise stellt auch Familien vor große Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die bereits unter normalen Umständen mit Schwierigkeiten wie Überforderungssituationen, häuslicher Gewalt oder Alkoholproblemen der Eltern zu kämpfen haben. Auf derart betroffene Eltern und Kinder hat das Jugendamt im Landkreis Augsburg derzeit ein ganz besonderes Auge, insbesondere um Kinder in potentieller Gefahr zu schützen. „Die fehlende Tagesstruktur erschwert die häusliche Situation dieser Tage enorm, deshalb bleiben unsere Sozialpädagogen in sehr engem Kontakt mit den uns bekannten Familien und schutzbedürftigen Kindern“, erklärt Landrat Martin Sailer. Über Telefon oder das Internet hielten die Ansprechpartner im Jugendamt Kontakt zu den Familien und achteten sensibel darauf, erste Warnzeichen von Gewalt oder Vernachlässigung zu erkennen. 

 

Auch die generelle Beratungsinfrastruktur für Familien im Landkreis Augsburg wird von den Familienbüros, Familienstationen und Erziehungsberatungsstellen weiterhin aufrechterhalten. Die persönlichen Gespräche werden durch Telefonate oder Online-Beratung ersetzt. „Ich möchte allen Familien – auch gut funktionierenden in harmonischen Verhältnissen – ans Herz legen, sich frühzeitig pädagogischen Rat einzuholen. Wir alle befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation, da liegen auch die stärksten Nerven irgendwann einmal blank“, legt Landrat Sailer verständnisvoll nahe.

 

Von Montag bis Samstag stehen größtenteils ganztägig diverse Beratungsangebote verschiedener Träger zur Verfügung. Online oder am Telefon erhalten Eltern hier ohne Wartezeiten und überwiegend ohne Terminvereinbarung praktische pädagogische Tipps und Hilfestellungen. Eine Übersichtsliste mit allen Angeboten und Kontaktdaten steht im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/corona-eltern zum Download zur Verfügung.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 26. März 2020, 12 Uhr +++

Mit helfenden Händen durch die Corona-Krise


Landkreis Augsburg veröffentlicht Handlungsempfehlung für Nachbarschaftshilfe-Gruppen in der Region
Das Coronavirus stellt unsere Gesellschaft in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich bereits 143 Personen im Landkreis Augsburg nachweislich mit dem neuartigen Virus angesteckt, wie viele von ihnen inzwischen wieder genesen sind, wird aktuell ermittelt. „Die exponentielle Verbreitung der Pandemie muss zwingend eingebremst werden“, drängt Landrat Martin Sailer ernst. Auch wenn die deshalb erforderlichen Maßnahmen große Auswirkungen auf den Alltag jedes einzelnen hätten. Dabei gelte es nun insbesondere die gefährdeten Risikogruppen zu schützen, die momentan – soweit möglich – ihr Haus nicht verlassen sollen. Doch diese Menschen sind glücklicherweise nicht alleine, denn überall in der Region gründen sich sogenannte Nachbarschaftshilfe-Gruppen, die den betroffenen Personen unter anderem beim Einkaufen, Gassi gehen oder für Fahrdienste und Botengänge helfend zur Seite stehen. „Es ist unglaublich beeindruckend zu sehen, wie viele Privatpersonen sich uneigennützig im Augsburger Land für ihre Mitmenschen engagieren“, freut sich Landrat Martin Sailer. Die Nachbarschaftshilfe beweise erneut, wie gut das Miteinander in der Region funktioniere. Um die aufkommenden Fragen der Helferinnen und Helfer zu beantworten, hat der Landkreis Augsburg nun eine entsprechende Handlungsempfehlung verfasst, die ab sofort auf der Internetseite www.landkreis-augsburg.de/nachbarschaftshilfen zur Verfügung steht. 
 

+++ UPDATE, Donnerstag, 26. März 2020 +++

Zulassungsstelle Schwabmünchen schließt

Ab Montag, 30. März 2020, bleibt die Zulassungsstelle in Schwabmünchen bis auf Weiteres geschlossen. Grund dafür ist die Schließung der ansässigen Schilderfirmen aufgrund des Corona-Virus. 

Wann die Zulassungsstelle Schwabmünchen wieder geöffnet werden kann, ist derzeit nicht bekannt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden daher zur Verstärkung in der Zulassungsstelle Gersthofen eingesetzt. Bereits gebuchte Termine zur Fahrzeugzulassung können in der Zulassungsstelle Gersthofen wahrgenommen werden.

 

+++ UPDATE, Mittwoch, 25. März 2020, 17.35 Uhr +++

Miteinander, füreinander, gemeinsam gegen Corona


Landkreis unterstützt kostenfrei Unternehmen während der Corona-Pandemie
Die Maßnahmen, die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie eingehalten werden müssen, treffen die heimische Wirtschaft – insbesondere Kleinunternehmer und Selbstständige – außerordentlich hart. „Um die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen, haben wir uns dazu entschlossen, die besonderen Angebote von Unternehmen aus dem Landkreis Augsburg, wie zum Beispiel einen gesonderten Online-Verkauf, Lieferungen, Take-Away oder Verkaufsautomaten, zu sammeln und kostenfrei auf unserer Homepage sowie den Social-Media-Kanälen des Landkreises zu veröffentlichen“, erläutert Landrat Martin Sailer. Wer sein Unternehmen während der Corona-Krise auf diese Weise bewerben möchte, findet im Internet unter www.landkreis-augsburg.de/regionale-angebote ab sofort den Fragebogen „Besondere Angebote von Unternehmen im Landkreis Augsburg während der Corona-Pandemie“. Diesen kann man direkt online ausfüllen und per E-Mail an die zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes verschicken. Wer möchte, kann auch noch ein Foto für die sozialen Medien hinzufügen. In diesem Fall ist aber zwingend die Angabe der Bildquelle erforderlich. „Wir hoffen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger solidarisch zeigen und die angebotenen Alternativen nutzen. Gemeinsam gewinnen wir den Kampf gegen Corona“, so Sailer weiter.


Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
Am 27. März müssen Unternehmen und Selbstständige in der Regel die Sozialversicherungsabgaben für ihre Betriebe an den Sozialversicherungsträger überweisen. Dies kann aufgrund der derzeitigen Krisenlage bei vielen Unternehmen zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, da momentan die Umsätze vielerorts einbrechen. Nach einem aktuellen Beschluss des Deutschen Bundestages können die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber für die Monate März und April 2020 ab sofort zinslos und ohne den Nachweis von Sicherheiten gestundet werden, wenn die Arbeitgeber aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Der entsprechende Musterantrag für die Krankenkasse steht unter www.landkreis-augsburg.de/finanzielle-hilfen zum Download zur Verfügung. 
 

+++ UPDATE, Mittwoch, 25. März 2020 +++

Abfallwirtschaft im Landkreis Augsburg: Einschränkungen wegen Corona


Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg versucht zusammen mit den Entsorgungsfirmen, die Abholung der Restmüll-, Biomüll- und Papiertonnen sowie des Gelben Sacks weiterhin zu den regulären Terminen zu gewährleisten. Derzeit werden auch noch alle Wertstoffinseln für die Abgabe von Glas und Dosen regelmäßig entleert und angemeldete Sperrmüllabholungen finden durch die Firma Remondis weiterhin statt. Aktuell gibt es in der kommunalen Abfallwirtschaft folgende Einschränkungen:


Wertstoffhöfe
Alle Wertstoffhöfe im Landkreis Augsburg haben bis mindestens Freitag, 3. April 2020, geschlossen. Die Bürger werden gebeten, die Wertstoffe zu Hause zwischenzulagern. Über Wiedereröffnungen wird rechtzeitig informiert.


Problemmüllsammlungen
Alle Problemmüllsammlungen, die bis Sonntag, 19. April 2020, vorgesehen waren, finden nicht statt. Über nachfolgende Termine wird zeitnah entschieden und informiert.


Altpapiersammlungen der Vereine
Viele Vereine sagen derzeit die Haussammlungen ab. Die Vereine teilen Absagen oft über die Presse bzw. das entsprechende Gemeindeblatt mit.


Verkauf amtlicher Müllsäcke
Ein Verkauf der amtlichen Müllsäcke über die Rathäuser ist derzeit nicht möglich. Dringend benötigte Säcke können für einen Stückpreis von sieben Euro per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de oder telefonisch unter 0821 3102 3226 bestellt werden. Der Versand erfolgt samt Gebührenbescheid per Post.


Bestellung von Papiertonnen und Biotonnen
Papier- und Biotonnen können weiterhin bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt jedoch erst nach der Corona-Krise. Derzeit werden nur Restmülltonnen ausgeliefert.


Reklamationen nicht geleerter Mülltonnen
Nicht geleerte Tonnen können per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de oder telefonisch unter 0821 3102-3221 oder -3222 reklamiert werden. Wir versuchen eine Nachleerung zu beauftragen. Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir aber um Verständnis, wenn nicht jede Nachleerung erfolgen kann. Eingefrorene Biotonnen werden generell nicht nachgefahren.


Erreichbarkeit Abfallwirtschaftsbetrieb
Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist für den Parteiverkehr geschlossen. Ein Kontakt ist per Telefon unter 0821 3102 3211 oder per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de möglich.


Aktuelle Informationen
Der Abfallwirtschaftsbetrieb informiert über weitere Änderungen über die Medien, im Internet (www.awb-landkreis-augsburg.de), über Facebook und über die AbfallApp. 
 

