Impulse für den Bildungslandkreis Augsburg

Bei der zweiten Sitzung des Strategieforum Bildung steht das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Fokus

Wie gelingt es uns, zukunftsfähig zu denken und zu handeln sowie verantwortungsvolle, nachhaltige Entscheidungen zu treffen? Mit dieser komplexen Fragestellung befasste sich vor Kurzem das Strategieforum Bildung im Landkreis Augsburg. 30 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bildungsbereichen waren der Einladung zur zweiten Sitzung des Gremiums gefolgt. Im Fokus stand dieses Mal das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

In seiner Begrüßung zeigte sich Landrat Sailer erfreut über die fast vollständig besetzte Expertenrunde. „Das macht mich zuversichtlich. Denn Ihre Anregungen und Impulse sind für uns sehr wertvoll. Nur gemeinsam mit Ihnen als Partnern kann es gelingen, den Bildungslandkreis Augsburg Schritt für Schritt in die richtige Richtung weiterzuentwickeln“, erklärte der Landrat. Über die laufenden Projekte und Angebote des Bildungsbüros im Landratsamt berichtete anschließend Bildungsmanagerin Anja Fünfer.

Ein großer Würfel aus vielen kleinen Würfeln symbolisierte im Folgenden die vielen Facetten und die unterschiedlichen Elemente, die sich hinter dem Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verbergen. Mitgebracht hatte ihn der Referent des Nachmittags, Prof. Ulrich Holzbaur. „Nachhaltigkeit geht mittlerweile weit über Umwelt- und Klimaschutz hinaus“, erläuterte er den Zuhörerinnen und Zuhörern. Mit einem Potpourrie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Erfahrungsberichten und Praxisbeispielen aus seiner Heimatstadt Aalen veranschaulichte er, wie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ angepackt werden könne. Er plädierte für Events und Erlebnisse, die mit Spaß und Aktion verbunden sind. „Damit erreichen Sie die Leute, es entstehen tolle Projekte und Bildung passiert unbewusst, praktisch durch die Hintertür“, so Holzbaur.

Grünes Licht gab es anschließend für den Vorschlag von Bildungsmanager Günter Katheder-Göllner, für den Landkreis Augsburg zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen. Im März 2020 sollen dann im Rahmen einer Bildungskonferenz Ideen und Vorschläge für das weitere Vorgehen gesammelt werden.

Um Ideen und Vorschläge ging es dann auch im zweiten Teil des Strategieforums. Denn nicht nur Zuhören war an diesem Nachmittag angesagt, sondern auch Mitmachen. An Thementischen tauschten sich die Akteure über Bildungsthemen aus und diskutierten Probleme und Lösungsansätze. In einer Ecke wurde über Bildung vor Ort in den Städten, Märkten und Gemeinden gesprochen. Mit dem Verhältnis von Hochschule/Universität und dem Bildungslandkreis Augsburg befasste sich Tisch Nummer Zwei. Eine weitere Gruppe ging der Frage nach, wie es gelingen kann, Bildungsangebote für alle Menschen in unserem Landkreis bekannt und zugänglich zu machen. Und in der vierten Ecke war Gelegenheit, am Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter zu diskutieren.

So füllten sich nach und nach vier Pinnwände mit bunten Kärtchen, auf denen die Anregungen der Teilnehmer festgehalten wurden. „Da gibt es jetzt ganz schön was zu tun“, stellte eine Teilnehmerin mit Blick auf die Ergebnisse fest. Dem wurde vom Team des Bildungsbüros nicht widersprochen: „Aber so gesehen war es für uns eine erfolgreiche Veranstaltung. Schließlich wollten wir Impulse von Ihnen bekommen. Und die werden wir auch aufgreifen. Schritt für Schritt.“

 

Hintergrund

  • Seit März 2018 gehört zum Fachbereich „Jugend und Bildung“ das Bildungsbüro im Landratsamt Augsburg.
  • Im Bildungsbüro werden verschiedene Aufgaben im Bildungsbereich zusammengefasst, u. a. die Digitale Bildungsregion, die Bildungskoordination für Neuzugewanderte, die Beratungsstelle Deutsch Lernen und das Bildungsportal A³.
  • Das Strategieforum Bildung wurde als Gremium ins Leben gerufen, um Ziele und Handlungsgrundlagen für den Bildungslandkreis Augsburg zu erarbeiten. Vertreten sind u. a. Bildungsinstitutionen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung.
  • Zu den Schwerpunktthemen für das Bildungsbüro gehören aktuell die Handlungsfelder „Integration durch Bildung“, „Bildung in der digitalen Welt“ und demnächst „Bildung für nachhaltige Entwicklung“‘.