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Landkreisübergreifende Pegelüberwachung stärkt Hochwasserschutz

Erster Pegel an der Zusam wird im Landkreis Günzburg errichtet

Der Landkreis Augsburg treibt den Hochwasserschutz weiter konsequent voran: Kürzlich fand deshalb ein Termin der beiden Landräte Martin Sailer und Hans Reichhart statt, um die landkreisübergreifende Zusammenarbeit beim Aufbau eines Pegelüberwachungssystems zu unterstreichen. Der Plan des Landkreises Augsburg ist es, künftig entlang von Schmutter und Zusam landkreisweite, ortsübergreifende Pegelüberwachungen einzurichten. Innerhalb des Landkreises Augsburg erfolgt die Umsetzung durch die beteiligten Gemeinden in ihren jeweiligen Ortsgebieten – abgestimmt und mit Unterstützung des Landratsamtes Augsburg.

Eine besondere Rolle kommt dem „ersten Pegel an der Zusam“ zu: Dieser wird bewusst außerhalb der Landkreisgrenzen errichtet. Geplant ist der Standort in Schönebach, einem Ortsteil von Ziemetshausen im Landkreis Günzburg. Dort befindet sich das letzte Brückenbauwerk vor der Landkreisgrenze. Finanziert wird der Pegel vom Landkreis Augsburg, der wie auch seine Kommunen hierfür eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales erhält. „Hochwasserschutz endet nicht an Landkreisgrenzen. Mit dem Pegel in Schönebach schaffen wir eine wichtige Grundlage für frühzeitige Informationen und abgestimmtes Handeln entlang der gesamten Zusam“, betont Landrat Martin Sailer. Auch Landrat Hans Reichhart begrüßt die Zusammenarbeit: „Gerade bei Naturereignissen wie Hochwasser ist interkommunale und landkreisübergreifende Kooperation entscheidend. Dieses Projekt zeigt, wie wir gemeinsam konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort erreichen.“
 

Kommunen einigen sich auf gemeinsamen Weg beim Hochwasserschutz an der Schmutter
Bereits vor rund einem Jahr wurde durch die von Landrat Martin Sailer initiierten Hochwasserkonferenzen im Landratsamt Augsburg ein wichtiger Impuls gesetzt, um den Hochwasserschutz entlang der Flüsse im Landkreisgebiet gemeinsam weiterzuentwickeln. In den darauffolgenden Gesprächen wurde schnell deutlich, dass ein wirksamer Schutz der Bevölkerung nur durch ein abgestimmtes Vorgehen aller Anliegergemeinden und des Landratsamtes gelingen kann. „Die Hochwasserkonferenz war der Startpunkt für ein neues, gemeinsames Denken beim Hochwasserschutz. Unser Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz, der den gesamten Flussraum betrachtet“, so Landrat Martin Sailer. Die Anliegergemeinden der Schmutter haben sich nun darauf geeinigt, dass von einem Ingenieurbüro ein Grobkonzept für die Schmutter erarbeitet werden soll. 

In einem ersten Schritt sollen bestehende Konzepte und Planungen gebündelt, bewertet und um eine Analyse des gesamten Schadenspotenzials ergänzt werden. Darauf aufbauend erfolgt eine übergeordnete Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Für alle beteiligten Kommunen sind Ortstermine vorgesehen. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Erläuterungsbericht sowie in Übersichtsplänen zusammengeführt. Diese bilden die Grundlage für einen konkreten Fahrplan zum weiteren Vorgehen. Beteiligt sind die Anliegergemeinden Scherstetten, Mickhausen, Fischach, Gessertshausen, Kutzenhausen, Diedorf, Neusäß, Gersthofen, Gablingen, Langweid, Biberbach, Meitingen, Kühlenthal, Westendorf, Nordendorf, Ehingen und Allmannshofen. „Nur wenn wir die Situation entlang der gesamten Schmutter betrachten, können wir nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen entwickeln“, ist sich Martin Sailer sicher. Mit der Kombination aus konkreten Maßnahmen wie der Pegelüberwachung an Zusam und Schmutter sowie strategischen Konzepten für die Schmutter setzt der Landkreis Augsburg ein starkes Zeichen für modernen, kooperativen Hochwasserschutz.

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Vier Personen ((v. l. n. r.) Bürgermeister Ralf Wetzel, Landrat Dr. Hans Reichhart, Landrat Martin Sailer und Jenny Schack, MdL) in Geschäftskleidung stehen an einem sonnigen Tag lächelnd an einem kleinen Fluss unter einer Holzbrücke und halten Messgeräte in der Hand, während im Hintergrund Grünpflanzen zu sehen sind.
Bildtext: (v. l. n. r.) Bürgermeister Ralf Wetzel, Landrat Dr. Hans Reichhart, Landrat Martin Sailer und Jenny Schack, MdL (Bildquelle: Angela Brenner)