Bei einem Gespräch im Landratsamt haben sich Landrat Martin Sailer sowie Kreisrat und Dritter Bürgermeister Christian Weldishofer (Zusmarshausen), der Erste Bürgermeister Florian Mair (Altenmünster) und der Zweite Bürgermeister Dr. Ulrich Fahrner (Dinkelscherben) mit dem Thema Hochwassermanagement an der Zusam befasst. Die Vertreter der Anliegergemeinden Dinkelscherben, Zusmarshausen und Altenmünster regten dabei ein gemeinsames Hochwassermanagement entlang der Zusam an und baten den Landkreis um Unterstützung. Anlass hierfür sind die zunehmenden Herausforderungen durch Hochwasserereignisse. „Hochwasser macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Umso wichtiger ist es, dass die Kommunen entlang der Zusam gemeinsam denken und handeln. Ein ganzheitliches Hochwassermanagement ist entscheidend, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu gewährleisten. Der Landkreis unterstützt diesen interkommunalen Ansatz ausdrücklich“, betonte Landrat Martin Sailer.
Einigkeit bestand darüber, dass Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die nur in interkommunaler Zusammenarbeit erfolgreich bewältigt werden kann. Bereits bestehende Zusammenschlüsse und Kooperationen zeigen, dass nachhaltige Lösungen überörtliches Denken, abgestimmtes Handeln und eine solidarische Kostenbeteiligung der betroffenen Kommunen erfordern. Dadurch soll der Freistaat Bayern, der letztendlich für den Hochwasserschutz an der Zusam zuständig ist, zum Handeln bewegt werden.
Ein effektiver Schutz der Bürgerinnen und Bürger könne nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Hochwasserrisikos, die Auswahl geeigneter Standorte für Schutzmaßnahmen sowie eine faire Verteilung der finanziellen Lasten erreicht werden. Ein integrales Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz entlang der Zusam wurde dabei als wesentlicher Baustein benannt. Vergleichbare Ansätze werden bereits von den Gemeinden entlang der Schmutter verfolgt. Die Zusamgemeinden beabsichtigen daher, gemeinsam mit einem Fachbüro die Rahmenbedingungen für die Erstellung eines solchen Gesamtkonzepts zu beraten und darauf aufbauend die nächsten Schritte einzuleiten.