Tag des offenen Solarstromspeichers stößt auf große Resonanz

Von 160 auf 0: Photovoltaikanlage und Speicher überzeugen 300 Besucher

Der Landkreis Augsburg hat sich dem aktiven Klimaschutz verpflichtet: Bis 2030 will er mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen einsparen. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei die Solarener-gienutzung ein. Denn hier gilt es, noch große Potenziale zu nutzen. Dabei ist sich der Landkreis seiner Vorbildwirkung bewusst und produziert deshalb auf vielen Dächern der eigenen Liegenschaften Solarstrom. Im gesamten Landkreis sind bereits rund 14.000 Photovoltaik-Anlagen installiert – und es sollen noch mehr werden!

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine Solaroffensive gestartet, deren Ziel es ist, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu motivieren, Strom vom eigenen Dach über eine Solaranlage zu ernten.

Zum ersten Mal wurde darum Mitte Juli unter dem Motto „Open Akku“ ein Tag des offenen Solarstromspeichers ausgerufen, an dem 19 begeisterte Speicherbesitzer ihre Häuser öffneten, um ihre positiven Erfahrungen mit Sonnenenergie weiterzugeben.

Großes Interesse am Open-Akku-Tag

Rund 300 Interessierte nutzten den Open-Akku-Tag, um sich über die Technik der Zukunft zu informieren. Dabei kamen die angemeldeten Besucher nicht nur aus dem Landkreis Augsburg, sondern sogar aus Nürnberg, Ulm, München und Regensburg. Besonders aufschlussreich waren für viele Besucher die visualisierten Darstellungen der Aktivitäten eines Stromspeichers über Online-Monitoring-Portale. In Echtzeit ließen sich durch sie der häusliche Stromverbrauch, die Erzeugung des Solarstroms sowie die Be- und Entladung des Stromspeichers nachvollziehen.

Landrat Martin Sailer zeigte sich begeistert über den Aktionstag: „Wir haben mit dem Open Akku-Tag offensichtlich einen Nerv getroffen. Die Neuinstallation einer Solaranlage mit einem Speicher lässt sich mittlerweile wirtschaftlich darstellen, da die Speicherpreise in den letzten vergangenen Jahren um 60 Prozent gefallen sind. Aber auch bei der Nachrüstung bestehender Solaranlagen lohnt es sich, an einen Speicher zu denken, besonders für Anlagen, die demnächst aus der EEG-Vergütung fallen.“ Im Schnitt kostet eine Kilowattstunde Speicherinhalt 1.200 Euro netto. Doch ein genauer Blick lohnt: Die meisten Speicher kosten zwischen 1.800 und 800 Euro netto pro Kilowattstunde – eine enorme Bandbreite.

Wiederholung für 2020 geplant

Die Resonanz der Speicherbesitzer und der Besucher war durchgehend positiv. Es wurde diskutiert, inspiziert, gestaunt, sich ausgetauscht und vernetzt. Das Klimaschutz-Team des Landkreises Augsburg zog darum zufrieden Bilanz und ist bestärkt, den Aktionstag im Sommer 2020 zu wiederholen.