Generalsanierung des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß mit Zweifachsporthalle und Mensagebäude

Objektplanung

Der Bauherr:
Der Landkreis Augsburg bemüht sich seit 2008 seine Bildungslandschaft möglichst energieeffizient zu ertüchtigen. Schulneubauten erfolgen oft im Passivhausstandard und bei der Sanierung von Schulgebäuden wird ebenfalls der jeweils bestmögliche energetische Standard zugrunde gelegt. Mit dem Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums wurde 2015 sogar eine Schule im Plusenergiestandard in Betrieb genommen. Sie wurde in Holzbauweise mit zukunftsweisenden Planungsansätzen und neuen pädagogischen Konzepten als Leuchtturmprojekt im Bildungslandkreis Augsburg erstellt und als Forschungsvorhaben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) begleitet. Das Schmuttertal Gymnasium wurde u.a. mit dem Deutschen Architekturpreis 2017, dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 und dem Deutschen Holzbaupreispreis 2017 ausgezeichnet. Der Landkreis Augsburg möchte diesen Weg konsequent weiter gehen.

Die Bauaufgabe:
Generalsanierung des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß mit Zweifachsporthalle und Mensagebäude
Der Landkreis Augsburg beabsichtigt die Generalsanierung des Justus-von-Liebig-Gymnasiums in Neusäß mit Zweifachsporthalle und Mensa mit einem hohen energetischen Standard. Das Gebäude ist grundlegend wegen baulicher, energetischer und brandschutztechnischer Mängel zu sanieren.
Die Generalsanierung soll die Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte, wie z.B. Lernlandschaften mit großer Nutzungsflexibilität ermöglichen. Im Zuge der Sanierung sind die Freiflächen anzupassen (nicht Gegenstand dieses Verfahrens) und die Fahrradstellplätze zu überdachen (Architektenleistung). Großer Wert wird auf ein gutes Lüftungskonzept sowie einen wirkungsvollen Sonnenschutz mit möglichst großem Sichtbezug nach außen gelegt.

Während der Sanierungszeit soll die gesamte Schule in den südlich gelegenen Altbestand der Beruflichen Schulen sowie in daneben liegende Containeranlagen ausgelagert werden. Somit kann die Sanierung in einem Zuge erfolgen. Planungen für die vorbereitenden Maßnahmen zum Umzug der Schule sowie den Umbau der Containeranlage sind Bestandteil der Planungsaufgabe.

Zur Auswahl der/des Architekten für die Gebäudeplanung wird ein Verhandlungsverfahren ohne vorgelagerten Planungswettbewerb gemäß VgV durchgeführt.
Nach dem Teilnahmewettbewerb werden, anhand der Auswahlkriterien in der Bekanntmachung, 3 bis 6 geeignete Bieter ausgewählt, die zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für ein Fassadenkonzept in konstruktiver und gestalterischer Hinsicht aufgefordert werden. Hierzu erhalten die ausgewählten Bewerber dann weitere Unterlagen (dwg-Dateien der Grundrisse und statische Voruntersuchung).
Das 4-zügige Gymnasium mit fast 1000 Schülern umfasst ca. 7.800 m² Hauptnutzfläche. Der erwartete Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme liegt bei 34,25 Mio € inkl. MwSt (KGr. 200 – 700).
Mit der Durchführung der Maßnahme soll im Sommer 2022 begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahme erfolgt zum Januar 2025.

Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Objektplanung Gebäude entsprechend HOAI Teil 3, Abschnitt 1, Leistungsphasen 1-9. Die Beauftragung erfolgt nach § 34 HOAI stufenweise. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf.
Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden.

Fragen der Bewerber zum Verfahren mit Antworten des Auftraggebers sind regelmäßig aktualisiert auf der Website des Landkreises abrufbar.


Bewerbungsunterlagen zum Download: