VgV Verfahren Rücklenmühle Planung Freianlagen

Zeltplatz Rücklenmühle, Sanierung, Teilabbruch- und Neubau eines Selbstversorgerhauses mit Zelthausgruppe

Die Bauaufgabe:

Der Landkreis Augsburg beabsichtigt eine Generalsanierung und Erweiterung des Jugendzeltplatzes Rücklenmühle in 86441 Zusmarshausen an der ST 2027. Seitens des Bauherrn wurden Vorüberlegungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie und eines Vorentwurfes angestellt. Dieser soll als Grundlage für die weiteren Planungen übernommen werden. Im Sommerbetrieb soll künftig eine gleichzeitige Nutzung des Jugendzeltplatzes durch drei voneinander unabhängige Gruppen möglich sein. Das Angebot soll eine „Zeltgruppe“, eine „Zelthausgruppe“ und eine Gruppe, die in einem neu zu errichtendem Selbstversorgerhaus untergebracht wird, umfassen. Mit dem Selbstversorgerhaus ist künftig eine ganzjährige Nutzung des Areals geplant. Die Zelthausgruppe soll aus festen Zelthäuschen mit je vier Schlafplätzen in Holzbauweise für insgesamt 36 Personen errichtet werden.

Die Baumaßnahme besteht aus drei Bestandteilen:

Sanierung des bestehenden Jugendhauses, Neubau eines Selbstversorgerhauses, Neubau einer festen Zelthausgruppe sowie Sanierung der Freiflächenanlage. Die Sanierung der Freianlagen ist Gegenstand dieses VgV-Verfahrens.

Der Bauherr denkt bei der Maßnahme insbesondere für das neue Selbstversorgerhaus und die Zelthausgruppe bezüglich der Materialität über eine Holzbauweise mit naturbelassenen Materialien nach.

Sanierung/Anpassung der Freianlagen an das Planungskonzept

Ersatzpflanzungen, Ausgleichsmaßnahmen, Herstellung/Sanierung Platzflächen, Wege, Außenbeleuchtung, ggfs. Brücke (Fußgängersteg)

Die Freifläche wird so konzipiert, dass jeder der drei Nutzergruppen eine eigene Freifläche mit Feuerstelle zugeordnet ist. Es ist angedacht, den Bach für Aktionen im Rahmen der Jugendbetreuung kindergerecht zugänglich zu machen. Für die „Rücklenmühle“ existierte seinerzeit ein Mühlbachgumpen, der zwischenzeitlich zugeschüttet wurde. Dieser soll als einfacher Badegumpen wiederhergestellt werden. Die naturbelassene Struktur und der Baumbestand soll größtenteils erhalten werden, allerdings mit Auslichtung und Rückschnitt sowie ggfs. Durchführung von Ersatzpflanzungen. Es sollen natürliche Materialien verwendet werden und es wird auf eine möglichst einfache und naturnahe Ausführung Wert gelegt. Ggfs. soll eine Holzbrücke über den Seitenarm der Zusam wiederhergestellt werden. Der Fußgängersteg ist allerdings bisher nicht in den Kosten mitberücksichtigt.

Ablauf

Für das Gebäude stellt sich der Bauherr eine energieeffiziente ökologische Holzbauweise mit hohem energetischem Standard ggfs. in vorelementierter Holzbauweise vor. Der Architekt für das Bauvorhaben wurde im Rahmen eines VgV Verfahrens ermittelt. Zur Auswahl des/der Freianlagenplaners wird ein Verhandlungsverfahren ohne vorgelagerten Planungswettbewerb gem. VgV durchgeführt. Nach dem Teilnahmewettbewerb werden, anhand der Auswahlkriterien in der Bekanntmachung 3 bis 5 Bieter zum Verhandlungsverfahren eingeladen.

Der erwartete Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme der Freianlagen liegt bei ca. 430.000,00 Euro inkl. MwSt. (KGr. 500-700) Für die Maßnahme sollen EU-Fördermittel beantragt werden. Die Auflagen der Fördergeber sind zu berücksichtigen. Mit der Durchführung der Maßnahme soll im Herbst 2019 begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahme erfolgt im November 2021.

Gegenstand des Auftrages sind die Leistungen des Freianlagenplaners entsprechend HOAI Teil 3, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9. Die Beauftragung erfolgt nach § 39 HOAI stufenweise.

Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weitere Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden.

Eingehende Fragen während des VgG Verfahren werden mit den Antworten zeitnah auf unserer unten aufgeführten Webside unter Fragen und Antworten zum VgV-Verfahren eingestellt.

 

Bewerbungsunterlagen zum Download: