Wichtige Hinweise für Reiserückkehrer

Reisesrückkehrer aus Risikogebieten

 

Grundsatz: Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet (§ 1 EQV)

 

Risikogebiete:

Als Risikogebiete werden Staaten oder Regionen außerhalb Deutschlands definiert für welche zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Die aktuellen Einstufungen der Risikogebiete durch das RKI sind hier nachzulesen.

 

Einreise aus einem (ausländischem) Risikogebiet nach Bayern:

Sie sind verpflichtet:

  • sich unverzüglich auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder andere geeignete, eine Absonderung ermöglichende Unterkunft begeben
  • sich für einen Zeitraum von 10 Tagen abzusondern (siehe § 1 Abs. 1 EQV).
  • keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht Ihrem Hausstand angehören (§ 1 Abs. 1 Satz 2 EQV)

 

Mitteilung/ Anmeldung vor und nach der Einreise:

Seit dem 1. Dezember gilt gem. § 1 Abs. 2 EQV:

  • Anmeldung über digitale Einreiseanmeldung (www.einreiseanmeldung.de). Die Bestätigung, wird vom Beförderer vor der Beförderung kontrolliert. Eine Beförderung kann anderenfalls nicht erfolgen. Die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung besteht unabhängig davon, ob ein Ausnahmetatbestand nach § 2 Absätze 1 bis 3 EQV vorliegt.

oder

in Ausnahmefällen stattdessen Ersatzmitteilung in Papierform (Aussteigekarte) ausfüllen.


Verkürzung der häuslichen maximalen Quarantäne von 10 Tagen NACH § 3 ABS. 1 und 2 EQV

  • die maximale Quarantäne beträgt 10 Tage (Mindestquarantäne beträgt 5 Tage)
  • mit COVID-19-Testung (frühestens am 5. Tag nach der Einreise) kann die maximale Qua­rantäne verkürzt werden
  • Testergebnis muss mindestens 10 Tage aufbewahrt werden und auf Verlangen des Staat­lichen Gesundheitsamts vorgelegt werden

Ausnahmen von DER HÄUSLICHEN QUARANTÄNE OHNE NEGATIVEN COVID-19-TEST NACH § 2 Abs. 1 und 2 EQV

  • Von der Quarantänepflicht nicht erfasst sind Personen, die in § 2 Abs. 1 und 2 EQV genannt sind.

 

AUSNAHMEN VON DER HÄUSLICHEN QUARANTÄNE MIT NEGATIVEN COVID-19-TEST NACH § 2 ABS. 3 EQV

  • Von der Quarantänepflicht nicht erfasst sind Personen, die in § 2 Abs. 3 EQV genannt sind.
  • Voraussetzung ist ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARSCoV-2 in deutscher, englischer oder franzö­si­scher Sprache.
  • Das Testergebnis muss mindestens 10 Tage aufbewahrt werden und auf Verlangen des Staat­lichen Gesundheitsamts des Landratsamtes Augsburg vorgelegt werden.

 

COVID-19-TEST

  • muss sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARSCoV-2 stützen.
  • gültig von Mitgliedstaaten der EU oder einem sonstigen Staat, den das RKI festgelegt hat. (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html)
  • darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein (§ 2 Abs. 3 Sätze 2-4 EQV).

 

Hinweis:

Nachfragen zur Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) an das Staatliche Gesundheitsamt sind aktuell ausschließlich schriftlich per E-Mail an [email protected]LRA-a.bayern.de zu stellenEine telefonische Auskunft kann nicht erteilt werden. Wir bitten hierfür um Verständnis!


Grenzpendler (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 a EQV)

Von der Quarantänepflicht befreit sind Bürger, die im Freistaat Bayern ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck

  • ihrer Berufsausübung,
  • ihres Studiums,
  • oder Ausbildung (umfasst auch den Schulbesuch)

an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein Risikogebiet nach § 1 Abs. 5 EQV begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler). Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung haben die zwingende Notwendigkeit zu bescheinigen.


Grenzgänger (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 b EQV, § 4 EQV)

Grenzgänger = Personen, die in einem Risikogebiet nach § 1 Abs. 5 ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in den Freistaat Bayern begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b EQV).

 

Grenzgänger benötigen eine Bescheinigung des Arbeitgebers, Auftraggebers oder der Bildungseinrichtung, dass die Tätigkeit zwingende Notwendigkeit ist.


BEI SYMPTOMEN NACH EINEM AUSLANDSAUFENTHALT

Für Einreisende, die innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr Symptome wie Fieber, Muskel­schmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall bekommen gilt:

  • Rufen Sie umgehend Ihren Hausarzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereit­schafts­dienst bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Kommen Sie auf keinen Fall unangemel­det in die Praxis oder Notaufnahme.
  • Vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Hygienetipps zum Infektionsschutz.
  • Kinder, die Krankheitssymptome zeigen, dürfen Kitas und schulische Einrichtungen nicht mehr besuchen. Das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrich­tungen (Quelle u.a.: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales).

OHNE SYMPTOME

Wenn Sie innerhalb der letzten 10 Tage im Ausland waren und sich nicht krank fühlen, vermei­den Sie trotzdem unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und beachten Sie die Hygienetipps zum Infektionsschutz. Beim Auftreten von Symptomen rufen Sie umge­hend Ihren Hausarzt oder den Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an.


NACH KONTAKT MIT INFIZIERTEN

Bitte melden Sie sich umgehend bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt – unabhängig davon, ob Sie sich krank fühlen oder nicht. Außerhalb der Geschäftszeiten bitte die 116 117 (kassenärztlicher Bereitschaftsdienst) wählen oder bei der bayerischen Corona-Hotline mel­den: 09131 6808 5101. Bitte beachten Sie auch die wichtigen Hinweise für (potenzielle) Kon­taktpersonen.


Ordnungswidrigkeiten

Verstöße gegen die Vorgaben der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) können mit einer Geldbuße geahndet werden (s. § 4 EQV).

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