 

+++ UPDATE, Dienstag, 24. März 2020 +++

Corona-Pandemie: Landratsamt unterstützt Herstellung von Desinfektionsmitteln

 

Die Rohstoffe Isopropanol und Ethanol sind besonders gefragt

Zur Eindämmung der fortschreitenden Corona-Pandemie hat die Vorbeugung weiterer Neuinfektionen höchste Priorität. „Indem wir unsere persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren, erreichen wir sehr viel“, sagt Landrat Martin Sailer. Dennoch müsse man den Schutz der Menschen auch dort erhöhen, wo sie trotz der geltenden Ausgangsbeschränkungen zwangsläufig aufeinandertreffen – beispielsweise im Bereich der Pflege oder bei Arztbesuchen. In diesen Situationen spielen Desinfektionsmittel und desinfizierende Reinigungsmittel eine wichtigere Rolle denn je. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Bestände der Mittel jedoch dauerhaft niedrig. Auch die chemischen Bestandteile sind inzwischen kaum mehr auf herkömmlichem Wege erhältlich.

Das Landratsamt Augsburg richtet daher einen Appell an alle Firmen und Betriebe in der Region, die Rohstoffe Isopropanol und Ethanol je nach Möglichkeit zur Verfügung zu stellen: „Aus beiden Stoffen lassen sich effektive Desinfektionsmittel herstellen, die aktuell einen immensen Beitrag zum Schutz von Risikogruppen, aber auch von allen anderen Menschen leisten können“, so der Landrat.

 

Dinkelscherbener Firma Witty GmbH bietet Produktion an

Regionale Unternehmen, die über ungenutzte Bestände eines der beiden Stoffe verfügen, werden gebeten, sich mit dem Dinkelscherbener Unternehmen Witty in Verbindung zu setzen. Die Firma ist auf die Produktion verschiedener Reinigungs- und Desinfektionsmittel spezialisiert und hat sich kurzfristig bereit erklärt, die Herstellung der im Landkreis akut benötigten Mittel zu übernehmen. Die Kontaktaufnahme ist über die E-Mail-Adresse [email protected]witty.de möglich. „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Betrieben, die diesem Aufruf folgen und damit den Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger tatkräftig unterstützen“, sagt Landrat Martin Sailer.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 24. März 2020 +++


Ab morgen, Mittwoch, 25. März 2020, gilt die Allgemeinverfügung „Ausnahmegenehmigung für die Durchführung von Bestattungen im Landkreis Augsburg". Die Allgemeinverfügung finden Sie im Downloadbereich unter www.landkreis-augsburg.de/corona.

 

+++ UPDATE, Samstag, 21. März 2020 +++

Krisenbewältigung geht alle an - Landrat Sailer nimmt Ärzte und Kita-Personal in die Pflicht

Die Zahlen der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Augsburg steigen täglich. Am Samstag waren im Landkreis Augsburg 68 Menschen mit COVID-19 infiziert.

Bei der Corona-Hotline des Landkreises zeigte sich unterdessen eine besorgniserregende Entwicklung: es häufen sich Anrufe von besorgten Bürgerinnen und Bürgern mit Krankheitssymptomen, die von Hausärzten mit Verweis auf die Hotline abgewiesen wurden. „Wir können erkrankten Personen keinerlei medizinische Versorgung oder Beratung bieten“, betont Landrat Martin Sailer. „Von Gesetzes wegen haben wir dazu keine Befugnis. Ich appelliere daher dringend an die niedergelassenen Ärzte, ihrer Behandlungspflicht nachzukommen. Es ist absolut inakzeptabel, dass sich einzelne Mediziner in dieser Situation ihrer Verantwortung entziehen und erkrankte Menschen sich selbst überlassen. Wir alle befinden uns in einer Ausnahmesituation und jeder hat nun seinen Teil im jeweiligen Verantwortungsbereich dazu beizutragen. Allen medizinischen Berufsgruppen, die täglich unter diesen erschwerten Bedingungen arbeiten und helfen, sage ich herzlich Danke!“

 

Kinderbetreuung für Eltern in systemrelevanten Berufen muss sichergestellt sein

Auch Schulen, Kindertagesstätten und weitere Betreuungseinrichtungen müssen in diesen Tagen ihrer Aufgabe nachkommen und die sogenannte Notfallbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen gewährleisten. Hier stehe im Vordergrund, dass Kinder möglichst geschützt vor einem Ansteckungsrisiko in ihrer zuständigen Einrichtung betreut werden. Eine Zusammenlegung von Gruppen oder gar ganzer Einrichtungen sowie ein ständiger Wechsel des Betreuungspersonals sei an dieser Stelle absolut kontraproduktiv und müsse unbedingt unterlassen werden, so Landrat Martin Sailer. „Es geht hier nicht um einen möglichst sparsamen Umgang mit personellen Ressourcen, sondern um das Unterbrechen von Infektionsketten.“ Die Fachstelle für Kindertagespflege des Landratsamtes werde hier streng darauf achten, dass die entsprechenden Regelungen eingehalten würden.
 

Landratsamt warnt vor Trickbetrügern

Die Corona-Krise zeigt unangenehme Begleiterscheinungen: Trickbetrüger machen sich die aktuelle Situation zunutze. In den vergangenen Tagen haben sich Polizeiberichten zufolge Unbekannte an Haustüren fälschlicherweise als Mitarbeiter der Staatlichen Gesundheitsämter, der Rettungsdienste oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) ausgegeben. Die Gauner erkundigen sich wohl unter anderem nach Corona-Testergebnissen oder anstehenden Testterminen, um sich so Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen. Landrat Martin Sailer versichert: „Die Mitarbeiter des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg werden niemals unangekündigt vor Ihrer Türe stehen.“ Sollten betroffene Bürgerinnen und Bürger nach vorherigem Telefonat mit einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ein mobiles Abstreichteam erwarten, so ist dieses an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Das Team kommt in der Regel in einem Krankenwagen, der eindeutig gekennzeichnet ist. Der Abstrich erfolgt in diesem Krankenwagen, außer bei bettlägerigen Personen.  
  • Der Fahrer des Krankenwagens trägt eine Warnweste des Landkreises mit entsprechender Beschriftung.
  • Der Abstreicher trägt einen Schutzanzug und eine Maske.
  • Betroffene erhalten ein Merkblatt mit wichtigen Informationen.

Neben den mobilen Einheiten des Gesundheitsamtes sind auch Abstreichteams der KVB unterwegs. Diese unterscheiden sich optisch von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Keinesfalls wird im Zuge des Tests Bargeld oder sonstige Bezahlung gefordert. Der Landrat rät allen Bürgerinnen und Bürgern: „Sollten Sie nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um seriöse Mitarbeiter von KVB oder Gesundheitsamt handelt, fordern Sie in jedem Fall eine Identifizierung.“

 

 

+++ UPDATE, Freitag, 20. März 2020, 14 Uhr +++
 

Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.
 

Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen.
 

Untersagt wird der Besuch von


a) Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, ausgenommen hiervon sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige und Palliativstationen und Hospize

 

b) vollstationären Einrichtungen der Pflege

 

c) Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

 

d) ambulant betreuten Wohngemeinschaften

 

e) Altenheimen und Seniorenresidenzen

 

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Triftige Gründe sind insbesondere:


a) die Ausübung beruflicher Tätigkeiten

b) die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen; Blutspenden sind ausdrücklich erlaubt) sowie der Besuch bei Angehörigen helfender Berufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlichist (z. B. Psycho- und Physiotherapeuten)


c) Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen).
Nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben.

 

d) der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich

 

e) die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen

 

f) die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis

 

g) Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung

 

h) Handlungen zur Versorgung von Tieren

 

Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung zu kontrollieren. Im Falle einer Kontrolle sind die triftigen Gründe durch den Betroffenen glaubhaft zu machen.

 

Die vollständige Allgemeinverfügung finden Sie zum Download unter www.landkreis-augsburg.de/corona.

 

+++ UPDATE, Freitag, 20. März 2020 +++

 

Aufgrund der heute erlassenen Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung bleiben sämtliche Wertstoffhöfe im Augsburger Land bis auf weiteres geschlossen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb wird rechtzeitig über die Medien, im Internet, auf Facebook und über die AbfallApp mitteilen, sobald die Anlagen wieder geöffnet werden. Die Problemmüllsammlungen finden bis zum 19. April nicht statt. Über die nachfolgenden Termine wird zeitnah entschieden.

 

Müllabfuhr und Containerleerungen finden regulär statt

Die Müllabfuhr (Restmüll, Bioabfälle, Altpapier) und die Abholung der Gelben Säcke findet weiter zu den regulären Terminen statt. Sofern es Einschränkungen durch die beauftragten Entsorgungsbetriebe gibt, werden wir umgehend informieren. Die Leerungen der Glas- und Dosencontainer finden aktuell regulär statt.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 19. März 2020, 15.55 Uhr +++

 

Müllabfuhr

Die Müllabfuhr (Restmüll, Bioabfälle, Altpapier) und die Abholung der Gelben Säcke findet aktuell zu den regulären Terminen statt. Sofern es Einschränkungen durch die beauftragten Entsorgungsbetriebe gibt, werden wir umgehend informieren.

 

Glas- und Dosencontainer

Die Leerungen finden aktuell regulär statt.

