Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Der demografische Wandel stellt Landkreise, Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Die Kommunen als die Orte, in denen die Menschen leben, müssen auf die umfassenden Veränderungen reagieren, Infrastruktur und Versorgungsleistungen auf den Prüfstand stellen. Sie sind gefordert, passgenaue Strukturen und Angebote zu entwickeln, damit die älteren Bürgerinnen und Bürger möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung verbleiben können.

Zukunftsfähige kommunale Seniorenpolitik und Seniorenarbeit ist jedoch weit mehr als eine Bedarfsfeststellung von ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungsplätzen. Es bedarf vielmehr eines integrativen regionalen Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts, das nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär” bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen sowie neue Wohnformen für ältere und pflegebedürftige Menschen beinhaltet und sowohl die Potenziale und Ressourcen als auch den Hilfe- und Unterstützungsbedarf von Seniorinnen und Senioren, aber auch allen anderen Bevölkerungsgruppen, berücksichtigt.

Unter der Federführung der Fachgruppe Soziales und Senioren sowie des Fachbereichs Soziales Betreuungswesen und Seniorenfragen hat der Landkreis Augsburg deshalb ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept erarbeitet, das als Grundlage für die zukünftige Planung, Steuerung und Weiterentwicklung der Angebote im Bereich der Seniorenarbeit und der Altenhilfe im Landkreis Augsburg dienen soll. Gegliedert nach zehn Handlungsfeldern beschränkt es sich nicht nur auf den Bereich Pflege und Betreuung, sondern bezieht sämtliche Lebensbereiche der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ein.

Die Aussagen und Empfehlungen im Seniorenpolitischen Gesamtkonzept sollen Impulse für die künftige Seniorenpolitik des Landkreises und seiner Städte, Märkte und Gemeinden setzen und den politisch Verantwortlichen und der Verwaltung als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage dienen.

Ein Teil des Seniorenpolitisches Gesamtkonzeptes ist der Pflegebedarfsplan für den Landkreis Augsburg (siehe Downloads).

 


Im Jahr 2019 wird das Seniorenpolitische Gesamtkonzept fortgeschrieben. Hierzu fand am 9. Februar 2019 eine Auftaktveranstaltung im Schmuttertal-Gymnasium Diedorf statt. Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.


Knapp 100 Personen nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Nach der Begrüßung durch Landrat Martin Sailer und den Ersten Bürgermeister des Marktes Diedorf, Peter Högg, referierte Lisa Manhart vom Landratsamt Augsburg über den aktuellen Stand der Seniorenarbeit im Landkreis Augsburg. Herr Dr. Buba vom BASIS Institut Bamberg, welches die Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts wissenschaftlich begleitet, erläuterte den Gästen anschließend, warum eine gut durchdachte Seniorenpolitik wichtig ist. Außerdem informierte er über den weiteren Verlauf der Fortschreibung. In der darauffolgenden Pause tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rege aus. Im Anschluss fanden vier Gruppengespräche zu den Versorgungsregionen und ein Gruppengespräch zu überregionalen Themen statt. Hier wurde darüber diskutiert, was schon gut läuft in der Seniorenarbeit, was nicht so gut läuft und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um bestimmte Lücken zu schließen. Zum Abschluss kamen alle Teilnehmer erneut zusammen. Regina Mayer, Leiterin des Fachbereichs „Soziales Betreuungswesen und Seniorenfragen“ bedankte sich bei allen Mitwirkenden und bat zusammen mit Herrn Dr. Buba um weiterhin tatkräftige Unterstützung bei der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts.

Die Präsentationen zum aktuellen Stand der Seniorenarbeit im Landkreis Augsburg und zur Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sowie die Ergebnisse aus den Gruppengesprächen und eine Karte des Landkreises mit einer Kennzeichnung der Versorgungsregionen finden Sie in der rechten Spalte.

Außerdem können Sie sich nachfolgend die demographischen Trends für Ihre Gemeinde ansehen.


Im Juli 2019 fanden insgesamt acht Expertengespräche zu folgenden Themen statt:

  • Angebote für besondere Zielgruppen
  • Beratung und Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit
  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Gesellschaftliche Teilhabe
  • Hospiz- und Palliativversorgung
  • Pflege und Betreuung
  • Prävention
  • Wohnen im Alter

Eingeladen waren ausgewählte hauptamtliche sowie ehrenamtliche Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Bereichen. Die Ergebnisprotokolle finden Sie auf der rechten Seite unter "Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts".


Im Oktober 2019 fanden insgesamt sechs Bürgerwerkstätten in den Versorgungsregionen des Landkreises Augsburg statt. Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Thema "Älter werden" interessierten. Es waren also sowohl Seniorinnen und Senioren als auch jüngere Menschen angesprochen.

Zunächst wurden die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger über den bisherigen Verlauf der Fortschreibung sowie ausgewählte Ergebnisse der schriftlichen Bürgerbefragung informiert. Die Präsentationen finden Sie auf der rechten Seite unter "Fortschreibung Seniorenpolitisches Gesamtkonzept".

Danach konnten sie mit Hilfe von farbigen Punkten (jede Farbe stand für eine Gemeinde) auf verschiedenen Plakaten markieren, bei welchen Themen es ihnen besonders wichtig wäre, dass etwas in ihrer Gemeinde verändert wird. Diese Übersicht über die Prioritäten der Bürgerinnen und Bürger wurde anschließend als Einstieg für die Gruppendiskussionen genutzt. Die Teilnehmenden hatten dort die Gelegenheit, ganz offen über ihre Wünsche und Ideen zum Leben im Alter zu sprechen. Diese wurden schriftlich festgehalten und können demnächst hier nachgelesen werden. 

Ansprechpartner

Vorname Name Telefon Fax Raum Mail
Lisa
Manhart
(0821) 3102-2861 (0821) 3102-1861 209

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