Verleihung des Jugendkulturpreises

Landrat Martin Sailer zeichnet fünf Einreichungen aus dem Landkreis aus

Im Rahmen des 11. Jugendkulturpreises, der alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie und dem Kreisjugendring Augsburg-Land vergeben wird, hat der Landkreis Augsburg die Jugendlichen in der Region unter dem Motto „2024 – Die Zukunft ist jetzt!“ zum Mitwirken aufgerufen. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Egal ob Foto-, Video- oder Musikprojekt, Theater, Tanz oder Modekollektion – es war alles erlaubt. Hauptsache war es, dass sich die Einreichungen mit den Zukunftsvorstellungen der jungen Menschen beschäftigen. 

 

Insgesamt sind in diesem Jahr zehn Bewerbungen von insgesamt 41 Jugendlichen im Alter von 12 bis 26 Jahren eingegangen. Die besten fünf Einreichungen wurden kürzlich bei einer Feierstunde im Landratsamt mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000 Euro prämiert. Landrat Martin Sailer zeigte sich beeindruckt: „Jede einzelne Einreichung ist für sich einzigartig und inspirierend. In einer Zeit, in der die Welt vor großen Herausforderungen steht, seid Ihr diejenigen, die uns neue Hoffnung und neue Perspektiven schenken. Durch Eure Werke habt Ihr uns gezeigt, dass die Jugend nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart aktiv mitgestaltet.“

 

Folgende Bewerbungen konnten die Jury besonders überzeugen:

 

1. Preis: Julia Wiegand, 23 Jahre, Bobingen

Mit ihrem digitalen Kunstwerk „Modelinie Purpur“, welches sie mit der Artivive-App umgesetzt hat, möchte Julia Wiegand darauf hinweisen, dass die Textilindustrie weltweit einer der Hauptverursacher von Gewässerverschmutzung ist und so vor allem in den ärmeren Produktionsländern sowohl Menschen als auch Tiere gefährdet. Aus ihrer Sicht sollte die Globalisierung weltweit mit dem Ziel weiterentwickelt werden, unseren Planeten durch gemeinsame Werte verantwortungsbewusst zu erhalten.

 

1. Preis: Ella Leßner, 12 Jahre, Mickhausen

Mit ihrem Klavierstück „Hope“ möchte Ella Leßner Menschen erreichen, die hoffnungslos, ängstlich oder unsicher in die Zukunft blicken. In 5:50 Minuten führt sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer durch gefühlvolle und berührende Passagen. Denn Musik bedarf keiner Sprache und keiner Übersetzung.

 

2. Preis: Mittelschule Gersthofen, Alter: 14 bis 16 Jahre

Die Film AG der Mittelschule Gersthofen hat den Kurzfilm „PRAKTIKUM“ eingereicht. Der zwölfminütige Dokumentarfilm über die Praktikumswochen in der 8. Jahrgangsstufe gab den Jugendlichen die Möglichkeit, sich gegenseitig auf Augenhöhe zu befragen und ihre Erfahrungen, Wünsche und Sorgen im Zusammenhang mit der beruflichen Orientierung zu teilen.

 

2. Preis: Sarah Wiedenmann, 15 Jahre, Zusmarshausen

„Die Zukunft sind wir“ ist der Titel des 25x25 cm großen Bildes, mit dem sich Sarah Wiedemann um den Jugendkulturpreis beworben hat. Zu sehen sind vier Augen in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Emotionen. Die junge Künstlerin wollte damit ausdrücken, dass es egal ist, woher man kommt, wie man aussieht oder wer man ist. Alle verbindet, dass sie Ziele und Träume haben sowie eine Zukunft, die allen gleichermaßen gehört. 

 

2. Preis: Tanzsportzentrum Augsburg, Alter: 10 bis 26 Jahre

Mit ihrem 20-minütigen Tanzprojekt „Vernetzt und doch allein“ haben 21 Jugendliche aus dem Tanzsportzentrum Augsburg die Herausforderungen der aktuellen Zeit aufgezeigt, die sich zumeist in der digitalen Welt abspielt und häufig direkte zwischenmenschliche Beziehungen vernachlässigt. Das Tanzprojekt soll aber auch Chancen aufzeigen, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und mit einem Lächeln zu meistern.