 

Wertstoffhöfe

Ab sofort sind nur noch die folgenden Wertstoffhöfe im Landkreisgebiet geöffnet: Altenmünster, Aystetten, Fischach, Gablingen, Königsbrunn, Meitingen, Schwabmünchen, Stadtbergen-Leitershofen, Zusmarshausen und die Deponie Hegnenbach. Die Öffnungszeiten dieser Wertstoffhöfe sind eingeschränkt. Die aktuellen Zeiten sind auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes unter www.awb-landkreis-augsburg.de abrufbar. Für diese Wertstoffhöfe gelten die folgenden Regelungen:

 

  • Vorab ist unbedingt kritisch zu prüfen, ob die Fahrt zum Wertstoffhof zwingend notwendig ist.
  • Normale und somit aufschiebbare Anlieferungen werden zurückgewiesen.
  • Es dürfen maximal vier Fahrzeuge gleichzeitig entladen.
  • Das Personal hilft nicht beim Ausladen.
  • Zum Personal ist ein Abstand von 1,50 m einzuhalten.
  • Kinder müssen in den Fahrzeugen bleiben.
  • Nach der Anlieferung ist der Wertstoffhof unverzüglich zu verlassen.

 

Die Einschränkungen sind notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Wir bitten ausdrücklich darum, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Wertstoffhöfe nur in begründeten Sonderfällen aufsuchen.

 

Problemmüllsammlungen

Problemmüllsammlungen finden bis zum 19. April nicht statt. Über die nachfolgenden Termine wird zeitnah entschieden.

 

Über weitere Änderungen wird der Abfallwirtschaftsbetrieb über Pressemitteilungen, die Internetseite, Facebook und die AbfallApp aktuell informieren.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 19. März 2020, 15.15 Uhr +++

Landratsamt stellt interne Betriebsabläufe vorsorglich auf längerfristigen Krisenmodus um

 

Ziel der Maßnahmen ist Wahrung der Handlungsfähigkeit

Das Landratsamt Augsburg richtet sich mit internen Umstrukturierungen vorsorglich auf einen längerfristigen Krisenmodus im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ein. „Wir stellen vorsichtshalber die Weichen dafür, dass unsere Behörde auch im Fall einer deutlichen Verschlechterung der jetzigen Lage handlungsfähig bleibt“, sagt Landrat Martin Sailer. Zweck aller Maßnahmen sei es, dass das Landratsamt auch weiterhin für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sorgen könne. „Bislang ist keine unserer Mitarbeiterinnen und kein Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt – wir wollen zum Schutz unserer Belegschaft und zur Aufrechterhaltung des Betriebs dafür sorgen, dass dies so bleibt“, so der Landrat. Die organisatorischen Änderungen treten ab dem kommenden Montag, 23. März 2020, in Kraft und betreffen neben der Belegschaft des Landratsamts auch den Kundenverkehr.

 

Änderungen im Parteiverkehr und der personellen Besetzung

Der Parteiverkehr im Hauptgebäude am Prinzregentenplatz sowie in den Außenstellen beschränkt sich vorerst ausschließlich auf dringende Fälle, die keinen zeitlichen Aufschub zulassen. Bürgerinnen und Bürger, die einen Termin vereinbaren möchten, müssen sich vorab zwingend anmelden. Zur Vorbesprechung und Vereinbarung eines Termins wird explizit um Kontaktaufnahme mit der zuständigen Sachbearbeiterin bzw. dem Sachbearbeiter per E-Mail gebeten, in Ausnahmefällen stehen spezielle Telefonnummern zur Verfügung. Diese sind unter www.landkreis-augsburg.de/termin zu finden. Wir bitten zu beachten, dass die telefonische Erreichbarkeit nur vormittags von 8 bis 12.30 Uhr gewährleistet werden kann. Zugang zum Hauptgebäude und den Außenstellen erhält nur, wer eine Terminvereinbarung wegen eines dringlichen Grunds vorweisen kann. Die Zulassungsstelle bleibt zwar für den Kundenverkehr geöffnet, allerdings auch nur nach vorheriger Terminvereinbarung und mit Einschränkungen: Bearbeitet werden grundsätzlich nur Fälle, die dem handwerklichen und gewerblichen Bereich zuzuordnen sind und damit der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit von Unternehmen dienen. Prinzipiell ausgeschlossen sind vorerst Zulassungen und Wiederzulassungen von Freizeitfahrzeugen wie Motorrädern und Cabrios. Private Zulassungen sonstiger Art sind nur in begründet dringlichen Einzelfällen möglich.

 

Für den Dienstbetrieb in allen Geschäftsbereichen des Landratsamts wird ab der kommenden Woche ein Schichtsystem eingeführt. Dazu wird die gesamte Belegschaft in zwei Teams unterteilt, die sich tageweise im Amt abwechseln. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir im Falle einer Ausbreitung des Virus in unserem Kollegenkreis in jedem Bereich unseres Hauses weiterhin über Kräfte verfügen, die den Betrieb aufrecht halten können“, erklärt Landrat Martin Sailer. An den Tagen, an denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Teams nicht im Amtsgebäude arbeiten, unterstützen sie ihre Fachbereiche von ihren Heimarbeitsplätzen aus. Alle Kolleginnen und Kollegen, die selbst oder deren Angehörige im gleichen Haushalt zu einer der sogenannten Risikogruppen zählen, wechseln dauerhaft in die Heimarbeit. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 19. April – je nach allgemeiner Lage wird dann entschieden, ob das System in dieser Form weitergeführt werden muss. „Da wir im Zuge der vorübergehenden Umstrukturierung über weniger Personal im Amt verfügen und unsere Kapazitäten dementsprechend eingeschränkt sein werden, bitten wir um Verständnis, falls es bei der Abarbeitung verschiedener Anliegen aus der Bevölkerung zu zeitlichen Verzögerungen kommen sollte“, fügt Landrat Sailer hinzu. Als weitere Präventivmaßnahme müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus dem Ausland zurückkehren, dem Amtsgebäude und den Außenstellen für 14 Tage fernbleiben. Zudem gilt ab sofort eine Urlaubssperre, um die Personaldecke stabil zu halten.

 

Verstoß gegen die Allgemeinverfügung gilt als Straftat

Die Bayerische Staatsregierung hat per Allgemeinverfügung angeordnet, welche Plätze, Geschäfte und Einrichtungen ab sofort geschlossen sind. Dazu zählen beispielsweise Spiel- und Sportplätze sowie Straßencafés. Außerdem sind Versammlungen von Personengruppen im öffentlichen Bereich verboten. In Abstimmung mit dem Landratsamt Augsburg kontrolliert die Polizei die Einhaltung dieser Regeln. Die Nichtbeachtung gilt als Straftat.

 

Informationen weiterhin über Internetseite und Hotline erhältlich

Nach wie vor ist die Corona-Hotline des Landkreises unter (0821) 3102-3999 täglich von 8 bis 19 Uhr für die Landkreisbürgerinnen und -bürger erreichbar. Für die Beantwortung aller Anfragen aus der Öffentlichkeit wurden bereits vor knapp zwei Wochen zusätzliche Kapazitäten durch interne Personalverlegungen geschaffen. „Wegen der sich ständig verändernden Lage ist das Aufkommen an Anrufen nach wie vor hoch“, sagt Landrat Martin Sailer. Die Bevölkerung wird gebeten, vor dem Anruf zu prüfen, ob die Frage in der Übersicht unter www.landkreis-augsburg.de/corona beantwortet wird. Wichtig: Die Telefonisten der Hotline sind von Gesetzes wegen nicht befugt, medizinische Versorgung oder Beratung zu leisten.

 

Aktuelle Zahlen

Derzeit verzeichnet das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg 53 bestätigte Fälle von Covid-19. Ab sofort wird das Landratsamt täglich um 12 Uhr die aktuellen Infiziertenzahlen auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-augsburg.de/corona veröffentlichen.

 

Landratsamt weist auf abgesagte Termine und Veranstaltungen hin

Um die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, sagt das Landratsamt Augsburg unabhängig von der Weisung der Bayerischen Staatsregierung folgende Veranstaltungen ab:

  • 26.03.2020: Girls‘/Boys’Day
  • 30.03 bis 09.05.2020: 6. Energiekarawane Schwabmünchen durch Birkach, Klimmach und Schwabegg (wird auf Ende des Jahres verschoben)
  • Schüler- und Schnupperpraktika im Landratsamt Augsburg bis zum Ende der Osterferien
  • Bürgersprechstunden, Gesprächskreise und Vorträge der Betreuungsstelle im gesamten Landkreis Augsburg
  • 02./03.04.2020: Erörterungstermin zum Antrag Lechstahlwerke, Ort: Großer Sitzungssaal
  • 18.04.2020 – Hegeschau (Veranstaltung der Jägervereinigung Augsburg e.V. und der unteren Jagdbehörde) – Gaststätte Adler, Hauptstr. 31, Diedorf
  • 24.04.2020 – Hegeschau (Veranstaltung der Jägervereinigung Schwabmünchen e.V. und der unteren Jagdbehörde) – Gasthof zur Post, Lindauer Str. 22, Großaitingen

 

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 19. März 2020, 8.45 Uhr +++

Arbeitsagentur und Jobcenter arbeiten weiter – auch wenn die Türen geschlossen sind. Geldauszahlung ist sichergestellt.

 

Die Agentur für Arbeit Schwabmünchen und die Jobcenter Augsburger Land in Augsburg und Schwabmünchen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Daher gibt es derzeit keinen offenen Kundenzugang mehr.

 

Wie können Sie dennoch mit Ihren Ansprechpartnern in Kontakt treten?
 

