Familienstützpunkte im Landkreis Augsburg

Angebot wird in Königsbrunn und Schwabmünchen erweitert

Seit 1. Oktober sind in Königsbrunn und Schwabmünchen die Familienbüros der St. Gregor-Jugendhilfe als „Familienstützpunkt“ zertifiziert. Mit Fördermitteln des Sozialministeriums werden dort nun zusätzliche Familienbildungsangebote finanziert. Die nun insgesamt acht Familienstützpunkte im Landkreis bieten mit Kursen, Vorträgen, Eltern-Kind-Aktionen und Gruppenangeboten eine bunte Mischung an.

Davon werden zukünftig auch Familien im südlichen Landkreis profitieren. Geplant war ein Festakt zur Übergabe des Siegels „Familienstützpunkt“. „Doch die Corona-Pandemie machte uns einen Strich durch die Rechnung“ bedauert Ludwig Elsner, der im Landratsamt Augsburg für die Familienbildung zuständig ist. Die Auftaktveranstaltung musste ausfallen. Und auch die Familien können nicht wie geplant bedient werden. Im Lockdown dürfen Bildungsveranstaltungen in Präsenzform nicht stattfinden.

Doch die Pädagogen haben schnell reagiert: Vorträge und Kurse finden als Onlineveranstaltungen statt. „Wenn auch Online-Angebote Präsenzveranstaltungen und Begegnungen nicht ersetzen können, so konnten doch spannende und hilfreiche Angebote für Familien entwickelt werden”, so Achim Friedrich vom Familienstützpunkt Königsbrunn. Diplom-Sozialpädagogin Cathrin Fürst vom Familienstützpunkt Schwabmünchen ergänzt: „Mit einem ersten Flyer für die Monate Februar und März ist der Startschuss gefallen. Alle Eltern und Kinder aus dem südlichen Landkreis sollen Zugang zu den Angeboten bekommen. Deshalb wird er jeweils sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form über die Schulen und Kindertagesstätten verteilt. Auch an öffentlichen Plätzen wie etwa Banken, Büchereien, Apotheken und Buchhandlungen werden die etwa alle drei bis vier Monate neu erscheinenden Flyer zu finden sein“.

Nicht betroffen von den Kontaktbeschränkungen ist das Beratungsangebot der Familienbüros. Die Sozialpädagogen Christoph Wiegand und Martina Lange bieten Eltern weiterhin – nach vorheriger Anmeldung – eine persönliche oder telefonische Beratung an. „Es ist wichtig, dass dieses Angebot weiterhin offen bleibt – gerade in Zeiten, in denen Familien besonders belastet sind. Damit möchten wir ihnen eine Anlaufstelle bieten, um sich professionelle Hilfe holen zu können, “ so Landrat Martin Sailer. Bei familiären Konflikten, Erziehungsfragen, schulischen Herausforderungen oder Problemen in der Partnerschaft können Eltern sich vertrauensvoll an die Familienbüros im Landkreis wenden.