Qualifizierte Hilfe bei Überschuldung: Die Schuldnerberatung des Landkreises feiert Jubiläum

Ausstellungseröffnung zum 30-jährigen Bestehen

Seit inzwischen 30 Jahren bietet der Landkreis Augsburg in enger Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Augsburg e.V. eine Anlaufstelle für überschuldete Bürgerinnen und Bürger an. Für Betroffene und deren Familien stellen Schulden häufig eine große Belastung dar, die bis zur Sorge um die eigene Existenz heranwachsen kann. Die Schuldnerberatung im Landkreis Augsburg bietet frühzeitige und qualifizierte Beratung an, um auf eine Lösung der finanziellen Notlage der betroffenen Bürgerinnen und Bürger hinzuarbeiten. Seit Januar 2019 erstreckt sich dieses Angebot auch auf den Bereich der Insolvenzberatung. 

Anlässlich des Jubiläums zum 30-jährigen Bestehen der Schuldnerberatung eröffneten der Landkreis und das Diakonische Werk Augsburg die Wanderausstellung „Schulden sind doof und machen krank“ im Foyer des Landratsamtes, die sich inhaltlich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. „Überschuldung ist ein Problem, von dem leider auch zunehmend junge Menschen betroffen sind“, sagte Landrat Martin Sailer, der die Ausstellung eröffnete. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir gemeinsam seit drei Jahrzehnten eine tatkräftige und fachkundige Hilfestellung für unsere betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger anbieten können.“

Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werkes Augsburg, bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landkreis Augsburg. Er betonte den Nutzen, den eine gemeinnützige Schulden- und Insolvenzberatung für die Gesellschaft hat: „Denn Schulden haben nichts mit Schuld zu tun. Und auch Überschuldung kann viele Gründe haben. Aber immer wieder führt Überschuldung zu vielfältigen Schädigungen: bei den Gläubigern, aber auch bei den verschuldeten Menschen selbst.“ Das gehe bis hin zu Krankheit, Arbeitsplatzverlust und leidenden Familien. Deshalb sei eine Schuldner- und Insolvenzberatung wichtig, die den ganzen Menschen und sein Umfeld sieht, aber auch Prävention gerade bei Jugendlichen. Diesem Zweck diene die Ausstellung genau wie das Projekt „No crash for my cash“, das die Diakonie ebenfalls im Landkreis an Schulen durchführt.