Agentur für Arbeit Schwabmünchen:

 

  • Arbeitnehmer: Telefon: 0800 4 5555 00 (kostenfrei)
    Erreichbarkeit: täglich 8 bis 18 Uhr
     
  • Arbeitgeber: Telefon: 0800 4 5555 20 (kostenfrei)
    Erreichbarkeit: täglich 8 bis 18 Uhr
     
  • Arbeitslosmeldungen und Bargeldauszahlung im Notfall: Telefon: 0821 3151-125
    Erreichbarkeit: Montag bis Mittwoch: 7.30 bis 12 Uhr, Donnerstag: 7.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Freitag: 7.30 bis 12 Uhr


     
  • Jobcenter Augsburger Land: Telefon: 0821 99888-991
    Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag: 8 bis 15 Uhr, Freitag: 8 bis 12 Uhr
     
  • Jobcenter Schwabmünchen: Telefon: 08232 9079-33
    Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag: 8 bis 15 Uhr, Freitag: 8 bis 12 Uhr

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.arbeitsagentur.de

Zum Thema Kurzarbeit finden Arbeitgeber Informationen unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

 

Wichtige Information für alle Kundinnen und Kunden:

  • Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per E-Mail. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.
  • Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt.
  • Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.
  • Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

 

Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II:

 

 

Kundinnen und Kunden, die bereits Arbeitslosengeld II beziehen, und einen Weiterbewilligungsantrag stellen wollen, können dies online unter http://www.jobcenter-digital.de erledigen. Nach der Registrierung wird per Post eine PIN zugestellt. Über dieses Portal können auch Veränderungen mitgeteilt werden.

+++ UPDATE, Mittwoch, 18. März 2020, 16.30 Uhr +++

 

Einschränkungen verursachen vielfältige Fragestellungen

Neben dem öffentlichen Leben wirkt sich die Ausbreitung des Coronavirus auch auf Unternehmen und Betriebe aus. Durch vielfältige Einschränkungen, unterbrochene Lieferketten, reduzierte Vertriebstätigkeiten und vor allem durch den Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergeben sich umfangreiche Einschnitte in die Betriebsabläufe und eine Vielzahl an Fragen rund um finanzielle Überbrückungshilfen, Darlehensprogramme, Hygieneregeln, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Steuerstundung und Kurzarbeit.

 

Soforthilfen können ab sofort beantragt werden

Die von der Bayerischen Staatsregierung zugesagten Soforthilfen für Betriebe und Freiberufler können ab sofort beantragt werden. Das Formular ist unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona abrufbar. Der ausgefüllte Antrag kann bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden (siehe Kontaktinformationen am Ende dieser Mitteilung).

 

Umfangreiche Informationen auf der Website des Landkreises

Da die meisten Fragen von Unternehmern durch die Ministerien, die Landesbank, die Arbeitsagentur oder andere Fachstellen beantwortet werden, findet sich auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-augsburg.de/corona-unternehmen eine Übersicht mit wichtigen Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Links zu weiterführenden Informationsseiten. „Die Inhalte auf unseren Informationsseiten werden regelmäßig aktualisiert, für alle anderen Fragen stehen unsere Fachbereiche zur Verfügung“, sagt Landrat Martin Sailer. Sollte ein Anliegen vorliegen, für das weder eine Antwort noch ein direkter Kontakt zu finden sein sollte, ist die Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg via [email protected]LRA-a.bayern.de erreichbar.

 

+++ UPDATE, Samstag, 14. März 2020, 21 Uhr +++

Schließungen, Absagen, Notfallpläne – Coronavirus fordert Gesellschaft in allen Lebensbereichen

Weiterhin sind im Landratsamt Augsburg auch über das Wochenende rund 50 Personen damit beschäftigt, die aktuelle Corona-Situation zu bewältigen. Derzeit liegt die Zahl der infizierten Personen bei 31. Dass es noch nicht mehr positive Fälle im Landkreis Augsburg zu verzeichnen gibt, liegt daran, dass die Ergebnisse aus den untersuchenden Laboren inzwischen erst nach einigen Tagen vorliegen. Nach wie vor sind mobile Abstreichteams im Einsatz, um all jene Personen zu testen, die von den Ärzten des Staatlichen Gesundheitsamts im Landratsamt Augsburg entsprechend eingestuft wurden. In Quarantäne befinden sich derzeit 284 Menschen. Diese werden täglich von einem großen Team an medizinisch ausgebildeten Telefonisten angerufen und bei Bedarf beraten. Auch die allgemeine Corona-Hotline wird nach wie vor sehr intensiv nachgefragt. Um die personellen Ressourcen im Gesundheitsamt auch langfristig aufrecht erhalten zu können, hat Landrat Martin Sailer inzwischen einen Schichtdienst einrichten lassen. Sowohl bei den Ermittlungen in Bezug auf infizierte Patienten als auch für die Telefonisten der Bürgerhotline gilt ein Schichtplan, um das Personal gesund und leistungsfähig zu halten.

 

Landratsamt stellt Daseinsvorsorge sicher

Derzeit verzeichnet das Landratsamt selbst noch keinen bestätigten Corona-Fall, deshalb sind alle Fachbereiche personell gut aufgestellt und können zudem bei der Abarbeitung der Corona-Krise unterstützen. Um auch in den kommenden Wochen und Monaten alle Bereiche der Daseinsvorsorge sicherstellen zu können, will Landrat Martin Sailer auch hier vorbereitet sein: „Wir möchten auch für unsere eigenen Beschäftigten vorplanen und für den Fall der Fälle gerüstet sein. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen Redundanzen schaffen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraussichtlich in zwei Teams aufteilen, die sich wöchentlich abwechseln. Außerdem sollen alle Beschäftigten, die die Möglichkeit haben von zu Hause aus zu arbeiten, dies tun. Dadurch bleiben wir im Falle einer Ansteckung und etwaiger Kontaktpersonen in der Belegschaft weiterhin arbeitsfähig.“ Begleiterscheinung dieser Maßnahme werde zwangsläufig sein, dass der Service des Landratsamtes langsamer läuft als gewohnt. „Wir möchten unsere Bürgerinnen und Bürger bitten, nur noch zwingend notwendige Behördengänge zu tätigen und möglichst viele Anliegen telefonisch oder per E-Mail abzuwickeln. Des Weiteren bitte ich um Verständnis für die Verzögerungen, die sich gewiss ergeben werden“, so Landrat Martin Sailer. „Wir leben gerade in einem Ausnahmezustand und sind alle gezwungen, unsere Gewohnheiten den äußeren Gegebenheiten anzupassen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich geben unser Bestes, um die Verwaltung gut funktionierend aufrechtzuerhalten“, so Sailer weiter.

 

Herausforderung für Eltern – Landratsamt sucht nach einheitlichem System für Notfallbetreuung

Die Eltern von mehr als 1.6 Mio. Schülerinnen und Schülern in Bayern stehen ab Montag vor der großen Herausforderung, ihre Kinder längerfristig selbst betreuen zu müssen. Der Freistaat hat in seiner Allgemeinverfügung von 13. März 2020 geregelt, dass für Elternteile, die alleinerziehend und in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind, eine Notfallbetreuung sichergestellt werden muss. Wie dies in der Umsetzung genau aussehen wird, wird sich erst in der kommenden Woche zeigen. Das Landratsamt Augsburg ist sich der Herausforderung für Eltern bewusst und möchte so gut wie möglich unterstützen. So soll ein Fragebogen erarbeitet werden, der die Voraussetzungen für eine Notfallbetreuung gezielt abfragt und Kindertageseinrichtungen sowie Schulen bei der Beurteilung eines Notfallbedarfs helfen soll. Landrat Martin Sailer sieht die Liste der relevanten Berufsgruppen als noch nicht vollständig an. „Dies können wir aber erst genau beurteilen, wenn wir einen Überblick haben, welche Berufsgruppen und Einzelschicksale sich tatsächlich am Montag in den Einrichtungen melden“, so Sailer. Er rechnet erst Mitte oder Ende der Woche mit einer klaren Systematik in Kindertagesstätten und Schulen. „Wichtig ist, dass diese Notplätze für Eltern mit echtem Bedarf vorgehalten werden. Dass beide Elternteile berufstätig sind, reicht an dieser Stelle leider nicht aus. Ich appelliere an alle Eltern, mit diesem Angebot gewissenhaft umzugehen. Hier muss jede einzelne Familie Verantwortung übernehmen und eine individuelle Lösung suchen, um das System nicht von vornherein zu sprengen und um möglichst viele Kontakte unter Kindern und damit ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Ich möchte alle Arbeitgeber herzlich bitten, hier flexible Lösungen anzubieten und Eltern in dieser Situation möglichst gut zu unterstützen. Dies tun wir auch im Landratsamt.“

 

Ebenso appelliert Landrat Martin Sailer noch einmal an Inhaber von Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen wie Kinos oder Schwimmbäder: „Derartige Einrichtungen sollten dringend geschlossen werden, um Infektionsketten zu unterbrechen. Dasselbe gilt für Gottesdienste.“

 

+++ INFO, Samstag, 14. März 2020, 19.30 Uhr +++

Infektionsrisiko in Wahllokalen gering
 

Gesundheitsamt: die Sorge vor Ansteckung ist unbegründet

Am morgigen Sonntag finden in Bayern die Kommunalwahlen statt und in einigen Gemeinden äußern Wahlhelfer die Sorge, sich in einem Wahllokal oder beim Auszählen der Stimmzettel mit dem Coronavirus zu infizieren. „Diese Sorge möchten wir den Ehrenamtlichen gerne nehmen“, betont Landrat Martin Sailer. „Unser Gesundheitsamt stuft das Ansteckungsrisiko in einem Wahllokal als verhältnismäßig gering ein, wenn sich sowohl Wahlhelfer als auch Wählerinnen und Wähler an bestimmte Regeln – die inzwischen hinreichend bekannt sind – halten.“ Wahlkabinen stünden ohnehin weit auseinander und die Wahlhelferteams seien angehalten, sehr regelmäßig zu lüften und die Tische zu reinigen. Wer möchte, darf Handschuhe tragen, das Gesundheitsamt hält dies aber nicht für unbedingt notwendig. Denn: ein Stimmzettel sei keine Oberfläche, auf der sich Viren gut ansiedeln, weshalb auch die Auszählungsteams unbesorgt arbeiten könnten. Wählerinnen und Wählern wird empfohlen, einen eigenen Stift zum Ausfüllen des Stimmzettels, mitzubringen. Es gäbe überdies nur einen unmittelbaren Kontaktmoment zwischen Wahlhelfern und Wählerinnen und Wählern, nämlich die Übergabe des Wahlscheins und Entgegennahme des Stimmzettels – eine vernachlässigbare Zeit, so das Gesundheitsamt.

