Gesundheitsregionplus des Landkreises Augsburg erhält Weiterförderung bis ins Jahr 2027

Akteure tauschen sich bei viertem Gesundheitsforum aus

Auf Einladung von Landrat Martin Sailer fand kürzlich das inzwischen vierte Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus im Landratsamt statt. Ziel der Gesundheitsregionplus ist es zum einen, Angebote zur Gesundheitsförderung zu entwickeln und zu koordinieren. Zum anderen soll die Gesundheitsversorgung, auch in Bezug auf die Pflege, im Landkreis verbessert werden. Das Gesundheitsforum ist ein jährlich zusammentretendes Gremium mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gesundheitswesen und der Politik, das dem gemeinsamen Austausch und der Erarbeitung neuer Handlungsansätze dient. Mit Blick auf das kommende Jahr werden die hausärztliche Versorgungssituation und das Thema psychische Gesundheit stärker in den Fokus rücken. Über die Versorgungslage der Hausärzte referierte Prof. Marco Roos, Lehrstuhlinhaber Allgemeinmedizin an der medizinischen Fakultät der Universität Augsburg, der dringenden Handlungsbedarf beschrieb. Roos zufolge sei eine Versorgungslücke aufgrund der Altersstruktur der Ärztinnen und Ärzte nicht mehr zu vermeiden. Es müsse daher verstärkt Nachwuchs identifiziert und gefördert werden, um den Folgen entgegenzuwirken. Ähnlich verhält es sich laut dem ehemaligen Vizepräsidenten der Psychotherapeutenkammer Bayern, Peter Lehndorfer, im Bereich der Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Bereits vor der Coronapandemie habe es in Bayern massiv an Personal und an Plätzen in der psychiatrischen Versorgung gefehlt. Versorgungsbedürftige Personen mussten teilweise monatelang auf ein Erstgespräch warten. Nun hat sich das Problem noch einmal verschärft. Lehndorfer sprach sich daher für eine Anpassung der Bedarfsplanung und für Programme zur Aufklärung über psychische Erkrankungen aus.

 

Gesundheitsministerium fördert Arbeit auch weiterhin

Neben interessanten und inspirierenden Impuls- und Fachvorträgen bot das Gesundheitsforum vor allem die Möglichkeit zur Vernetzung zwischen den Akteuren. Die Geschäftsstellenleiterinnen der Gesundheitsregionplus, Marisa Metzger und Jana Schlosser, können inzwischen auch vermelden, dass das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Arbeit der Gesundheitsregionplus vorerst bis ins Jahr 2027 weiterfördern wird.