Zu Gast bei der Erhardt+Leimer GmbH

Unternehmerabend der Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg in Stadtbergen

Im Landkreis Augsburg sind etwa 450 Unternehmen ansässig, die mit internationalen Partnern handeln. Vor allem zu den USA werden immer häufiger wirtschaftliche Kontakte geknüpft. Nach der US-Entscheidung, Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU zu verhängen, befürchteten viele Unternehmer einen Handelsstreit und weitere negative Auswirkungen. „Zwar hat sich diesbezüglich in unserer Region noch nichts für die Firmen verändert, doch die Thematik ist für alle Beteiligten von großem Interesse“, erklärt Landrat Martin Sailer. Aus diesem Grund stand der Unternehmerabend des Landkreises Augsburg bei der Erhardt+Leimer GmbH in Stadtbergen auch unter dem Thema „Der Wandel im Welthandel und die Auswirkungen auf die Unternehmen betrachtet aus verschiedenen Perspektiven“. Eingeladen waren Bürgermeister, Unternehmer und Mitglieder des Kreistags.

 

Die Erhardt+Leimer GmbH

Die Erhardt+Leimer GmbH ist als Marktführer für Mess- und Regeltechnik in den letzten 50 Jahren in den internationalen Handel eingestiegen. Weltweit zählt das Unternehmen rund 1.500 Mitarbeiter, 19 Tochtergesellschaften und Standorte auf fünf Kontinenten. „Besonders die Produktionen in der Europäischen Union, den USA, China und Indien sind stark von der Weltpolitik beeinflusst“, informierte Geschäftsführer Dr. oec. HSG Michael Albert Proeller die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dass 70 Prozent des Gesamtumsatzes der Firma einen Auslandsanteil haben, spiegele zudem die Globalisierung und Automatisierung wider.

 

Paradigmenwechsel im freien Welthandel

Dr. Proeller gehört seit 1996 der Geschäftsführung der Erhardt+Leimer GmbH an und repräsentiert im Rahmen seiner Tätigkeit als Vizepräsident der IHK Schwaben die Region Augsburg Land. In seinem Vortrag zum Thema „Paradigmenwechsel im freien Welthandel – Risiko oder Chance?“ ging er besonders darauf ein, dass die Auswirkungen von Zöllen seiner Meinung nach überschätzt würden, da diese zum Schutz des Handels auch eine Berechtigung hätten. „Die größte Gefahr für mittelständische Betriebe sind nicht die Strafzölle, sondern Produktions- und Innovations-mängel im Vergleich zu China und den USA“, so Dr. Proeller.

 

Landrat Martin Sailer dankte am Ende des Vortrags für das Engagement seiner Mitarbeiter und die Organisation des Abends durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg. „Unsere Unternehmerabende haben sich inzwischen als gute Möglichkeit für lokales Networking etabliert. Es freut mich, dass fast 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Einladung gefolgt sind, mit uns gemeinsam über gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Themen zu diskutieren“, so Sailer.

Anschließend folgte eine Führung durch die Anlage der Erhardt+Leimer GmbH, bei der die Besucher einen interessanten Einblick hinter die Kulissen erhielten.