„Wir leben in einer Zeit, in der das Wahlrecht und die Demokratie wichtiger sind denn je. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass unsere Gesellschaft in den vergangenen Monaten und Jahren beunruhigend weit auseinandergerückt ist. Bei der morgigen Wahl haben wir alle die Chance, politische Vertreter in unsere Kommunalparlamente zu wählen, die unsere Region auch in Krisenzeiten zusammenhalten und für Sicherheit und Stabilität sorgen“ appelliert Landrat Martin Sailer an alle Bürgerinnen und Bürger, die morgen die Gelegenheit haben, ihre Stimme abzugeben.

 

+++ UPDATE, Freitag, 13. März 2020 +++

Corona: Landrat Martin Sailer stellt erweiterte Strategie zur Eindämmung des Virus vor

 

 

Ausbreitung des Erregers muss drastisch verlangsamt werden

Seit den ersten positiven Befunden im Landkreis in der vergangenen Woche ist die Zahl der Neuinfektionen im Augsburger Land mit dem neuartigen Coronavirus beinahe täglich gestiegen, von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen. Bislang wurden 29 Krankheitsfälle im Augsburger Land registriert, über 200 Personen befinden sich in Quarantäne. „Unsere bisherige Verfahrensweise, Verdachtsfälle zu testen und die Kontaktpersonen im persönlichen und beruflichen Umfeld zu ermitteln und zu isolieren, wird alleine nicht ausreichen“, erklärte Landrat Martin Sailer im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag im Landratsamt Augsburg. Das liege vor allem an der Geschwindigkeit, mit der sich das Virus verbreite. „Wir müssen die Leistungsfähigkeit unserer Behörden zwingend aufrechterhalten und auch unsere Kliniken davor bewahren, unter der steigenden Last zu kollabieren“, sagte der Landrat. Im Trend sei in Deutschland der gleiche exponentielle Anstieg an Neuinfektionen zu beobachten wie in anderen Ländern. „Wir haben momentan noch die Chance, frühzeitig zu handeln und die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu verlangsamen und damit unser Gesundheitssystem zu entlasten, bevor es zu spät ist“, so der Landrat. Aus diesem Grund müsse die bestehende Strategie im Umgang mit dem Coronavirus erweitert werden.

 

Eindämmung des Virus ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Um die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen sind neben Vereinen, Verbänden oder anderen Organisationen auch alle Bürgerinnen und Bürger privat gefordert: „Wir alle müssen unser Verhalten ändern, unsere Sozialkontakte auf ein Minimalmaß reduzieren und jegliche verzichtbare Veranstaltung rigoros meiden oder absagen“, sagte Landrat Sailer im Zuge der Pressekonferenz. Das Prinzip ist simpel: Wer sich selbst vor einer Ansteckung schützt, handelt auch seinen Mitmenschen gegenüber verantwortungsvoll. „Bitte denken Sie an diejenigen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, für die eine Erkrankung durch den Corona-Erreger ein lebensbedrohliches Problem darstellen könnte – ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen“, appellierte der Landrat. Der Aufruf richte sich insbesondere auch an Veranstalter, die bislang noch an der Durchführung ihrer Pläne festhalten. Mithilfe eines eigens dafür produzierten Videos, das der Landkreis über die sozialen Medien verbreitet, soll die Botschaft möglichst viele Menschen erreichen.

 

Landrat begrüßt Entscheidung, Schulen und Kitas bayernweit zu schließen

In einer Pressemitteilung hatte der Landrat seiner Forderung nach einer bayernweiten Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten gegenüber der Landesregierung am Donnerstag Nachdruck verliehen. „In der vergangenen Woche habe ich mich mehrmals an die Staatsregierung und die zuständigen Ministerien gewandt und die Dringlichkeit dieses Schrittes betont“, so der Landrat. Die nun getroffene Entscheidung trage entscheidend dazu bei, potenzielle Infektionswege konsequent zu durchbrechen.

 

Corona-Hotline des Gesundheitsamts ab sofort zwischen 8 und 19 Uhr erreichbar

Die telefonische Hotline des Gesundheitsamts, über die sich Bürgerinnen und Bürger des Landkreises mit ihren Fragen an die Behörde wenden können, ist ab sofort täglich von 8 bis 19 Uhr erreichbar. „Wir haben beobachtet, dass die Stunde zwischen 19 und 20 Uhr im bisherigen Betrieb die nachfrageärmste war, weswegen wir die personellen Kapazitäten beibehalten aber die tägliche Erreichbarkeit um eine Stunde reduzieren“, erklärte Landrat Martin Sailer. Weiterhin informiert der Landkreis auch über die Website unter www.landkreis-augsburg.de/corona über die Entwicklungen im Augsburger Land. Bürgerinnen und Bürger werden vor dem Anruf der Hotline dringend gebeten, den Fragenkatalog „Häufige Fragen zum Coronavirus“ einzusehen, ob ihre Fragen dort beantwortet werden. Sailer bittet um Verständnis der Bürgerinnen und Bürger, dass es im klassischen Alltagsbetrieb der Behörde zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen kann.

 

+++ INFO, Freitag, 13. März 2020 +++

Ab Montag, 16. März 2020, sind bayernweit alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 12. März 2020, 18.30 Uhr +++

Landrat empfiehlt bayernweite Schließung von Schulen und Kindertagesstätten
 

Sailer: „Situation erfordert endlich konsequentes Handeln!“

In den letzten Wochen hat sich das Coronavirus in einer Geschwindigkeit über Ländergrenzen hinweg verbreitet wie es zuvor niemand für möglich gehalten hätte. Landrat Martin Sailer sieht nur eine Möglichkeit das Virus zu stoppen, um das exponentielle Wachstum einzudämmen und so zu vermeiden, dass die Epidemie die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems überfordert: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen in unserem Land ihr Verhalten ändern und wir müssen Menschenansammlungen jeglicher Art vermeiden. Andernfalls wird es uns in kürzester Zeit nicht anders ergehen, als der Bevölkerung in Italien“, macht der Landrat deutlich. Die Situation erfordere endlich ein rasches und konsequentes Handeln – und das nicht nur in Bezug auf Hygienemaßnahmen. Neben der rigorosen Absage von öffentlichen Veranstaltungen, müssten natürlich auch Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden. „Wie kann es sein, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern raten, unter anderem nicht mehr in die Chorstunde zu gehen, aber gleichzeitig unsere Kinder jeden Tag zu hunderten in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schicken“, fragt Sailer irritiert. Auch in den Sozialen Medien stößt die bisherige Vorgehensweise auf viel Unverständnis. „Die Eltern sind zurecht besorgt, schließlich ist jeden Tag mit neuen Infektionen zu rechnen. Wenn wir die Schulen und Kindertagesstätten geöffnet lassen, weiß ich langsam nicht mehr, wie wir das rechtfertigen sollen“, so Sailer.

 

+++ UPDATE, Donnerstag, 12. März 2020, 17 Uhr +++

Keine neuen Fälle im Landkreis Augsburg. Aktuelle Testergebnisse alle negativ.

Die Anzahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Augsburg beläuft sich weiterhin auf 27. „Damit die Zahl der neu-infizierten Personen so gering bleibt, ist es sehr bedeutend, dass wir uns jetzt alle an ein paar Richtlinien halten“, insistiert Landrat Martin Sailer. Dazu würden unter anderem das Meiden von unnötigen Versammlungen und Veranstaltungen, regelmäßiges Händewaschen, Lüften und die Einhaltung der Hust- und Niesetikette gehören. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist es unsere wichtigste Aufgabe, das exponentielle Wachstum des Virus einzudämmen, um so zu vermeiden, dass die Epidemie die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems überfordert“, betont der Landrat.

 

Neue Erreichbarkeit der Corona-Hotline täglich von 8 bis 19 Uhr

Trotz der steigenden Anzahl der zu bearbeitenden Fälle bleibt das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg weiter leistungsfähig. Die extra eingerichtete Corona-Hotline wird ab Freitag, 13. März 2020, sogar noch weiter optimiert: „Die letzten Tage haben uns gezeigt, wann wir vermehrt mit Anrufen zu rechnen haben. Aus diesem Grund verstärken wir die Hotline zu den Stoßzeiten personell und kürzen die Erreichbarkeit am anrufarmen Abend um eine Stunde. So können wir unsere Kapazitäten perfekt nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Fragen zur Verfügung stehen“, erläutert Sailer. Insgesamt seien aktuell mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich bis weit in die Abendstunden hinein damit beschäftigt, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und die Situation besonnen und konzentriert abzuarbeiten.

Man sei auch deshalb so stark aufgestellt, weil Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Behörde in die Abläufe miteingebunden seien und so die Kompetenzen gebündelt würden. Sailer ergänzt: „Wir bitten deshalb um das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger, dass es im klassischen Alltagsbetrieb der Behörde zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen kann.“

 

Corona-Hotline darf keine medizinische Versorgung oder Beratung leisten

Einen wichtigen Punkt bittet der Landrat aber zu beachten: „Wir müssen aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass wir an der Corona-Hotline des Staatlichen Gesundheitsamts im Landratsamt Augsburg von Gesetzes wegen keine medizinische Versorgung oder Beratung leisten dürfen! Dementsprechend müssen wir unsere Bürgerinnen und Bürger bitten, sich bei normalen Krankheitssymptomen und ohne begründeten Verdacht auf eine Corona-Infektion an die niedergelassenen Hausärzte zu wenden.“

 

Viele wichtige Informationen zum Coronavirus und den ausgewiesenen Risikogebieten sowie die Telefonnummer der Hotline finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona.

 

+++ INFO, Freitag, 13. März 2020, 9 Uhr +++

Aufgrund der derzeitigen Lage sehen wir uns leider gezwungen, die bereits geplanten Schüler- und Schnupperpraktika vorerst bis zum Ende der Osterferien sowie den Girls‘/Boys’Day am 26. März 2020 abzusagen. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler werden von den Kollegen des Fachbereichs Personalmanagement des Landratsamtes Augsburg persönlich informiert.

 

+++ INFO, Donnerstag, 12. März 2020, 15.03 Uhr +++

Der Augsburger Verkehrsverbund AVV hat auf seiner Webseite www.avv-augsburg.de/corona alle wichtigen Informationen für seine Fahrgäste zusammengestellt und informiert hier gegebenenfalls auch direkt über die aktuellen Auswirkungen auf den ÖPNV in unserer Region.

 

+++ INFO, Donnerstag, 12. März 2020, 14.35 Uhr +++

Die Heilpraktikerprüfungen (sowohl allgemeine Heilpraktiker als auch Psychotherapie) am Mittwoch, 18. März 2020, sind aufgrund der aktuellen Corona-Lage abgesagt. Nähere Informationen werden den Kandidat*Innen auf dem Postweg zugesandt. 

 

+++ INFO, Donnerstag, 12. März 2020, 14.10 Uhr +++

Wir müssen aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg VON GESETZES WEGEN KEINE MEDIZINISCHE VERSORGUNG / BERATUNG LEISTEN DARF!

 

+++ INFO, Mittwoch, 11 März 2020, 21 Uhr +++

Kurzzeitig wurde über die Homepage der Grundschule Walkertshofen kommuniziert, dass der Schulbetrieb für die kommenden 14 Tage ausgesetzt werden muss.

Dies ist NICHT korrekt. Aktuell liegen dem Gesundheitsamt keine neuen Ergebnisse vor. Die Information auf der Schulhomepage war einem internen Missverständnis geschuldet.

 

+++ UPDATE, Dienstag, 10. März 2020, 15.45 Uhr  +++

Wie bereits zu erwarten war, ist das Anrufaufkommen auf der vom Staatlichen Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg eigens eingerichteten Coronavirus-Hotline sehr hoch. „Deshalb haben wir nun auf unserer Internetseite www.landkreis-augsburg.de/corona eine Unterseite mit Antworten zu den häufigsten Fragen unserer Bürgerinnen und Bürgern eingerichtet, um die Kollegen am Telefon zu entlasten“, erklärt Landrat Martin Sailer. Die Seite soll auch künftig immer weiter aktualisiert werden. Auf diese Weise soll es möglich gemacht werden, dass sich Bürgerinnen und Bürger ihren Anruf bei der Hotline sparen und sich ihre Fragen selbst beantworten können.

 

Coronavirus: Weitere Schulen im Landkreis von vorsorglichen Schließungen betroffen

 

Schulbetrieb an insgesamt fünf Schulen für 14 Tage ausgesetzt

Nach der Anordnung zur vorübergehenden Schließung der Grundschule in Adelsried am Montagnachmittag muss auf Grundlage neuester Laborbefunde auch der Betrieb an vier weiteren Schulen im Landkreis vorsorglich ruhen: Ab dem morgigen Dienstag wird an der Grund- und Mittelschule Großaitingen, der Grundschule Kutzenhausen, der Grund- und Mittelschule Zusmarshausen sowie an der benachbarten Realschule Zusmarshausen für die kommenden zwei Wochen kein Unterricht stattfinden, die Schulen bleiben geschlossen. Ausschlaggebend für diese präventive Maßnahme sind die positiven Laborbefunde einer Lehrerin, die an den verschiedenen Schulen in Kutzenhausen und Zusmarshausen unterrichtet sowie zweier Schüler der Grundschule in Großaitingen, die beide am neuartigen Corona-Virus erkrankt sind. 

 

Zahl der Infektionen im Landkreis Augsburg auf 21 gestiegen

Mit den elf neuesten Befunden beläuft sich die Zahl der im Augsburger Land positiv getesteten Personen auf insgesamt 21. 

 

Zehnter Corona-Fall im Landkreis: Grundschule in Adelsried wird für zwei Wochen geschlossen

Staatliches Gesundheitsamt veranlasst präventive Maßnahme

Seit Montag ist ein weiterer Fall des neuartigen Corona-Virus im Landkreis Augsburg bekannt. Wie der Laborbefund belegt, ist eine Schülerin der Grundschule in Adelsried mit dem Virus infiziert und damit der zehnte bestätigte Fall im Augsburger Land. Bislang ist unklar, auf welchem Wege die Ansteckung erfolgt ist. Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg ermittelt derzeit sämtliche Kontaktpersonen im Umfeld der Schülerin, die ebenfalls betroffen sein könnten. Zudem muss die Grundschule Adelsried ab dem morgigen Dienstag als präventive Sofortmaßnahme für 14 Tage geschlossen bleiben. „Da sich der Kreis der Kontaktpersonen an einer Grundschule nicht sicher eingrenzen lässt, können wir nur durch deren vorsorgliche Schließung verhindern, dass sich das Virus an dieser Stelle weiter ausbreitet“, sagt Landrat Martin Sailer zur Maßnahme des Gesundheitsamts. Entscheidungsgrundlage für diesen Schritt ist das Infektionsschutzgesetz.

 

Ermittlungen dauern auch in den übrigen Erkrankungsfällen an

Zwischenzeitlich laufen auch in den zuvor bekannt gewordenen Corona-Fällen im Landkreis die Kategorisierungen der Kontaktpersonen sowie die Probenahmen weiter. „Wir betreiben großen Aufwand, um alle Kontaktpersonen schnellstmöglich zu testen und etwaige Sofortmaßnahmen zeitnah veranlassen können“, erklärt Landrat Martin Sailer. Zudem befinde sich das Gesundheitsamt im täglichen Austausch mit den in klinischer und häuslicher Quarantäne untergebrachten Personen und Familien. „Wir nehmen jeden Tag Kontakt mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auf, um uns nach dem gesundheitlichen Befinden und dem Genesungsprozess der Menschen zu erkundigen“, so der Landrat.

 

Aktuell neun bestätigte Fälle im Landkreis Augsburg

 

Rund 40 Beschäftigte des Landratsamtes im Dauereinsatz.

Seit Freitagmittag hat das Landratsamt Augsburg sechs neue bestätigte Fälle von Corona-Infizierten zu verzeichnen. Insgesamt sind es damit aktuell neun an COVID-19 erkrankte Personen im Landkreis Augsburg. Vier davon stehen mit den erstbekannten Fällen aus Kutzenhausen und Bonstetten in Verbindung, zwei sind Rückkehrer aus einem Urlaub in Südtirol. Alle Betroffenen sowie ihre Familien stehen unter Quarantäne. Mögliche Kontaktpersonen werden derzeit vom Gesundheitsamt ermittelt.



Öffentliche Suche nach Kontaktpersonen läuft gut

Die Entscheidung vom Freitag, die möglichen Kontaktpersonen des Bürgermeisterkandidaten aus Bonstetten öffentlich zu suchen, habe sich bewährt, stellt Landrat Martin Sailer fest. Insbesondere am Freitag erhielt die Behörde mehrere hundert Anrufe von potenziell Betroffenen. Mithilfe eines detaillierten Fragebogens kategorisierten die Telefonisten alle Anrufer, besprachen mit ihnen etwaig notwendige Maßnahmen und standen vor allem für Fragen zu Sorgen und Ängsten zur Verfügung. Insgesamt ist am Landratsamt Augsburg derzeit ein Team aus knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich und auch am Wochenende damit beschäftigt, die Auswirkungen des Coronavirus zu bearbeiten. Dazu gehören neben Landrat Martin Sailer Mitglieder des Katastrophenschutzes, medizinisches Personal, Telefonisten, Kollegen aus dem Schulamt, dem Arbeitsschutz, der Kantine, der Verwaltung und viele mehr. „Wir profitieren in dieser Situation sehr von unseren geübten Szenarien aus dem Katastrophenschutz,“ berichtet Landrat Sailer. Die Teams seien eingespielt, so dass es nur weniger Worte bedarf, um ein strukturiertes und durchdachtes Vorgehen zu gewährleisten.



Diagnosestelle hat sich bewährt

Auch die gemeinsame Diagnosestelle mit der Stadt Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg sei eine richtige Entscheidung gewesen, so Sailer weiter. Über das gesamte Wochenende sind dort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes im Einsatz, um bei Kontaktpersonen der Kategorie 1 Abstriche für die entsprechenden Labortests durchzuführen. Die Anzahl der zu testenden Personen blieb dabei bislang überschaubar, da hier nur diejenigen getestet werden, die die notwendigen Kriterien erfüllen und von den Ärzten des Gesundheitsamtes entsprechend eingestuft und angemeldet werden. Neben den Abstrichteams in der Diagnosestelle sind auch weiterhin mobile Einheiten im Landkreis unterwegs, um betroffene Bürgerinnen und Bürger mit Verdacht auf Corona zuhause abzustreichen.


Durch eine sorgfältige telefonische Vorauswahl gelang es, den Personenkreis der zu testenden Bürgerinnen und Bürger auf ein verhältnismäßig geringes Maß zu beschränken. Es wurden mehr als 50 Personen durch mobile Teams getestet und am Wochenende kamen insgesamt 37 Personen für einen Abstrich zur gemeinsamen Diagnosestelle. „Angesichts der mehreren hundert Anrufe, die uns nach dem öffentlichen Aufruf erreicht haben, ist es erfreulich, dass es im Verhältnis offensichtlich nur wenige Personen gibt, die tatsächlich dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt waren,“ betont Landrat Martin Sailer. Dies trage hoffentlich auch dazu bei, die Sorgen der Bevölkerung im Allgemeinen ein wenig zu lindern.


Voraussichtlich am Montagmittag wird der Betrieb der gemeinsamen Diagnosestelle wieder eingestellt, denn die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hat in Aussicht gestellt, zu diesem Zeitpunkt mit mobilen Teams zu übernehmen. „Sollte sich im Laufe der Woche herausstellen, dass die Kapazitäten der KVB nicht ausreichen, planen wir vor und können bei Bedarf mit eigenen mobilen Einheiten ergänzen,“ erklärt Landrat Martin Sailer.



Am Montag keine Schließung von Schulen oder Kindertagesstätten notwendig

Nach derzeitigem Stand gibt es im Zusammenhang mit den neun bestätigten Corona-Fällen im Landkreis aktuell keine Veranlassung zu Maßnahmen, die für den morgigen Montag Einfluss auf Schulen oder Kindertagesstätten hätten. Keines der bisher positiven Ergebnisse steht in unmittelbarem Kontakt mit einer Schule oder einer Kita. Seitens des Gesundheitsamtes muss daher am Montag keine Einrichtung geschlossen werden. Weitere Testergebnisse werden für Montagnachmittag erwartet, dann muss neu entschieden werden, ob Schließungen ab Dienstag notwendig werden.


Landrat dankt Werner Halank für seine Unterstützung

Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass wir gemeinsam mit dem betroffenen Bürgermeisterkandidaten Werner Halank die richtige Entscheidung getroffen haben, nämlich proaktiv an die Öffentlichkeit zu gehen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Es ist Werner Halank hoch anzurechnen und mehr als ehrenhaft, dass er sich sofort freiwillig bereit erklärt hat, diesen Weg mitzugehen und die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger vor seine persönlichen zu stellen. Dafür danke ich ihm aufrichtig und wünsche ihm und seiner Familie sowie auch allen anderen Betroffenen eine gute Genesung und alles Gute!“

 

Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Besuch von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten

 

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat eine Allgemeinverfügung zum Besuch von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten erlassen. Darin heißt es:

 

„Schülerinnen und Schüler sowie Kinder bis zur Einschulung, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet entsprechend der aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet keine Schule, Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte betreten. Ausreichend ist, dass die Festlegung des Gebietes als Risikogebiet durch das RKI innerhalb der 14-Tages-Frist erfolgt. Die Risikogebiete sind unter hier tagesaktuell abrufbar.

Schülerinnen und Schüler sowie Kinder bis zur Einschulung haben sich in einem Risikogebiet aufgehalten, wenn sie dort kumulativ mindestens 15-minütigen Kontakt zu einer anderen Person als den Mitreisenden im Abstand von weniger als 75 cm hatten.“

 

Die vollständige Verfügung finden Sie unter www.landkreis-augsburg.de/corona.

 

 

Gesundheitsamt verzeichnet dritten bestätigten Fall von COVID-19: Bürgermeisterkandidat aus Bonstetten infiziert

Großangelegte Suche nach Kontaktpersonen läuft an

 

Der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Bonstetten, Werner Halank, hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er zeigt aktuell keine Symptome einer Erkrankung, so dass er die kommenden zwei Wochen ohne Kontakt nach außen zuhause verbringen kann. Bei seiner Frau handelt es sich um die zweite Patientin im Landkreis, deren Fall bereits am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Kinder sind NICHT mit dem Coronavirus infiziert.

 

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg hat sofort nach Eintreffen des positiven Testergebnisses des Bürgermeisterkandidats erste Schritte eingeleitet und bei den Ermittlungen festgestellt, dass der Betroffene zahlreiche Kontakte zu Menschen im Landkreis Augsburg und darüber hinaus hatte. Um festzustellen, ob die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zur Risikogruppe der sogenannten Kontaktpersonen gehören, müssen nun all diejenigen ausfindig gemacht und befragt werden, die ab dem 29. Februar einen nicht nur flüchtigen Kontakt mit Werner Halank hatten (genauere Definition zu Kontaktpersonen Kategorie I und II siehe unten).

 

Aufgrund der Menge an Veranstaltungen und Vielzahl an Menschen, die Halank persönlich getroffen hat, nennt das Landratsamt – entgegen der sonst üblichen Vorgehensweise – seinen Namen und geht aktiv auf die Öffentlichkeit zu. „In der Regel steht der Schutz der Persönlichkeitsrechte eines Betroffenen für uns an erster Stelle, in diesem Fall jedoch sind wir gezwungen, von dieser Regel abzuweichen, da wir sonst keine Chance hätten, alle betroffenen Kontaktpersonen, zu finden“, betont Landrat Martin Sailer. Um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst gering zu halten, sei jedoch genau das nötig.

 

Landrat Martin Sailer hat noch am gestrigen Abend mit Herrn Halank telefonisch Kontakt aufgenommen und diesem seine Unterstützung und die Unterstützung des Landratsamtes zugesichert. In diesem Gespräch erklärte sich Herr Halank freiwillig dazu bereit, dass seine persönlichen Daten der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden dürfen.

 

Aufruf: Personen, die Kontakt mit Halank hatten, bitte melden

Das Landratsamt hat ein klares Procedere vorbereitet, um Kontaktpersonen zu ermitteln, Details abzufragen, zu kategorisieren und bei Bedarf zu testen. Bei folgenden Orten konnten nicht alle Kontaktpersonen identifiziert werden, deshalb werden die Medien gebeten, diese mit einem entsprechendem Aufruf zu veröffentlichen:

 

Samstag, 29. Februar 2020
Brechtbühne Augsburg, Reihe 10, Platz 8

Sonntag, 1. März 2020
Freie Wähle Treffen, Sportheim Bonstetten


Montag, 2. März 2020
Sportheim Bonstetten, Wahlkampfaktion Äpfel verteilen

Dienstag, 3. März 2020

  • Kindergarten Bonstetten, Wahlkampfaktion Äpfel verteilen
  • Jahreshauptversammlung JFG Holzwinkel
     

Bürgerinnen und Bürger, die sich an den genannten Orten aufgehalten haben und Kontakt zu dem Betroffenen hatten, werden gebeten, den „Fragebogen für potenzielle Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus infizierten Personen“ auf der Homepage des Landkreises Augsburg unter www.landkreis-augsburg.de/corona auszufüllen und per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de zu schicken. Wer keine Möglichkeit hat, den Fragebogen online auszufüllen und zu verschicken, kann sich bei der Corona-Hotline des Landratsamtes unter 0821 3102 3999 melden.

 

Hier werden dann die Details der Begegnung erfasst und entsprechend sortiert. Alle Anrufer erhalten im Laufe des Wochenendes eine Rückmeldung, ob und wenn ja, welche Maßnahmen sie zu ergreifen haben. Idealerweise halten sie sich bis zum Rückruf zuhause auf. Personell wird die Hotline deutlich aufgestockt und auch über das Wochenende aufrechterhalten. Betroffene Personen haben dadurch täglich zwischen 8 und 20 Uhr die Möglichkeit, sich bei der Hotline zu melden. Wir bitten ausdrücklich darum, bei Fragen zum Thema „Corona“ ausschließlich die eingerichtete Hotline anzurufen und keine anderen Telefonnummern des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg. „Selbstverständlich ist bei dem zu erwartenden Aufkommen an Anrufen durchaus auch einmal damit zu rechnen, dass Betroffene nicht sofort durchgestellt werden können. Hier bitte ich um ein wenig Geduld und erneutes Anrufen zu einem späteren Zeitpunkt“, bittet Landrat Sailer um Verständnis. „Wir tun alles, um sämtliche Themen rund um Corona zielgerichtet und besonnen abzuarbeiten.“

 

Ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Abarbeitung ist die Einrichtung einer gemeinsamen Diagnosestelle für Verdachtsfälle mit der Stadt Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg. (Detail siehe unten.)

 

Landrat Martin Sailer hat unterdessen seine Teilnahme an Wahlveranstaltungen abgesagt und appelliert sowohl an Parteien als auch an alle Vereine und Verbände, seinem Beispiel zu folgen. „Ein Verzicht auf große Zusammenkünfte ist eine unkomplizierte Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Ebenso tragen gute Handhygiene, eine entsprechende Hust- und Niesetikette sowie die Einhaltung allgemeingültiger Hygieneregeln dazu bei, das Risiko für jeden Einzelnen zu minimieren.“ Der überzogene Einsatz von handelsüblichem Mundschutz oder Desinfektionsmitteln sei jedoch ebenso kontraproduktiv wie unverhältnismäßig große Vorratskäufe oder das Schüren von Panik, so Sailer weiter.

 

Definition Kontaktpersonen Kategorie 1 und 2

 

Kontaktpersonen der Kategorie I mit engem Kontakt
(„höheres“ Infektionsrisiko):

  • Personen mit kumultativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face") Kontakt, z. B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z. B. Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines bestätigten COVID-19-Falls, wie z.B. Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten, Anniesen, etc.
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung (≤ 2m), ohne verwendete Schutzausrüstung.

