Radeln im Kreis - doch läuft wirklich alles rund?

Bürgerworkshop des Landkreises zum Radverkehrskonzept deckt Lücken im Radwegenetz auf

Wo gibt es Lücken im Radwegenetz? Gibt es sogar gefährliche Stellen, die entschärft werden sollten? Wo fehlen sichere Fahrradabstellanlagen? Diese Fragen wurden beim Bürgerworkshop des Landkreises im Rahmen des Radverkehrskonzeptes in Neusäß gestellt und rege ausdiskutiert.

Zunächst wurden die anwesenden Bürgerinnen und Bürger vom Straßen- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen über den aktuellen Stand des Konzeptes informiert. Danach ging es in zwei Workshops an großen Karten darum, möglichst alle Anregungen der Anwesenden aufzunehmen. Diese hatten jede Menge Ideen, sodass sich die Karten schnell mit kleinen Fähnchen füllten. Schwerpunkte fehlender Radabstellanlagen konnten vor allem an den Bahnhöfen im Landkreis ausgemacht werden. Ein hohes Gefahrenpotenzial sahen sie außerdem in den Konflikten mit Kraftfahrzeugen. Hier führt häufig eine unzureichend ausgelegte Infrastruktur zu gefährlichen Situationen.

Der Landkreis Augsburg erarbeitet derzeit in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen ein Radverkehrskonzept für den Alltagsradverkehr. Hierbei sollen Handlungsmaßnahmen für die kommenden Jahre entwickelt werden. Diese umfassen neben infrastrukturellen Verbesserungen auch "weiche" Maßnahmen, wie beispielsweise öffentlichkeitswirksame Aktionen. "Das Fahrrad soll für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis wieder als Verkehrsmittel für die alltäglichen Wege wahrgenommen und genutzt werden. Dazu braucht es nicht nur eine durchgängige, sichere und attraktive Infrastruktur, sondern auch ein Umdenken in den Köpfen jedes Einzelnen", erklärt Radverkehrsbeauftragte Mareike Hartung die Hintergründe des Bürgerworkshops. "Dass so viele Interessierte aus dem Landkreis zum Workshop gekommen sind zeigt, dass bereits jetzt viele Alltagsradler unterwegs sind und deren Anregungen sollten wir ernst nehmen", so Hartung. Das Radverkehrskonzept soll Ende 2018/Anfang 2019 fertig gestellt werden.