Langzeitarbeitslosigkeit in Familien wirkungsvoll bekämpfen

Staatsministerin Kerstin Schreyer übergibt Landrat Martin Sailer den CURA-Förderbescheid

Der Landkreis Augsburg ist mit seinen knapp 250.000 Einwohnern im Umkreis der Stadt Augsburg städtisch geprägt. Kennzeichen hierfür ist unter anderem ein hoher Anteil an verdichtetem Wohnraum – auch im sozialen Wohnungsbau.

Die aktuelle Sozialraumanalyse zeigt, dass die gesamte wirtschaftliche Situation im Augsburger Land – insbesondere auf dem Arbeitsmarkt – sehr gut ist. Trotzdem bilden sich soziale Belastungen ab: So leben im Landkreis Augsburg unter anderem 1589 Minderjährige, die Arbeitslosengeld II empfangen, davon 784 Kinder alleinerziehender Mütter.

Um Langzeit-Arbeitslosigkeit in Familien wirkungsvoll zu bekämpfen, reicht es oft nicht, nur die Betroffenen selbst zu unterstützen. Größere und nachhaltigere Erfolge werden erzielt, wenn die ganze Familie in den Blick genommen wird und allen Familienmitgliedern neue Perspektiven eröffnet werden. Genau das ist das Ziel des Landesförderprogramms CURA („Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit“), das nun auch im Landkreis Augsburg durchgeführt wird. Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer hat kürzlich Landrat Martin Sailer den Förderbescheid im Landratsamt Augsburg übergeben. Sie sagte: „Mit zusätzlichen sozialpädagogischen Fachkräften in den Jugendämtern begleiten wir die Familien intensiv und umfassend. Wir wollen das Interesse der jungen Menschen an einem erfolgreichen Bildungs- und Berufsweg wecken. So verbessern wir die Gesamtsituation der Familie. Denn Arbeit ist viel mehr als reiner Broterwerb. Jetzt unterstützen wir auch den Landkreis Augsburg mit 36.000 Euro für eine zusätzliche sozialpädagogische Fachkraft.“

Während des Förderprogrammes, das vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Arbeitsverwaltung und der Jugendhilfe entwickelt wurde, arbeiten Jugendamt und Jobcenter Hand in Hand und begleiten gemeinsam Langzeitarbeitslose und ihre Familien auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Arbeits- und Familienleben.

„Ich freue mich sehr über diesen Förderbescheid. Gerade Familien und insbesondere Kinder leiden darunter, wenn ein Elternteil in der Familie von Langzeit-Arbeitslosigkeit betroffen ist. Das Projekt CURA bietet den Familien neue Möglichkeiten“, so Landrat Martin Sailer.