 

Kontaktpersonen der Kategorie II („geringeres“ Infektionsrisiko)

Beispielhafte Konstellationen:

  • Personen, die sich im selben Raum wie ein bestätigter COVID-19-Fall aufhielten, z. B. Klassenzimmer, Arbeitsplatz, jedoch keinen kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face“) Kontakt mit dem COVID-19-Fall hatten.
  • Familienmitglieder, die keinen mindestens 15-minütigen Gesichts- (oder Sprach-) kontakt hatten.
  • Medizinisches Personal, welches sich ohne Verwendung adäquater Schutzbekleidung im selben Raum wie der bestätigte COVID-19-Fall aufhielt, aber eine Distanz von 2 Metern nie unterschritten wurde.

(Quelle: Robert-Koch-Institut)

 

Sämtliche Informationen über das Corona-Virus und die Entwicklung im Landkreis stellt das Landratsamt auf der Internetseite unter www.landkreis-augsburg.de/corona zur Verfügung. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert.

 

CORONAVIRUS: GEMEINSAME DIAGNOSESTELLE FÜR VERDACHTSFÄLLE


STADT UND LANDKREISE AUGSBURG SOWIE AICHACH-FRIEDBERG STÄRKEN GEMEINSAM STRUKTUREN IM GESUNDHEITSWESEN

 

Um sich gemeinsam auf eine weitere, mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorzubereiten und die Beprobung der Kontaktpersonen bestätigter Fälle zu beschleunigen, bündeln die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg sowie Aichach-Friedberg ihre Kompetenzen. Die Gesundheitsämter der Stadt und der Landkreise richten eine gemeinsame Diagnosestelle ein. Kontaktpersonen bestätigter Coronavirus-Fälle, die in den Landkreisen oder im Stadtgebiet nachgewiesen wurden, sollen dort ab Samstag, 7. März, ausschließlich nach jeweiliger Zuweisung durch die Gesundheitsämter, auf den Erreger getestet werden.

 

Die Diagnosestelle befindet sich in Haunstetten, in einem gewerblich genutzten Gebiet. Der noch nicht in Betrieb genommene Wertstoff- & Servicepunkt Unterer Talweg des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg wird vorübergehend von den Gesundheitsämtern der Landkreise und der Stadt Augsburg genutzt und nach der Nutzung keimfrei desinfiziert. Das Gelände ist ausschließlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden sowie benachrichtigten Kontaktpersonen der Kategorie I zugänglich. Dies sind Haushaltsangehörige und Personen, die engen Kontakt mit Infizierten hatten. Die Betroffenen werden von den zuständigen Gesundheitsämtern proaktiv informiert, müssen 14 Tage zuhause in Quarantäne bleiben und täglich ihren Gesundheitszustand überwachen. Zudem werden sie in der neu eingerichteten Diagnosestelle auf das Coronavirus getestet.

 

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Wie die Gesundheitsämter von Stadt und Landkreisen betonen, besteht für die Bevölkerung und die Umgebung im Stadtteil keine Ansteckungsgefahr, da sich das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion überträgt und die Stadtteilbevölkerung nicht in Kontakt mit zu testenden Personen kommt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter arbeiten nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, die Probenentnahme erfolgt mit Schutzanzug, Schutzmaske und Schutzbrille.

 

Hotlines bei Verdachtsfall

Bürgerinnen und Bürgern, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, steht das Diagnosezentrum vorerst nicht zur Verfügung. Sie werden ausdrücklich darum gebeten, sich weiterhin telefonisch an die eingerichteten Hotlines oder ihren Hausarzt zu wenden:

Infektionsschutz und Entlastung für Gesundheitsämter

Die Einrichtung einer gemeinsamen Diagnosestelle entlastet die Gesundheitsämter, die begründete COVID19-Verdachtsfälle und alle Kontaktpersonen bestätigter Fällen untersuchen. In der Diagnosestelle können bis zu 100 Verdachtsfälle pro Tag untersucht werden. Mit mobilen Einheiten, die Kontaktpersonen zuhause testen, können Kontaktpersonen zuhause getestet werden.

Auch aus Gründen des Infektionsschutzes ist die Stelle sinnvoll: Die benachrichtigten Personen müssen mit dem eigenen Auto zu einem festgelegten Termin in die Diagnosestelle kommen. Ihnen wird, während sie im Auto sitzen bleiben, eine Atemwegsprobe entnommen, anschließend wird die Probe labormedizinisch untersucht. Es kann aktuell mehrere Tage dauern, bis das Ergebnis vorliegt – abhängig von Transportwegen und Laborkapazitäten. Kontaktpersonen, die nicht mit dem eigenen Auto in die Diagnosestelle kommen können, werden weiterhin zuhause untersucht.

 

Familienmitglieder des Corona-Patienten aus Kutzenhausen sind NICHT mit dem Coronavirus infiziert

KVB-Bereitschaftsdienst übernimmt ab sofort mobile Probenahme. Schulen im Landkreis wird Absage von Veranstaltungen angeraten
 

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg hat am frühen Donnerstagvormittag die Testergebnisse der Familie des an Corona erkrankten Familienvaters aus Kutzenhausen erhalten. Diese sind alle negativ, das heißt, keines der Familienmitglieder hat sich mit dem neuartigen Virus infiziert. Etwaige Schließungen der betroffenen Schulen der Kinder sind damit nicht notwendig. Die Testergebnisse der Familie in Bonstetten stehen aktuell noch aus.

 

„Um zu verhindern, dass potenziell infizierte Personen das Virus weiter verbreiten, arbeiten wir im Landratsamt Augsburg eng mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) zusammen. Der KVB-Bereitschaftsdienst übernimmt ab sofort die mobile Probenahme bei Bürgerinnen und Bürgern, die sich unter der vom Staatlichen Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg eingerichteten Telefon-Hotline (0821) 3102-3999 gemeldet haben und bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht“, erklärt Landrat Martin Sailer.

 

Schulen im Landkreis wird Absage von Veranstaltungen angeraten

 

Das Staatliche Schulamt für den Landkreis Augsburg empfiehlt den Schulen im Augsburger Land nach eigenem Ermessen zu entscheiden, auf welche Veranstaltungen sie in der nächsten Zeit verzichten können. Eine zentrale Anordnung gibt es diesbezüglich allerdings nicht.

 

Staatliches Gesundheitsamt meldet zwei bestätigte Erkrankungen

Im Augsburger Land sind erstmals Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg mitteilt, hat sich einer der beiden Bürger kurz zuvor in Norditalien aufgehalten. Zwischenzeitlich befand sich der Patient im Uniklinikum Augsburg in klinischer Quarantäne, wird aber demnächst nach Hause nach Kutzenhausen zurückkehren. Bis zum Erhalt der Laborbefunde ist allen Kontaktpersonen angeordnet worden, bis auf Weiteres ihr Zuhause nicht zu verlassen und niemanden zu empfangen. Im zweiten Fall – hier ist eine Person aus Bonstetten betroffen – ist der Infektionsweg bislang unklar. Beide Patienten, die altersmäßig nicht in eine Risikogruppe fallen, weisen aktuell die typischen Symptome einer Erkältung auf. Ein Zusammenhang zwischen beiden Krankheitsfällen besteht nach momentanen Erkenntnissen nicht. Unmittelbar nach Erhalt der Laborbefunde erörterte die Behörde im Umfeld der Patienten mögliche Kontaktpersonen, für die ein Ansteckungsrisiko bestanden haben könnte und führte Tests durch.

 

Landratsamt informiert Öffentlichkeit per Pressekonferenz

In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz informierten Landrat Martin Sailer und Vertreter des Gesundheitsamts die Öffentlichkeit über die aktuelle Situation. „Unsere nächsten Schritte richten sich nach den noch ausstehenden Laborbefunden der Kontaktpersonen beider Patienten“, erklärte der Landrat. Präventive Sofortmaßnahmen wie die vorübergehende Schließung der Schulen, auf die die Kinder der Erkrankten gingen, seien nach aktuellem Sachstand nicht notwendig. Dies wäre nur der Fall, wenn die Testergebnisse der Kinder positiv ausfielen.

„Wir sind insgesamt gut vorbereitet, haben dank rechtzeitiger, hausinterner Umplanung die nötigen personellen Kapazitäten im Gesundheitsamt verfügbar und könnten zeitnah auf alle Kontaktaufnahmen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger reagieren“, sagte Landrat Martin Sailer.

 

Landratsamt informiert online über die Entwicklungen – Telefon-Hotline für Verdachtsfälle

Sämtliche Informationen über das Corona-Virus und die Entwicklung im Landkreis stellt das Landratsamt auf der Internetseite unter www.landkreis-augsburg.de/corona zur Verfügung. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt über die eigens eingerichtete Hotline unter 0821 3102-3999, die täglich zwischen 8 und 20 Uhr zu erreichen ist. Außerhalb dieser Zeiten stehen außerdem der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 und die Hotline Coronavirus Bayern unter 09131 6808-5101 zur Verfügung. Alle Landkreisbürgerinnen und -bürger, die aus einer ausgewiesenen Risiko-Region zurückkehren und Grippesymptome aufweisen, werden aufgefordert, die Behörde über die Hotline zu informieren und sich entsprechende Verhaltensmaßnahmen aufzeigen zu lassen. Das gleiche gilt für alle, die mit einer positiv getesteten Person in Kontakt waren. Von unangemeldeten Besuchen in Arztpraxen, Kliniken oder im Gesundheitsamt ist unbedingt abzusehen.